Hochradioaktiver Atommüll unterwegs nach Philippsburg

Vier Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll sind auf dem Weg nach Philippsburg in Baden-Württemberg. Der darin enthaltene Atommüll stammt aus der Plutoniumerzeugung von bundesdeutschem Uran-Brennstoff in der Normandie in Frankreich und muss laut internationaler Verträge von Deutschland zurückgenommen werden. Angesichts der enormen Risiken, die mit dem Transport von derartigem Atommüll und zusätzlich wegen der Gefährdungsanlage mit Blick auf mögliche Terror-Anschläge, gelten höchste Sicherheitsforderungen bei der Polizei in beiden Ländern und strikte Geheimhaltung über die Transportrouten und die Maßnahmen der Sicherheitsorgane. Kritik gibt es nicht nur wegen der Transport-Risiken. In Philippsburg wird der Atommüll noch für Jahrzehnte in einer oberirdischen Halle zwischenlagern, weil sich die Suche nach einem unterirdischen Endlager immer weiter verzögert.

umweltFAIRaeandern hatte zuletzt über diese Atomtransporte hier berichtet:

Nuklearer Wirklichkeitsverlust eines Ministerpräsidenten: Söders Strahlenschäden

Bereits im März 2024 genehmigte die Bayerische Staatsregierung unter Führung von Söder (CSU) die Stilllegung und den Rückbau des im April 2023 abgeschalteten Atomkraftwerks Isar 2 bei Ohu. Andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein brauchen für derartige Genehmigungen oftmals viele Jahre. Und während unter Söders Führung die schnellsten deutschen Stilllegungsgenehmigungen erteilt werden, sabbelt der Ministerpräsident weiter davon, eben dieses AKW wieder in Betrieb nehmen zu wollen?

Sogar die Münchener Abendzeitung zweifelt an Söder und notiert unter der Überschrift: „Kernkraft-Krimi um Isar 2: Söder will Rückbau-Stopp, doch die Turbinen sind schon abgebaut“ folgendes: „Wer dieser Tage Ministerpräsident Söder lauscht, hört auch viel zum Atommeiler Isar 2. Was der Politiker in seinen Reden behauptet, kann der Betreiber des Kraftwerks nicht mit Fakten unterfüttern.“

Und weiter ist dort zu lesen: „Entgegen anderslautender Einschätzungen aus der Staatsregierung kann das Atomkraftwerk Isar 2 bei Landshut aus Sicht des Betreibers nicht mehr in Betrieb genommen werden. „Wir konzentrieren wir uns voll und ganz auf den zügigen Rückbau der beiden Kraftwerksblöcke 1 und 2 am Standort. Vor diesem Hintergrund ist eine Wiederinbetriebnahme von KKI 2 für Preussen Elektra kein Thema“, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit.“

Noch deutlicher: „Explizit bestätigte die Sprecherin dabei, dass die zum ersten Jahrestag des deutschen Atomausstiegs am 15. April 2024 von Preussen Elektra Geschäftsführer Guido Knott gemachte Aussage zur technisch unmöglichen Reaktivierung des Kraftwerks weiter gelte. Konkret sagte er damals: «Für uns gibt es als kein Zurück mehr: Das Thema Wiederinbetriebnahme ist für uns damit definitiv vom Tisch.»

  • Mehr Geisterdebatte um die stillgelegten deutschen Atommeiler geht kaum. Was AfD, CDU/CSU und auch Teile der FDP über eine Reaktivierung der AKWs predigen, ginge nur auf der Basis einer Atomgesetzänderung und einem Neu-Genemigungsverfahren nach Stand von Wissenschaft und Technik. Davon ab wären enorme Nachrüstungen und Sicherheitsprüfungen der stillgelegte und längst im Rückbau befindlichen Anlagen. Nicht mal mehr das Personal für einen Betrieb wäre derzeit noch reaktivierbar bzw. vorhanden. Die enormen Kosten würde kein Betreiber mehr übernehmen, da wirtschaftlich vertretbare Stromerlöse angesichts des enormen Preisvorteils bei den Erneuerbaren nicht zu realisieren wären. Auch AKW-Neubauten hätten keine Chance. Es bräuchte dafür eine von konservativen und liberalen so gefürchtete „Zwangswirtschaft“ mit massiver staatlicher Kostenübernahme zu lasten der öffentlichen Haushalte. Siehe: Unabhängiger World Nuclear Industry Status Report 2024 in Wien veröffentlicht. Siehe außerdem hier zur nuklearen Ökonomie.

