Jetzt schnell: Einwenden gegen die Laufzeitverlängerung des AKW Borssele und neuer Reaktoren in den Niederlanden

UmweltFAIRaendern stellt hier eine Stellungnahme gegen die in den Niederlanden geplante Laufzeitverlängerung für das Uralt-AKW Borssele sowie gegen den Bau neuer Atomreaktoren zum download bereit. Im sog. Scoping-Verfahren für die Umweltverträglichkeitsprüfung haben EU-Bürger:innen das Recht, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Stellungnahme abzugeben. Sie muss unbedingt bis zum 11. Juli unterschrieben bei der zuständigen Stelle in den Niederlanden per Mail eingegangen sein.

Weck mich auf !

Samy Deluxe – Weck mich auf!

Am G F

Am G F

(Play full Chords)

Strophe 1

Wir leben in einem Land, in dem mehr Schranken steh’n, als es Wege gibt,

mehr Mauern als Brücken, die Stimmung ist negativ.

Und die Alten fragen: Warum rauch ich täglich Weed

und warum sind ich und meine ganze Generation so depressiv?

Wir sind jeden Tag umgeben von lebenden Toten,

umgeben von Schildern, die uns sagen: Betreten Verboten!

Umgeben von Skinheads, die Türken und Afrikanern das Leben nehmen,

während Bullen daneben steh’n, um Problemen aus dem Weg zu geh’n.

Umgeben von Jasagern, die alles nur nachlabern,

denen kaltes, dunkles Blut pumpt durch die Schlagadern,

umgeben von Kinderschändern, die grad mal Bewährung kriegen,

genau wie die scheiß Nazis, deren Opfer unter der Erde liegen.

Hat dieses Land wirklich nicht mehr zu bieten

als ein paar Millionen Arschgesichter mit ’ner Fresse voller Hämorrhoiden?

Die meinen, dies Land sehr zu lieben, doch sind nicht sehr zufrieden.

Paßt zu eurem Frust – oder warum seid ihr hier geblieben?

Ich muss mich von euch ganzen Schlappschwänzen abgrenzen,

all den ganzen Hackfressen, die mich jeden Tag stressen.

Es sind die gleichen Leute an der Spitze, die sich satt essen

und Minderheiten werden zur Mehrheit und trotzdem vergessen.

Hook:

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Man versucht uns ständig einzureden,

dass es noch möglich wär‘, hier frei zu leben.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Ich und du und er und sie und es sind

besser dran, wenn wir uns selber helfen.

Strophe 2

Ich bin der Typ, der kurz nach Beginn der Party schon geht,

weil ich nicht feiern kann, solange ich in Babylon leb.

Wir haben miese Karten, regiert von Psychopathen,

verwaltet von Bürokraten, die keine Gefühle haben.

Kontrolliert von korrupten Cops, die oft Sadisten sind,

Verdächtige suchen nach rassistischen Statistiken,

gefüttert von Firmen, die uns jahrzehntelang vergifteten,

informiert durch Medien, die’s erst zu spät berichteten.

Scheiß auf’n Unfall im Pkw, Schäden von THC,

wir hab’n bald alle BSE.

Und du schaust noch auf dein EKG, bevor dein Herz stoppt

und denkst: ‚Auf’n dickes Steak hätt‘ ich trotzdem jetzt Bock.‘

Verdammt nochmal! Gehirnwäsche pur, rund um die Uhr,

und Vater Staat schlägt und vergewaltigt Mutter Natur.

Die scheiß Politiker dienen der dunklen Seite wie Darth Vader

und haben ’nen Horizont von circa einem Quadratmeter.

Keine eigene Meinung, doch zehn eigene Ratgeber.

Die schwachsinnigen Scheiß reden als hätten sie’n Sprachfehler,

hoffen, die braven Wähler zahlen weiterhin gerne Steuergelder,

doch ich bin hier, um Alarm zu schlagen wie’n Feuermelder.

