LINKE: Kein Geld mehr ins Milliardengrab Stuttgart 21 – Bahnstrecke Münster-Lünen zweispurig ausbauen!

Nach den jetzt bekannt gewordenen Kostensteigerungen plädiert der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) für ein Ende des Bahnprojekts Stuttgart 21. „Durch die fatalen Mehrkosten beim Projekt Stuttgart 21 von jetzt mehr als einer Milliarde Euro fehlt das Geld an anderer Stelle, beispielsweise für den dringend notwendigen zweispurigen Ausbau der Strecke Münster-Lünen-Dortmund. Die steigenden Kosten werden zudem weitere negative Folgen für Bahnnutzerinnen und -nutzer in ganz Deutschland haben, wie weitere Kürzungen beim Wagen- und Lokmaterial.“

Zdebel weiter: „Auch jetzt gilt noch immer, dass ein Ausstieg aus Stuttgart 21 billiger wäre als der Weiterbau – besonders wenn man bedenkt, dass der neue Bahnhof weniger leistungsfähig wäre als der alte. Sinnvolle Alternativen sind jetzt noch möglich: Dafür liegt ein ausgearbeitetes Konzept der Protestbewegung (http://www.umstieg-21.de) vor. Das müssen die Verantwortlichen jetzt endlich ernsthaft angehen!“

Bahnstrecke Münster-Lünen-Dortmund: Bundesregierung rudert zurück

„Von den vollmundigen Versprechungen von Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) bei der Neueröffnung des Münsteraner Hauptbahnhofs im Juni bleibt bei näherer Betrachtung nicht viel übrig“, kritisiert der linke Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel die jüngsten Äußerungen der Bundesregierung zum zweispurigen Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen-Dortmund. „Das nenne ich kreativen Umgang mit der Wahrheit.“

Zdebel weiter: „Zweigleisigkeit auf wenigen Streckenkilometern, die bestenfalls ein Überholen des Regionalverkehrs durch den Fernverkehr ermöglicht, bedeutet noch keine Taktverdichtung. Die Bundesregierung muss noch vor der Bundestagswahl klipp und klar erklären, ob es auf der Bahnstrecke überhaupt zu einer Kapazitätserweiterung kommen wird. Die LINKE fordert seit langem statt einem löchrigen Netz den zeitnahen vollständigen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke.“

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