Daher wird auch anderenorts über den jede Wirklichkeit ignorierenden Spalter Söder und seine Atomfantasie geschrieben. Die FR: „Hauptkühlmittelpumpen und Dampfleitungen zur Turbine sind schon abgebaut“ und konkretisiert: „In Isar 2 haben wir bereits eine Reihe von Systemen dauerhaft außer Betrieb genommen und still gesetzt, das heißt von der Anlage getrennt“, so die Sprecherin. Beispielsweise wurden alle vier Hauptkühlmittelpumpen, die im Betrieb das Wasser durch den primären Kühlkreislauf beförderten, und Frischdampfleitungen zur Turbine bereits demontiert. Der Rückbau soll bis 2040 vollendet sein.“

Und mit Blick auf die genannte dpa-Meldung schreiben auch andere Medien über Söder Wirklichkeitsverlust und den von anderen Ideologen: „Im Gegensatz zur klaren Absage des Betreibers geistert die Renaissance der Kernkraft in Isar 2 derzeit wieder durch die Politik und könnte auch im anstehenden Bundestagswahlkampf eine relevante Rolle einnehmen. Neben der Union sprechen sich etwa FDP und AfD für eine Rückkehr zur Kernenergie aus.“

Dabei wird auch erinnert: „Jüngst förderte auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Debatte zutage, als er im Anschluss an die Haushaltsklausur des Kabinetts einmal mehr – aber durchaus überraschend – „dringend einen Stopp des Rückbaus bei Isar 2“ einforderte: „Noch ist es reversibel. Noch. Es ist nicht irreversibel. Ist mit Aufwand verbunden, keine Frage.““

Dokumentation:

22. März 2024

Rückbau kann starten: PreussenElektra erhält Genehmigung zur
Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Isar 2

Knapp ein Jahr nach Abschaltung des Kernkraftwerks Isar 2 (KKI 2) kann in Kürze der Rückbau beginnen: Am 21. März 2024 hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die hierzu erforderliche Genehmigung nach § 7 Abs. 3 des Atomgesetzes erteilt.

„Sieben unserer acht Kraftwerksblöcke befinden sich nun im Rückbau. Mit dem Wissen aus diesen Rückbauprojekten und unserem flottenoptimierten Ansatz sorgen wir dafür, dass der Rückbau am Standort Essenbach Ende der 2030er Jahre abgeschlossen und das Kraftwerksgelände für neue Nutzungsmöglichkeiten bereitstehen wird“, sagt Guido Knott, Vorsitzender der Geschäftsführung der PreussenElektra.

Den Antrag zur Stilllegung und zum Abbau des KKI 2 hatte PreussenElektra bereits im Juli 2019 gestellt. Standortleiter Carsten Müller freut sich, dass der Genehmigungsprozess nunmehr abgeschlossen ist und sich die Mannschaft neben Block 1 (KKI 1) nun auch auf den Rückbau des zweiten Kraftwerksblocks konzentrieren kann: „Wir haben uns auf diesen Augenblick sehr intensiv vorbereitet und werden uns nun vollkommen dem Abbau beider Blöcke widmen.“ Mit Blick auf den nahenden Rückbaustart von Isar 2 wurde die Rückbaustrategie am Standort angepasst. Dazu erklärt Müller: „Wir haben unsere Kräfte gebündelt, indem wir unsere Organisation konsequent auf die kommenden Herausforderungen ausgerichtet haben. Außerdem nutzen wir unsere Standortvorteile mit der sehr effizient arbeitenden Rückbaufabrik im KKI 1.“

Seit der Abschaltung des KKI 2 am 15. April 2023 wurden alle 193 Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter entnommen und in das Brennelemente-Lagerbecken eingestellt. Außerdem konnte zu Beginn dieses Jahres der primäre Kühlkreislauf dekontaminiert werden. Erste Arbeiten im Rückbau werden Demontagemaßnahmen im Bereich der Hauptkühlmittelpumpen sein. Außerdem werden die Hauptkühlmittelleitungen vom Reaktordruckbehälter getrennt, um mit dem ersten Rückbau-Großprojekt, der Demontage der Reaktordruckbehältereinbauten, beginnen zu können.

Vermessen: Strahlung der hoch radioaktiven Castor-Behälter aus Frankreich für Philippsburg

Hoch radioaktiver Atommüll aus der Plutoniumfabrik am Cap de LaHague in Frankreich wird für den Transport in Castor-Behältern und auf der Schiene zum Abtransport vorbereitet. Ziel: das Zwischenlager in Philippsburg in Baden-Württemberg. Grund: Der Strahlenabfall entspricht der Menge Radioaktivität, die bei der Verarbeitung von bestrahlten Brennelemente aus bundesdeutschen Atommeilern entstanden ist und laut den Verträgen zurückgenommen werden muss. In den nächsten Wochen soll der Atommüll auf die lange Reise gehen. Nicht nur normale Unfallrisiken sind dabei zu berücksichtigen. Auch erhöhte Terrorrisiken und die „erhöhte Sicherheitslage“ mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten erfordern enorme – geheime – Schutzmaßnahmen des tödlichen Inhalts in den Castor-Behältern. Ein Endlager für diesen Atommüll gibt es bislang nicht. Die „Gesellschaft für Reaktorsicherheit“ (GRS) – hat die beladenen Behälter radiologisch vermessen und berichtet darüber.

Hinweis/Update: Der Rücktransport der Abfälle aus Frankreich ist völkerrechtlich geregelt. Das ist natürlich von großer Relevanz. Allerdings: Der Transport und die Zwischenlagerung hoch radioaktiver Atomabfälle birgt ein erhebliches Risikopotential und die jetzt anstehenden Transporte gehen nicht in ein Endlager, sondern nur in ein Zwischenlager. Unfälle beim Transport könnten die Behälter beschädigen und zur Freisetzung der enormen Radioaktivität führen. Z.B. sind sie im Falle von Bränden oftmals nur für eine halbe Stunde bei 800 Grad getestet, obwohl es z.B. in Verbindung mit Unfällen mit Güterzügen ohne weiteres zu höheren Temperaturen und längerer Branddauer kommen kann. Außerdem sind die Behälter im Transportfall als Angriffsziel für Terroranschläge besonders bedrohlich, da z.B. Transportstrecken oftmals mitten durch dicht besiedelte Gebiete und Städte rollen.

