Immer diese Österreicher:innen: JUGEND-KLIMAPREIS 2023: SCHÖNE NEUE ATOMWELT?

Linz (OTS)Während in der Ukraine Atommeiler beschossen werden, gilt Atomstrom in der EU als grüne Energie. Obwohl weltweit niemand weiß, wohin mit dem Atommüll, werden in Temelin Atomkraftwerke geplant, die sogar mehr strahlenden Abfall hinterlassen als bisherige. Derlei Widersprüche verlangen danach, die Jugend anzuregen, sich aktiv, kritisch und zeitgemäß mit den Versprechungen der Atomlobby auseinanderzusetzen – und alle werden beim JUGEND-KLIMAPREIS 2023 gewinnen!

„Die auch bei uns bereits spürbare Erdüberhitzung wird künftig unser aller Leben bestimmen. Um möglichst große Gebiete unserer Erde lebenswert zu erhalten, muss die Frage der nachhaltigen Energieversorgung beantwortet werden. Im Fahrwasser dieser wichtigen Debatte will die Atomindustrie mit gewaltigem Lobbyaufwand glauben machen, Lösungen anbieten zu können. Weltweit macht sie Propaganda für sogenannte Small Modular Reactors. Diese seit Jahrzehnten ohne nennenswerte Fortschritte beforschte Technologie ist einer umfassenden Studie des deutschen Bundesamtes für nukleare Entsorgungssicherheit zufolge noch gefährlicher und hinterlässt sogar mehr Atommüll als herkömmliche Meiler”, erläutern Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

“Jugendliche kennen die Super-GAUs von Tschernobyl und Fukushima bestenfalls aus Erzählungen. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass sie sich der Gefahren, die von Atommeilern ausgehen, bewusst sind. Aus der Friday for Future-Bewegung wissen wir aber, wie wichtig jungen Menschen die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt ist. Daher möchten wir ihnen beim JUGEND-KLIMAPREIS 2023 die Chance bieten, sich kritisch und zeitgemäß mit der Atomkraft und ihren Gefahren auseinanderzusetzen. Denn nur die Nutzung aller Einsparungspotenziale und der zügige Ausbau erneuerbarer Energien wird eine rasche und nachhaltige Verbesserung der Situation bringen“, erklären Schweiger und Egger.

„Eingeladen sind alle jungen Menschen ab der 8. Schulstufe, im schulischen wie im außerschulischen Kontext, als ganze Klasse begleitet von ambitionierten Lehrer_innen, als Gruppen- oder Einzelprojekt. Gefragt ist die aktive, kritische und zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem Thema Atomkraft, egal ob künstlerisch oder wissenschaftlich, analog oder virtuell, ob Broschüre, Videoclip, Audiobeitrag, Song, Aktion oder Installation – alles zählt. Gern unterstützen wir Bewerber_innen mit Tipps zu Hintergrundmaterial und stehen auch für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Und weil wir überzeugt sind, dass es für alle ein Gewinn sein wird, sich aktiv und kritisch mit Atomkraft auseinander zu setzen, warten neben attraktiven Hauptpreisen auch atomstopp_Goodie-Bags auf alle Teilnehmer_innen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Details zum atomstopp_Schulpreis gibts unter www.atomstopp.at/jugendklimapreis – Anmeldung und weitere Infos per Mail an post@atomstopp.at oder telefonisch von 9 bis 13 Uhr unter 0732 77 42 75

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

Nach „Netze-Volksenscheid“ in Hamburg: Senat informiert Bürgerschaft über Fusion öffentlicher Energieunternehmen

