Volksentscheid Hamburg gibt Firmenhymnen – Volles Haus mit Thomas Ebermann und Kristof Schreuf

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Kristof Schreuf bei den Firmenhymnen im Centro: Tschüss Vattenfall.

SONY DSCVolles Haus im Centro Sociale. Thomas Ebermann und Kristof Schreuf geben gemeinsamen die „Firmenhymnen“ oder besser: Wie Firmen versuchen ihre Ideologie unter MitarbeiterInnen und KundInnen für mehr Ausbeutung, weniger Krankenstand und bessere Vermarktung ihrer Produkte mit musikalischen Mitteln SONY DSCbesser zu verkaufen. Während sich Ebermann analytisch mit den Hintergründen, den Absichten und der Wirkung von Firmenhymnen zahlreicher Großkonzerne und Unternehmen auseinandersetzt, macht Schreuf mit einer Vielfalt unterschiedlicher Songs den ganzen Wahnsinn fühl- und erlebbar.

SONY DSCDer Abend im Centro ist eine der musikalischen Lesungen, die den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ unterstützen.  Veranstalter waren die Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg sowie die Uni-Initiativen „Kritikmaximierung“ und „Für den organisierten Widerspruch“.

Weitere musikalische Lesungen gibt es morgen (Freitag) im Knust (Hommage an Franz Josef Degenhardt) und am Samstag in der Werkstatt3 (Johnny Cash, the man in Black). Mehr Infos dazu hier: Volksentscheid für Ohren, Augen und Hirn: Musikalische Lesungen

Mit dem Volksentscheid will ein breites Bürger-Bündnis erreichen, dass die Hamburger Energienetze nicht länger von den Konzernen Vattenfall und E.on betrieben werden, sondern vollständig in öffentliche Hand kommen. Darüber entscheiden die HamburgerInnen am kommenden Sonntag parallel zur Bundestagswahl.

Öko-Unternehmen Naturstrom für ein JA beim Volksentscheid über die Energienetze in Hamburg.

LichtBlick, Greenpeace Energy, die EWS Schönau und jetzt auch der Ökostromer Naturstrom rufen zum JA beim Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ auf. In einem Brief an die Hamburger KundInnen bittet das Energiewende-Unternehmen, am kommenden Sonntag bei dem Volksentscheid in Hamburg mit JA zu stimmen und damit einen wichtigen Beitrag für die Energiewende zu unterstützen.

Hier Infos über die anderen Ökostromer:

Stromrebellen aus Schönau für Ja beim Volksentscheid in Hamburg

In einer Mail an alle Hamburger KundInnen hat nun auch die EWS aus Schönau sich für ein JA beim Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ ausgesprochen. Stromrebell Michael Sladek schreibt in der Mail: „Ich möchte Sie ganz herzlich dazu ermuntern und darum bitten, am Sonntag beim Volksentscheid mit JA zu stimmen. Sie haben es  in Hamburg in der Hand, ob eine innovative, ökologische und bürgernahe Energiepolitik umgesetzt werden kann oder ob der „Energiewendezug“ in die absolut falsche Richtung fährt.“

Außerdem stellt sich Sladek gegen die Angstkampangne der Volksentscheids-Gegner. Die versuchen seit Monaten die WählerInnen in Hamburg zu einem Nein zu bewegen, indem sie davon reden, dass der Rückkauf der Netze zwei Milliarden Euro kosten würde und die Stadt an den Rand des Abgrunds. Sladek dazu: „Lassen Sie sich durch die  jetzt in der Öffentlichkeit diskutierten völlig überhöhten Kaufpreise nicht verwirren. Das war bei uns genauso – damals war die Kaufpreisforderung des damalige Schönauer Netzbetreiber mehr als doppelt so hoch, als wir dann letztlich für das Schönauer Netz bezahlt haben!“

Mit der EWS Schönau sprechen sich nun bereits vier der Ökostromunternehmen für ein Ja beim Volksentscheid in Hamburg aus: LichtBlick, Greenpeace Energy, Naturstrom und EWS Schönau für die Energiewende.

