Vattenfall – Tarifkonflikte und Personalabbau

Vattenfall: Nicht mal eine fristgerechte Strompreiserhöhung bekommt das Unternehmen auf die Reihe. Foto: Dirk Seifert
Vattenfall: Tarifverhandlungen ohne Ergebnis vertagt. Foto: Dirk Seifert

Während Vattenfall in Schweden angekündigt hat, europaweit 2.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen und in Schweden wegen zahlreicher Fehlinvestitionen schwer unter Druck steht – insgesamt hat das Unternehmen in den letzten Jahren rund vier Milliarden Euro in den Sand gesetzt  – verhandeln an den deutschen Standorten in Hamburg, Berlin und der Lausitz die Gewerkschaften um höhere Löhne. Für die Beschäftigten in Deutschland fordern sie 6,5 Prozent mehr Gehalt von Vattenfall. Heute ist nach Medienberichten die zweite Runde der Vattenfall-Tarifgespräche für die 15.000 Beschäftigten ohne Ergebnis vertragt worden. Über die erste Runde siehe die Erklärung der IG BCE hier. Laut Vattenfall beschäftigt das Unternehmen in Deutschland insgesamt 20.655 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2011)

Einer DPA Meldung zu Folge (Berliner Zeitung) lehnten die Gewerkschaften IG Metall, Verdi und IG BCE die von Vattenfall angebotenen Gehaltssteigerungen über 2,2 Prozent und 1,6 Prozent für jeweils zwölf Monate sowie einmalig 200 Euro als zu wenig ab. Das nächste Treffen der beiden Verhandlungskommissionen soll am 20. März stattfinden.

Laut Vattenfall-Homepage beschäftigt das Unternehmen europaweit „rund 34.700 Mitarbeiter. (Stand Ende 2011). Stellungnahmen der Gewerkschaften zu den in Schweden angekündigten Einsparungen und dem Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen sind bislang nicht bekannt.

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