Atomtransporte Hamburg – Kontrollen und strahlende Frachten

Container mit Uranerz im Hamburger Hafen, einer von zahlreichen Atomtransporten in Hamburg, Foto: Tim Christensen
Container mit Uranerz im Hamburger Hafen, einer von zahlreichen Atomtransporten in Hamburg, Foto: Tim Christensen

Atomtransporte in Hamburg – Beanstandungen durch die Wasserschutzpolizei, Sicherheitsmängel, Beförderungsverbote,  Falschmeldungen des Hamburger Senats: Mit zahlreichen Aktivitäten haben AtomkraftgegnerInnen in den letzten Wochen dafür gesorgt, dass die Geheimhaltung bei den Atomtransporten immer weniger funktioniert – und immer mehr über die Risiken und Pannen bei der Durchführung bekannt wird. Die Fraktionen von Linken und Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft haben die Zwischenfälle mit den Atomtransporten der letzten Woche zum Anlass für Schriftliche Kleine Anfragen an den Hamburger Senat genommen.

Seit dem Mai 9. Mai bis zum 14. August haben laut der Antwort des Senats auf die Anfrage der Linksfraktion insgesamt 49 Atomtransporte durch Hamburg stattgefunden, davon 23 mit angereichertem Uran (sogenannte Kernbrennstoffe) und 26 mit „sonstigen radioaktiven Stoffen“. Hier die Anfrage der Linken sowie die Anfrage der Grünen, jeweils als PDF.

Zuletzt berichtete Birgit Gärtner auf Telepolis zu den Urantransporten über Hamburg.

Auf die Anfrage der Links-Fraktion teilt der Senat mit: „In dem Zeitraum vom 19. Juni 2014 bis zum 18. August 2014 wurden durch die Wasserschutzpolizei 91 Kontrollen im Zusammenhang mit dem Transport radioaktiver Güter durchgeführt. Davon verliefen 71 Kontrollen ohne Beanstandungen, 20 Kontrollen führten zu Mängeln formaler oder sicherheitsrelevanter Art. In keinem Fall kam es durch die festgestellten Mängel zu schädigenden Beeinträchtigungen des Gefahrgutes oder deren Verpackung.“

Damit gab es im angegebenen Zeitraum also bei rund einem fünftel der Kontrollen Beanstandungen durch die Wasserschutzpolizei.

Zuletzt waren die Transporte mit Uranerzkonzentrat aus Kasachstan, Usbekistan und Namibia während der Aktionen von AtomkraftgegnerInnen im Hamburger Hafen im Blickpunkt. Unter welchen umwelt- und gesundheitsschädlichen Umständen in Namibia das Uran aus der Erde geholt wird, ist hier zu lesen:

Auch in Rostock wird radioaktives Material über den dortigen Hafen transportiert:

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