Zwischenlager Philippsburg, Foto: Christopher Mick / BGZ

Über die wachsenden Risiken bei der Zwischenlagerung hochaktiver Atomabfälle hat umweltFAIRaendern immer wieder berichtet. Nicht nur technische Probleme z.B. bei der Deckeldichtigkeit, sondern Risiken als Folge der wachsenden Umweltgefährdungen durch die Klimakatastrophe und Flugzeugabtürze sind von Bedeutung. Diese Risiken werden auch größer, weil die Zwischenlagerung inzwischen nicht mehr nur 40, sondern vermutlich um die 100 Jahre dauern wird. Ob die Behälter und der Inhalt über so lange Zeiträume halten werden, ist derzeit nicht nachgewiesen und wird erforscht. Gleichzeit wachsen Terrorrisiken und die Angriffshandlungen rund um Atomanlagen in der Ukraine zeigen, welches Gefahrenpotential neben den technischen Defiziten besteht. Die Zwischenlager für hochaktive Abfälle werden inzwischen mit Ausnahme des Lagers in Brunsbüttel von der Bundesgesellschaft für Zwischenlager (BGZ) betrieben.

Hier als Dokumentation die PM der GRS. Hier sind nur die Texte – nicht die Bilder und Grafiken zu finden. Dazu bitte bei der GRS selbst schauen.

CASTOR®-Transport von La Hague ins Zwischenlager Philippsburg: GRS wertet radiologische Messdaten aus

Bis Jahresende 2024 ist ein CASTOR-Transport aus der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague in das Standortzwischenlager Philippsburg vorgesehen. Die GRS hat vorab die Messdaten ausgewertet, die im Vorfeld der Transporte in La Hague erhoben wurden, und ordnet sie für Interessierte ein.

Aus der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken (KKW) im englischen Sellafield und dem französischen La Hague lagern in den dortigen Anlagen derzeit noch radioaktive Abfälle, die nach dem Atomgesetz (§ 9a Absatz 2a AtG) wieder nach Deutschland zurückgeführt werden müssen. Die bei der Wiederaufarbeitung entstehenden flüssigen radioaktiven Abfälle werden verglast und in sogenannte Kokillen gegossen. Für den Transport dieser Glaskokillen nach Deutschland werden CASTOR®-Behälter (Typ CASTOR® HAW28M) verwendet.

In einem ersten Transport wurden im Jahr 2020 sechs solcher Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus Sellafield in das Zwischenlager Biblis gebracht. Bei dem nun anstehenden Transport sollen vier Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen von La Hague in das Zwischenlager Philippsburg gebracht werden.

Aufgabe der GRS

Im Rahmen von Forschungsvorhaben zur Sicherheit von Transporten radioaktiver Stoffe, die durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) finanziert werden, sammelt und wertet die GRS unter anderem auch radiologische Messdaten aus. Die Daten wurden im Vorfeld der Transporte in La Hague erhoben und der GRS anschließend zur Verfügung gestellt.

Was wurde gemessen?

Bei diesen Daten handelt es sich um die Ergebnisse aus Messungen der sogenannten Ortsdosisleistung (ODL), die durch die von den einzelnen beladenen Behältern ausgehende Gamma- und Neutronenstrahlung verursacht wird. Mittels der ODL wird angegeben, welche Dosis eine Einzelperson an einem bestimmten Ort in einem bestimmten Zeitraum erhält. Die Kenntnis der ODL ist für die Genehmigung von Transporten wie dem vorliegenden relevant. Die Genehmigung erfolgt durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung.

Dabei ist vom Antragsteller nachzuweisen, dass in zwei Metern Entfernung von den senkrechten Außenflächen des Transportfahrzeugs der gesetzlich vorgegebene Grenzwert für den Transport radioaktiver Stoffe nicht überschritten wird. Dieser liegt bei einer ODL von 100 Mikrosievert pro Stunde (µSv/h).

Wie wurde gemessen?

In einem ersten Schritt wird die ODL an verschiedenen Messpunkten an der senkrechten Außenfläche gemessen. In einem zweiten Schritt wird dann ausgehend von dem Punkt, an dem der höchste Wert ermittelt wurde, die ODL an verschiedenen Stellen mit zunehmender Entfernung (z. B. in 2, 5, 10 und 20 Metern Entfernung) in zwei Metern Höhe über dem Boden gemessen.

Wer hat gemessen?

Die Messungen wurden durch den französischen Betreiber der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague durchgeführt und auf Veranlassung des deutschen Eisenbahnbundesamtes (EBA) durch einen unabhängigen Sachverständigen überwacht.

Welche Werte wurden gemessen?

Die Messdaten belegen, dass der oben genannte gesetzliche Grenzwert von 100 µSv/h für die ODL in zwei Metern Abstand von der senkrechten Außenfläche des Transportfahrzeugs eingehalten wird. Der höchste in diesem Abstand gemessene Wert liegt bei 63 µSv/h (also 0,063 mSv/h).

