Atomausstieg in Belgien: AKW Tihange Block 1 wird abgeschaltet – Block 2 vom AKW Doel folgt im Dezember

Obwohl viele Medien und Lobbyisten von einer Renaissance der Atomenergie schwärmen: In Belgien wird in der Nacht zum 1. Oktober der Block 1 des AKW Tihange abgeschaltet und Anfang Dezember folgt dann der Block 2 des AKW Doel. Darüber berichten aktuell zahlreiche Medien und auch .ausgestrahlt. Von den ehemals sieben Atomkraftwerks-Blöcken bleiben dann zunächst nur zwei Reaktoren weiterhin am Netz.

Auch das Grenzecho schreibt: „Mit der Stilllegung wird Tihange 1 zum vierten Reaktor, der in Belgien außer Dienst gestellt wird – nach Doel 3, Tihange 2 und Doel 1. Ende November folgt auch Doel 2. Danach bleiben nur noch zwei Anlagen am Netz: Doel 4 und Tihange 3, deren Laufzeit bis 2035 verlängert wurde.“

Während der Betreiber die dauerhafte Stilllegung und den Rückbau der beiden Reaktoren anstrebt, will die derzeitige Regierung gegen den Willen der Betreiber weiterhin eine Reaktivierung erzwingen. Dazu das Grenzecho: „Die Regierung möchte diese Arbeiten verzögern. Energieminister Mathieu Bihet bat Betreiber Engie, keine unumkehrbaren Schritte einzuleiten, solange Gespräche über eine mögliche Laufzeitverlängerung laufen. Ob diese realistisch ist, bleibt offen: Engie hat wiederholt erklärt, nicht mehr als die beiden Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 weiterzuführen. Zudem wären hohe Investitionen und eine umfassende Sicherheitsprüfung nötig.“

Stopp Castor: Aktionen und Protest gegen hochgefährliche Atommülltransporte aus München-Garching (und Jülich) nach Ahaus

Die Proteste gegen die anstehenden Atommülltransporte mit hoch radioaktivem Atommüll aus dem Atomforschungsreaktor München-Garching und Jülich in das Zwischenlager in Ahaus nehmen zu. Am 4. Oktober ist eine Demonstration in Ahaus geplant. Nun rufen Initiativen und Umweltverbände auch für den 9. Oktober zum Protest nach München-Garching auf. Auch der BUND Naturschutz in Bayern unterstützt die Aktion. Die Stadt Ahaus hatte bereits Widerspruch gegen die Atomtransporte aus Bayern eingelegt. Damit ist – bis zu einem Bescheid der zuständigen Genehmigungsbehörde BASE – ein Transport aus Garching nicht möglich. Ein weiterer Widerspruch gegen die Genehmigung ist zusätzlich auf dem Weg.

Da der Betreiber, die TU München bzw. der beauftragte Transportunternehmer Orano.NCS bislang keinen Antrag auf Sofort-Vollzug gestellt haben, ist durch den Widerspruch der Transport aus München nicht möglich. Sollte der Widerspruch von BASE abgelehnt werden, könnte dann eine Klage erfolgen. Solange der Sofort-Vollzug nicht beantragt und von BASE erteilt worden ist, hätte eine Klage dann aufschiebende Wirkung.

Hier von der Seite der BAAK (Bayern Allianz)

Donnerstag, 9. Oktober um 10:45 Uhr am Forschungsreaktor Garching bei München, James-Franck-Straße 1 ( Zeit und Ort aktualisiert am 27.09.2025)

Warum? Der Atommüll aus dem Forschungsreaktor enthält auch nach dem Einsatz hoch angereichertes Uran (HEU), das für Atombomben missbraucht werden könnte.
Die im August genehmigten Transporte nach Ahaus (NRW) sind ein Sicherheitsrisiko und keine Lösung.
Gemeinsam fordern wir:

•    Keine Transporte mit waffenfähigem Uran nach Ahaus
•    Einsatz von waffenfähigem Uran im Reaktor stoppen: kein Weiterbetrieb ohne Abrüstung
•    Entwicklung und Bau einer Anlage zur Verdünnung des Urans in Garching – so wird das Uran abgereichert und entschärft.
•    Neubau eines möglichst sicheren Zwischenlagers in Garching

