Helen Reddy – I Am Woman

Das war dann mal … aber ist ja nicht weg. Der Text gleich nach dem Video. Keine Ahnung, ob der Song noch irgendwie zulässig ist. Immerhin Anfang der 1970er Jahre. Aber da steckte schon verdammt viel Frauenbewegung, Feminismus und in jedem Fall noch was verdammt neues und interessantes, jedenfalls damals, in meiner kleinen Welt, in einem kleinen Ort – Ohne Internet – aber mit Radio! Und viel Aktivität !! Und klar, da lungerten David Bowie, Marc Bolan und Freddy Mercury rum.

oder ist das so viel mehr …. ?

Helen Reddy Lyrics
„I Am Woman“

I am woman, hear me roar
In numbers too big to ignore
And I know too much to go back and pretend
‚Cause I’ve heard it all before
And I’ve been down there on the floor
No one’s ever going to keep me down again

Whoa, yes, I am wise
But it’s wisdom born of pain
Yes, I’ve paid the price
But look how much I gained

If I have to I can do anything
I am strong (strong)
I am invincible (invincible)
I am woman

You can bend but never break me
‚Cause it only serves to make me
More determined to achieve my final goal
And I’ll come back even stronger
Not a novice any longer
‚Cause you’ve deepened the conviction in my soul

Whoa, yes, I am wise
But it’s wisdom born of pain
Yes, I’ve paid the price
But look how much I gained

If I have to I can do anything
I am strong (strong)
I am invincible (invincible)
I am woman

I am woman, watch me grow
See me standing toe-to-toe
As I spread my loving arms across the land
But I’m still an embryo
With a long, long way to go
Until I make my brother understand

Whoa, yes, I am wise
But it’s wisdom born of pain
Yes, I’ve paid the price
But look how much I gained

If I have to I can face anything
I am strong (strong)
I am invincible (invincible)
I am woman

Oh, I am woman
I am invincible
I am strong
I am woman
I am invincible
I am strong
I am woman

Gegen Atom- und Klimakatastrophe: Zukunftscamp in Morschenich bei Köln

Zu einem Zukunftscamp gegen Atom- und Klimakatastrophe rufen die beiden mit Nobelpreis ausgezeichneten Organisationen ICAN und IPPNW auf. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und die Internationalen Ärzt:innen zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW) wollen mit Workshops und Aktionen vom 4.–9. Juli 2023  in Morschenich bei Köln gegen die wachsenden Risiken einer Atom- und Klimakatatrophe aktiv werden. Wenige Tage vor den Ostermärschen der Friedensbewegung ist ein Flyer fertig, der ab sofort bestellt werden kann.

Gegen atomare Gefahren und für die bislang vom Atomausstieg ausgenommene Uranfabrik in Gronau, NRW demonstrieren Anti-Atom-Organisationen aus Anlass des Ostermarsches am 7. April – Save the Date, weitere Infos folgen. Weitere Infos sind auch hier zu finden!

Dokumentation: Der Text des Flyers ist hier zum Nachlesen:

4.–9. Juli 2023 Morschenich bei Köln – Zukunftscamp für atomare Abrüstung und Klima-Aktion

Ihr seid eingeladen zu einem Camp zwischen dem Hambacher Forst und der Airbase Nörvenich bei Köln! Hier treffen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit auf Anti-Militarisierung:

Am Fliegerhorst Nörvenich übt die Bundeswehr den Einsatz von Atombomben nur ein paar Kilometer entfernt vom Hambacher Forst, der zu einem Symbol für erfolgreichen Widerstand gegen Umweltzerstörung und Klimaverbrechen geworden ist.

Dort, im vom Braunkohletagebau betroffenen Dorf Morschenich ist ein Freiraum namens „Hambicamp 2.0“ entstanden. In dieser Nachbarschaft wollen wir für eine Zukunft für alle arbeiten, damit Ressourcen in Klimaschutzmaßnahmen und nicht in Massenvernichtungswaffen investiert werden!

Wir sagen: Nein zu neuen Atombomben.

Nein zu allen fossilen Projekten! Wir fordern den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag. Wir fordern von der russischen Regierung, auf jegliche Atomwaffendrohungen zu verzichten, den Angriff auf die Ukraine unverzüglich zu beenden und ebenfalls dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.