Der Wert der ODL sinkt mit zunehmender Entfernung deutlich. Während in einem Meter Entfernung von der Außenfläche der Transportfahrzeuge Werte von durchschnittlich 75,8 µSv/h erreicht werden, liegen die ODL in 10 Metern Entfernung im Mittel bei etwa 7,8 µSv/h, in 20 Metern bei durchschnittlich rund 2 µSv/h. Letzteres entspricht in etwa der ODL, die in rund 8.000 Metern Flughöhe herrscht.

Entwicklung der Gesamtdosisleistung bei unterschiedlichem Abstand von der Fahrzeugaußenseite beim Castortransport 2024
© GRS
Gesamtdosisleistung (Gamma und Neutronen) HAW28M-Transport-/Lagerbehälter

Welche Strahlenbelastungen entstehen?

Die Strahlenbelastung – d. h. die Dosis, die ein Mensch erhält, der sich in der Nähe der Transportbehälter aufhält – hängt von zwei Faktoren ab: dem Abstand zu den Transportbehältern und der Dauer des Aufenthalts an diesem Ort. Ist beides bekannt, so lässt sich die Dosis dadurch berechnen, dass die am Aufenthaltsort herrschende ODL mit der Dauer des Aufenthalts multipliziert wird.

Ermittelt man auf diese Weise die Dosis, die ein Mensch an verschiedenen Messpunkten mit zunehmendem Abstand zu dem Behälter mit der höchsten ODL an der Fahrzeugaußenfläche erhält (Behälter HAW28M-052), wäre selbst bei einem Aufenthalt unmittelbar an der Außenfläche des Transportfahrzeugs eine Verweildauer von fast sechs Stunden erforderlich, um den für eine Person aus der allgemeinen Bevölkerung geltenden jährlichen Grenzwert von einem Millisievert (entspricht 1.000 µSv) zu erreichen. Der jährliche Grenzwert für eine beruflich exponierte Person von 20 Millisievert im Jahr (also 20.000 µSv) würde an dieser Stelle nach etwas mehr als 119 Stunden erreicht. Die gesamte natürliche Strahlenexposition eines Menschen in Deutschland oder genauer die effektive Dosis beträgt durchschnittlich 2,1 mSv im Jahr; dieser Wert wäre bei einem Aufenthalt unmittelbar an der Außenfläche des Transportfahrzeugs nach ca. 12 Stunden erreicht.

In einem Abstand von fünf Metern Entfernung von der Fahrzeugaußenfläche wäre beim Behälter mit der für diese Entfernung höchsten Dosis eine Aufenthaltsdauer von gut 45 Stunden (für 1 Millisievert/Jahr) bzw. etwas über 900 Stunden (für 20 Millisievert/Jahr) erforderlich. In dieser Entfernung würde ein einstündiger Aufenthalt zu einer Dosis führen, die in etwa der einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbes entspricht (bis zu ca. 0,01–0,03 Millisievert). Die durchschnittliche Dosis eines Flugs von München nach Japan (bis zu 0,1 mSv) wäre an dieser Stelle nach gut 4 Stunden erreicht.

Einschränkung

Bei diesen Vergleichen ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich während des Transports mehrere Transportbehälter hintereinander befinden und damit gemeinsam die Dosisleistung am Aufenthaltsort bestimmen. Da die Intensität der Strahlung aber mit zunehmender Entfernung stark absinkt, tragen die vom Aufenthaltsort aus gesehen weiter entfernten Behälter nur in verhältnismäßig geringerem Umfang zu der tatsächlichen Gesamtdosis bei.

Schlussfolgerung

Legt man die Kenntnisse über Aufenthaltsort und -dauer etwa des Transport- und Begleitpersonals aus früheren Transporten zugrunde, so ist auch für den kommenden Transport zu erwarten, dass die gesetzlichen Dosisgrenzwerte für die Bevölkerung sowie für das Transport- und Begleitpersonal deutlich unterschritten werden.

Demokratie und ChatGPT – KI: Nutzen Sie Mister Google. Wie geht Politik?

(COP29, Baku, 45zuspät) ChatGPT40 kostenlos antwortet: „Hier sind konkrete Maßnahmen, um den Blog umweltFAIRaendern.de besser auffindbar zu machen“… : Warum wäre das wichtig? Die Antwort geht so weiter… “ (Daten, gefühlt als Bild: KI- Lasst uns demokratisch abstimmen über die Algorithmen!) So sind die Regeln: “

