Unsere Zukunft: Atomwaffenfrei! Friedenspolitisches Seminar in Salecina

Berge, Wandern, Information und Diskussion über und gegen Atomwaffen. Das gibt es im September an einem besonderen Ort: Oben im Ferien- und Bildungszentrum Salecina, in der Schweiz. „DFG-VK Köln“ und die „Kampagne Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt“ haben den Sommerevent organisiert, der sich mit den wachsenden Risiken eines Atom-Krieges auseinandersetzt und über Vorschläge und Konzepte für nukleare Abrüstung nachdenken wird.

  • Das Programm ist hier als PDF – Anmeldung ist notwendig. Alles Infos dazu im Flyer!

Ein paar Zeilen zum Inhalt aus dem Programm-Flyer:

Unsere Zukunft: Atomwaffenfrei! Friedenspolitisches Seminar – 2. – 7. September 2023

Das friedenspolitische Seminar orientiert sich an den Zielvorstellungen einer atomwaffenfreien Welt, über die Aufgabe der nuklearen Teilhabe europaweit und den Beitritt weiterer Staaten zum Atomwaffenverbotsvertrag (AVV).
Es bietet Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für Friedensbewegte im generationenübergreifenden internationalen Austausch in erholsamer Umgebung mit Ausflugs- und Wandermöglichkeiten.

Zum inhaltlichen Einstieg gibt es erläuternde Darstellungen sowohl zur aktuellen weltweiten atomaren Bedrohung als auch zu den völkerrechtlichen Vereinbarungen und internationalen Verträgen. Anknüpfend an die Ergebnisse der AVV-Überprüfungskonferenz in New York und das 1. Treffen der Staaten in Wien, die den AVV ratifiziert haben, wollen wir einen Ausblick auf die nächste Staatenkonferenz in New York wagen.

Die zu bearbeitenden Fragen sind:

  • Wie können wir erreichen, dass Atomwaffen aus Europa abgezogen und vernichtet werden?
  • Welche außerparlamentarischen politischen Strategien und Aktionen sind dafür wirkungsvoll zu entwickeln?
  • Welche länderübergreifenden Initiativen sind denkbar, bzw. erforderlich?

Zu den verschiedenen Aspekten gibt es jeweils Inputs mit anschl. Diskussion. Es werden sowohl persönlich in Salecina anwesende Referent*innen als auch solche über Videozuschaltung beteiligt sein. Es wird auch flexible Programmpunkte für Arbeitsgruppen und für die Freizeitgestaltung geben, über die gemeinsam entschieden wird.
Mit gemeinsamen Überlegungen zur praktischen Umsetzung behandeln wir spannende Themen um unserer Arbeit in unseren Gruppen vor Ort in eine gute Perspektive zu liefern

Referent:innen

  • Roland Blach koordiniert die Kampagne «Büchel ist überall!
    atomwaffenfrei jetzt!»
  • Dr. Angelika Claußen ist Vorsitzende der IPPNW
  • Heidemarie Dann ist aktiv im Hiroshima-Bündnis Hannover
  • Regina Hagen ist eine der Sprecher*innen der Kampagne
    «Büchel ist überall! atomwaffenfrei jetzt!»
  • Margarete Müller engagiert sich im Friedensbüro Hannover
  • Andreas Zumach ist freier Journalist , Berlin, von 1988-2020
    UNO-Korrespondent in Genf für die Berliner „tageszeitung“
    (taz) und zahlreiche weitere Medien
  • Moderation: Michael Sünner (DFG-VK Köln

Jetzt schnell: Einwenden gegen die Laufzeitverlängerung des AKW Borssele und neuer Reaktoren in den Niederlanden

UmweltFAIRaendern stellt hier eine Stellungnahme gegen die in den Niederlanden geplante Laufzeitverlängerung für das Uralt-AKW Borssele sowie gegen den Bau neuer Atomreaktoren zum download bereit. Im sog. Scoping-Verfahren für die Umweltverträglichkeitsprüfung haben EU-Bürger:innen das Recht, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Stellungnahme abzugeben. Sie muss unbedingt bis zum 11. Juli unterschrieben bei der zuständigen Stelle in den Niederlanden per Mail eingegangen sein.