Noch immer mag der Senat in Hamburg nur vom Volksentscheid sprechen, wenn von „Unser Hamburg – Unser Netz“ und die damit verbundene Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze sowie der Fernwärme und damit verbundener Stromerzeugung die Rede ist. Vielleicht weil der heutige Bundeskanzler Scholz mit Vattenfall, E.on, Handelskammer und Co den Volksentscheid gegen die Hamburger:innen verloren hat? In jedem Fall ist die Rekommunalisierung in Hamburg eine Erfolgsgeschichte. Nicht nur Gewinne unterstützen die regionale Wertschöpfung. Auch mehr Arbeitsplätze sind im Zuge der Rekommunalisierung entstanden und wichtig Instrumente der Klimapolitik haben Bürgerschaft und Senat nun wieder in der Hand. Der Senat informiert jetzt mit einer Drucksache zur laufenden „Fusion der Wärme Hamburg GmbH mit der Hamburg Energie GmbH zur Hamburger Energiewerke GmbH.“ Weil Vattenfall immer noch die Namensrechte an den ehemaligen Hamburgischen Electricitäts Werken (HEW) hält, darf das neue Unernehmen offiziell nur HEnW heißen.

Was der Senat dort nun der Bürgerschaft mitteilt, macht deutlich: Von den Horrormeldungen, die seinerzeit seitens der SPD, der CDU, FDP, der Handelskammer und auch aus Teilen der Gewerkschaften gegen „Unser Hamburg – Unser Netz“ vorgebracht wurde, hat sich nichts bewahrheitet. In weiten Teilen liest sich diese Senatsmitteilung so, als hätten die Autor:innen noch mal die damaligen Argumente der Rekommunalisierungs-Befürworter:innen aufgelistet. Demokratische Mitbestimmung, wichtige Energie-Infrastruktur vor allem für den Klimaschutz in öffentlicher Hand, damit verbunden die Möglichkeit einer sozial gerechten Politk-Steuerung vor allem im Wärmebereich und außerdem bessere Arbeitsbedingungen in öffentlichen Unternehmen. Da kommt einiges zusammen.

Stopp Krieg, und Atom#Waffen: Ich bleibe dabei – nicht sein wie die!

Es ist total abgefahren. Haufenweise Politkakteure und „Irgendwas mit Medien“ erhöhen Reichweiten, stopfen Sommerlöcher, geben sich nachdenklich, haben ihr Coming out und neue Erkenntnisse. Zuviele Medien-Formate (?, NEIN) stoßen auf zuviel vermeintliche „öffentliche“ Kanäle, Verwerter:innen, Nachrichten und Formate (?, NEIN!). Zuviele Formate, die aus ökonomischen Gründen ihren JOB machen oder aus kommerzielen WERBE-Gründen „informieren“. Wir brauchen neue Standards, wie Demokratie funktionieren soll – und ökonomische Interessen dabei zum Wohl aller und der Nationen zurück gedrängt werden. Am besten ohne Nationen! Lindner sollte Adam Smith lesen. Hat es jemals irgendwelche Probleme mit Atomenergie, mit atomaren Bedrohungen – mit Atomwaffen – gegeben? Hiroshima (USA), Nagasaki (USA)? Kuba-Krise (Sowjetunion, was war das nochmal?)? Kriege überall in der Welt (Korea, Vietnam, Griechenland, Der Lange Marsch?)? Nein, nur aus dem Ruder gelaufene Spät-68er und bekiffte Hippies haben offenbar im Drogenrausch für einige Jahrzehnte vollkommenen Irrsinn halluziniert – und Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima waren einfach „German Angst“ – und us-amerikanischer Kultur-Kommunismus – NO NUKES (Youtube Warnung, aber gute Songs!). Schwerter zu Pflugscharen war keine so schlechte Idee – in Ost und West. Jetzt wird alles besser, weil wir ja viel rationaler sind als damals: Neoliberale Deutungen? Niemals! Lindners Freiheit, Lindners Eigentverantwortung ist eine Ansage für Armut, Spaltung und Krieg. Warum verdammt noch mal haben der Krieg im Jemen, in Syrien nie die Bedeutung, die jetzt die Ukraine hat? Putin war immer ein Geheimdienstler, autoritäter Großmachtpolitiker. So, wie die Führung der USA, Obama, Trump, Biden. Wir brauchen Antworten – gegen das Sterben, gegen Waffen. Und keine AtomenergieWaffen. Slime macht auf seinem/ihrem letzten Album vom Dezember 2021 eines klar: Nicht sein wie die. (Leider auf yotube.) Ich glaube, die würden das auch jetzt noch behaupten. Gut so! Grade bleiben für eine solidarische gemeinsame Welt!

