Schweizer Atomenergie: Abhängig von russischem Uran – auch über deutsche Atomfabrik

Gerade geht der Block 2 des Schweizer AKWs Beznau nach der Revision und mit 20 neuen Uran-Brennelementen wieder an den Start. Ein uralter Atom-Reaktor, laufzeitverlängert über 40 Jahre hinaus! Internationales Recht wie ESPOO- und Aarhus-Konvention (siehe Links) unterläuft die Schweiz bei der Verlängerung der Laufzeiten über 40 Jahre hinaus. Der Uranbrennstoff vermutlich mit einer gehörigen Portion Uran aus Russland. Zusammengebaut zu Brennelementen möglicherweise im emsländischen Lingen bei ANF? Die Schweizer Energiestiftung hat jüngst in einem Gutachten auf die erhebliche Rolle Russlands bei der Atomstromerzeugung in der Schweiz hingewiesen. Russland will auch in Lingen einsteigen. Der französische Betreiber Framatome will künftig von Deutschland aus Uran-Brennelemente für Reaktoren russischer Bauweise in Osteuropa mit russischer Unterstützung herstellen. Doch egal, wo Uranbrennstoff hergestellt wird: Die nuklearen Risiken von Super-GAU und ungelöster Atommülllagerung bleiben. Vor allem, wenn Atommeiler immer länger betrieben werden, als ehemals geplant. Davor warnt auch die Präsidentin vom Bundesamt für Strahlenschutz in einem Interview.

In der Berliner Morgenpost hatte die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz, Inge Paulini – nicht zum ersten Mal – vor den nuklearen Gefahren gewarnt, die Deutschland auch trotz des Atomausstiegs weiterhin bedrohen: “Strahlung macht an den Grenzen nicht halt. In vielen Nachbarländern bleiben die Atomkraftwerke am Netz, es werden sogar noch neue gebaut. Hinzu kommen Bedrohungsszenarien, die lange vergessen waren. Die Bedrohungslage hat sich verändert, das Risiko ist aber nicht geringer geworden”. Damit könnte sie möglicherweise auch die Laufzeitverlängerung in der Schweiz im Blick gehabt haben. Weiter sagte Paulini in dem Interview: “Wir müssen uns auf Unfälle in ausländischen Atomanlagen einstellen, auf Probleme beim Transport von radioaktivem Material und auf terroristische Anschläge. Zudem wird wieder offen mit dem Einsatz von nuklearen Waffen gedroht. Wir beobachten natürlich auch genau, was in den ukrainischen Atomanlagen passiert – etwa rund um das Kernkraftwerk in Saporischschja.”

Die IPPNW Deutschland ist gerade dabei, die geplante Laufzeitverlängerung des AKW Leibstadt zum Thema zu machen. Dazu ist dieser Artikel mit vielen wichtigen Quellen und Informationen online. In einem Schreiben an den zuständigen Bundesrat Rösti, der nicht nur alte AKWs länger laufen lässt, ohne sich an internationale Rechtsanforderungen zu halten, sondern gegen jede Sinnhaftigkeit teure Atomenergie neu bauen will, hat die Ärztinnen-Organisation die Stilllegung des AKW Leibstadt gefordert. Mindestens aber müsse die Schweiz ein Verfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und grenzüberschreitender Öffentlichkeitsbeteiligung durchführen.

Weitere Informationen zu dem Themenfeld auf umweltFAIRaendern.de

Dokumentation von der SES-Homepage: Schweizer Atomstrom abhängig von Russland

Marcel Tobler,

Die Atomkraft wird derzeit wieder in die Energiedebatte eingebracht. AKW-Befürworter:innen drängen auf Unabhängigkeit in der Stromproduktion. Allerdings ist Atomkraft keine einheimische Energie; die Schweizer Atomindustrie ist vollständig von Uranimporten abhängig. Davon stammen 45 % vom russischen Staatskonzern Rosatom. Mit diesem Brennstoff werden 15 % des gesamten Schweizer Stroms produziert. Dabei trägt Rosatom enorme militärische Verantwortung und ist als aktiver Akteur im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine involviert. Die Uranimporte von Axpo legitimieren und finanzieren die Operationen dieses Konzerns mit.

