Es wird teuer für Vattenfall: Schlechteres Rating droht

Kredite werden für Vattenfall möglicherweise teurer.
Kredite werden für Vattenfall möglicherweise teurer.

Dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall droht der Verlust des „A“-Ratings. Darüber berichtet jetzt – kostenpflichtig – die Börsen-Zeitung. Bereits im Oktober 2011 waren Vattenfall und E.on schon einmal herabgestuft worden. Darüber berichtete unter der Überschrift  Rating Agenturen stufen E.on und Vattenfall herab die www.stromseite.de. „Am Montag hatte die Ratingagentur Fitch die Bonität des schwedischen Energieversorgers Vattenfall auf A- herabgestuft, nun kommen ähnliche Nachrichten aus London. Die dortige Agentur Moody’s hat die Bonitätseinstufung des größten deutschen Energieversorgers E.on gesenkt.“

Die Folge der Herabstufung für Vattenfall wäre, das die Kredite für den Konzern künftig teurer und Investitionen damit erschwert werden.

Falco-Trio-Duo, Rolf Becker und Kai Degenhardt: Lesen und singen für den Volksentscheid

RolfBecker-Kai-Degenhardt-06Knust, gestern Abend: Hommage für Franz Josef Degenhardt. Im Rahmen der musikalischen Lesungen für den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“. Das Falco-Trio präsentierte als Duo wundervolle Songs, einfühlsam und FalcoTrio-Duo-01intensiv. Darunter ein tolles Cover von „Hit the road“ oder vom neuen Album Mrs. Watson der Song Sarah.

Nach letzten Infos und einem kleinen Stimmungsbericht von Wiebke Hansen von der Volksententscheids-Initiative gingen dann Rolf Becker und Kai Degenhardt gemeinsam auf die Bühne. Mit seiner sonorigen Stimme und sichtbarem Spaß las Rolf Becker Texte der Liedermacher-Legende Franz Josef Degenhardt. Begleitet von seiner Gitarre erzählte Kai Degenhardt über seinen Vater, seinem Engagement in der frühen Anti-Atom-Bewegung und interpretierte die widerspenstigen Lieder. Veranstaltet wurde der Abend von den „Unternehmen gegen Atomkraft“ und von ROBIN WOOD.

Heute Abend, Samstag, 21.9.: Musikalische Lesung für den Volksenentscheid in der Werkstatt3: JOHNNY CASH, THE MAN IN BLACK

RolfBecker-KaiDegenhardt-03Falco-TrioFalc-Trio-FidiAlle Fotos: Dirk Seifert.

Volksentscheid Hamburg: Hark Bohm für den Netzrückkauf und SPD-Argumente, die ihn „wirklich ärgern“.

Neben zahlreichen Prominenten gehört auch der Regisseur Hark Bohm zu den Befürwortern des Volksentscheids „Unser Hamburg – Unser Netz“. Auf einer Veranstaltung von ROBIN WOOD hatte er sich jüngst zur vollständigen Rekommunalisierung der Energienetze von Vattenfall und E.on geäußert (siehe unten).

Die MOPO heute: „Man kennt ihn als Schauspieler, Regisseur („Nordsee ist Mordsee“), Drehbuchautor oder Uni-Professor: Hark Bohm ist zweifelsohne einer der größten Film-Persönlichkeiten Hamburgs. Im MOPO-Interview erzählt der 74-Jährige, warum er sich für den Rückkauf der Energienetze starkmacht.“

Auf die Frage, wie es mit der von der SPD behaupteten hohen Kaufsumme sei und das es sich beim Netzgeschäft um eine hohes Risiko handele, sagt Hark Bohm: „Wenn die Stadt vor zehn Jahren noch die Netze betrieben und vernünftig gewirtschaftet hat, dann hat sie als Inhaberin garantiert keinen Verlust gemacht. Kauft man die Netze jetzt zurück, werden die zwei Milliarden Euro doch nicht in den Haushalt eingestellt und reduzieren damit Gelder, die man für Kitas oder Bildung ausgibt. Das ist ein ganz anderer Etat! Ein SPD-Argument, was mich wirklich ärgert. Und diesen Weg mache ich nicht mit.“

Siehe auch: Hark Bohm und ROBIN WOOD: Die Netze müssen unter demokratische Kontrolle – “Scheinsachlickeit” der Volksentscheids-Gegner

Volksentscheid Hamburg: „Vattenfalls versteckte Kronjuwelen“

logo_rgb_balkenDie Zeit schreibt über Vattenfall und den Volksentscheid über die Energienetze in Hamburg (und Berlin). Dabei geht die Online-Ausgabe auch gesondert auf die Fernwärme ein. Der Artikel zeigt eines auf: Wo die SPD von Risiken und zu hohen Kosten spricht, stehen vor allem gute Gewinne und günstige Kredite zur Finanzierung der Übernahme im Raum. Bis heute verschweigt Vattenfall, wie hoch die Gewinne bei der Fernwärme im Jahr 2012 liegen. Dabei sind die Zahlen nicht nur Vattenfall, sondern auch dem Finanzsenator in Hamburg längst bekannt. Im Jahr 2009 betrugen die Gewinne bei der Fernwärme rund 100 Millionen, in den Jahren danach bis zu 60 Millionen.

Hinzu kommt: Gestern hat Vattenfall endlich zugegeben, dass auch mit dem Stromnetz enorme Gewinne gemacht wurden. Fast 50 Millionen im Jahr 2012 bei einem Umsatz über 500 Millionen Euro. Siehe: Stromnetz Hamburg – 48 Millionen Euro Gewinn für Vattenfall

Und auch das E.on-Gasnetz hat in 2012 immerhin fast 18 Millionen Euro Gewinn gemacht (siehe unten). Damit bestätigt sich die von „Unser Hamburg – Unser Netz“ immer wieder dargelegte Aussage, dass mit den drei Netzen für Strom, Fernwärme und Gas bei Umsätzen von rund einer Milliarde Euro gut 100 Millionen Euro Gewinn gemacht werden. Mit dem Volksentscheid am Sonntag geht es also – neben Transparenz, Mitbestimmung und Energiewende – auch um die Frage: Sollen diese 100 Millionen Euro weiter vor allem in die Kassen von Vattenfall und E.on fließen – oder in die Kassen der Stadt Hamburg? Mit einem JA beim Volksentscheid am Sonntag ist die Entscheidung klar: Dann bleiben die Gewinne in der Stadt und führen sogar dazu, dass es Einnahmen gibt.

Hier mehr Infos zur Wirtschaftlichkeit der drei Netze:

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Über 17 Millionen Gewinn mit dem Gasnetz von E.on – Stadt Hamburg bekommt Brotkrummen

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Vattenfall-Stromnetz – über 40 Millionen Euro Gewinn bei über 500 Millionen Euro Umsatz

Volksentscheid Energienetze Hamburg: “Das große Geschäft mit Hamburgs heißem Wasser”

Kurz vor Volksentscheid Zahlen öffentlich: Stromnetz macht 48 Millionen Gewinn

logo_rgb_balken„Das Hamburger Stromnetz hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 48 Millionen Euro vor Steuern abgeworfen. Damit habe die Stromnetz Hamburg GmbH ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielt, teilte das Unternehmen am Donnerstag – drei Tage vor dem Volksentscheid über den Rückkauf der Energienetze in der Hansestadt – mit. Es lag nach Einmaleffekten mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Der Umsatz betrug 518,6 Millionen Euro.“ Die Hamburger Morgenpost berichtet hier weiter und das Hamburger Abendblatt.

×