Oder so:

UmweltFAIRaendern – gegen Atomstrom-Atom/waffen-Krieg! Kein Vertun:

 

Hamburg und der Kohleausstieg: Mit Abwärme und Flusswärmepumpen – aber auch mit Erdgas und Holz

Der Hamburger Senat und die rekommunalisierten Hamburger Energie Werke (HEW) haben heute das Konzept zum Ausstieg aus der Kohleverbrennung für die Wärme- und Stromversorgung vorgestellt. „Verschiedene klimaneutrale Wärmelösungen“ sollen dazu eingesetzt werden, dazu „gehören u.a. Abwärme aus Industrie und Müllverbrennung, Power-to-Heat und vor allem Flusswärmepumpen, die Wärme aus der Norderlebe und der Bille gewinnen sollen.“ Aber auch „Erdgas oder nachhaltige Biomasse aus Rest- und Schadholz“ sollen „zur Absicherung der Wärmeversorgung in Spitzenlastzeiten“ eingesetzt werden. Bereits gestern hatten über 30 Umwelt- und Klimaschutzorganisationen die Verbrennung von Holz und Gas als Mittel des Kohleausstiegs heftig kritisiert. Die beiden Wärmepumpen sollen zusammen rund 230 Megawatt Leistung haben. Insbesondere hier wird sich zeigen müssen, ob aus Konzepten Realität wird. Beim Ersatz des Heizkraftwerks Wedel wurde der Einsatz einer solchen Pumpe an der Dradenau immer weiter reduziert. Konkrete Informationen über die einzelnen technischen Komponenten des Konzept sind nicht veröffentlich worden.

  • Die Umweltbehörde erklärt ihr Konzept in einer PM auf dieser Seite.
  • Über 30 Klimaschutz-Organisationen fordern: Hamburg: Raus aus Kohle, Erdgas und Holz!
  • Stephan Jersch von der Linksfraktion Hamburg nimmt hier Stellung. Hier gibt es eine umfassende Kritik des Hamburger Energietisches.
  • Mitglieder der ehemaligen Volksinitiative Tschüss Kohle hatten in den letzten knapp zwei Jahren weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Behörden und Unternehmen über einen Ausstieg aus der Tiefstack-Kohle gesprochen und Alternativen diskutiert. Eine Verlängerung des Begleitgremiums, wie es die Behörde vorgeschlagen hatte, kommt aber nicht zustande. TK hat mit dieser PM auf das Ergebnis (siehe unten) reagiert. Eine Stellungnahme von TK zu den Vorstellungen von HEW ist hier direkt zu finden (PDF). Dort wird auch zum unter Geheimhaltung/Vertraulich erfolgten Begleitprozeß Stellung genommen. So wird festgestellt, dass „im vertraulich tagenden Gremium umfassend über die technischen Rahmenbedingungen und den Fortschritt bei der Konzeptentwicklung informiert und eine große Bereitschaft zur Auskunft gezeigt“ wurde. Ein gemeinsames Ergebnis hat dieser Prozeß aber offenbar nicht zur Folge, denn am Ende steht keine gemeinsame Zusammenfasung oder Bewertung. Auch ein Konsens/Dissens-Papier hätte ja ein gemeinsame Bewertung über den Prozeß sein können, den die damalige Volksinitiative Tschüss Kohle als Kompromiss mit Senat und Bürgerschaft vereinbart hatte. UPDATE: TK informiert als Reaktion auf meinen Hinweis, dass es eine gemeinsame Bewertung gibt, die aber weder der Senat noch das Unternehmen veröffentlich haben und auch TK erst jetzt nachreicht. Direkt jetzt hier als PDF. Vielleicht auch eine Art Hinweis? umweltFAIRaendern stellt das hier ungelesen online zur Verfügung.

