Wow! In einem wirklich tollen Trickfilm erklärt jetzt FRED, warum der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ sinnvoll ist und wie die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze von Vattenfall und E.on funktioniert. Deluxe! Ansehen, weiter verbreiten!
Schlagwort: Rekommunalisierung
Volksentscheid Energienetze Hamburg: Jusos für´n A….
Wenn man nicht so viel zu sagen hat und ohnehin nur den Erwachsenen nacheifert, dann muss es mindestens knackig kommen. So in etwa muss man wohl einen Flyer der Hamburger Jungen Sozialdemokraten zum anstehenden Volksentscheid von „Unser Hamburg – Unser Netz“ betrachten. So jung schon voll auf Scholz-Linie, aber etwas deftiger im Auftreten halt.

Jusos? Genau, die hatten bislang einen Vorsitzenden, der heißt Hauke Wagner, der ist immer noch im Landesvorstand der SPD und arbeitet jetzt bei Vattenfall. Auftrag: Geld verdienen und dabei irgendwie das Geschäft von Vattenfall unterstützen, aber von Energiewende reden. Siehe hier: Vattenfall ist nun Mitglied im Hamburger SPD-Landesvorstand – Wie Filz geht!
So geht das, und Hauke Wagner dürfte für viele der Jusos ganz sicher ein anspornendes Vorbild sein, wie es beim Karrierestart einfach besser läuft.
Volksentscheid hat gerockt – mit Rantanplan, Le Fly, Pensen, Jan Plewka und Marco Schmedtje
Gestern, Fabrik Hamburg, Wir rocken die Netze. Vier Bands gingen zur Unterstützung des Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ auf die Bühne und brachten Bewegung in die Sache. Mit dabei waren natürlich RANTANPLAN, die ja auch den großartigen Musik-Clip „Unser Netz Song“ (Youtube) gemacht haben. Sie rockten die Hütte mit ihrem Ska-Punk. Ebenfalls am Start Jan Plewka und Marco Schmedtje, die mit den Songs von Rio Reiser für sehr emotionale Momente sorgten. Umwerfend der Auftritt von Pensen (Das Pack, Monsters of Liedermaching), der zwischen Song und Entertainment die Abrechnung seiner Fahrkosten ebenso wie ein totales Tschüss Vattenfall zelebrierte. Mit St. Pauli Tanzmusik waren Le Fly mit einem feurigen Auftritt dabei, unplugged. aber mit vollem Bläsereinsatz. Ein Dank für den Abend und die Unterstützung geht an die Fabrik Hamburg, die mit ihrem Ökostrom von Hamburg Energie für nachhaltige Freude sorgte.
Hier ein paar Bilder:









Volksentscheid Energienetze Hamburg: Wahlrecht ab 16 Jahren – Say Yes!

Erstmals dürfen nach dem neuen Wahlrecht auch Jugendliche ab 16 Jahren in Hamburg am 22. September bei einer Wahl mitbestimmen. Allerdings gilt das nur für die Landesebene und damit „nur“ für den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz„. Bei der Bundestagswahl dürfen sie nicht mitmachen.
Die Linke in Hamburg will daher mit Info-Aktionen die neuen WählerInnen in Hamburg ansprechen. Dazu gibt es jetzt – im vertrauten Smartphone-Design – einen neuen Flyer (PDF), der sich gezielt an die neuen jugendlichen WählerInnen richtet. „Hamburg vs. E.on & Vattenfall: Du entscheidest, wer gewinnt!“, heißt der Flyer und wirbt – mmm, ob das so jugendgerecht ist? – mit Godzilla auf der Frontseite. Fukushima lässt grüßen. Die Linken wollen einen Schwerpunkt Ihrer Jungwähler-Aktion bei den berufsbildenden Schulen machen, aber auch sonst gezielt an die neuen WählerInnen herantreten.
Naturschutzbund Hamburg und der Volksentscheid Energienetze: Öffentliche Netze sind Chance für die Energiewende