Hook

Strophe 3

Was sagt wohl Schröder dazu? Ich glaub, ich ruf‘ ihn mal an.

Sag zu ihm: Gerhard, schau‘ dir doch unsere Jugend mal an.

Ein Drittel starrt mit offenem Mund auf ihre Playstations,

das zweite Drittel feiert im Exzess als Rave-Nation

abhängig von teuflischen pharmazeutischen Erzeugnissen,

weil sie nicht wussten, was diese scheiß Drogen bedeuteten.

Das dritte Drittel hängt perspektivlos rum auf deutschen Straßen,

Kids mit dreizehn Jahren zieh’n sich schon dies weiße Zeug in die Nase,

die keine Ziele, aber nur Träume haben und das sind meist teure Wagen,

sie planen ihr Leben nicht weiter als heute abend,

denken zur Not geht es wie bei Nintendo noch neu zu starten,

scheißen drauf, ob sie bald sterben – wer will schon alt werden?

In diesem Land, in dem mehr Schranken steh’n als es Wege gibt,

mehr Mauern als Brücken, die Stimmung ist negativ.

Für die Alten: Darum rauchen wir täglich Weed

und deshalb sind ich und meine ganze Generation so depressiv.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Man versucht uns ständig einzureden,

dass es noch möglich wär‘, hier frei zu leben.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Ich und du und er und sie und es sind

besser dran, wenn wir uns selber helfen.

„Es ändert nichts, genauso wenig, wie sich irgendetwas ändern wird…“

– Jeet Jerome

KlimaGerecht und Plutoniumneutral: KEINE ENERGIEWENDE OHNE ATOMWENDE

„Atomwende? Ja, bitte! Warum die Abkehr von der Atomenergie und eine gute Entsorgungspolitik die Energiewende in Deutschland befördern werden.“ Das ist die Headline eines sozialwissenschaftlichen Beitrags, der den Wirrungen einer konservativ-ideologischen Pro-Atomenergie-Propaganda angesichts wachsender Öko-Krisenlagen einen demokratischen Diskurs entgegenstellt, wie eine demokratischer Perspektive im Umgang mit den Grenzen dieses Planeten anbietet. Wie geht sozial-ökologische Transformation – Demokratisch! Von einem Konzept einer atompolitischen Wende ist die Rede. Was könnte das sein? Von Plutoniumneutralität hat einer von denen neulich geschrieben. Alles klar!

„Atomenergie bleibt gesellschaftlich umkämpft. Zum einen wird sie wieder als Zukunftstechnologie gehandelt, mit der vermeintlich klimafreundlich und ressourcenschonend Strom erzeugt werden kann. Zum anderen ist die Endlagerung von Atomabfällen noch nicht geregelt. Das Konzept der „atompolitischen Wende“ bringt – analog zur Energiewende – dieses Ringen auf den Punkt. Die Beendigung der kommerziellen Nutzung der Atomenergie und eine gute Entsorgungspolitik sind Gelingensbedingungen für die Energiewende und die sozial-ökologische Transformation in Deutschland.“ Das ist aus einem neuen Aufsatz von Fabian Präger, Achim Brunnengräber und Christian von Hirschhausen. Erschienen ist der Aufsatz in „ÖKOLOGISCHE PERSPEKTIVEN FÜR WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT“ bei OEKOM unter diesem Link mit Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe als PDF:  – direkt auch gleich hier hier.

On demand: Überholverbot – Hochradioaktiv auf der Autobahn nach Ahaus

Atomenergie und Atomstrom, heute. Abgeschaltet. Atommüll? Bleibt. Überall. Von Zwischenlagerung zu Zwischenlagerung! Endlager XY ungelöst! Hochradioaktiv. Ungeendlagert. Und noch viel später, als gesetzlich versprochen. Unter keinen Umständen darf dieser Atommüll direkt mit der Welt verbunden sein. Enorme Sicherheitsmaßnahmen sind notwendig, um Mensch und Strahlung auseineranderzuhalten. Der WDR berichtet über Atommüll auf Geisterfahrt: „Atommüll-Transporte aus Jülich nach Ahaus ab 2024 möglich

Darf man Texte vom WDR einfach so übernehmen? Wenn man öffentlich.rechtliche Quelle nennt, wenn man Gebührenzahler ist? Danke für die Rechereche des WDR!

