Atomtransporte Hamburg: Senat räumt Falschmeldung ein.

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Hamburger Senat räumt Falschmeldung ein: Uranerzkonzentrat aus Kasachstan lagert seit rund drei Wochen im Hamburger Hafen. AtomkraftgegnerInnen protestieren gegen Atomtransporte im Hamburger Hafen.

Während AtomkraftgegnerInnen im Hamburger Hafen heute gegen Atomtransporte protestieren, räumt der Hamburger Senat ein, dass er falsche Informationen über den Verbleibt von vier Containern mit radioaktivem Material veröffentlicht hat. AtomkraftgegnerInnen hatten gestern diese Container aus Kasachstan am Südwest-Terminal im Hamburger Hafen entdeckt, die laut Senats-Auskunft in einer Kleinen Anfrage längst Richtung Frankreich abtransportiert worden sein sollten. Das aber ist – wie die AtomkraftgegnerInnen feststellten –  falsch. Seit rund drei Wochen lagert das radioaktive Material im Hamburger Hafen auf dem Gelände der Firma C. Steinweg. Das Abendblatt meldet: „Senat räumt Fehler bei Atomtransport im Hafen ein„.

Der Senat hatte in der Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage mitgeteilt: “Vor diesem Hintergrund wurden die vier Container von der BGV am gleichen Tage zum Weitertransport freigegeben. Sie wurden mit der Bahn zu dem nächstmöglichen Termin abtransportiert. Für die zwischenzeitige Lagerung auf dem Süd-West-Terminal liegt eine Genehmigung gemäß § 7 Strahlenschutzverordnung vor.” (Drucksache 20/12462).

Das Abendblatt schreibt: „Jetzt räumte die Innenbehörde im Abendblatt ein, dass die Senatsantwort auf eine Anfrage der Linken falsch war. „Es trifft zu, dass wir leider in der Senatsantwort unzutreffend angegeben haben, die Container würden sich nicht mehr in Hamburg befinden. Da die Container durch die für Containersicherheit zuständige Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) für den Weitertransport freigegeben worden waren, ist man auf Behördenseite davon ausgegangen, dass die Container im Zeitpunkt der Beantwortung der Anfrage tatsächlich auf dem Weg waren“, heißt es in einer Stellungnahme der Innenbehörde von Senator Michael Neumann (SPD).“

Das aber war nicht der Fall: „Im Hafen habe der zuständige Mitarbeiter kurzfristig umdisponiert und die Container dabehalten. Eine Gefährdung sei damit nicht verbunden gewesen. Der Zwischenaufenthalt der Container sei genehmigt worden.“

Durch die Aktionen und Beobachtungen der AtomkraftgegnerInnen sind in den letzten Monaten zahlreiche Verstöße gegen Vorschriften und Sicherheitsmängel bei den Atomtransporten bis hin zu Beförderungsverboten öffentlich bekannt geworden, die sonst meist im geheimen stattfinden und die unbekannt bleiben.

Am 1. Mai wäre es in Hamburg beinahe zu einer Katastrophe gekommen, als die Atlantic Cartier mit 20 Tonnen Uran, Ethanol und anderen gefährlichen Stoffen in Brand geriet. 16 Stunden dauerte der Großeinsatz der Feuerwehr, bis der Brand unter Kontrolle war.

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