Die vorliegende SES-Recherche fasst den aktuellen Wissensstand zusammen und kontextualisiert die verfügbaren Daten aus Handelsstatistiken, technischen und finanziellen Berichten. Daraus ergibt sich eine umfangreiche Datenanalyse, die die Beziehungen zwischen dem russischen Atom-Konzern Rosatom und der Schweiz detailliert nachzeichnet.

Rosatom: wirtschaftlich und militärisch bedeutend

Rosatom ist eine Staatskorporation mit über 460 Unternehmen und rund 360’000 Mitarbeitenden. Sie verantwortet sowohl das militärische als auch das zivile Atomprogramm Russlands. Die Staatskorporation kann als institutionelle Erbin des sowjetischen Atomministeriums verstanden werden und untersteht als solche direkt der russischen Regierung. Als global tätiger Konzern gehört Rosatom zu den zentralen Playern im weltweiten Nukleargeschäft. Darüber hinaus trägt der Konzern die Verantwortung für das weltweit grösste Atomwaffenarsenal.

Im Ukraine-Krieg spielt Rosatom unter anderem eine direkte Rolle. So hat Rosatom nachweislich Technologie an das russische Militär geliefert und verantwortet das besetzte Atomkraftwerk Zaporizhija, was sowohl der nuklearen Erpressung als auch der konkreten Sabotage der ukrainischen Energieversorgung dient. Rosatom steht – mit Ausnahme des Unternehmens Atomflot – (noch) nicht auf der Sanktionsliste der Europäischen Union und damit auch nicht auf jener der Schweiz. Die USA hingegen sanktionieren russische Uranimporte seit 12. August 2024.

Schweiz: zu 100 % vom Uranimport abhängig – und beteiligt am Krieg

Atomstrom ist und bleibt über den Uran-Brennstoff zu 100% ein Importgut. Die Betreiberin Axpo bezieht ihren Brennstoff für das AKW Beznau vollständig und für Leibstadt zur Hälfte aus Russland. Die Schweizer AKW benötigen damit im Schnitt pro Jahr knapp 25 Tonnen angereichertes Uran russischen Ursprungs. Das heisst: etwa 45% des Atomstroms und 15% des gesamten Schweizer Stroms stammen aus russischem Uran und damit von Rosatom. Die Axpo, die vollständig im Besitz der Kantone also der öffentlichen Hand ist, bezahlt für den Brennstoff schätzungsweise 50 Mio. Franken pro Jahr.

Wer ja sagt zur Atomenergie, sagt ja zu Pfadabhängigkeiten, die sich oft in langfristigen Knebelverträgen manifestieren. Damit nimmt man billigend in Kauf, sich auf Seiten eines Kriegstreibers wiederzufinden.

Bis zum Atomausstieg: vollständige Transparenz über die Lieferketten

Solange in der Schweiz noch Atomkraftwerke am Netz sind und Rosatom als Handelspartner der Schweizer Atomindustrie akzeptiert ist, legitimiert die Axpo damit die mehr als zweifelhaften Operationen dieses Konzerns. Zudem ist es bei weitem nicht ausreichend, auf direkten Uraneinkauf in Russland zu verzichten. Vielmehr müsste Rosatom vollständig aus der Wertschöpfungskette der Schweizer Atomindustrie ausgeschlossen werden, was angesichts der gigantischen Weltmarktmacht des Konzerns sehr schwierig sein dürfte. Umso dringender ist die Forderung, dass vollständige, öffentliche Transparenz über die Lieferketten inkl. aller Beteiligungen geschaffen wird, bis das letzte Schweizer AKW vom Netz geht und kein Uranimport mehr nötig sein wird.