Auf dem Programm:

  • Workshops und Panels

  • Statements von Atomwaffen- überlebenden und internatio- nalen Gästen

  • kreativer Protest und vielfältige,gewaltfreie Aktionen

  • Aktionstraining

  • vegan/vegetarisches Kochen, Singen und Theater

  • Geburtstagsfeier für das Atomwaffenverbot am 7. Juli

  • Vernetzung und Planung gegen die Zerstörung unseres Planeten

  • alles, was Ihr mitbringt

Jede der in Deutschland stationierten US-Atombomben könnte das Zentrum einer Millionenstadt zerstören.

Ab 2023 sollen in Büchel, Rheinland-Pfalz, neue US-amerikanische Atombomben vom Typ B61-12 stationiert werden und die bisherigen Atombomben vom Typ B61 ersetzen.

Mit Steuerflächen am Heckteil und Navigationssystem mit Trägheitssensoren kann die neue Bombe nicht nur als ballistische Freifallbombe, sondern auch als steuerbare Lenkwaffe eingesetzt werden. Die neue Bombe wird vier Optionen zur Sprengkraft anbieten, die kleiner als die der Vorgängerversion sind, was die Einsatzschwelle verringern kann. Mit maximal 45 Kilotonnen Sprengkraft ist ihre Zerstörungskraft jedoch immer noch viermal größer als die der Hiroshima-Bombe.

Nukleare Teilhabe

Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel sind ca. 15 US-Atombomben vom Typ B61 stationiert. „Nukleare Teilhabe“ bedeutet, dass Deutschland die Pilot*innen und Flugzeuge für den Einsatz der Bomben bereithält, während die USA die Verfügungsgewalt über die Bomben haben, die sie im Einsatzfall an Bundeswehrsoldat*innen übergeben würden. Der Ein- satz und die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen sind nach einem Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 1996 völkerrechtswidrig.

2022 hat die Bundesregierung den Kauf von F35-Kampfjets als Trägerflugzeuge für zehn Milliarden Euro beschlossen.

Die Umbaukosten des Atomwaffenstützpunkts Büchel belaufen sich auf geschätzte 750 Millionen Euro.

Einsatzrisiko und Wettrüsten

Neben der Gefahr des absichtlichen Einsatzes von Atomwaffen durch die Eskalation des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine besteht in Zeiten starker Spannungen ein hohes Risiko, dass Fehlalarme als echt bewertet werden und ein „Gegenschlag“ eingeleitet wird. Aufgrund der kurzen Flug- und Frühwarnzeiten in Europa ist das Risiko für einen Atomkrieg „aus Versehen“ besonders hoch.

Neue Atombomben machen weder Europa noch Deutschland sicherer. Nukleare Aufrüstung vergrößert das Risiko eines Atomkrieges. Jeder Einsatz der B61-12 kann in einen Atomkrieg münden, der unsere gesamte Zivilisation zerstört.

Keine neuen B61-12-Atombomben in Deutschland!

15. April: Mal richtig abschalten in Neckarwestheim

Mal richtig abschalten: Der Anti-Atom-Frühling ist auf dem Weg. Nach einer sinnfreien Laufzeitverlängerung von einigen Monaten gehen die letzten drei bundesdeutschen Atommeiler – Stand heute – endgültig vom Netz. Mitte April werden die Reaktoren in Lingen (Emsland), Neckarwestheim 2 und Ohu 2 bei Landshut abgeschaltet. Damit beenden wir den nuklearen Wahnsinn und das wir heute per Atommüll die Spielregeln für tausende von kommenden Generationen vorschreiben. Freiheit geht anders! Atomenergie und Atomwaffen – beide sind eine elementare Bedrohung für Mensch und Umwelt. Am 15. April wird in Neckarwestheim die Abschaltung des Blocks 2 gefeiert. Dazu ruft ein Bündnis vieler Anti-Atom-Initiativen auf, unterstützt auch vom Landesverband des BUND Baden-Württemberg. Der BUND ist seit einigen Wochen Partner der weltweiten Atomwaffenverbotskampagne ICAN.

