Atommüll aus Plutoniumfabrik Sellafield im Zwischenlager Brokdorf angekommen

Unter höchsten Sicherheitsanforderungen sind sieben Castor-Behälter mit hoch radioaktiven, in Glas eingeschmolzenem Plutonium und anderen Spaltprodukten, aus der britischen Atomfabrik Sellafield per Schiff und Straße im Zwischenlager in Brokdorf eingetroffen. Angesichts der weltweiten Krisenlage gelten extrem hohe Anforderungen, vor allem hinsichtlich möglicher Terroranschläge. (Foto (bearbeitet), Anti-Atom-Aktive)

Die Sicherheit der oberirdischen Zwischenlagerung hoch radioaktiver Atomabfälle steht seit langem in der Kritik. Das geht u.a. auf die Anschläge von 9/11 zurück, bei der zivile Flugzeuge zu Angriffswaffen wurden und auch ein Angriff mit einem Flugzeug zunächst als Ziel der Terroristen im Plan war. Danach hat es umfangreiche Nachrüstungen an deutschen und anderen Atomstandorten gegeben.

Nachdem ein Gericht in Schleswig-Holstein die Genehmigung für ein Atommüll-Zwischenlager von Vattenfall in Brunsbüttel aufgehoben hatte, weil die Bundesbehörden aus Gründen des Geheimschutzes Maßnahmen nicht offenlegen wollten, wurde schließlich das Atomgesetz vom Bundestag geändert. Nunmehr müssen Gerichte den Behörden glauben, wenn diese versichern, dass bestimmte Umstände berücksichtigt worden und ausreichend sind, ohne dass die Gerichte (und Kläger) dann konkrete Unterlagen einsehen könnten. Es war die 17. Atomgesetznovelle, mit der neue Regelungen zum Terrorschutz zum Vorteil staatlicher Stellen neu geregelt worden sind.

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