An der Aktion sind (bisher) beteiligt: Umweltinstitut, .ausgestrahlt, Bayern Allianz für Atomausstieg und Klimaschutz. Weitere Organisationen sind angefragt / in Abstimmung.
Mach gerne mit:
-Verbreite den Aktionsaufruf
-Kommt zur Aktion (uns ist bewusst, dass unter der Woche manche nicht können)
-Als Organisation: Zeichnet das Forderungspapier (siehe unten)/ Factsheet, dass wir veröffentlichen und an die Presse geben wollen
(Koordination hd@umweltinstitut.org)
Wichtig: Hier das Forderungspapier der bayerischen Gruppen zur Aktion in Garching: (klicken zum PDF-Download) (Stand 16.09.2025) Siehe auch direkt hier.

 

Produktion von Uran-Brennelementen in der EU stark rückläufig (Bilanz der Jahre 2013 – 2023)

Für den Betrieb von Atomkraftwerken braucht es Uran-Brennelemente. In der EU werden solche nuklearen Kernbrennstoffe mit angereichertem Uran in Deutschland, Schweden, Frankreich, Spanien und Rumänien* hergestellt. Trotz allem Gerede vom weltweiten und europäischen Atom-Hype: In den Jahren von 2013 bis 2023 ist die Produktion von Uran-Brennelementen in der Europäische-Union stark rückläufig: Laut Angaben der EU ist in diesem Zeitraum insgesamt ein Rückgang von 22,0 % zu verzeichnen war. Besonders in Schweden bei Westinghouse in Västeras ist der Rückgang mit 34 Prozent sehr stark, gefolgt von einem weiteren Einbruch um 29 Prozent in Deutschland bei der ANF in Lingen. (Foto: Uran-Brennelemente in einem Lagergestell bei der ANF Lingen, ca 1990)

(*Rumänien betreibt sogenannte Candu-Reaktoren, die ohne angereichertes Uran für den Betrieb auskommen. Die Brennelemente werden im Land selbst hergestellt, mit Uran aus Rumänien. In sogenannten Leichtwasserreaktoren könnte dieser Brennstoff nicht eingesetzt werden. (Siehe hier))

  • Was die Daten nicht zeigen, ist die Herkunft des Urans und wo die Anreicherung und Vorbereitung für die Verarbeitung zu Brennelementen erfolgt. Uranbergbau gibt es in der EU nicht in relevanter Form. Neben Kasachstan, Canada, Niger und Namibia als Uranlieferanten ist bei der Anreicherung neben der URENCO mit Anlagen in Gronau (BRD) und Almelo (NL) in der EU auch und vor allem Russland zu nennen. Auch Frankreich reichert Uran an.

Auf der Euro-Stat-Seite der EU ist eine Übersicht unter dem Titel „Nuclear energy statistics“ online. Die Daten sind derzeit von 2013 bist 2023, sodass z.B. bei der EU-Stromerzeugung aus Atommeiler auch noch Deutschland mit angeführt wird. Die letzten AKWs wurden dann Mitte April 2023 stillgelegt worden, sodass der Atomstromanteil in der EU vermutlich weiter gesunken sein muss. Auch Daten zur Urananreicherung sind auf der genannten Seite zu finden. Deutschland ist mit der URENCO-Anlage in Gronau an der Urananreicherung beteiligt. In der Statistik befinden sich außerdem Daten zur Herstellung von Plutonum-Mischoxid-Brennelementen, MOX. Demnach stellt seit 2015 nur noch Frankreich innerhalb der EU solche Plutonium-Brennelemente für den Einsatz in Atomkraftwerken her.