Dokumentation: Bündnis endlich-abschalten Neckarwestheim mit Unterstützung des BUND – Landesverband Baden-Württemberg, März 2023

Einladung zum Abschaltfest am Samstag 15.04.23
13:00 – 16:00 Uhr, Parkplatz am AKW-Neckarwestheim

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit dieser Mail informieren wir Euch über unser Abschaltfest am AKW Neckarwestheim. Leitet diese Mail an alle Interessierten weiter! Gerne senden wir Info-Material zum Auslegen und verteilen zu.

Am 15.04.23 sollen alle drei noch laufenden Atomkraftwerke in Neckarwestheim, Landshut und Lingen abgeschaltet werden. Dies ist ein großer Erfolg des jahrzehntelangen Widerstands der Anti-AKW-Bewegung. Damit die Reaktoren dauerhaft abgeschaltet bleiben, müssen wir im Alarmzustand bleiben – es ist noch nicht vorbei.
Die Atomlobby wird darauf drängen, die Abschaltung der AKWs rückgängig zu machen. Deshalb müssen wir politisch und aktions-mäßig weiter präsent bleiben. Der Atomausstieg muss auch die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreicherungs-Anlage in Gronau einschließen. Keine Gelder für neue europäische Atomprogramme!
Den Atomausstieg unumkehrbar machen – weitere regenerative Energiewende jetzt!

Wir werden feiern!
Am 15.04.23 von 13:00 – 16:00 Uhr auf dem Parkplatz am AKW Neckarwestheim. Programm mit Kabarett, Musik und Redebeiträgen von Wolfgang Ehmke (BI Gorleben), Prof. Christian von Hirschhausen (DIW Berlin), Franz Wagner (AtomErbe Neckarwestheim) und Interview-Partner*innen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Widerstandes gegen das AKW Neckarwestheim. Es gibt Info- und Versorgungsstände (keine Stände von Parteien) und Visuelles zu unserem Widerstand gegen Atommülltransporte und den AKW-Betrieb. Und es wird einen Bus-Shuttle vom/zum Bahnhof Kirchheim am Neckar geben.
Alle aktuellen Infos auf unserer Homepage: www.endlich-abschalten.de

Bereits am Freitag, 14.04.23 findet eine Lesung mit Wolfgang Ehmke aus seinem neuen Buch „Das Wunder von Gorleben“ um 19:30 Uhr im Demokratischen Zentrum, Wilhelmstr. 45/1 in Ludwigsburg statt.

Unterstützt jetzt die Mobilisierung zu unserem Abschaltfest!
wir haben einen Flyer & Plakate zum auslegen, aufhängen und verteilen. Bitte rasch bestellen, spätestens bis 31.03.23!
Bestellungen an: demo-material@online.de
Unser Aufruf/Flyer hat wieder das Fomat Din A5,  die Plakate gibt es in Din A3 und Din A2 – siehe Homepage. Der Versand ist kostenlos – wir freuen uns über eine Spende!

Flyer und Plakate sind auch wieder hinterlegt:
Stuttgart:     vor der SÖS/Linke-Geschäftsstelle im Rathaus und im Umweltzentrum, Rotebühlstr. 86/1
Heilbronn:   BUND Regionalgeschäftsstelle, Lixstraße 10, Heilbronn, Tel. 07131- 772058
Abholung Freitag-Vormittag oder nach telefonischer Absprache:
Danke für die Unterstützung und Eure Mobilisierung!

Wir bitten Sie/Euch, als Gruppe oder Organisation Unterstützer*in des Abschaltfestes zu werden!

Diesbezüglich freuen wir uns über eine kurze Mail und eine Spende. Für kleine Gruppen, wenn möglich, in Höhe von 50 €, für überregionale Initiativen und Verbände eine Spende von 200 €.

Alle unterstützenden Gruppen, Initiativen und Verbände führen wir auf unserer Demo-Homepage endlich-abschalten.de nach Spendeneingang mit Logo und Verlinkung auf. Hierzu bitten wir Euch um Zusendung Eures Logos an:  info@endlich-abschalten.de

Unsere Bankverbindung für Spenden (steuerlich absetzbar)
BBMN e.V. (Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar)
VR Bank Ludwigsburg eG
IBAN DE04 6049 1430 0471 7900 01
BIC GENODES1VBB – Stichwort „Abschaltfest“

Kontakt: Unsere E-Mail-Adresse: info@endlich-abschalten.de

 