  1. Keyword-Recherche: Nutzen Sie Tools wie Google Keyword Planner oder Ubersuggest, um Begriffe zu identifizieren, die Menschen in Bezug auf Themen wie HALEU, Atomenergie und Umweltthemen häufig suchen. Beispielsweise könnten Keywords wie „HALEU Risiken“, „Atomkraft Deutschland 2024“, oder „erneuerbare Energien Politik Deutschland“ relevant sein. Platzieren Sie diese Keywords in Überschriften (H1, H2) und natürlich im Text.
  2. SEO-optimierte Titel und Meta-Beschreibungen: Erstellen Sie für jeden Artikel individuelle, ansprechende Titel-Tags und Meta-Beschreibungen. Diese sollten das Haupt-Keyword enthalten, etwa „HALEU – Risiken und Chancen der neuen Atomkraft-Technologie“, um potenzielle Leser neugierig zu machen. Die Meta-Beschreibung sollte eine kurze Zusammenfassung bieten und das Keyword einbauen (z. B. „Erfahren Sie, wie HALEU die Atomindustrie verändern könnte“).
  3. Strukturierte Daten (Schema Markup): Verwenden Sie Schema Markup für Blog-Posts, um den Suchmaschinen zusätzliche Informationen über den Inhalt bereitzustellen. Für einen Blog eignet sich etwa das Article-Markup (für die allgemeinen Artikelinformationen) und Breadcrumb-Markup (für die Navigationsstruktur). Damit verbessern Sie die Anzeige in Suchergebnissen und erhöhen die Klickrate.
  4. Optimierung der Ladegeschwindigkeit: Seiten mit langen Ladezeiten haben schlechtere Rankings. Nutzen Sie Tools wie Google PageSpeed Insights oder GTmetrix, um die Seitengeschwindigkeit zu testen. Komprimieren Sie große Bilder, aktivieren Sie Caching und entfernen Sie nicht benötigte Plugins oder Skripte, um die Ladezeiten zu verbessern.
  5. Backlinks und externe Verlinkungen: Erweitern Sie das Linknetzwerk von umweltFAIRaendern.de, indem Sie auf relevante, vertrauenswürdige Quellen verweisen und umgekehrt. Schreiben Sie Gastartikel auf befreundeten Blogs oder Umweltseiten und verlinken Sie auf den eigenen Blog. Solche Backlinks signalisieren den Suchmaschinen, dass der Blog als vertrauenswürdig und relevant eingestuft wird.
  6. Aktualisierung und konsistente Veröffentlichung: Suchmaschinen bevorzugen aktuelle Inhalte. Aktualisieren Sie regelmäßig bestehende Artikel mit neuen Informationen und veröffentlichen Sie konsistent neue Beiträge zu den aktuellen Umweltthemen.
  7. Bildoptimierung und Alt-Tags: Die Nutzung von Alt-Tags in den Bildern ist entscheidend. Versehen Sie jedes Bild mit einem Alt-Text, der das Hauptthema beschreibt (z. B. „HALEU-Brennstofflager“), damit die Bilder auch über Google-Bildsuche gefunden werden können.
  8. Content-Vermarktung in sozialen Medien: Teilen Sie die Artikel regelmäßig über Kanäle wie Twitter, Facebook und umweltrelevante Foren. So ziehen Sie mehr Besucher an, was die Sichtbarkeit in Suchmaschinen verbessern kann.“

Wer Nummer 6 nicht schafft, ist nach dieser Auskunft #unauffindbar.

(((Und ich habe für diesen Test „bis zu“ 10 mal mehr Strom verbraucht, als über eine bisherige „Google-Anfrage“ (wie viel war die jetzt?). (und wird nicht grad ungefragt in jedem Browser als Standarf „KI“ angeboten? Warum?) Ist das Demokratie oder was habe ich falsch verstanden? Wird nicht umgekehrt ein Schuh daraus? Und wie genau kann ein Unternehmen mit den Daten, die es von den Usern bisher und dabei „kassiert“, noch mehr Geld als nur über Werbung verdienen? Nein, es geht nicht direkt um Bet@Win, auch nicht um die Börse und Bitcoin (aber total CO2-AUCH). Wenn wenige immer mehr Machtmittel bezahlen können, um einfach weiterzumachen und Arme noch elendiger werden zu lassen, dann ist das kein Beitrag für Demokratie, Freiheit oder Gleichheit. Adieu, Thomas Hobbes. Es braucht Menschenrechte! Für jedEn EINEn! Vereinte Nationen für alle! Keine Macht für Niemand!)))

ChatGPT sagt auf Nachfrage auch: Wenn ich diese antwort online stelle, ist das ok?

ChatGPT: Ja, du kannst die Antwort gerne online stellen. Sie basiert auf allgemeinen SEO-Prinzipien und enthält keine geschützten oder urheberrechtlich bedenklichen Inhalte.

Und wieso taucht so oft dieses HALEU auf? Klar: Weil umweltFAIRaendern über diesen GAME.Changer immer wieder berichtet: https://umweltfairaendern.de/?s=haleu

Irgendwas stimmt doch aber nicht? WER WILL HELFEN? MAILT mir.