Dokumentationen:

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan und der Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke Christian Heine (HEnW) haben heute den aktuellen Stand des Konzept zur Vollendung des Hamburger Kohleausstiegs vorgelegt. Das Heizkraftwerk Tiefstack soll als letztes Hamburger Kohlekraftwerk durch verschiedene klimaneutrale Wärmelösungen ersetzt werden. Dazu gehören u.a. Abwärme aus Industrie und Müllverbrennung, Power-to-Heat und vor allem Flusswärmepumpen, die Wärme aus der Norderlebe und der Bille gewinnen sollen.

Zusätzliche Wärmelieferungen kommen aus Abwärme der Kupferhütte Aurubis sowie der Müllverwertung Borsigstraße, die durch technologische Innovationen die Wärmelieferung künftig deutlich erhöhen kann. Zur Absicherung der Wärmeversorgung in Spitzenlastzeiten wird das bestehende Heizkraftwerk Tiefstack auf den wahlweisen Einsatz von Erdgas oder nachhaltiger Biomasse aus Rest- und Schadholz umgestellt. Eine neue Wind-zu-Wärme-Anlage, ein großer Wärmespeicher sowie ein saisonaler Aquiferspeicher erhöhen die Flexibilität und runden das Konzept ab.

Jens Kerstan, Senator  für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Das vorgestellte Konzept für den vollständigen Kohleausstieg ist ein Quantensprung für die Fernwärmeversorgung der Zukunft. Wie auch bei der Abwasserwärmepumpe des Energiepark Hafens, setzen wir mit dem Energiepark Tiefstack und der vorgeschlagenen Flusswasserwärmepumpe bundesweitweit Maßstäbe. Wichtige Teile zum aktuellen Stand des Konzepts müssen noch vertiefte Machbarkeitsuntersuchungen durchlaufen, doch ein großer Teil befindet sich schon jetzt in konkreter Umsetzung: Die Abwärme aus Aurubis und die zusätzliche Wärmeauskopplung aus der Müllverbrennungsanlage Borsigstraße werden bereits 2025 in vollem Umfang zur Verfügung stehen und den Einsatz von Kohle in Tiefstack deutlich reduzieren. Wir werden damit den Anforderungen des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes gerecht, den Einsatz von Kohle bis zum endgültigen Ausstieg weitestgehend zu reduzieren. Der Kohleaussteig soll bis spätestens 2030 vollzogen sein – mit dem vorgestellten Konzept sehen wir die Chance, den Ausstieg ein bis zwei Jahre früher möglich zu machen. Mein besonderer Dank gilt dem Beteiligungsgremium, das über anderthalb Jahre maximal in Anspruch genommen wurde. Dieser vorbildliche Beteiligungsprozess hatte den Anspruch, die Schritte und Planungen nachvollziehbar darzulegen und wichtige Impulse mitzugeben. Dies ist uns gelungen.“

Christian Heine, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke: „Das vorliegende Konzept für den Energiepark Tiefstack ist innovativ, klimafreundlich und erlaubt maximale Flexibilität bei der Auswahl der Wärmequellen. Wir erleben aktuell turbulente Zeiten an den Energiemärkten, die uns zeigen, dass Klimaschutzmaßnahmen auch einen Beitrag zur Unabhängigkeit von Brennstoffimporten und der Bezahlbarkeit von Wärme leisten können. Niemand weiß heute genau, wie sich die Energiepreise in naher Zukunft weiter entwickeln werden. Wir haben aber mit dem Konzept eine nachhaltige und belastbare Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit und stellen uns damit gern der öffentlichen Diskussion.“

Mit der Fertigstellung des Energieparks Tiefstack sinken die CO2-Emissionen der zentralen Hamburger Stadtwärmeversorgung gegenüber heute um 70 bis 80 Prozent. Der Kohleausstieg wird bis spätestens 2030 umgesetzt. Die Hamburger Energiewerke leisten mit den Energieparks Hafen und Tiefstack den größten Einzelbeitrag zum Erreichen von Hamburgs Klimazielen.