Dokumentantion: Beznau-2 nach Brennelementwechsel 2024 wieder am Netz

Nach erfolgreichem Brennelementwechsel hat Axpo den Block 2 des Kernkraftwerks Beznau am 19. August 2024 wieder ans Netz gebracht. Mit der neuen Beladung des Reaktorkerns startet Beznau-2 in einen neuen Betriebszyklus. 26. Aug. 2024

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Nach dem Brennelementwechsel nahm Beznau-2 den Betrieb wieder auf.  Quelle: Axpo

Beznau-2 war am 6. August 2024 planmässig für den Brennelementwechsel vom Netz gegangen. In den letzten zwei Wochen tauschten die Spezialistinnen und Spezialisten 20 der insgesamt 121 Brennelemente im Reaktorkern aus. Die neue Kernbeladung wurde durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und das Bundesamt für Energie (BFE) verifiziert. Darüber hinaus wurden Prüfarbeiten, Systemtests sowie geplante Instandhaltungsarbeiten an einzelnen Komponenten durchgeführt. Die Mitarbeitenden des Kernkraftwerks Beznau wurden dabei von rund 150 externen Fachkräften unterstützt.

Nach der Freigabe des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) nahm Beznau-2 den Leistungsbetrieb schrittweise wieder auf.

Laut Apxo produziert das Kernkraftwerk Beznau sicher und zuverlässig rund 6 TWh Strom pro Jahr – und deckt damit ein Zehntel des Strombedarfs der Schweiz. Die beiden Kraftwerksblöcke werden jeweils im Frühling/Sommer für einen Brennelementwechsel oder eine Revision vom Netz genommen. Danach leisten sie wieder während rund einem Jahr – und nicht zuletzt während der Wintermonate – ihren wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Schweiz.

Quelle

M.A. nach Axpo, Medienmitteilung, 20. August 2024 und Ensi, Medienmitteilung, 18. August 2024

KI und ChatGPT: Neue Atombrennstoffe – Informiert umweltFAIRaendern.de über HALEU?

Informiert umweltFAIRaendern.de über HALEU?, will ich von ChatGPT35 wissen. Wie antwortet diese alte KI? „HALEU steht für „High-Assay Low-Enriched Uranium“ und bezeichnet Uran, das einen Anreicherungsgrad von Uran-235 zwischen 5 und 19,75 Prozent aufweist. Dies ist höher als bei herkömmlichem niedrig angereichertem Uran (LEU), das typischerweise für kommerzielle Kernkraftwerke verwendet wird, aber knapp unterhalb der Schwelle von 20 Prozent, ab der Uran als waffentauglich eingestuft wird.“ Und umweltFAIRaendern?

Teilt der Algorithmusmit: „Laut umweltFAIRaendern.de hat HALEU sowohl zivile als auch militärische Anwendungen, was es besonders umstritten macht. Es wird für neue Reaktorkonzepte wie kleine modulare Reaktoren (SMRs) sowie für militärische Anwendungen wie nukleare Antriebe von U-Booten genutzt. Kritiker befürchten, dass die Produktion und Verbreitung von HALEU die Schwelle zur Herstellung von Atomwaffen senken könnte, da das Material sehr nah an waffentauglichem Uran liegt. Zudem werfen sie Fragen zur rechtlichen Zulässigkeit und den sicherheitspolitischen Implikationen der Urananreicherung auf, insbesondere im Hinblick auf bestehende internationale Verträge und die mögliche militärische Nutzung in Ländern wie den USA, Großbritannien und Frankreich​(UmweltFairaendern, UmweltFairaendern, UmweltFairaendern).

