First Solar: Sozialplan für die MitarbeiterInnen – Fördermittel werden zurückgezahlt

Laut Medienberichten werden die 1.200 Beschäftigten des Solarmodul-Herstellers First Solar in Ostbrandenburg von einer Transfergesellschaft übernommen und Abfindungen erhalten. Betriebsrat und IG Metall haben das am Sonntag in Verhandlungen mit der Unternehmensleitung von First Solar durchgesetzt. Zum Ende des Jahres stellen die beiden Werke in Frankfurt/Oder die Produktion ein. „First Solar: Sozialplan für die MitarbeiterInnen – Fördermittel werden zurückgezahlt“ weiterlesen

Wille zur Wende – IG Metall Vize zur Energiewende

Energieverschwendung im Bild: Die Kühltürme des Vattenfall-Braunkohlekraftwerks Jänschwalde/Cottbus

In der aktuellen Ausgabe der IG Metall-Zeitung äußert sich IG Metall-Vize Detlef Wetzel zur Energiewende und warum die größte deutsche Einzelgewerkschaft sich in den nächsten Monaten verstärkt mit ihr befassen will. Die IG Metall-Zeitung finden sie auch online hier (PDF), das Interview steht auf Seite 8f. Die Fragen stellte Sylvia Koppelberg.

Was hat die IG Metall vor? „Wille zur Wende – IG Metall Vize zur Energiewende“ weiterlesen

Steelwind Nordenham: Beschäftigungschancen der Energiewende nutzen

Pressemitteilung der IG Metall Küste/Mitte (Nordenham/Frankfurt) – Als wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Energiewende, die attraktive Beschäftigungsperspektiven für viele Menschen biete, haben die Bezirksleiter der IG Metall Bezirk Küste und des IG Metall Bezirks Mitte, Meinhard Geiken und Armin Schild, aus Anlass des ersten Spatenstichs für Steelwind Nordenham das Engagement der Dillinger Hütte AG in Nordenham bezeichnet.

Die beiden Bezirksleiter begrüßten, gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Dillinger Hütte AG, Roman Selgrath, dass ca. 300 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn Steelwind Nordenham zukünftig aus Grobblech der Dillinger Hütte Fundamente für Offshore-Windräder herstellen wird. Armin Schild, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Dillinger Hütte AG ist, stellte dazu fest: „Mit Steelwind Nordenham werden nicht nur an der Küste, sondern auch in Dillingen an der Saar Arbeitsplätze gesichert.“ Das sei ein hervorragendes Beispiel, um zu zeigen, welche Beschäftigungschancen die Energiewende biete. Schild erklärte weiter: „Die Dillinger Hütte ist bekannt für ihre Mitbestimmungskultur. Gemeinsam werden wir sicherstellen, dass es gute Arbeit und gut bezahlte Arbeitsplätze werden.“

Meinhard Geiken erklärte: „Die von der Bundesregierung beschlossene Zielsetzung der Energiewende ist ohne den Bereich der Wind- und Offshore-Industrie nicht realisierbar. In der Windenergie arbeiten heute schon rund 100.000 Menschen, davon 40.000 im Maschinen- und Anlagenbau und deren Zulieferer. Gerade der maritime Anlagenbau mit 62 Prozent des Umsatzes in Norddeutschland ist ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette.“ Der geplante Ausbau der Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee sei für die strukturschwache norddeutsche Küstenregion, aber auch für die Bundesrepublik insgesamt aus beschäftigungs-, struktur- und industriepolitischer Perspektive eine gute Chance.

Der Betriebsratsvorsitzende der Dillinger Hütte AG, Roman Selgrath, erklärte: „Die Energiewende muss endlich durch verlässliche staatliche Rahmenbedingungen gestützt werden und darf nicht alleine den Marktkräften überlassen werden.“ Insbesondere die Netzanbindung, einschließlich der Onshore-Trassen, die Errichtung von Windparks in Wassertiefen von 40 Metern und mehr, immer größer werdende Windanlagen, komplexe rechtliche Voraussetzungen, die Arbeitssicherheit im Bereich Offshore und die Qualifizierung von Fachkräften, bedürften eines koordinierenden Vorgehens von Industrie, Gewerkschaften und Politik in den unterschiedlichen Bereichen.

 

KollegInnen kämpfen für Tarifvertrag bei RePower

Beim Windanlagen-Hersteller RePower tut sich was: Die Beschäftigten organisieren sich und wollen einen Tarifvertrag durchsetzen. Auf der Homepage windpower-aktiv lassen sich viele Informationen und viele Schwierigkeiten aus Sicht der Beschäftigten über die Arbeitsbedingungen bei einem der großen Windanlagenbauer nachlesen. Nicht nur die Frage eines Tarifvertrages und die Gehaltsbedingungen sind dabei ein Thema. Auch die Frage der Leiharbeit hat – wie insgesamt in der Windbranche – einen hohen Stellenwert.

Wie das im Einzelfall in der Praxis aussieht, zeigt dieses Video von einer Aktionsveranstaltung im Mai in Bremerhaven.

Zuvor hatten sich die Vertrauensleute im Februar zu einer Konferenz zusammen gesetzt, um ihre Strategien für die Durchsetzung eines Tarifvertrages zu planen. Das zeigt das folgende Video

IG Metall Küste: Energiechaos gefährdet Arbeitsplätze in der Offshore-Industrie

Hamburg – Gemeinsam mit den Betriebsräten und Vertrauensleuten aus der Wind- und Offshore-Industrie stellt die IG Metall Küste fest, dass auch ein Jahr nach der beschlossenen Energiewende und vielen Krisenrunden eine plausible Umsetzungsstrategie im Bereich der Energiepolitik nicht erkennbar ist. Das Energiechaos der Bundesregierung gefährde Standorte und Arbeitsplätze, so die Erkenntnis der Industriegewerkschaft. Die Unternehmen hätten keine Investitionssicherheit für industrielle Vorhaben im Offshore-Bereich, Offshore-Windparks würden zum gegenwärtigen Zeitpunkt über keine Sicherheit auf Anbindung an die Netzinfrastruktur verfügen und der Ausbau der Netzinfrastruktur in Deutschland inklusive der Haftungsfragen beim Netzausbau und Betrieb sei völlig ungeklärt. Mehr zur Kritik der IG Metall Küste in einer Pressemitteilung vom 5. Juni.

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