Krieg in der Ukraine: Großbritannien liefert panzerbrechende Uran-Munition – Mediziner:innen warnen

Im Kampf der Ukraine gegen russische Truppen könnte künftig auch Uran-Munition zum Einsatz kommen. Das abgereicherte Uran ist extrem hart und kann daher gepanzerte oder verbunkerte Ziele besonders gut durchschlagen. Großbritannien hatte Lieferungen solcher Waffen an die Ukraine jetzt angekündigt. Als Folge eines Einsatzes derartiger Waffen werden über die kriegerischen Wirkungen hinaus radioaktive Partikel großflächig und dauerhaft in der Umwelt verteilt und könnten damit zu langanhaltenden Schädigungen für Mensch und Umwelt führen. Die mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Internationalen Ärzt:innen gegen Atomkriegsgefahren (IPPNW) warnen vor dem Einsatz derartiger Waffen.

Abgereichertes Uran entsteht in großen Mengen bei der Anreicherung von Uran, damit es für die Kernspaltung genutzt werden kann. Einerseits braucht es auf 2 – 5 Prozent angereichertes Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken. Für den Einsatz von Atomwaffen wird das spaltbare Uran 235, welches nur zu 0,7 Prozent im Natururan enthalten ist, auf bis zu 90 Prozent angereichert. Die dabei enstehenden großen Mengen abgereichertes Uran werden aufgrund der enormen Härte und Durchschlagskraft teilweise zu panzerbrechenden Waffen verarbeitet und sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder in Kriegshandlungen eingesetzt worden. Siehe dazu auch unten die Informationen der IPPNW.

Laut einer Meldung bei z.B. t-online hatte Großbritannien die Lieferung von so genannter Uran-Munition im Zusammenhang mit Panzerlieferungen angekündigt: „Am Montag hatte die britische Regierung mitgeteilt, dass sie zusätzlich zu den bereits versprochenen Kampfpanzern vom Typ Challenger 2 der Ukraine auch Munition liefern werde. Dazu gehöre panzerbrechende Munition aus abgereichertem Uran, entgegnete Verteidigungsstaatssekretärin Annabel Goldie auf eine Frage im Oberhaus. „Solche Geschosse sind sehr effektiv darin, moderne Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zu bezwingen“, betonte Goldie. Putin behauptete, es handele sich um „Waffen mit einer nuklearen Komponente“.“

Dokumentation IPPNW-Pressemitteilung vom 22. März 2023

Ärzt*innenorganisation fürchtet langfristige Gesundheits- und Umweltschäden für die Ukraine

Großbritannien liefert panzerbrechende Uranmunition

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt den Beschluss der britischen Regierung, panzerbrechende Uranmunition (Depleted Uranium, DU) in die Ukraine zu liefern. Durch den Einsatz von DU entstehen zusätzlich weitreichende und anhaltende Umwelt- und Gesundheitsschäden für die Menschen, die bereits unter dem Krieg leiden. Die Ärzt*innenorganisation appelliert an die Bundesregierung, auf Großbritannien und die Ukraine einzuwirken mit dem Ziel, auf die Ausfuhr von Uranmunition zu verzichten. Die IPPNW verurteilt zudem den Einsatz von Uranmunition durch die russische Armee, den das Genfer Internationale Zentrum für humanitäre Minenräumung in einem Fall bereits bestätigt hat.

DU schädigt das Leben auf zweifache Weise: Als Schwermetall ist es ein chemisches Zellgift, als Alphastrahler verursacht es radioaktive Schäden. Beide Wirkungen potenzieren sich. Der Einsatz dieser Munition führt zu toxischen und radiologischen Langzeitschäden. Italien hat im Jahr 2009 den kausalen Zusammenhang von DU-Munition und bestimmten Krebserkrankungen anerkannt und 30 Millionen Euro als Wiedergutmachungsfonds für kranke Soldaten bereitgestellt.

„Munition mit abgereicherten Uran wurde in den Balkan-Kriegen, im Kosovo-Krieg und in den beiden Irakkriegen 1991 und 2003 eingesetzt. Es kam zu einem Anstieg der Fehlbildungen, sowie Krebs bei Kindern und Erwachsenen. Die Ukraine sollte nicht zulassen, dass Soldaten und Zivilbevölkerung im eigenen Land durch den Einsatz von DU-Munition langfristigen Gesundheits- und Umweltschäden ausgesetzt werden“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen.

