Umweltbehörde Hamburg hilft Vattenfall: Gewässerschutz für die Elbe soll für Betrieb des Kohlekraftwerk Moorburg reduziert werden

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Noch im Bau und Anlass für jede Menge Streit. Das Vattenfall Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg. Foto: Jürgen Mumme

In scharfer Form hat der BUND Hamburg am Freitag die Hamburger Umweltbehörde kritisiert. Die Behörde unter der Leitung von Jutta Blankau, SPD, hat in der Auseinandersetzung um die Umweltschutzauflagen für das noch im Bau befindliche Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg Revision gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgericht Hamburg eingelegt. Darin ist Vattenfall verpflichtet worden, zum Schutz der Elbe nur begrenzt Kühlwasser zu entnehmen und stattdessen einen bereits im Bau befindlichen Kühlturm verstärkt einzusetzen, um die Elbe zu entlasten. „Umweltbehörde Hamburg hilft Vattenfall: Gewässerschutz für die Elbe soll für Betrieb des Kohlekraftwerk Moorburg reduziert werden“ weiterlesen

Nicht nur verstrahlt: Vattenfalls Kohlekraftwerke vergiften Umwelt und Menschen

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Verstrahlt oder vergiftet? Vattenfalls Energiepolitik schadet in jedem Fall der Gesundheit. Foto: Dirk Seifert

Kohleverstromung schädigt nicht nur das Klima, sondern auch die Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Greenpeace. „Durch Deutschlands Kohlekraftwerke sterben statistisch gesehen rund 3.100 Menschen verfrüht. Sie verlieren zusammen rund 33.000 Lebensjahre. Das sagt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie aus, welche die Organisation am gestrigen Mittwoch unter dem Motto „Tod aus dem Schlot“ vorstellte“, schreiben die Klimaretter. Dort kann man sich ausführlicher über die Studie informieren.

Neben RWE richtet sich die Studie auch gegen Vattenfall, die über 80 Prozent ihres Stroms mit Braunkohle vor allem in der ostdeutschen Lausitz erzeugen. Vattenfall hat natürlich schon festgestellt, dass das Unsinn ist, was Greenpeace behauptet. Die Pressemitteilung gibt es hier. Selbstverständlich verfügt Vattenfall über die modernsten Kraftwerke, allesamt ordentlich saniert und mit allen Meßwerten bliebe man deutlich unter den Genehmigungsgrenzwerten. Greenpeace verfolge mit der Studie die klare „Absicht, den Energieträger Kohle zu diskreditieren und den Menschen Angst zu machen“, so Vattenfall.

Zur Kohleverstromung siehe auch hier: Klimakatastrophe in und aus Australien: Weltweit größte Kohleminen sollen erschlossen werden

und hier: Kolumbien: “Blutige Kohle” für deutschen Strom – Menschrechtsverletzungen und Umweltzerstörung

Weitere Hintergrundinfos bei Greenpeace: Hier die Übersichtsseite über die Studie und hier die Studien:

27.03.2013 Kohle-Gesundheitsreport

02.04.2013 Uni Stuttgart: Health Impacts of Coal Fired Power Stations in Germany

28.03.2013 Todesfälle durch Kohle

 

E.on: GuD-Kraftwerk Irsching – Stilllegen oder wer zahlt 100 Millionen Euro?

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E.on Chef Teyssen fordert 100 Millionen Euro für den Weiterbetrieb von Irshing 5.

E.on-Chef Teyssen hat angekündigt, dass eines der modernsten GuD-Gaskraftwerke in Irsching, Bayern vor der Stilllegung steht. Als Grund gab Teyssen an, dass durch die Energiewende das Kraftwerk nicht mehr auf die erforderlichen Laufzeiten komme, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Statt des vergleichsweise klimafreundlichen Stroms auf Gasbasis würde dann Braunkohle die Stromerzeugung übernehmen. Auf einer Tagung des Politischen Clubs der Ev. Akademie in Tutzing teilte Teyssen mit, dass der Betrieb des Block 5 in Irsching schon seit längerer Zeit keine Gewinne mehr einfahre. Die Miteigentümer des Blocks 5 – die Stadtwerke aus Darmstadt, Frankfurt und Nürnberg – hätten ihn bereits im November des letzten Jahres aufgefordert, die auflaufenden Verluste zu stoppen. „E.on: GuD-Kraftwerk Irsching – Stilllegen oder wer zahlt 100 Millionen Euro?“ weiterlesen

Kohlekraftwerk Moorburg: Vattenfall stellt sich weiterhin gegen Gewässerschutz

cropped-Moorburg_August-_2008_06_Dirk_Seifert.jpgVattenfall hat am Montag einen Revisionsantrag gegen das Urteil zum Gewässerschutz beim Bau des Steinkohlekraftwerks Moorburg gestellt. Damit will der Konzern die Umweltauflagen reduzieren. Der BUND Hamburg, der vor Gericht bessere Schutzmaßnahmen für die ohnehin stark belastete Elbe erreicht hatte, kritisiert diesen Vattenfall-Antrag am gestrigen Dienstag: „Energiekonzern greift OVG-Urteil an / Gewinnoptimierung allein auf Kosten der Umwelt / EU-Beschwerdeverfahren droht. „Kohlekraftwerk Moorburg: Vattenfall stellt sich weiterhin gegen Gewässerschutz“ weiterlesen

Radio Schweden: „Vattenfall lässt liberianische Bauern im Stich“

vattenfall-01Wo Vattenfall auftaucht gibt es Probleme: „Der staatliche Energiekonzern Vattenfall steht nach verfehlten Bioenergie-Investitionen im westafrikanischen Liberia unter Druck. Gemeinsam mit dem ebenfalls staatlichen Entwicklungsunternehmen Swedfund sollen die Schweden die Hauptverantwortung beim Scheitern eines großangelegten Entwicklungsprojekts tragen. Leidtragende sind die liberianischen Bauern, zeigt ein neuer Untersuchungsbericht“, berichtet Radio Schweden gestern auf seiner Homepage.

UPDATE 4. April: Die taz berichtet über den Konflikt um das Vattenfall-Geschäft in Liberia und die Folgen für die dortigen Bauern. Siehe hier.

Vattenfall will mit dem Einsatz von Biomasse seine extrem hohen CO2-Emissionen senken, z.B. in dem diese Biomasse in Kohlekraftwerken zugefeuert wird. In Liberia, einem der ärmsten Länder der Welt, wollte Vattenfall zu diesem Zweck im großen Stil einsteigen.

Doch nur zwei Jahre nach dem Start Mitte 2010 ist das Projekt auch schon zu Ende. Radio Schweden schreibt: „Vattenfall selbst war ursprünglich mit 30 Millionen Euro in das Projekt eingestiegen und hat letztlich laut dem Untersuchungsbericht einen Verlust von umgerechnet mehr als 150 Millionen Euro erlitten. Nach Aussage von Vattenfall habe die Infrastruktur vor Ort, sowie die Ausrüstung und Organisation in Liberia nicht den Erwartungen entsprochen.“

Den Schaden tragen jetzt die ohnehin schon armen Bauern, berichtet Radio Schweden auf Basis des genannten Berichts. Den vollständigen Artikel mit detaillierten Informationen gibt es hier.

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