Den größten Anteil grüner Wärme sollen künftig Flußwärmepumpen zum Energiepark Tiefstack beisteuern, die ihre Wärme überwiegend aus Bille und Elbe gewinnen. Die beiden Wärmepumpen können mit zusammen rund 230 Megawatt Leistung 130.000 Haushalte mit grüner Wärme versorgen und wären derzeit die größten in Deutschland geplanten Anlagen.

Der Vorstellung des Konzepts ging ein eineinhalbjähriger Beteiligungsprozess voraus. Zehn Workshops liegen hinter dem Tiefstack Beteiligungsgremium. Zahlreiche Varianten für den Ersatz des letzten verbliebenen Hamburger Kohlekraftwerks wurden mit den Expertinnen und Experten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaft, Gewerkschaften und Unternehmensverbänden diskutiert. Jetzt liegt ein Konzept der Hamburger Energiewerke unter Mitwirkung von Hamburg Institut, BET und GEF vor, das aufzeigt, wie der Kohleausstieg in der Hansestadt gelingen kann. Der Energiepark Tiefstack wird künftig den Hamburger Osten mit überwiegend klimaneutraler Wärme versorgen und dafür vor allem vorhandene Wärmequellen der Metropole Hamburg nutzen.

Dieses Konzept stellt sich nun auch der Diskussion in der breiten Öffentlichkeit.

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Tiefstack: BUND fordert konsequenteren Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energie

17. Juni 2022 | Energie, Klimaschutz

Geplante Flusswärmepumpen sind innovativ / Gasoption ist verantwortungslos / Klimaschutz in der Wärmeerzeugung muss wichtiger sein als Wirtschaftlichkeit

Zur heutigen Vorstellung des Konzepts zum geplanten Kohleausstieg im Kraftwerk Tiefstack kritisiert der BUND Hamburg insbesondere, dass Hamburg bis zu 30 Prozent weiterhin auf Verbrennung setzt, um die Kohleverfeuerung zu ersetzen. Die geplanten Flusswärmepumpen hingegen seien zukunftsweisend und für eine Stadt am Wasser der richtige Weg, um in Kombination mit Industrieabwärme, Sonne und Wind aus der Verbrennung von fossiler Energie und Biomasse auszusteigen.

„Hamburg ist auf dem richtigen Weg, um im Wärmesektor klimaneutral zu werden, geht diesen jedoch nicht konsequent“, kritisiert Lucas Schäfer Geschäftsführer des BUND Hamburg. „Der Ukrainekrieg führt uns schmerzhaft vor Augen, dass Erdgas als Übergangstechnologie für den Kohleausstieg nicht in Frage kommen kann. Die Alternative „Flüssiggas“ ist derart umweltschädlich, dass es verantwortungslos ist, diesen Brennstoff im großen Stil in Kraftwerken zu einzusetzen“, so Schäfer weiter.

Dasselbe gelte für die Verbrennung von Biomasse, die in ausreichender Menge als Rest- und Schadholz für den Betrieb von Kraftwerken nicht zur Verfügung stehe. Es gebe dafür mehr als genug Bedarf in kleineren Feuerungsanlagen, aber auch die chemische Industrie melde angesichts der aktuellen Entwicklung des Öl- und Gasmarktes bereits Bedarf an.

„Hamburg sollte sich die Umrüstung von Tiefstack auf die Verbrennung von Holz- und Gas komplett sparen und für den Bedarf in Spitzenlastzeiten komplett auf flexible Wärmespeicher setzen. Das ist vielleicht teurer, aber der Klimaschutz darf nicht am Geld scheitern. Das sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig“, so Lucas Schäfer.

Neben einem konsequenten Verzicht auf die CO2-Emissionen im künftigen Energiepark Tiefstack fordert der BUND deshalb eine kurzfristige Alternativenprüfung aus wirtschaftlicher Sicht sowie eine auf Hamburg bezogene Analyse aller Einsparpotenziale im Wärmesektor. Beides zusammen müsse im neu eingesetzten Hamburger Energiewendebeirat fachöffentlich diskutiert werden.