Atomenergie: Westinghouse erhöht Urananreicherung auf 8 Prozent im Brennstoff für längere AKW-Betriebszeiten

Der ehemalige US-Atomkonzern Westinghouse treibt die Entwicklung neuartiger Uranbrennstoffe für den Einsatz in herkömmlichen Atomkraftwerken intensiv voran. Seit Jahren wird daran gearbeitet, das Verhalten des Uranbrennstoffs im Katastrophenfall zu verbessern (ADOPT). Außerdem versucht die Atombranche auf vielfältige Weise, die Standzeiten für Brennelemente in den Reaktoren zu vergrößern, um die Kosten für die nukleare Stromerzeugung zu senken. Das berichtet Westhinghouse und das Nuclear Engineering Magazine (Neimgazine). Diese neue Uranbrennstoff wird auch als LEU+ bezeichnet. Herkömmlicher Uranbrennstoff für Atommeiler hat eine Anreicherung bei 3 – 4 bis maximal 5 Prozent angereichertes Uran235. Die Neuentwicklung von Westinghouse verdoppelt diese Anreicherung nun auf acht Prozent. Damit wird der Brennstoff deutlich reaktionsfreudiger, also neigt stärker zur nuklearen Kettenreaktion. (Foto: Westinghouse. Herstellung von Uranoxid-Pallets.)

Gefertigt wurde der höher angereicherte Uranbrennstoff in der Westinghouse-Brennstoffproduktionsanlage in Springfield (Großbritannien). Die speziellen ADOPT-Brennstoffpellets wurden im Rahmen des Programms des US-Energieministeriums (DOE) für „unfalltolerante Brennstoffe“ entwickelt. „Der neue Brennstoff wird im Jahr 2025 im Block 2 des KKW Vogtle in Waynesboro, Georgia, getestet, um die Leistung und Sicherheit von Kernkraftwerken zu verbessern.

Die höher angereicherten Uranoxid-Pellets stammen angeblich aus dem Idaho National Laboratory. Dort sollen sie „aufbereitet“ worden sein, was darauf verweist, dass der Anteil von 8 Prozent Uran235 nicht durch Anreicherung, sondern durch ein downgrade mit möglicherweise vormals möglicherweise militärischem Waffenuran hergestellt worden sein könnte. Die USA verfügen derzeit über keine nennenswerte Urananreicherung, haben sich in den letzten Jahren überwiegend über russische Uranlieferungen sowie über URENCO und Frankreich versorgt. Eine neue Urananreicherunganlage auf Basis von Zentrifugen ist bei Centus Energy derzeit in der Entwicklung. Zur Finanzierung der Entwicklungsarbeiten ist das Department of Energy auch hier maßgeblich beteiligt. Um die hohen Kosten einer eigenen Urananreicherungstechnologie der USA zu rechtfertigen, wird vor allem auf die Fertigung noch höher angereicherter Uran-Brennstoff (HALEU) gesetzt. Siehe unten mehr.

Ziel dieser neuen Brennstoffe ist es, durch die höhere Anreicherung den Brennstoff länger im Reaktor betrieben zu können. Bislang ist es erforderlich, die Brennelemente einmal jährlich während der Revision zu etwa einem Drittel durch neuen Brennstoff auszutauschen. Möglicherweise könnte höher angereichertes Uran eine Standzeit von ca. 24 Monaten ermöglichen, ohne dass getauscht werden muss. Wie sich diese dann verlängerte Betriebsdauer auf die notwendigen Sicherheitskontrollen und Wartungen auswirken wird, dürfte vor allem mit Blick auf immer ältere werdende Reaktoren von großer Bedeutung sein.

Auszugehen ist auch davon, dass für den Transport der LEU+Brennstoffe erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Produktionsanlagen, an die Behälter und die Transporte gestellt werden müssen, den die erhöhte Kritikalität durch das nahezu verdoppelte Uran 235 könnte das Unfallrisiko deutlich erhöhen. Diese Anforderungen stellen sich auch bei neuartigem Brennstoff für die in vielen Länder im Forschungsbereich angesiedelten Small-Modular-Reaktors (SMR).

Für diese Reaktoren wird Brennstoff mit einer Uran235-Anreicherung von knapp 20 Prozent angestrebt, der Stoff ist damit fast als HEU zu klassifizieren, also High-Enriched-Urananium, das grundsätzlich als atomwaffentauglich angesehen wird. US-Forschende hatten jüngst darauf hingewiesen, dass bei einem flächendeckenden Einsatz dieses als HALEU bezeichneten Uran über 10 Prozent und knapp unter 20 Prozent nicht nur aufgrund der dann sehr großen verfügbaren Menge eine neue Dimension für die Verbreitung von Atomwaffen-Material entsteht.

