Hark Bohm und ROBIN WOOD: Die Netze müssen unter demokratische Kontrolle – „Scheinsachlickeit“ der Volksentscheids-Gegner

Mit dem Regisseur und Drehbuchautoren Hark Bohm hat ROBIN WOOD am Donnerstag seine Veranstaltungsreihe über die Energienetze und die Wende in Hamburg eröffnet. “Es kommt drauf an, wer die Verfügungsmacht über die Netze besitzt. Die Energieversorgung ist für alle Menschen entscheidend. Der Schlüssel für die Energienetze gehört in die Hände einer demokratisch gewählten Bürgerschaft“, sagt Hark Bohm, um seine grundsätzliche Position deutlich zu machen.

Die Argumentation von Hark Bohm ist bemerkenswert. Er kritisiert, dass viele Politiker in der Frage der Rekommunalisierung so tun, als wäre ihre Entscheidung sachlich begründet. Dem stellt er entgegen, dass es fast immer vor allem emotionale Entscheidungen sind, die erst danach durch Sachargumente gerechtfertigt werden. Und Hark Bohm spricht von eigenen Erfahrungen, warum er der festen Meinung ist, dass so wichtige Bereiche wie Gesundheit, wie die Wasserversorgung, das Schienennetz und eben auch die Energienetze nicht privatwirtschaftlichen Interessen und Zwängen unterliegen dürfen. Bei der Gesundheitsversorgung, so Bohm, sieht das jeder sofort ein, dass wirtschaftliche Interessen keine Rolle spielen dürfen. Bei den Energienetzen ist das weniger direkt zu spüren, aber auch hier geht es um die Sicherstellung grundlegender menschlicher Bedürfnisse.

Er kritisierte u.a. auch den jüngsten Artikel von Klaus von Dohnanyi im Hamburger Abendblatt. Der ehemalige SPD-Bürgermeister von Hamburg komme scheinbar sehr sachlich daher, wirft den Volksentschieds-Initiatoren vor, sie würden vor allem „Bauchgefühle“ verbreiten. Doch Dohnanyi selbst argumentiert im Grunde nicht sachlich, sondern vor allem emotional: So würde Dohnanyi u.a. schreiben, ein Vergleich der vom Volksentscheid angestrebten „Verstaatlichung“ der Energienetze mit der DDR wäre übertrieben. Doch genau indem er das sagt, sorge er natürlich für eine Emotionalisierung, die mit einer Sachdebatte gar nichts zu tun habe, so Hark Bohm auf der Veranstaltung von ROBIN WOOD.

Hark Bohm kritisiert das als „Scheinsachlickeit“. Nicht nur bei Dohnanyi, sondern in vielen Beiträgen, die von den Volksentscheids-Gegnern vorgetragen werden. Es sind in Wirklichkeit Befürchtungen, die formuliert würden. Mit Sachlichkeit hat das wenig zu tun.

 

Super Trickfilm – Fred erklärt, warum der Volksentscheid für die Energienetze gut ist und wie es geht.

Wow! In einem wirklich tollen Trickfilm erklärt jetzt FRED, warum der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ sinnvoll ist und wie die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze von Vattenfall und E.on funktioniert. Deluxe! Ansehen, weiter verbreiten!

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Jusos für´n A….

UHUN-CityWenn man nicht so viel zu sagen hat und ohnehin nur den Erwachsenen nacheifert, dann muss es mindestens knackig kommen. So in etwa muss man wohl einen Flyer der Hamburger Jungen Sozialdemokraten zum anstehenden Volksentscheid von „Unser Hamburg – Unser Netz“ betrachten. So jung schon voll auf Scholz-Linie, aber etwas deftiger im Auftreten halt.

SONY DSCSONY DSCJusos? Genau, die hatten bislang einen Vorsitzenden, der heißt Hauke Wagner, der ist immer noch im Landesvorstand der SPD und arbeitet jetzt bei Vattenfall. Auftrag: Geld verdienen und dabei irgendwie das Geschäft von Vattenfall unterstützen, aber von Energiewende reden. Siehe hier: Vattenfall ist nun Mitglied im Hamburger SPD-Landesvorstand – Wie Filz geht!

So geht das, und Hauke Wagner dürfte für viele der Jusos ganz sicher ein anspornendes Vorbild sein, wie es beim Karrierestart einfach besser läuft.

Volksentscheid hat gerockt – mit Rantanplan, Le Fly, Pensen, Jan Plewka und Marco Schmedtje

Gestern, Fabrik Hamburg, Wir rocken die Netze. Vier Bands gingen zur Unterstützung des Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ auf die Bühne und brachten Bewegung in die Sache. Mit dabei waren natürlich RANTANPLAN, die ja auch den großartigen Musik-Clip „Unser Netz Song“ (Youtube) gemacht haben. Sie rockten die Hütte mit ihrem Ska-Punk. Ebenfalls am Start Jan Plewka und Marco Schmedtje, die mit den Songs von Rio Reiser für sehr emotionale Momente sorgten. Umwerfend der Auftritt von Pensen (Das Pack, Monsters of Liedermaching), der zwischen Song und Entertainment die Abrechnung seiner Fahrkosten ebenso wie ein totales Tschüss Vattenfall zelebrierte. Mit St. Pauli Tanzmusik waren Le Fly mit einem feurigen Auftritt dabei, unplugged. aber mit vollem Bläsereinsatz. Ein Dank für den Abend und die Unterstützung geht an die Fabrik Hamburg, die mit ihrem Ökostrom von Hamburg Energie für nachhaltige Freude sorgte.

Hier ein paar Bilder:

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Pensen – Entertainment und Liedermaching vom Feinsten. Foto: Dirk Seifert
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Le Fly – St. Pauli Tanzmusik mit Druckwelle. Foto: Dirk Seifert

 

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Jan Plewka und Marco Schmedtje – Soundcheck für die Energiewede. Foto: Dirk Seifert
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Rantanplan – Ska-Punk mit mächtig viel Bläsern und Gegenwind für Vattenfall

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Infoarbeit mit Tanzmusik

 

 

 

 

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in Bewegung…

 

 

 

 

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Le Fly rockt …

 

 

 

 

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Ganz viele Argumente….

 

 

 

 

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die auch kleben bleiben

 

 

 

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Wahlrecht ab 16 Jahren – Say Yes!

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Energiespender für die neuen WählerInnen ab 16 Jahren. Für den Volksentscheid in Hamburg sind sie erstmals wahlberechtigt. Die Linke in HH reicht Traubenzucker und Infos.

Erstmals dürfen nach dem neuen Wahlrecht auch Jugendliche ab 16 Jahren in Hamburg am 22. September bei einer Wahl mitbestimmen. Allerdings gilt das nur für die Landesebene und damit „nur“ für den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz„. Bei der Bundestagswahl dürfen sie nicht mitmachen.

Die Linke in Hamburg will daher mit Info-Aktionen die neuen WählerInnen in Hamburg ansprechen. Dazu gibt es jetzt – im vertrauten Smartphone-Design – einen neuen Flyer (PDF), der sich gezielt an die neuen jugendlichen WählerInnen richtet. „Hamburg vs. E.on & Vattenfall: Du entscheidest, wer gewinnt!“, heißt der Flyer und wirbt – mmm, ob das so jugendgerecht ist? – mit Godzilla auf der Frontseite. Fukushima lässt grüßen. Die Linken wollen einen Schwerpunkt Ihrer Jungwähler-Aktion bei den berufsbildenden Schulen machen, aber auch sonst gezielt an die neuen WählerInnen herantreten.

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