Weck mich auf !

Samy Deluxe – Weck mich auf!

Am G F

Am G F

(Play full Chords)

Strophe 1

Wir leben in einem Land, in dem mehr Schranken steh’n, als es Wege gibt,

mehr Mauern als Brücken, die Stimmung ist negativ.

Und die Alten fragen: Warum rauch ich täglich Weed

und warum sind ich und meine ganze Generation so depressiv?

Wir sind jeden Tag umgeben von lebenden Toten,

umgeben von Schildern, die uns sagen: Betreten Verboten!

Umgeben von Skinheads, die Türken und Afrikanern das Leben nehmen,

während Bullen daneben steh’n, um Problemen aus dem Weg zu geh’n.

Umgeben von Jasagern, die alles nur nachlabern,

denen kaltes, dunkles Blut pumpt durch die Schlagadern,

umgeben von Kinderschändern, die grad mal Bewährung kriegen,

genau wie die scheiß Nazis, deren Opfer unter der Erde liegen.

Hat dieses Land wirklich nicht mehr zu bieten

als ein paar Millionen Arschgesichter mit ’ner Fresse voller Hämorrhoiden?

Die meinen, dies Land sehr zu lieben, doch sind nicht sehr zufrieden.

Paßt zu eurem Frust – oder warum seid ihr hier geblieben?

Ich muss mich von euch ganzen Schlappschwänzen abgrenzen,

all den ganzen Hackfressen, die mich jeden Tag stressen.

Es sind die gleichen Leute an der Spitze, die sich satt essen

und Minderheiten werden zur Mehrheit und trotzdem vergessen.

Hook:

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Man versucht uns ständig einzureden,

dass es noch möglich wär‘, hier frei zu leben.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Ich und du und er und sie und es sind

besser dran, wenn wir uns selber helfen.

Strophe 2

Ich bin der Typ, der kurz nach Beginn der Party schon geht,

weil ich nicht feiern kann, solange ich in Babylon leb.

Wir haben miese Karten, regiert von Psychopathen,

verwaltet von Bürokraten, die keine Gefühle haben.

Kontrolliert von korrupten Cops, die oft Sadisten sind,

Verdächtige suchen nach rassistischen Statistiken,

gefüttert von Firmen, die uns jahrzehntelang vergifteten,

informiert durch Medien, die’s erst zu spät berichteten.

Scheiß auf’n Unfall im Pkw, Schäden von THC,

wir hab’n bald alle BSE.

Und du schaust noch auf dein EKG, bevor dein Herz stoppt

und denkst: ‚Auf’n dickes Steak hätt‘ ich trotzdem jetzt Bock.‘

Verdammt nochmal! Gehirnwäsche pur, rund um die Uhr,

und Vater Staat schlägt und vergewaltigt Mutter Natur.

Die scheiß Politiker dienen der dunklen Seite wie Darth Vader

und haben ’nen Horizont von circa einem Quadratmeter.

Keine eigene Meinung, doch zehn eigene Ratgeber.

Die schwachsinnigen Scheiß reden als hätten sie’n Sprachfehler,

hoffen, die braven Wähler zahlen weiterhin gerne Steuergelder,

doch ich bin hier, um Alarm zu schlagen wie’n Feuermelder.

Hook

Strophe 3

Was sagt wohl Schröder dazu? Ich glaub, ich ruf‘ ihn mal an.

Sag zu ihm: Gerhard, schau‘ dir doch unsere Jugend mal an.

Ein Drittel starrt mit offenem Mund auf ihre Playstations,

das zweite Drittel feiert im Exzess als Rave-Nation

abhängig von teuflischen pharmazeutischen Erzeugnissen,

weil sie nicht wussten, was diese scheiß Drogen bedeuteten.