Alles über HALEU auf umweltFAIRaendern.de

Westinghouse ist gegenüber dem französischen Brennelementehersteller Framatome – unter anderem am deutschen Standort in Lingen – ein wichtiger Player im Urangeschäft. Nicht nur in GB, auch in Schweden ist Westinghouse mit einer Uranfabrik am Start. Dort werden nicht nur Brennelemente für herkömmliche Atommeiler in Westeuropa gefertigt. Auch die speziellen VVER-Brennelemente für die von Russland gebauten Atommeiler können von Westinghouse hergestellt werden. Damit wird nach dem Ukraine-Krieg versucht, Russland aus dem Atomgeschäft in Osteuropa zu drängen.

Die PM von Westinghouse ist hier dokumentiert:

Westinghouse Marks First Production of LEU+ ADOPT™ Fuel Pellets

Categories: Nuclear Fuel
LEU+ ADOPT™ pellets will improve fuel cycle safety and reactor operational costs

Lancashire, England, August 7, 2024 – Westinghouse Electric Company has completed the first pressing of its Low Enriched Uranium (LEU+) ADOPT™ nuclear fuel pellets for commercial application at its Springfields Fuel Manufacturing Facility in the UK. This milestone was achieved in partnership with Southern Nuclear and the support of the U.S. Department of Energy.

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LEU+ ADOPT™ pellets will improve fuel cycle safety and reactor operational costs

LEU+ ADOPT fuel contains up to 8% by weight uranium-235 (U-235) and additives that improve the safety performance of the fuel compared to standard UO2. Compared to the standard 5% uranium-235 enrichment used in Low Enriched Uranium, LEU+ ADOPT allows the generation of more power with fewer replacement bundles within the reactor core, offering improved nuclear fuel cycle economics for operating reactors.

“The first production of LEU+ ADOPT fuel is a key step for achieving longer fuel cycles and reducing operational costs in the nuclear fuel industry,” said Tarik Choho, Westinghouse Nuclear Fuel President. “This significant milestone, which is part of our EnCore® Accident Tolerant Fuel program, will help us provide safer, more economical, reliable, clean energy to our customers across the world.”

The first commercialization of LEU+ ADOPT nuclear fuel pellets is expected in spring 2025, when they will be inserted in Lead Test Assemblies at Southern Nuclear’s Vogtle Unit 2 Nuclear Power Plant in the U.S. The demand for LEU+ ADOPT fuel in the range of 5 – 10%, enrichment which reduces the number of outages needed in nuclear plants is expected to grow significantly in the coming years due to the increased demand for carbon-free electricity.

Westinghouse is a leading supplier of nuclear fuel, providing a uniquely diversified portfolio in the industry across nuclear reactor types, including PWR, BWR, AGR and VVER. Through our world-class manufacturing facilities in Sweden, the United Kingdom, and the United States, we focus on delivering innovative fuel technologies to meet our customer needs for lower fuel cycle costs, increased operational flexibility and efficiency, diversity of supply and accident-tolerant products. Westinghouse is creating a center of excellence for Low Enriched Uranium Plus (LEU+) fuel manufacturing in South Carolina to reduce the number of outages needed in nuclear plants.

Learn more about our advanced fuel capabilities and how they relate to different reactors around the world: Westinghouse Nuclear > Nuclear Fuel.

Westinghouse Receives First-Ever Approval for Incremental Burnup by the U.S. Nuclear Regulatory Commission

Categories: Nuclear Fuel
Incremental burnup increases fuel utilization and reduces fuel cycle costs for U.S. utilities
Cranberry Township, Pa., August 15, 2024 – Westinghouse Electric Company received the Nuclear Regulatory Commission’s approval for an increase in the burnup limit for the Westinghouse Encore® fuel designs. This allows better nuclear fuel efficiency, longer times between reactor refuels and lower operating costs.