Vor wenigen Tagen berichtete ich hier, dass auch der Hamburger Naturschutzbund als eine der größten Umweltorganisationen den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ unterstützt und sich für die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze ausspricht. Jetzt hat der Vorsitzende und ehemalige Umweltsenator Alexander Porschke die Position des NABU in einem Beitrag für das Hamburger Abendblatt ausführlich dargelegt. (Es lohnt sich unbedingt, das gesamte Interview unter dem angegeben Link zu lesen!)
Der NABU hat sich lange Zeit schwer getan, den Volksentscheid zu unterstützen und deswegen eine lange Diskussion geführt. Erst im März 2013 führte diese interne Debatte zu einem Beschluss, dem Volksentscheids-Bündnis beizutreten.
In seinem Artikel zeigt Alexander Porschke auf, in welchem Zusammenhang die Energienetze im Rahmen der Energiewende zu sehen sind. Er kritisiert Vattenfall und E.on, die bis heute an der Energiewende kein Interesse zeigen, ihren Strom immer noch vor allem in Großkraftwerken produzieren und damit das Klima anheizen oder für atomare Risiken sorgen. Vor allem Vattenfall hat enorm hohe CO2-Emissionen. Porschke: „Von diesem Unternehmen die Förderung der Energiewende zu erwarten, erscheint mir deshalb ziemlich illusorisch.“
Siehe auch:
- SPD weiter für Klimakatstrophe
- Kurs Klimakatastrophe: Immer mehr Kohlestrom-Export von Vattenfall und Co
Mit einer dezentralen Energiewende mit erneuerbaren Energien haben diese Unternehmen nichts zu tun. Um immer mehr dezentrale Energien einzuspeisen, braucht es den Umbau in den Netzen und mehr Steuerung: „Für diesen Ausgleichsbedarf werden die Energienetze gebraucht. Der Netzbetreiber muss dabei zwar bestimmte Regeln beachten, hat aber immer noch ausreichend Möglichkeiten, die Einbindung von erneuerbaren Energien oder industrieller Abwärme zu fördern oder zu hintertreiben. Für eine wirkungsvolle Energiewende wird deshalb ein Netzbetreiber gebraucht, der ein Interesse hat, die Energiewende voranzubringen.“
Siehe: Volksentscheid Energienetze Hamburg – Keine halben Sachen machen!
Auch der Hamburger SPD-Senat kommt bei Porschke mit seiner (fehlenden) Klimaschutz-Politik nicht gut weg: „Leider hat aber auch der amtierende SPD-Senat bisher wenig Ambitionen gezeigt, die nötige Energiewende tatsächlich voranzubringen. Die für Klimaschutz vorgesehenen Haushaltsmittel wurden drastisch zurückgefahren. Der Verkehrsbereich wurde von Sparvorgaben praktisch ausgenommen. Klimaschutzprojekte an Schulen wurden beendet. Dazu passt dann auch, dass das Ziel zur Minderung des Treibhausgas-Ausstoßes, welches der Senat bis 2020 erreichen wollte, reduziert wurde. Das Bündnis von Vattenfall und Senat steht deshalb nicht dafür, die nötige Energiewende entschlossen zu vollziehen.“
SPD-Kampagne gegen den Volksentscheid: „Beleidigung des Urteilsvermögens der Hamburger“
Porschke geht auch auf die Kampagne der SPD gegen den Volksentscheid ein: „Die Kampagne der Gegner der Netzübernahme „Nicht mit meinem Geld“ empfinde ich als Beleidigung des Urteilsvermögens der Hamburger. Keine der schlecht gelaunt wirkenden Personen der Kampagne soll wirklich ihr Geld für das Netz geben. Tatsächlich sollte die Finanzierung der 100 Prozent für das Netz ähnlich verlaufen, wie schon der 25-Prozent-Anteil, den der Senat für angemessen hält: Ohne Haushaltsmittel und mit einer vernünftigen Dividende für die Stadt.“
Siehe auch: Vollständige Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg ist machbar