In Sachen Brennelemente-Fertigung in der EU ist bei Euro-Stat zu lesen:

Production of fresh fuel assemblies

The fuel assembly constitutes the base element of the nuclear reactor core. The material used is the low enriched uranium (3% to 4% U235) produced by the enrichment plants. The standard pressured water reactor core contains about 157 fuel assemblies (depending on the reactor type). The uranium oxide (black powder) is pressed into pellets (small cylinders), then placed inside rods (tubes of about 1 cm diameter, 4 m length ) which are inserted into the basic element of nuclear fuel, the „assembly“. The term „fresh fuel“ indicates that it is the first use of uranium extracted from mines as opposed to the „MOX fuel“ which is mainly made of recycled material. MOX (mixed oxide) assemblies are not included in this section but are covered in section „Production of MOX fuel elements“.

Production of fresh fuel elements are measured in tonnes of heavy metal (tHM).

Only 5 EU countries produced fresh fuel elements in 2023: Germany, Spain, France, Romania and Sweden (see Table 4 and Figure 2), with an overall decrease from 2013 to 2023 of 22.0%. Sweden recorded the largest decrease in production of fresh fuel elements over the past decade (-34.0%), followed by Germany (-29.0%), Spain (-19.5%) and France (-18.2%). Romania recorded an increase of +1.7%.

Production of fresh fuel assemblies, 2013 – 2023 (tonnes of heavy metal (tHM))

Welt-Nuklear-Industrie-Status-Report 2025 veröffentlicht – wissenschaftliche Fakten statt Behauptungen

Wo viele behaupten, schwadronieren oder einfach nur plappern, liefert ein Bericht Fakten, Knowhow, Zahlen und Daten: Der neue 589 Seiten starke Jahresbericht „World Nuclear Industry Status Report“ (WNISR) ist jetzt in Rom veröffentlicht worden. Seit Jahren wird der unter maßgeblicher Regie von Mycle Schneider herausgegebene unabhängige Bericht von vielen Fachleuten mit großem Aufwand und vielseitiger Expertise recherchiert und publiziert. Während in vielen Medien von einem neuen nuklearen Mega-Hype in allen Länder außer Deutschland berichtet wird, zeigt der Report in aller Nüchternheit auf Basis technischer und ökonomischer Grundlagen auf, dass es mit einer weltweiten Renaissance der Atomenergie nicht weit her.

Dokumentation: Von der Homepage des „Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung“ 

Global Launch des World Nuclear Industry Status Report 2025 in Rom

Pressemitteilung, Stand: 16.09.2025

Am 22. September wird in Rom bei einem Global Launch die 2025er Ausgabe des World Nuclear Industry Status Report (WNISR) vorgestellt. In der italienischen Hauptstadt steht Herausgeber Mycle Schneider nach Brüssel (WNISR 2023) und Wien (WNISR 2024) der internationalen Presse sowie den deutschsprachigen Korrespondent:innen fachkundig zur Verfügung, um Fragen zur aktuellen Lage und den Aussichten der internationalen Atomindustrie zu beantworten.

Umfangreiches Referenzwerk zu den Fragen der Atomkraft

Wo werden Atomkraftwerke gebaut und wo welche außer Dienst gestellt? Welche Mittel werden für neue Reaktormodelle bereitgestellt? Wie sind die zeitlichen, finanziellen Perspektiven? Antworten auf die vielen Fragen rund um die Atomkraft ermöglichen solide recherchierte Fakten, weltweit zusammengetragen und einmal jährlich übersichtlich aufbereitet – in dieser Tradition steht der WNISR.

Dem WNISR-Team ist es auch in diesem Jahr gelungen, ein umfangreiches Referenzwerk zur Atomkraftpolitik und -programmen zusammenzustellen. Der Jahresbericht wird von einem internationalen Expert:innen-Team erstellt, das an Universitäten und Thinktanks in Österreich, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Norwegen, Singapur, Südafrika, Südkorea, der Türkei und den USA tätig ist. Es handelt sich um eine umfassende, transparente Datensammlung und -analyse zu Planung, Bau, Betrieb und Stilllegung von Atomkraftwerken weltweit.

Der aktuelle Bericht behandelt wirtschaftliche sowie technische Aspekte und beschäftigt sich eingehend mit Themen wie den Small Modular Reactors (SMR), dem Status in Fukushima oder dem Stand der AKW-Stilllegungen. In einer Sonderanalyse geht es um die Systemkompatibilität von Atomkraft und Erneuerbaren Energien sowie der Frage, ob diese komplementär oder widersprüchlich zu bewerten sind.