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Westinghouse engineers developing core designs with higher (or incremental) burnup, which brings value to utility customers.

United States Pressurized Water Reactors currently operate on 18-month fuel cycles, and this new higher burnup fuel will enable reductions in feed batch size, thereby improving fuel cycle economics. This is the first-time nuclear fuel batch reloads in the United States will be able to exceed a burnup limit of 62 GWd/MTU, paving the way for a future extension to benefit utilities to operate economically on 24-month fuel cycles.

“We are very pleased to receive approval from the Nuclear Regulatory Commission for incremental burnup in our nuclear fuel,” said Tarik Choho, Westinghouse President of Nuclear Fuel. “This milestone marks the start of production of nuclear fuel with increased capacity for Pressurized Water Reactors, vastly improving fuel costs for U.S. utility customers.”

The incremental burnup approval represents a key milestone for the Encore® Accident Tolerant Fuel Program, an initiative started in 2012 and funded by the Department of Energy, aimed at increasing performance and safety of nuclear reactors in support of U.S. energy security and climate goals.

Westinghouse is a leading supplier of nuclear fuel, providing a uniquely diversified portfolio in the industry across nuclear reactor types, including PWR, BWR, AGR and VVER. Through our world-class manufacturing facilities in the United States, the United Kingdom and Sweden, we focus on delivering innovative fuel technologies to meet our customer needs for lower fuel cycle costs, increased operational flexibility and efficiency, diversity of supply and accident-tolerant products. Westinghouse is creating a center of excellence for Low Enriched Uranium Plus (LEU+) fuel manufacturing in South Carolina to reduce the number of outages needed in nuclear plants. Learn more about our advanced fuel capabilities and how they relate to different reactors around the world: Westinghouse Nuclear > Nuclear Fuel

Kein Atommüll-Endlager in Sicht: BMU antwortet linkem Bundestagsabgeordneten: „Keine wesentlichen Änderungen“ beim Nationalen Entsorgungsprogramm

Die Suche nach einem Endlager wird sich für Jahrzehnte verschieben. Eigentlich nicht neu, aber Medien und Bundestags-Mehrheiten mögen es, wenn man Meldungen als News verkauft, auch wenn es eigentlich „kalter Kaffee“ ist. Wenn ein unterirdisches Endlager sich verzögert, muss die oberirdische Zwischenlagerung länger dauern. Ist ja klar. Aber auch da müssen wir uns keine Sorgen machen, denn wir haben Behörden und Unternehmen, die für die Entsorgung von Atommüll zuständig sind. Und weil die staatlich sind, haben die natürlich alles im Griff. Na gut, ein bißchen Forschung muss schon sein, ob die Behälter und das Inventar eine um Jahrzehnte verlängerte Zwischenlagerung auch aushalten. Nicht dass Behälter undicht werden oder es in den Behälter durch Schäden an den hoch radioaktiven Brennelementen zu nukleare Kettenreaktion kommt (Kritikalität, Explosion). Aber alles in allem: Im Gesetz steht, dass die Atommülllagerung sicher sein muss. Wie es mit allen Arten von Atommüll in den EU-Staaten so läuft, will die EU wissen. Über das jeweilige „Nationale Entsorgungsprogramm“ muss im nächsten Jahr auch Deutschland wieder erklären, wie es laufen soll. Victor Perli, Haushälter bei der Linken Gruppe im Bundestag hat das zuständige Bundesumweltministerium befagt „„Wie ist der Erstellungsstand und der aktuelle Zeitplan beim zweiten Nationalen Entsorgungsprogramm?“

Die Antwort des BMU auf die Berichtsbitte des Bundestagsabgeordneten lautet: „Das Nationale Entsorgungsprogramm wird derzeit aktualisiert. Es sind keine wesentlichen Änderungen bei den vorgesehenen Entsorgungswegen im Vergleich zu der Fassung von 2015 geplant; allerdings werden die veränderten Zeitbedarfe berücksichtigt. Zur aktualisierten Fassung wurde eine Abstimmung innerhalb der Bundesregierung und mit den Bundesländern durchgeführt.