Und als Dokumentation: Atommüll-Transporte aus Jülich nach Ahaus ab 2024 möglich

Stand: 23.05.2023, 11:18 Uhr

Die Entsorgungsgesellschaft Nuklearanlagen geht davon aus, dass der Atommüll aus dem Zwischenlager in Jülich ab Frühjahr 2024 nach Ahaus transportiert wird. Die dafür erforderliche Genehmigung wird in Kürze erwartet.

Die Verlagerung der 152 Castor-Fässer mit hochradioaktiv strahlenden Brennelementkugeln aus dem abgeschalteten Jülicher Versuchsreaktor nach Ahaus sei die Option, die am schnellsten umgesetzt werden könne, sagte ein Sprecher der Entsorgungsgesellschaft Nuklearanlagen (JEN).

Das bestätigen auch drei Bundesministerien in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages: „Nach Ansicht der Beteiligten sprechen derzeit viele Gründe dafür, die Ahaus-Option vor dem Hintergrund der atomrechtlich angeordneten unverzüglichen Räumung und im Sinne eines wirtschaftlichen Mitteleinsatzes als vorzugswürdige Option gegenüber der Neubau-Option einzuordnen.“

Zwischenlager Jülich 10 Jahre ohne Genehmigung

Zum Hintergrund: Seit zehn Jahren ist die Genehmigung für das Atommüll-Zwischenlager ausgelaufen. Und so lange gibt es auch schon die Anordnung zur Räumung. Voraussetzung dafür ist aber eine Transport-Genehmigung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Die JEN geht davon aus, dass die Genehmigung in Kürze erfolgen wird. Damit wäre der Weg frei für den Transport des Atommülls ins Münsterland – eigentlich.

Denn ein paar Stolpersteine könnten das Projekt noch weiter verzögern. Das ist einmal die Klage der Stadt Ahaus gegen die Einlagerung der Castor-Fässer aus Jülich. Ein Urteil könnte zum Jahresende erfolgen. Und es könnte sein, dass Anwohner gegen die Transporte klagen, sobald bekannt ist, welche Straßen betroffen sein werden. Das ist derzeit noch Verschlusssache.

Auch rechnen die Behörden mit erheblichen Protesten von Atomkraftgegnern und Klimaschützern. Ob dann über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren genügend Polizeikräfte zur Verfügung stehen, um die Transporte zu sichern, ist offen.

152 Transport-Fahrten nach Ahaus

Immerhin plant die JEN aktuell 152 Fahrten: Eine Fahrt pro Castor-Fass auf einem Tieflader mit spezieller Sicherheitstechnik und entsprechenden Begleitfahrzeugen. Die Polizei könnte aber nach eigenem Ermessen auch Konvois anordnen, sagt JEN-Sprecher Jörg Kriewel. Und sie kann auch bei den Transport-Zeiträumen mitreden. Großereignisse wie die Fußball-EM im kommenden Jahr könnten viele Polizeikräfte binden, die dann nicht für Atommüll-Transporte zur Verfügung stünden.

Für die Räumung des alten Zwischenlagers in Jülich rechnet der Bund mit Gesamtkosten von mehr als 200 Millionen Euro. Der Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich würde nach Schätzungen der JEN mindestens 450 Millionen Euro kosten. Bezugsfertig wäre es erst 2032. Diese Lösung soll weiterverfolgt werden, bis klar ist, ob die Ahaus-Option tatsächlich realisiert wird.

