Zweites Quartal 2026 – Atomtransporte durch Hamburg

20 mal Atomtransporte mit Kernbrennstoffen auf der Straße, darunter in sechs Fällen jeweils mit zwei LKWs und 31 mal Transporte mit radioaktiven Stoffen per Schiff im Hamburger Hafen. In einem Fall gab es Beanstandungen der Wasserschutzpolizei wegen mangelhafter Ladungssicherung. Außerdem hat der HHLA Terminal in Altenwerder im Mai eine neue unbefristete Genehmigung zum Umschlag radioaktiver Güter erhalten. Das ist die Bilanz im zweiten Quartal 2026 als Ergebnis einer Schriftlichen Kleinen Anfrage der Linksfraktion in der Bürgerschaft an den rot-grünen Senat.

Quartalsweise fragen die beiden Abgeordneten von der Linksfraktion, Stephan Jersch und Kay Jäger, den Hamburger Senat nach Angaben zu den durchgeführten Atomtransporten mit sogenannten Kernbrennstoffen und anderen radioaktiven Stoffen. Kernbrennstoffe, meist weil sie angereichertes Uran enthalten, dürfen aufgrund einer freiwilligen Vereinbarung der Hafenunternehmen mit dem Senat nicht über den Hafen abgewickelt werden.

Trotz bundesdeutschem Atomausstieg bleiben die Zahlen der Atomtransporte durch Hamburg auf recht hohem Niveau (siehe die regelmäßigen Berichte dazu auf umweltFAIRaendern.de). Im ersten Quartal 2026 waren 43 Atomtransporte durchgeführt worden (Achtung: Die Abfragedaten entsprechen nicht exakt den Jahreszahlen)

Grund dafür sind einerseits die beiden unbefristet in Betrieb befindlichen deutschen Uranfabriken in Gronau und Lingen, die Uran-Brennstoff herstellen. Aber auch im Transit von Schweden nach Frankreich oder in die Schweiz gehen viele Transporte. Eine weitere Rolle spielen die Schiffstransporte mit radioaktiven Stoffen, wobei es sich oftmals um Uran im Naturzustand oder abgereichertes Uran handelt.

 

 

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