Hintergrund zum World Nuclear Industry Status Report (WNISR)

Der WNISR erscheint seit 2007 jährlich in verschiedenen Formaten. Im Laufe der Jahre hat es sich zu einem Referenzwerk entwickelt, das wissenschaftlich unabhängig erarbeitet wird und Ankündigungen aus dem privatwirtschaftlichen Sektor kritisch hinterfragt.

Das BASE fördert die Studie finanziell, gemeinsam mit einer Reihe weiterer Institutionen. Für Fragen / Gespräche steht in Rom der BASE-Abteilungsleiter Forschung Jochen Ahlswede gern zur Verfügung.

Medien Briefing in Rom

Wann: 22. September 10.00 bis 12.30 Uhr, Wo: Europa Space, Akkreditierung: Journalist:innen vor Ort können sich über die Webseite des Kyoto Clubs anm-elden., Livestream: Streaming per YouTube-Kanal

Linksfraktion fordert Fernwärmenetz von HanseWerk Natur in Hamburg rekommunalisieren

Allein das könnte ein Grund sein, warum die Hamburger SPD und die Grünen in der Bürgerschaft sich gründlicher mit einem Antrag der Linksfraktion zur weiteren Rekommunalisierung eines Wärmenetzes kümmern sollten:  „Die Verbraucherzentrale klagt gegen HanseWerk Natur wegen stark erhöhter Fernwärmepreise, die aus seiner Sicht ungerechtfertigt sind. Ziel ist die rückwirkende Preisanpassung und Erstattung an Kund:innen.“ Der Abgeordnete Stephan Jersch und die Linksfraktion erinnern mit Bezug auf den Volksentscheid „Unser Hamburg – unser Netz“ daran, dass einige kleinere Fernwärmenetze damals zum Schaden von Fernwärmekund:innen seinerzeit „übersehen“ wurden. Der Antrag „Rückkauf der restlichen Fernwärmenetze“ zielt konkret darauf, dass die Stadt dem HanseWerk Natur regulär zum Ende 2025 den Wegenutzungvertrag kündigt und damit den Rückkauf zum Wohle der Fernwärme-Kund:innen einleitet. (Foto: Aktion für den Volksentscheid)

  • Der Antrag zur weiteren Rekommunalisierung von Fernwärmenetzen in Hamburg mit der Drucksachennummer 23/1434 ist hier als PDF online.
  • Über die laufenden Klagen gegen HanseWerk Natur berichten die Verbraucherzentralen NRW hier und Hamburg hier. Auf der Hamburger Seite wird ausführlich nachgezeichnet, wie das Verfahren seit 2015, also noch während der Umsetzung des Volksentscheids „Unser Hamburg – Unser Netz“, seitdem abgelaufen ist. Doch die kleineren Fernwärmenetze in Hamburg wurden seinerzeit vom Senat „übersehen“ und nicht in die Rekommunalisierung des großen Fernwärmenetzes von Vattenfall einbezogen. Siehe dazu auch Energietisch Hamburg.
  • Alles über den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ auf umweltFAIRaendern.

Energienetze für Strom, Gas und Fernwärme sollte keinen privatwirtschaftlichen Interessen, sondern dem Gemeinwohl unterliegen, also in öffentlicher Hand sein. Das war 2013 die Grundüberzeugung des erfolgreichen Hamburger Volksentscheids „Unser Hamburger – Unser Netz“. Zwar viel am Ende die Entscheidung knapp aus, aber die bisherigen Eigentümer Vattenfall und E.on hatten mit massiver Überstützung vom damaligen Bürgermeister Olaf Scholz und seiner SPD sowie CDU, FDP und Handelskammer mit aller Macht und Zig-Millionen Euros versucht, den Volksentscheid zu kippen.