Atomwaffenstaat Großbritannien: Das Sellafield-Desaster – Aufräumarbeiten der Plutoniumfabrik immer teurer

Die zivil-militärische Nutzung der Atomenergie in Großbritannien gerät immer mehr zu einem finanziellen Super-GAU. Allein die Kosten für die laufenden Aufräumarbeiten des Plutoniumkomplexes in Sellafield sollen sich nach Berichten des britischen Rechnungshofs auf nunmehr 136 Milliarden Dollar aufsummieren. Darüber berichtet das National Audit Office (NAO) in einer ausführlichen Dokumentation über die Rückbauarbeiten. Schon seit Jahren laufen die Arbeiten im Atomkomplex Sellafield – wie schon zuvor beim Betrieb der Anlagen – aus dem Ruder. Erst im Jahr 2125 dürften die Rückbauarbeiten beendet sein, – nach derzeitigen Schätzungen. Auch Deutschland hat die Anlagen in Sellafield für sein Atomprogramm genutzt. (Foto: Betreiber BNFL, Heiße Zellen in der Sellafield – Plutoniumfabrik MELOX)

Der Guardian hatte zu dem Thema aus Basis der NAO berichtet und zitiert: „Sellafield wird voraussichtlich 136 Milliarden Dollar für die Stilllegung kosten, was 21,4 Milliarden Dollar oder 18,8% höher ist, als 2019 prognostiziert wurde. Es wird erwartet, dass seine Gebäude schließlich bis 2125 abgerissen werden und der Atommüll tief unter der Erde an einem unentschlossenen englischen Standort vergraben wird.“ Ein vermeintliches Endlager für diesen ganzen Atommüll gibt es also noch gar nicht.

Der NAO-Bericht liest sich wie ein wahres Horror-Szenario und führt eine Vielzahl von Schwierigkeiten und Schlampereien an, zeigt aber vor allem auf, welche enormen Risiken mit den radioaktiven Hinterlassenschaften des atomaren Erbes verbunden sind, für die es oftmals noch keine halbwegs vertretbaren Lösungen gibt. Der Guardian berichtet:  „Europas gefährlichstes Industriegelände wurde zuvor von einem ehemaligen britischen Staatssekretär als „bodenlose Grube aus Hölle, Geld und Verzweiflung“ bezeichnet. Die Untersuchung der Nuclear Leaks des Guardian Ende 2023 ergab eine Reihe von Cybersicherheitsproblemen am Standort sowie Probleme mit ihrer Sicherheits- und Arbeitsplatzkultur.“

Auch deutscher Atommüll lagert noch in Sellafield und viele Jahre haben deutschen Atomkonzerne mit Zustimmung von Bundesregierungen die Plutoniumanlagen in England als vermeintlichen Entsorgungsnachweise missbraucht. Ob wohl klar war, dass die Risiken der Atomtransporte und die Abtrennung von rund einem Prozent Plutonium keine „Entsorgung“, sondern nur eine nukleare Drehscheibe darstellten, die zu noch mehr Atommüll führt, hatte die bundesdeutsche Atomgemeinde diesen Weg über Sellafield ermöglicht.

Großbritannien ist als Atomwaffenstaat unbedingt auf die Querfinanzierung seiner nuklearen Fähigkeiten angewiesen. Doch allein der vermeintlich zivile Sektor gerät immer aus den Fugen und zu ernormen Steuerbelastungen für die Bürger:innen. Das erlebt GB auch beim noch laufenden Neubau der Atomkraftwerke in Hinckley Point. Waren schon zu Baubeginn enorm hohe Kosten für die Steuerzahler:innen und hohe Preisgarantien für die Betreiber festgelegt, kam es im Verlauf zu weiteren Verzögerungen und Kostensteigerungen. Ohne staatliche Beteiligung und hohe Steuermittel wäre ein Neubau von AKWs nicht finanzierbar. Um weiter Atomwaffenstaat zu sein, braucht GB aber knowhow und Infrastruktur.

Atommüll aus Sellafield wird vermutlich 2025 nach Deutschland zurück kommen. Abfälle aus der Abtrennung von Plutonium aus Brennelementen bundesdeutscher AKWs sollen dann per Castor-Transport auf Schiffe, Schiene und LKW in das Zwischenlager Brokdorf und in das Zwischenlager Isar/Ohu.

Auch das hier wird aktuell zum Bericht des NAO berichtet: „Die Anlage Sellafield, die als Europas größte und gefährlichste Atommülllagerstätte gilt, ist eine Ansammlung alter Gebäude, die ursprünglich nicht für die langfristige Lagerung von radioaktivem Abfall konzipiert wurden. Hier wird seit Jahrzehnten nuklearer Abfall aus der Stromproduktion und von Atomwaffenprogrammen gelagert. Zudem hat Sellafield Abfall aus Ländern wie Italien und Schweden aufgenommen und beherbergt den weltweit größten Vorrat an Plutonium.“ (siehe hier auf winfuture)

Dort findet sich auch dieser Hinweis zum Betreiber des Sellafield-Komplexes: „Sellafield wird von der Nuclear Decommissioning Authority (NDA) verwaltet, einer staatlichen Behörde, die aus Steuermitteln finanziert wird. Die NDA schätzt, dass die Gesamtkosten für die Stilllegung zwischen 140 und 300 Milliarden Euro liegen könnten, je nachdem, wie lange und komplex der Prozess verläuft.“

Folgende Dokumentationen:

Dokumentation der PM des NAO hier: Press release Date:

  • Value for money not yet being achieved at Sellafield, with concerns over project management and staffing.
  • Management of major projects has begun to improve, but four projects underway when the NAO last reported in 2018 are significantly over budget and behind schedule.
  • Sellafield demonstrated for the first time that it can remove its most hazardous waste, but progress isn’t quick enough.

Ongoing concerns over project management, the pace of delivery and staffing at Sellafield – the UK’s most complex and challenging nuclear site – mean it is not yet achieving value for money, a new National Audit Office (NAO) report says.