Aber „die Beteiligten sind sich einig, dass die parallele Weiterverfolgung so bald wie möglich zu beenden ist“, heißt es in dem Bericht der drei Bundesministerien an den Haushaltsausschuss.

Siehe zum Hintergrun auf umweltFAIRaendern auch:

„Nuklearer Tabubruch: USA wollen atomwaffenfähiges Uran in Forschungsreaktoren einsetzen“

Weltweit haben die USA und der Atomwaffensperrvertrag Maßstäbe im Umgang mit der Atomenergie gesetzt, um die Verbreitung von Atomwaffen massiv zu erschweren. So jedenfalls die westlichen Frames. Aber es waren auch die USA, die gegen Japan (statt Deutschland) von der Atomwaffe im Krieg – erstmals – und zuletzt – im Krieg gebrauch machten. Die Technik der Kernspaltung war in der Welt. Nicht Deutschland, aber Frankreich, Großbritannien, Russland, China, – Pakistan, Indien, Nordkorea, Israel folgten mit Atomwaffen – und demnächst oder schon Iran und andere. Und mehr Staaten streben das an, ohne es zu sagen: Vereinigte Arabische Emirate,  Türkei, Polen, Saudi-Arabien. Nun leisten die USA mit einem weiteren Schritt einen Beitrag, die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Atomenergie weiter aufzuheben.

Für einen neuen Forschungsreaktor soll seit Jahrzehnten erstmals wieder Uran mit einer atomwaffenfähigen Anreicherung direkt eingesetzt werden. Im Iran wird man diese Meldung sehr aufmerksam registrieren. Die USA unternehmen ein Schritt, der westliche Glaubwürdigkeit massiv untergraben wird. Eine Perspektive auf Europa und die USA, die mit Widersprüchen zwischen Moral und Werten einerseits und konkreten Realitäten anderseits zu tun hat.

Weltweit hatten sich die USA bislang mit massiven ökonomischen und praktischen Maßnahmen eingesetzt, dass im Atomforschungsbereich Kernbrennstoff nur unterhalb der als Schwelle zur Atomwaffenfähigkeit geltenden Anreicherung des spaltbaren Uran235 von 20 Prozent genutzt werden dürfte. Ausgerechnet die Bundesrepublik hat diese bisherige Richtlinie der USA in Sachen Verhinderung der Ausbreitung von Atomwaffen-Technik ignoriert und in München Garching einen Atomforschungsreakor in Betrieb genommen, der mit atomwaffenfähigem Uran betrieben. Weil die USA das Uran nicht liefern wollte, bestellte die Bundesrepublik und die Univerisität in München das Atomwaffen-Uran in Russland, und ließ das in Frankreich zu den benötigten Brennelementen zusammen bauen. Atomenergie und Bombe sind verdammt kompliziert, aber extrem gefährlich.

Der DLF berichtet in einem Beitrag von Dagmar Röhrlich konkret: https://www.deutschlandfunk.de/us-fluessigsalzreaktoren-hoch-angereichertes-uran-in-zivilen-meilern-dlf-a73c96d5-100.html

  • Zum Thema Atomwaffen auf UmweltFAIRaendern (zivil-militärische Nutzung, Dual-Use)
  • Atomenergie-Anlagen sind immer mehr in den Focus möglicher Terroranschläge geraten. Schon seit über einem Jahrzehnt haben die Sicherheits- und Atombehörden für erhöhte Schutzmaßnahmen und Nachrüstungen bei bundesdeutschen Atomanlagen gesorgt. Mehr Beton und Stahl gegen Raketenangriffe. Staatlich werden diese Abwehr- bzw. Sicherungsmaßnahmen als „SEWD“ gekürzelt – Schutz gegen Störmaßnahmen
    und sonstige Einwirkungen Dritter. Dazu hier!
  • Brunsbüttel Vattenfall und unzureichender Terrorschutz. Ein Urteil. Stichwort Brunsbüttel Terror Zwischenlager

 

 

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