Neo-Nazis und Umweltbewegung – Verharmloser und braune Themen

antifaUnter der Überschrift „Grün, braun, gefährlich“ widmet sich die Taz der stärker werdenden Neo-Nazi-Szene in der Umweltbewegung. „TARNUNG Die rechte Szene engagiert sich gegen Massentierhaltung und Atomkraft und wirkt plötzlich ziemlich harmlos. Die Grünen sind alarmiert. Sieben Fragen zu den braunen Ökologen“. Nicht nur die Grünen, muss man ergänzen. Auch in der Anti-Atom-Bewegung wächst die Aufmerksamkeit gegen rechte Ideologen oder solchen, die ihnen den Weg bereiten. Der Rechtsextremismus-Experte und Taz-Autor Andreas Speit gibt in einem Artikel einen Überblick, wie sich die Nazi-Szene mit scheinbar harmlosen Fragen neue Räume für ihre rassistischen und totalitären Vorstellungen erschließt. Ein Instrument dafür ist die Zeitung „Umwelt + Aktiv“, die viele Verflechtungen mit der NPD hat.

Über einen solchen „Verharmloser“ ist von dem Autor in der Zeitschrift „Der Rechte Rand“ auch gerade ein Artikel erschienen. In der Nummer 140 vom Januar/Februar 2013 schreibt Speit unter der Überschrift: „Neue Freunde“ über „Eine Gallionsfigur der Anti-Atom-Bewegung begibt sich auf Abwege – den Kontakt zu Neonazis scheut er nicht“.   Gemeint ist Holger Strohm, der mit seinem Buch „Friedlich in die Katastrophe“ in den späten 70er Jahren zu einem der wichtigsten Kritiker gegen die Atomenergie wurde. Im Herbst 2012 wurde unter diesem Titel ein Film produziert. Bei einer der Veranstaltungen zu dem Film hatte Holger Strohm auch ein Interview gegeben, dass dann auf der Homepage von Umwelt + Aktiv und dann auch in der Printausgabe erschienen ist. Speit beschreibt in dem Artikel, was Strohm in dem Interview äußerte und legt einige Hintergründe dar. Darüber wurde auf umweltFAIRaendern.de ausführlich berichtet.

Siehe hier: Holger Strohms gewaltige Katastrophe: Mit Nazis gegen Atomenergie? NEIN DANKE!

Holger Strohm, ein Brief an die taz und einige gute Neonazis

Neo-Nazis und Umweltbewegung – “Umweltschutz = Tierschutz = Heimatschutz = Volksschutz”

Holger Strohm schreibt in rechtsextremer Umweltzeitung

Nach Artikel in NPD naher Zeitung: Braunschweiger Veranstalter sagen Filmvorführung von “Friedlich in die Katastrophe” ab

 

Nach Artikel in NPD naher Zeitung: Braunschweiger Veranstalter sagen Filmvorführung von „Friedlich in die Katastrophe“ ab

umweltsauberhalten-keinenazisDie Braunschweiger Initiative „slow food“ und das „Universum Dokukino“ haben eine für den 14. Januar geplante Vorführung des  Films „Friedlich in die Katastrophe“ abgesagt. Das haben die Veranstalter auf „Braunschweig online“ öffentlich bekannt gegeben. Anlaß dafür ist, dass Holger Strohm, Autor des Films, der NPD nahen rechtsextremen Zeitung Umwelt & Aktiv ein Interview gab und darin sagte, dass es „selbst unter Nazis gute Menschen“ gäbe. Für ihn sei „ein Maßstab, ob man gegen Atomenergie ist, ob man für die Menschheit ist“. Das Tun sei wichtig „und nicht, was man sagt“. Nach dem die taz das in einem Artikel kritisiert hatte und auch die BI Lüchow Dannenberg, Contratom und umweltFAIRaendern.de) sich von dieser Position distanzierten, hat Holger Strohm sich direkt als Autor in der Nazi-Zeitung verteidigt.

Auf der Braunschweig-online-Seite schreiben die Veranstalter nun zur Absage der geplanten Filmvorführung:

„Wir denken nicht das Hr. Strohm ein Rechter ist, aber seine gemachten Äußerungen gehen dahin, das er rechtes Gedankengut toleriert solange sie nur gegen Atomkraft sind und er ist überzeugt, das unter den Rechten auch gute Menschen sind.

Das sind Gedankengänge die weder slow food BS, noch Anti-Atom Gruppierungen tolerieren können.

Solange sich Hr. Strohm nicht eindeutig von seinen Worten distanziert hat, möchte wir den Film, auch wenn er Anti-Atom mäßig gut recherchiert und auf Fakten beruht, nicht zeigen!

Wir hoffen, Ihr könnt diese Entscheidung nachvollziehen!“

Weitere Information auf der Seite von Braunschweig-Online.

Siehe auch: Neo-Nazis und Umweltbewegung – “Umweltschutz = Tierschutz = Heimatschutz = Volksschutz”

*Da ich für rechtsextreme Seiten keine – auch nicht indirekte – Werbung machen will, verzichte ich darauf, auf die Seite von Umwelt & Aktiv zu verlinken.

 

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