Sellafield1 is owned by the Nuclear Decommissioning Authority (NDA), an executive non-departmental body sponsored by the Department of Energy Security and Net Zero. The NDA is currently responsible for operating, decommissioning and cleaning up 17 nuclear sites in the UK. Seven more sites are due to be added to its remit.

Sellafield – and the NDA – have made progress on numerous fronts since the NAO last reported on the site in 2018. For the first time, Sellafield safely removed certain types of hazardous waste, including in March 2024 removing a zeolite skip, used to absorb radiation, from the First Generation Magnox Storage Pond (FGMSP).

Separately, the NDA has reorganised itself to address significant contractual, delivery and procurement problems.2 Historically, it had contracted out management of nuclear sites to the private sector. The NDA began reversing this trend in 2016 – starting with Sellafield. From 2018-2023 it created a group subsidiary management structure, allowing it to seek savings through economies of scale and improve operational effectiveness, via sharing staff between sites.

Tensions have existed between Sellafield, the NDA and the Office for Nuclear Regulation (ONR). Since 2023, Sellafield’s chief executive and other members of the senior leadership team have left, and there are signs – via staff survey results and willingness by new senior management to confront problems – that the organisation’s culture is improving.

Improving performance culture at Sellafield is key. In 2023, Sellafield paid out £2.1m more in staff bonuses than it should have done – around £200 per person. Its senior management treated one missed target as if it had been met, and omitted another missed target from its assessment of how well the organisation had performed, so the bonus payable was not reduced.

Despite Sellafield demonstrating that it can safely remove the most hazardous material from ageing buildings – which poses an ‘intolerable risk’ – progress isn’t quick enough for it to be able to guarantee that facilities used to treat the waste will not reach the end of their useful lives before all the waste is retrieved.

Compared with 2018, milestones for substantially emptying three of the legacy ponds and silos have been pushed back by between 6 and 13 years. Sellafield is hoping to significantly accelerate the pace of retrievals; in the most optimistic scenario, by the mid-2030s it will be retrieving 546 boxes of waste from the Magnox Swarf Storage Silo (MSSS) each year (24 times as much as it did in 2023-24).

Separately, four of the major projects3 the NAO last reported on in 2018 (and which had started construction), are expected to cost £1.15 billion more and be delivered 58-129 months laterthan previously forecast.4 Major projects started more recently are currently in line with their business cases, with one notable exception that is vital to the safe and effective running to the site. This involves Sellafield’s sample analysis facilities,4 which are 70 years old and in extremely poor condition.

Work to replace Sellafield’s sample analysis facilities begun in 2016, with Sellafield deciding to convert another laboratory on the site; but work was paused more than seven years after work began and at an already incurred cost of £265m. A refurbishment of the existing sample analysis facility is now the preferred option, but Sellafield cannot yet confirm the viability of this decision.5

Recruitment concerns are hampering Sellafield’s approach to improving cyber security following the site’s prosecution for related breaches/failings earlier this year. Like other areas of the civil service, it faces an increasing threat amid the challenge of recruiting people with the skills it needs.

Future asset management challenges arise from poor data, as Sellafield doesn’t know how long key assets will need to remain operational, nor how long they are likely to last.

Staffing challenges remain, and Sellafield is developing a workforce plan to address issues which have affected operations in recent years. In October 2023, the Sellafield board decided to prioritise addressing workforce capability above achieving commitments made to HM Treasury at the Spending Review 2021. The decision followed Sellafield’s safety assurance team, in 2022, expressing serious concerns about the workforce’s capability to safely operate facilities and maintain assets. The site depends upon a highly skilled workforce, and faces increasing competition from civil and military nuclear programmes.

“The NDA needs to build new facilities to treat and store different types of nuclear waste, while maintaining ageing facilities and associated infrastructure until they can be decommissioned.

“Despite progress achieved since the NAO last reported, I cannot conclude Sellafield is achieving value for money yet, as large projects are being delivered later than planned and at higher cost, alongside slower progress in reducing multiple risks.

“Continued underperformance will mean the cost of decommissioning will increase considerably, and ‘intolerable risks’ will persist for longer.”

Gareth Davies, head of the NAO

Read the full report

Decommissioning Sellafield: managing risks from the nuclear legacy

Notes for editors

  1. Sellafield Ltd (Sellafield) is a wholly owned subsidiary of the Nuclear Decommissioning Authority, responsible for the Sellafield site.
  2. The NDA is saving around £170 million per annum from the new arrangements (around £140 million from not paying fees to site operators, and £30 million because DESNZ has indemnified the NDA against certain risks, meaning it no longer needs to buy insurance).
  3. Please refer to figure 5, page 22, for details of the four major projects.
  4. £546 million of the overspend was caused by a combination of poor planning – which led to the complexity of the projects being underestimated – and poor performance by contractors (Sellafield attributed a further £43million to the cost estimates becoming more mature). Furthermore, none of the budgets for these projects accounted for optimism bias: our 2012 report recommended the NDA should require this of Sellafield, in line with HM Treasury’s expectations of government projects. The NDA did not require business cases to apply optimism bias adjustments until December 2018. Sellafield also considers that the COVID-19 pandemic caused delays to projects and around £148 million of cost increases and attributed a further £43 million to inflation being higher than forecast.
  5. Please read paragraphs 2.17 to 2.21, pages 32 to 33.
  6. The forecast cost of decommissioning Sellafield has risen to £136 billion (undiscounted, in 2023-24 prices). Paragraphs 3.3 to 3.7, pages 34 and 35.