Das dritte Drittel hängt perspektivlos rum auf deutschen Straßen,

Kids mit dreizehn Jahren zieh’n sich schon dies weiße Zeug in die Nase,

die keine Ziele, aber nur Träume haben und das sind meist teure Wagen,

sie planen ihr Leben nicht weiter als heute abend,

denken zur Not geht es wie bei Nintendo noch neu zu starten,

scheißen drauf, ob sie bald sterben – wer will schon alt werden?

In diesem Land, in dem mehr Schranken steh’n als es Wege gibt,

mehr Mauern als Brücken, die Stimmung ist negativ.

Für die Alten: Darum rauchen wir täglich Weed

und deshalb sind ich und meine ganze Generation so depressiv.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Man versucht uns ständig einzureden,

dass es noch möglich wär‘, hier frei zu leben.

Weck mich bitte auf aus diesem Albtraum.

Menschen seh’n vor lauter Bäumen den Wald kaum.

Ich und du und er und sie und es sind

besser dran, wenn wir uns selber helfen.

„Es ändert nichts, genauso wenig, wie sich irgendetwas ändern wird…“

– Jeet Jerome

KlimaGerecht und Plutoniumneutral: KEINE ENERGIEWENDE OHNE ATOMWENDE

„Atomwende? Ja, bitte! Warum die Abkehr von der Atomenergie und eine gute Entsorgungspolitik die Energiewende in Deutschland befördern werden.“ Das ist die Headline eines sozialwissenschaftlichen Beitrags, der den Wirrungen einer konservativ-ideologischen Pro-Atomenergie-Propaganda angesichts wachsender Öko-Krisenlagen einen demokratischen Diskurs entgegenstellt, wie eine demokratischer Perspektive im Umgang mit den Grenzen dieses Planeten anbietet. Wie geht sozial-ökologische Transformation – Demokratisch! Von einem Konzept einer atompolitischen Wende ist die Rede. Was könnte das sein? Von Plutoniumneutralität hat einer von denen neulich geschrieben. Alles klar!

„Atomenergie bleibt gesellschaftlich umkämpft. Zum einen wird sie wieder als Zukunftstechnologie gehandelt, mit der vermeintlich klimafreundlich und ressourcenschonend Strom erzeugt werden kann. Zum anderen ist die Endlagerung von Atomabfällen noch nicht geregelt. Das Konzept der „atompolitischen Wende“ bringt – analog zur Energiewende – dieses Ringen auf den Punkt. Die Beendigung der kommerziellen Nutzung der Atomenergie und eine gute Entsorgungspolitik sind Gelingensbedingungen für die Energiewende und die sozial-ökologische Transformation in Deutschland.“ Das ist aus einem neuen Aufsatz von Fabian Präger, Achim Brunnengräber und Christian von Hirschhausen. Erschienen ist der Aufsatz in „ÖKOLOGISCHE PERSPEKTIVEN FÜR WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT“ bei OEKOM unter diesem Link mit Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe als PDF:  – direkt auch gleich hier hier.

On demand: Überholverbot – Hochradioaktiv auf der Autobahn nach Ahaus

Atomenergie und Atomstrom, heute. Abgeschaltet. Atommüll? Bleibt. Überall. Von Zwischenlagerung zu Zwischenlagerung! Endlager XY ungelöst! Hochradioaktiv. Ungeendlagert. Und noch viel später, als gesetzlich versprochen. Unter keinen Umständen darf dieser Atommüll direkt mit der Welt verbunden sein. Enorme Sicherheitsmaßnahmen sind notwendig, um Mensch und Strahlung auseineranderzuhalten. Der WDR berichtet über Atommüll auf Geisterfahrt: „Atommüll-Transporte aus Jülich nach Ahaus ab 2024 möglich

Darf man Texte vom WDR einfach so übernehmen? Wenn man öffentlich.rechtliche Quelle nennt, wenn man Gebührenzahler ist? Danke für die Rechereche des WDR!