Volksentscheid Hamburg: Ein Kreuz für Energiewende und kommunale Energienetze

Rathausmarkt Hamburg heute Schlag 12: Ja zum Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz.“ Mit dabei: Axel Röpke vom Landesverband Windenergie, Eckard Pahlke vom „Mieterverein Hamburg“, Karin Assmus vom Verein „Mieter helfen Mietern“, der Kabarettist Jan-Peter Peterssen von Alma Hoppe. Außerdem natürlich die

Die Vertrauensleute des Volksentscheids Unser Hamburg – Unser Netz. In der Mitte: Theo Christiansen, Diakonie und Bildung im Kirchenkreis Ost. Foto: Dirk Seifert

Vertrauensleute vom BUND, der Kirche Hamburg Ost und der Verbraucherzentrale sowie die Unterstützer von ROBIN WOOD, Greenpeace, dem Naturschutzbund Hamburg, von Attac und vielen weiteren Verbänden und Initiativen.

Mit einer symbolischen Abstimmung machten sie heute noch einmal deutlich, dass es beim Volksentscheid am kommenden Sonntag um viel geht. Um die Energiewende voran zu bringen und für mehr Transparenz und Mitbestimmung zu sorgen, will die Initiative aus inzwischen über 50 Organisationen die Netze für Strom, Fernwärme und Gas Vattenfall und E.on abnehmen und vollständig in die öffentliche Hand bringen.

Dagegen mobilisieren die beiden Atom- und Kohlekonzerne mit nicht immer ganz legalen Mitteln, unterstützt von einem Bündnis aus SPD, FDP und CDU sowie verschiedenen Kapital- und Wirtschaftsverbänden. Gegen das breite Bürgerbündnis mobilisieren sie mit viel Geld, bunten Großanzeigen und Beilagen, damit sie weiter ihre Geschäfte machen können.

Vattenfall, Gazprom oder EDF? SPD hat Partnerprobleme bei den Energienetzen

Vatten-Prom?
Vatten-Prom?

Der NDR berichtet, die Taz-Hamburg hat darüber geschrieben und auch Focus ist mit der Story online: Wenn sich Vattenfall in den nächsten Jahren aus dem Deutschland-Geschäft zurückzieht, könnte Hamburg einen neuen – ungewollten – „Partner“ bekommen, den französischen Atomkonzern EDF oder den russischen Gasriesen Gasprom oder… Die Verträge, mit denen sich der SPD-Senat beim Netzbetrieb als Minderheitspartner an Vattenfall gebunden hat, könnten zu einem solchen Wechsel führen. Das können die HamburgerInnen am kommenden Sonntag per Volksentscheid verhindern, wenn sie mit JA zu 100 Prozent stimmen.

Mit dem Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ soll erreicht werden, dass die Fernwärme und das Stromnetz von Vattenfall sowie die Gasnetze von E.on wieder zu 100 Prozent in die öffentliche Hand kommen. Das wäre nicht nur für die Energiewende und die Einnahmen der Stadt Hamburg gut, würde mehr Mitbestimmung und Transparenz bedeuten. Auch für den Fall, dass Vattenfall aus Deutschland abzieht, bräuchten die HamburgerInnen keine Sorge haben, dass irgendwelche anderen Klimakiller- oder Atomkonzerne ihre Geschäfte künftig mit den Energienetzen an der Elbe machen könnten.

Volksentscheid Hamburg: Konkrete Angaben über die Gewinne in den Energienetzen von Vattenfall werden vom SPD-Senat verschwiegen!

Siehe auch hier: Vattenfall-Chef spricht von “existenzieller Krise” – Deutschland-Geschäft nur noch 3-4 Jahre? und: Vattenfall und der Volksentscheid: “Die Netze als rettender Anker”.

Hier mehr Infos zur Wirtschaftlichkeit der drei Netze:

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Über 17 Millionen Gewinn mit dem Gasnetz von E.on – Stadt Hamburg bekommt Brotkrummen

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Vattenfall-Stromnetz – über 40 Millionen Euro Gewinn bei über 500 Millionen Euro Umsatz

Volksentscheid Energienetze Hamburg: “Das große Geschäft mit Hamburgs heißem Wasser”

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