Weitere Dokumenation mit automatischer Übersetzung ins deutsche, von der Seite des NAO:

Hintergrund zum Bericht

Sellafield ist der komplexeste und schwierigste Atomstandort Großbritanniens mit hochgefährdeten Materialien, die dort aus der gesamten britischen Atomindustrie gelagert werden. Es besitzt auch ein Vermächtnis von kontaminierten Gebäuden, unbehandelten Abfällen und alternden Einrichtungen.

Jump to downloadDie Regierung ist der Ansicht, dass einige dieser Gebäude und ihre Inhalte ein „unerträgliches“ Risiko darstellen – was bedeutet, dass die Risikominderung der Entscheidungsfindung der für Sellafield, der Nuclear Decommissioning Authority (NDA), verantwortlichen öffentlichen Stelle sein muss.

Während die Arbeiter in Sellafield begonnen haben, Abfälle zu bergen und sicher zu lagern, erwartet die NDA, dass die vollständige Standortsanierung bis 2125 dauern wird.

Umfang des Berichts

Dieser Bericht untersucht die Fortschritte seit dem letzten Bericht im Jahr 2018 und insbesondere den Umfang, in dem sich die NDA und Sellafield in den zuvor identifizierten Fragen verbessert haben. Es deckt Folgendes ab.

  • Governance und Aufsicht über die Stilllegung von Kernenergie: Das Ausmaß, in dem die Reformen der NDA seit 2018 Vorteile sichern und die Regierungsführung und Aufsicht über Stilllegungsrisiken verbessern (Teil Eins).
  • Fortschritte beim bisherigen Umgang mit Risiken aus dem nuklearen Erbe: Wie gut hat sich Sellafield seit 2018 beim Umgang mit Risiken aus dem nuklearen Erbe entwickelt und was noch getan werden muss (Teil Zwei).
  • Zukunftsrisiken und Planungen verstehen: Sellafields Fähigkeit, aktuelle und aufkommende Stilllegungsrisiken zu bewerten und zu verstehen und kurzfristige Pläne zu erstellen, um diese anzugehen (Teil drei).

Zusammenfassung Video

Der Direktor des Berichts, Charles Nancarrow, gibt einen Überblick.

Schlußfolgerungen

Es ist nun 20 Jahre her, dass die NDA gegründet wurde, um das nukleare Erbe des Vereinigten Königreichs zu verwalten, und acht Jahre, seit sie den Standort Sellafield wieder unter ihre direkte Kontrolle brachte. Sellafield befindet sich jedoch noch in der Anfangsphase der Mission, die Sellafield-Website zu säubern, die sie bis 2125 erwartet.

Dies ist eine außergewöhnlich herausfordernde Mission: Sellafield muss neue Anlagen bauen, um verschiedene Arten von Atommüll zu behandeln und zu lagern, während es weiterhin die Alterungseinrichtungen und ihre unterstützende Infrastruktur unterhält, bis sie von Abfällen geleert und stillgelegt werden können.

Sellafield hat Fortschritte gemacht, seit wir das letzte Mal im Jahr 2018 berichtet haben. Es hat gezeigt, dass es möglich ist, die gefährlichsten Abfälle aus vier seiner ältesten Geschäfte abzurufen und sie auf eine Weise zu lagern, die den modernen Sicherheitsstandards entspricht, und die Neuordnung der NDA bringt Vorteile.

Zunehmend ist Sellafield in der Lage, auf Know-how von anderswo in der NDA-Gruppe zu schöpfen, und es wird Maßnahmen ergriffen, um die Leistung bei Großprojekten zu verbessern. Es gibt auch einige kürzliche Anzeichen dafür, dass Sellafield eher bereit ist, schwierige Probleme zu bewältigen und zu lösen.

Trotz dieser Verbesserungen können wir noch nicht sagen, dass die NDA und Sellafield ein Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen – womit wir die Ergebnisse meinen, die den erheblichen Ausgaben auf der Website entsprechen. Große Projekte werden noch später als geplant und zu höheren Kosten geliefert. Sellafield hat langsamere Fortschritte bei der Reduzierung der Standortrisiken gemacht, als es sich ersöigt hätte, und muss nun das Tempo, mit dem es Abfälle aus seinen ältesten Lagern abholt, erheblich beschleunigen.

Gleichzeitig muss es den sich verschlechternden Zustand der wichtigsten Vermögenswerte angehen und glaubwürdige Pläne entwickeln, um die Analysefähigkeiten zu erhalten, von denen der Standort abhängt, und die Fähigkeiten seiner Belegschaft verbessern (und aufrechtzuerhalten). Es fehlt immer noch eine umfassende Maßnahme, um die Fortschritte bei der Risikoreduzierung zu bewerten. Wenn es unterdurchschnittlich abschneidet, werden die Kosten für den Abschluss seiner Mission erheblich steigen, und die „unverträglichen“ Sicherheitsrisiken werden länger bestehen bleiben.

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