Und als Dokumentation: Atommüll-Transporte aus Jülich nach Ahaus ab 2024 möglich

Stand: 23.05.2023, 11:18 Uhr

Die Entsorgungsgesellschaft Nuklearanlagen geht davon aus, dass der Atommüll aus dem Zwischenlager in Jülich ab Frühjahr 2024 nach Ahaus transportiert wird. Die dafür erforderliche Genehmigung wird in Kürze erwartet.

Die Verlagerung der 152 Castor-Fässer mit hochradioaktiv strahlenden Brennelementkugeln aus dem abgeschalteten Jülicher Versuchsreaktor nach Ahaus sei die Option, die am schnellsten umgesetzt werden könne, sagte ein Sprecher der Entsorgungsgesellschaft Nuklearanlagen (JEN).

Das bestätigen auch drei Bundesministerien in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages: „Nach Ansicht der Beteiligten sprechen derzeit viele Gründe dafür, die Ahaus-Option vor dem Hintergrund der atomrechtlich angeordneten unverzüglichen Räumung und im Sinne eines wirtschaftlichen Mitteleinsatzes als vorzugswürdige Option gegenüber der Neubau-Option einzuordnen.“

Zwischenlager Jülich 10 Jahre ohne Genehmigung

Zum Hintergrund: Seit zehn Jahren ist die Genehmigung für das Atommüll-Zwischenlager ausgelaufen. Und so lange gibt es auch schon die Anordnung zur Räumung. Voraussetzung dafür ist aber eine Transport-Genehmigung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Die JEN geht davon aus, dass die Genehmigung in Kürze erfolgen wird. Damit wäre der Weg frei für den Transport des Atommülls ins Münsterland – eigentlich.

Denn ein paar Stolpersteine könnten das Projekt noch weiter verzögern. Das ist einmal die Klage der Stadt Ahaus gegen die Einlagerung der Castor-Fässer aus Jülich. Ein Urteil könnte zum Jahresende erfolgen. Und es könnte sein, dass Anwohner gegen die Transporte klagen, sobald bekannt ist, welche Straßen betroffen sein werden. Das ist derzeit noch Verschlusssache.

Auch rechnen die Behörden mit erheblichen Protesten von Atomkraftgegnern und Klimaschützern. Ob dann über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren genügend Polizeikräfte zur Verfügung stehen, um die Transporte zu sichern, ist offen.

152 Transport-Fahrten nach Ahaus

Immerhin plant die JEN aktuell 152 Fahrten: Eine Fahrt pro Castor-Fass auf einem Tieflader mit spezieller Sicherheitstechnik und entsprechenden Begleitfahrzeugen. Die Polizei könnte aber nach eigenem Ermessen auch Konvois anordnen, sagt JEN-Sprecher Jörg Kriewel. Und sie kann auch bei den Transport-Zeiträumen mitreden. Großereignisse wie die Fußball-EM im kommenden Jahr könnten viele Polizeikräfte binden, die dann nicht für Atommüll-Transporte zur Verfügung stünden.

Für die Räumung des alten Zwischenlagers in Jülich rechnet der Bund mit Gesamtkosten von mehr als 200 Millionen Euro. Der Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich würde nach Schätzungen der JEN mindestens 450 Millionen Euro kosten. Bezugsfertig wäre es erst 2032. Diese Lösung soll weiterverfolgt werden, bis klar ist, ob die Ahaus-Option tatsächlich realisiert wird.

Aber „die Beteiligten sind sich einig, dass die parallele Weiterverfolgung so bald wie möglich zu beenden ist“, heißt es in dem Bericht der drei Bundesministerien an den Haushaltsausschuss.

Siehe zum Hintergrun auf umweltFAIRaendern auch:

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