Derzeit werden die Scoping-Unterlagen für die Durchführung der Strategischen Umweltprüfung (SUP) nach dem UVP-Gesetz erarbeitet; die SUP ist auch das Instrument für die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Der Scoping-Termin zur Festlegung des Untersuchungsrahmens für die SUP ist noch in diesem Jahr vorgesehen. Das BMUV plant, den für die SUP erforderlichen Umweltbericht mit Unterstützung der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) und dem Öko-Institut fertigzustellen und die Öffentlichkeit über die Beteiligungsmöglichkeit im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung 2025 zu unterrichten. Daran anschließend soll die Beteiligung der zuständigen Behörden und der Öffentlichkeit erfolgen. Das Nationale Entsorgungsprogramm und der zugehörige Umweltbericht sollen hierzu im Internet veröffentlicht und Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Zum Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung ist eine öffentliche Veranstaltung geplant. Nach einer dann ggf. durchzuführenden Überarbeitung muss das Nationale Entsorgungsprogramm von der Bundesregierung beschlossen werden. Im Anschluss erfolgt die Übermittlung an die EU-Kommission.“

Atomwaffen verbieten: 10 Jahre ICAN und ein Nobelpreis

Nobelpreis 2017. Wofür? Für eine „Internationale Kampagne zum Verbot von Atomwaffen“ – shortly know as ICAN. Ist da ein Hauch Obama in der Luft? Speicher das! Die UN hat heute nicht nur einen Atomwaffen-Sperrvertrag.  Ein Atomwaffenverbotsvertrag ist dazu gekommen, um über die Vereinten Nationen die Atomwaffenstaaten unter Druck zu setzen, ihren Pflichten zur nuklearen Abrüstung nachzukommen. ICAN hat dazu unendlich viel beigetragen, damit es zu diesem wichtigen UN-Abkommen gekommen ist. Die ICAN-Deutschland feiert ihr 10 jähriges bestehen. Jetzt. Wer mitfeiern will, sollte unbedingt auch Mitglied werden. Der BUND und auch die Naturfreunde sind vor kurzem offizielle ICAN-Partner geworden.

ChatGPT antwortet: Der Atomwaffenverbotsvertrag (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons, TPNW) wurde am 7. Juli 2017 von den Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Der Vertrag wurde in der UN-Generalversammlung mit 122 Stimmen angenommen. Es war der erste internationale Vertrag, der die Entwicklung, den Besitz und den Einsatz von Atomwaffen vollständig verbietet. Der Vertrag trat am 22. Januar 2021 in Kraft, nachdem die erforderliche Anzahl von 50 Staaten den Vertrag ratifiziert hatte.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Atomwaffen-Sperrvertrag bzw. der „Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen“ (NVV) oder auf Englisch „Nuclear Non-Proliferation Treaty“ (NPT) völkerrechtlich von der UN etabliert worden. Die „Internationale Atomenergie Agentur“ (IAEA) ist als Einrichtung etabliert worden, die Nichtverbreitung von Atomwaffen zu kontrollieren, aber die „friedliche“ Atomenergie zu fördern. Trotz des Vertrages wuchs in den Jahren bis heute die Zahl der Atomwaffen-Mächte.

Zum Atomwaffenverbotsvertrag teilt ChatGPT35 mit: „Bis August 2023 haben 92 Länder den Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) unterzeichnet. Von diesen haben 68 Länder den Vertrag ratifiziert, was bedeutet, dass sie ihn formell in ihr nationales Recht übernommen haben und er für sie bindend ist. Diese Zahlen zeigen die Unterstützung, die der Vertrag international gefunden hat, obwohl viele Staaten, die selbst Atomwaffen besitzen oder unter dem nuklearen Schutzschirm stehen, den Vertrag bisher nicht unterzeichnet haben.“ Wikipedia teilt dazu mit: „Bis zum 19. September 2023 hatten 93 Staaten unterzeichnet, 70 Staaten den Vertrag ratifiziert.“

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