Nach der Umsetzung der Rekommunalisierung in Hamburg räumten schließlich auch massive Gegner des damaligen Volksentscheids wie der heutige Finanzsenator Dressel ein, dass das ganze Projekt überaus nützlich und sinnvoll für die Bürger:innen und die Stadt Hamburg war und ist.

Neben ökologischen Belangen hatten die Initiatoren (Umweltverbände, Kirche, Sozialverbände und auch die Verbraucherzentrale Hamburg) damals auch auf die sozialen Motive hingewiesen und damit überzeugt.  Wie notwendig das ist, zeigt in den letzten Jahren der auch auf Hamburger Gebiet aktive Fernwärmenetzbetreiber HanseWerk Natur, der erhebliche Kostensteigerungen gegen seine Kund:innen durchgesetzt hat, die aus Sicht der Verbraucherzentralen nicht zur rechtfertigen und illegal sind.

Allerdings: Kostensteigerungen sind natürlich grundsätzlich auch bei der Fernwärme nicht zu vermeiden. Die Gaspreisentwicklung durch den Ukraine-Krieg und der Umbau von Wärmeerzeugung aus Kohle auf klimafreundlicher Energie sind nicht umsonst. Das zeigt sich auch bei der rekommunalisierten Fernwärme unter dem Dach der Hamburger Energie Werke (HEW). Auch hier sind im Frühjahr Preissteigerungen angekündigt worden, die zu Mitte 2026 wirksam werden sollen. (Siehe NDR: Fernwärme in Hamburg wird deutlich teurer)

Von einem „Heizschock bei Fernwärme“ berichtet aktuell auch Mieter helfen Mietern in Hamburg. „Die Kosten für Fernwärme sind teilweise deutlich angestiegen. Dies trifft in Hamburg auch viele SAGA-Wohnungen.“ Weiter heißt es dort: „Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Sammelklagen gegen die Fernwärmeversorger E.ON und HanseWerk Natur GmbH eingereicht.“ MhM verweist auf die Klagen der Verbraucherzentralen und empfiehlt: „Einen ähnlichen Schritt sollte auch die SAGA für ihre Mieter:innen gehen.“ Aber: Aber anders als bei privaten Unternehmen wie HanseWerk Natur können Bürgerschaft und Öffentlichkeit sich in die Preisgestaltung bei HEW einmischen, die Grundlagen prüfen und ggfls. korrigieren, bevor es per Gericht zur weiteren Klärung kommen muss. Und: Die in öffentlicher Hand befindlichen HEW haben eine Preiserhöhung jetzt erst für 2026 angekündigt, während die private HanseWerk Natur das nicht nachvollziehbar schon vor Jahren gemacht hat!

In der Einleitung zu dem Antrag erläutern Stephan Jersch und die Linksfraktion den Sachverhalt und begründen den Antrag zur weiteren Rekommunalisierung der kleineren Hamburger Fernwärmenetze und konkret den Rückkauf der HanseWerk Natur.

Dann bittet die Linksfraktion die Fraktionen von SPD und Grünen sowie die anderen Fraktionen in der Bürgerschaft:

„Die Bürgerschaft möge vor diesem Hintergrund beschließen:
Der Senat wird aufgefordert:

Den Volksentscheid „Unser Hamburg Unser Netz“ vollständig umzusetzen und dazu

1. den Wegenutzungsvertrag mit HanseWerk Natur zu kündigen.
2. mit HanseWerk Natur über einen angemessenen Rückkaufpreis für die ehemals im Besitz der HEW befindlichen Wärmenetze in ihrem heutigen Umfang zu verhandeln.
3. Darüber hinaus sollte eine Prüfung zum Erwerb der weiteren privaten Fernwärmenetze in der FHH durchgeführt werden. Bis zur Vorlage des Ergebnisses sollten keine weiteren Vertragsverlängerungen mit privaten Wärmenetzbetreibern in Hamburg durchgeführt werden. Dabei ist dafür Sorge zu tragen, dass dies auch für städtische Unternehmen wie die SAGA gilt.
4. Der Bürgerschaft bis zum 31.12.2025 einen ersten Bericht zu erstatten und danach halbjährlich der Bürgerschaft über den Fortgang zu berichten.“

×