Das Nationale Begleitgremium (NBG) für die Suche nach einem Endlager für insbesondere hoch radioaktive Atomabfälle hat seinen neuen Tätigkeitsbericht an den Deutschen Bundestag vorgelegt. Nicht nur das Thema Beschleunigung des Suchverfahrens ohne Einschränkung bestehender Rechte der Büger*innen und der Sicherheit steht darin auf der Agenda. Ein angesichts größer werdender Sicherheitsrisiken ebenso wichtiges Thema wird vom NBG adressiert: Die Zwischenlagerung hoch radioaktiven Abfälle, die an über 15 Standorten in Deutschland ungeplant und mit neuen Risiken/Herausforderungen noch für vermutlich 100 Jahre oberirdisch erfolgt. Als dritter von zehn Forderungen fordert das NBG eine umfassende Korrektur der bisherigen Bundespolitik – und stellt sich damit an die Seite der bundesdeutschen Anti-Atom-Bewegung, die schon vor über zehn Jahren zum Start der neuen Endlagersuche gefordert hatte: Atommüll? „Zwischen- und Endlagerung als gemeinsame Aufgabe begreifen“. Am 10. Oktober steht eine Atommüllkonferenz der Anti-Gruppen in Göttingen auf der Tagesordnung. Auch das Verfahren zur Endlagersuche. Ob auch die NBG-Forderungen dazu gehören? Aber unklar bleibt auch, ob das NBG beispielsweise vom Umweltausschuss des Bundestag eingeladen wird, um dort seine Sicht den Abgeordneten darzustellen. Per Selbstbefassung könnte der Ausschuss das NBG und die beteiligten Behörden zum Informationsgespräch bitten. (Foto: Ausschnitt Titelfoto des Berichts, verändert mit KI. Vorschlag an NBG: Radioaktivität als Thema kann irgendwie grafisch dargestellt werden!!) „NBG an Deutschen Bundestag und Bundesrat: Atommüll-Zwischen- und Endlagerung als gemeinsame Aufgabe begreifen“ weiterlesen
Kategorie: Atom-Geschichte
AKW-Standortgemeinden fordern „Ausgleich“ – Debatte über Sicherheit findet anderswo statt
Insgesamt 25 Kommunen sind von der Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle in der Bundesrepublik betroffen. Die meisten dieser Kommunen hatten mit dem Betrieb der inzwischen aus Sicherheitsgründen stillgelegten Atomkraftwerke über die Gewerbesteuer hohe Steuereinnahmen und weitere Zuschüsse durch die Atomkonzerne. Die Zwischenlagerung aller Arten von Atommüll könnte vor Ort noch Jahrzehnte dauern. Keine neue Erkenntnis eigentlich. Anti-Atom-Initiativen hatten immer wieder gewarnt, dass die oberirdische Zwischenlagerung noch Jahrzehnte dauern kann und auf die gravierenden Sicherheitsmängel hingewiesen. Warnungen, die nur im Ausnahmefall vor Ort in der Kommune gehör fanden. Nun aber betonen die in ASKETA zusammengeschlossenen Kommunen seit einigen Jahren, dass sie „Verantwortung“ hätten und große Nachteile: Radioaktive Risiken durch die verlängerte Zwischenlagerung aufgrund der Verzögerungen bei der Endlagersuche? Kein Wort dazu: „Für die betroffenen Kommunen bedeutet das unter anderem, dass Flächen langfristig gebunden bleiben und sich dadurch Möglichkeiten für Wohnungsbau, Gewerbe und andere kommunale Entwicklungen einschränken können“, stellt Christian Keller, Erster Bürgermeister von Grafenrheinfeld, in einem Beitrag zur letzten ASKETA-Tagung in Salzgitter fest. „AKW-Standortgemeinden fordern „Ausgleich“ – Debatte über Sicherheit findet anderswo statt“ weiterlesen
Radioaktives Atomerbe und nukleare Zukunftsdrohungen: Atommüllkonferenz (AMK) und Fachtagung vom Atommüllreport
Die Bedrohungen wachsen, die Atommülllagerung in oberirdischen Hallen bleibt noch für viele Jahrzehnte oder gar 100 Jahre. Und trotz der ungelösten Atommüllentsorgung wird munter an einem radioaktiven Neustart gearbeitet. Dabei würden die Erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind für Klimaschutz und Energiewende ausreichen. Die bundesweiten Anti-Atom-Gruppen wollen am 10. Oktober in Göttingen bei über die aktuelle Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie beraten. Der Atommüllreport, ein eher wissenschatlich ausgerichteter Zusammenschluss mehrer Umwelt- bzw. Anti-Atom-Verbände, lädt am 20. November zu einer Fachtagung nach Hannover ein. Thema dort: Kleine Reaktoren, große Fragen: Was steckt wirklich hinter SMR? „Radioaktives Atomerbe und nukleare Zukunftsdrohungen: Atommüllkonferenz (AMK) und Fachtagung vom Atommüllreport“ weiterlesen
Wachsende nukleare Aufrüstung: Nordkorea baut laut IAEA-Bericht Urananreicherung aus
Laut einem Bericht der IAEA ist der Atomwaffenstaat Nordkorea dabei, eine neue Urananreicherungsanlage in Yongbyon mit bis zu 28 Zentrifugensätzen aufzubauen. Unter anderem Reuters berichtet mit Bezug auf diesen Bericht. Außerdem nahm das Land den Meldungen zufolge in seiner Urananreicherungsanlage in Kangson einen erweiterten Anbau in Betrieb. Das habe die IAEA aufgrund der Analyse von Satelliten-Bildern mitgeteilt. Nordkorea hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet und unterliegt keinen internationalen Kontrollen der IAEA. „Wachsende nukleare Aufrüstung: Nordkorea baut laut IAEA-Bericht Urananreicherung aus“ weiterlesen
Statusbericht Atomenergie Deutschland: Insgesamt 134 Standorte bzw. Atomanlagen und das radioaktive Erbe
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat den „Statusbericht Kernenergie in der Bundesrepublik Deutschland 2025 – Nutzung und Entsorgung. In den Übersichten der Atomanlagen, die in diesem Bericht bilanziert werden, sind insgesamt 134 Atom-Standorte angeführt, die im laufe der Atomenergienutzung in Deutschland relevant waren bzw. sind. Die gute Nachricht: Von den insgesamt aufgelisteten 42 Atomkraftwerken ist keines mehr in Betrieb. Die schlechten Nachrichten: 1. Allein rund zwei Milliarden Euro kostet das radioaktive Atomerbe allein beim Bundesumwelt- und beim Bundestagsforschungsministerium für das kommende Haushaltsjahr 2027. Und …. „Statusbericht Atomenergie Deutschland: Insgesamt 134 Standorte bzw. Atomanlagen und das radioaktive Erbe“ weiterlesen