Abgereichertes Uran entsteht bei der Anreicherung von Kernbrennstoff für Atomkraftwerke und von waffenfähigem Uran für Atombomben. Weltweit nutzen Militär und Rüstungsfirmen Waffen mit Uranmunition, zum Beispiel um Panzer zu zerstören oder Bunker zu sprengen. Unter anderem besitzen die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, Griechenland, die Türkei, Israel, Pakistan, Saudi-Arabien und Thailand diese Waffen.

„Bei der Explosion von Uranmunition bildet sich ein Aerosol mit Partikelgrößen im Nano-Bereich. Diese Partikel gelangen durch Einatmen, durch Aufnahme mit dem Wasser oder Nahrungsmitteln, aber auch über Wunden in den menschlichen Körper. Das Uran-Aerosol kann durch den Wind weiträumig verteilt werden. Im Blut gelöstes DU wird in wenigen Tagen über die Nieren ausgeschieden, aber im Skelett eingelagerte Uranpartikel liegen dort jahrelang und bestrahlen die umliegenden Zellen mit Alpha-Teilchen. Das verursacht Knochentumore und Leukämie. Eingeatmete Uranpartikel werden in der Lunge abgekapselt oder in regionale Lymphknoten transportiert, wo sie dauerhaft verbleiben und Krebs erzeugen können“, erklärt Claußen.

Die gesundheitlichen Schädigungen durch Uranmunition für Zivilbevölkerung, Soldaten und Umwelt sind nach Ansicht der IPPNW so gravierend, dass sie international geächtet werden muss.

Den Report „Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition – Die gesellschaftliche Debatte um den Einsatz einer umstrittenen Waffe“ der internationalen Ärzt*innenorganisation IPPNW in Zusammenarbeit mit der International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW), finden Sie unter www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/IPPNW_ICBUW_Report_DU_Munition_2012.pdf

Kontakt:
Lara-Marie Krauße, IPPNW-Pressesprecherin, Tel. 030 / 69 80 74 15, Email: krausse@ippnw.de

 

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Nach dem Atomausstieg: „Lemke will mehr Unabhängigkeit von Russland bei Kernenergie“

Die letzten drei AKWs gehen Mitte April definitiv vom Netz, sagt die Grüne Umweltministerin. Dringend nötig. Und es gibt eine weitere Meldung aus dem BMU: „Lemke will mehr Unabhängigkeit von Russland bei Kernenergie“ (z.B. auf wirtschaft.com). Während Öl und Gas teilweise boykottiert  werden, laufen die nuklearen Lieferungen aus Russland an die EU ohne Probleme weiter. Noch peinlicher: Ausgerechnet im emsländischen Lingen demonstrieren Frankreich und Russland eine Atompartnerschaft der besonderen Art. Künftig wollen die beiden Konzerne im Atomausstiegsland Deutschland ihre nukleare Angebotspalette erweitern. Böse Geschäfte oder Forschungsfreiheit? Die Uranfabriken gehörten stillgelegt. Hier die Meldung der dts-Nachrichtenagentur …

„Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) spricht sich dafür aus, Europa bei der Atomenergie von Russland unabhängiger zu machen. Die Bundesregierung setze sich dafür ein, die europäische Abhängigkeit von Russland „im zivil-nuklearen Bereich zu reduzieren“, sagte die Grünen-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Europa ist stark abhängig von russischem Uran für Brennelemente.

20 Prozent stammen aus Russland, weitere 20 Prozent aus Kasachstan. Dort wird der Abbau und die Aufbereitung des Urans vom russischen Staatskonzern Rosatom betrieben. Nach Angaben der Europäischen Atomgemeinschaft Euroatom nimmt Russland durch den Uranhandel jährlich mehr als 450 Millionen Euro ein. Während die USA und die EU immer neue Sanktionspakete gegen Russlands fossile Energieträger beschließen, ist die Atomindustrie bis heute von Sanktionen verschont geblieben. „Über die Sanktionen gegen Russland entscheidet die Europäische Union“, sagte Lenke dazu. „Die Beratungen unter den EU-Mitgliedstaaten dazu dauern an.“ (dts Nachrichtenagentur)“

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