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Kohleausstieg bis 2028 ist machbar – HEnW Konzept transparent und konstruktiv diskutieren

Die heutige Vorstellung des technischen Konzepts der Hamburger Energiewerke  (HenW) für die Fernwärmeversorgung ohne Kohleverbrennung am Standort Tiefstack bildet den Abschluß der Tätigkeit im „Beteiligungsprozess Tiefstack“.

(Hinweis: mit diesem link kommt man auf die Konzept-Präsentation der HEnW)

Als Teil der Projektgruppe Tschüss Kohle als Nachfolge der damaligen Volksinitiative haben vier Vertreter*innen der „Kampagne #TschuessKohle“, des Zukunftsrats und des „Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit“ innerhalb von 18 Monaten an zehn Arbeitssitzungen und drei Debattenworkshops im Beteiligungsgremium Tiefstack (BGT) teilgenommen. Die Projektgruppe Tschüss Kohle hat eine Stellungnahme zum Konzept der HEnW und sowohl zum Ablauf als zum Ergebnis des Prozesses verfaßt, die hier abrufbar ist.

Die HEnW hat zügig und konzentriert ein Konzept entworfen, das ab heute öffentlich diskutiert werden kann. Wir rufen die Zivilgesellschaft auf, sich an der Diskussion zu beteiligen.

In Anbetracht der fortschreitenden Klimakrise muss der Fokus auf der Verdrängung von Wärmeerzeugung durch klimaschädliche Verbrennung liegen.
Daher halten wir die schnelle Realisierung der beiden geplanten Flusswasser-Wärmepumpen unabhängig von der finalen Entscheidung über das Gesamtkonzept für erstrebenswert.
Wir kritisieren, dass holzartige Biomasse als klimaneutral berechnet wird, und begrüßen daher, dass die Entscheidung über den Einsatz von Biomasse noch nicht gefallen ist.

Als Versäumnis sehen wir, dass die BUKEA den vertraulichen Beteiligungsprozess nicht durch eine öffentliche Diskussion der zentralen Fragen ergänzt hat. Daher muss die BUKEA die öffentliche Debatte jetzt schnell und leicht zugänglich aufsetzen.

Hamburg, den 27.6.2022, Projektgruppe Tschüss Kohle

Atomwaffenfähiger Atommüll – unzureichende nukleare Sicherheit – Uranbrennstoffe Made in NRW/Germany – Kein Thema für die Grünen in NRW und im BMU?

Weitere Herstellung von Uran-Brennstoff für Atommeiler in aller Welt „Made in NRW“? Transporte mit atomwaffenfähigem, hochradioaktivem Uran aus dem Forschungsreaktor München Garching ins veraltete Zwischenlager Ahaus (NRW)? Was tun mit dem ohne ausreichende atomrechtliche Genehmigung in einem unsicheren Mülllager aufbewahrten Strahlenabfall in Jülich (NRW)? Illegaler Export in die USA? Gefährliche Transporte nach Ahaus? Neubau eines atomaren Zwischenlagers? Kein Thema für die NRW-Grünen in den Sondierungen mit der CDU. Zu befürchten ist, dass auch in den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen dazu von den Grünen nichts mehr kommen wird. (Das Foto zeigt im Hintergrund das Zwischenlager für auch hochradioaktive Abfälle. Der Rest ist eine Montage!)

  • Auf Heise schreibt Andreas Wilkens zur sinnlosen Laufzeitdebatte: AKW-Laufzeitverlängerung: AKW-Betreiber von Lindners Vorstoß nicht begeistert.
  • Unübersehbar sind die Probleme mit der Atomenergie in Frankreich: Eine hohe Zahl von Atomreaktoren liegen wegen Rissbefunden in sicherheitsrelevaten Rohrleitungen still. Frankreichs Alternativen zur Stromerzeugung sind gering, es braucht Importe aus Europa. Und im Herbst, Winter, wenn Frankreich den hohen Anteil von Strom-Heizungen versorgen muss, könnte es extrem eng werden. Der Super-staatliche-Atom-Konzern EDF des Atomwaffenstaats Frankreich ist schwerstens angeschlagen und wird nur über extreme Steuermittel künstlich am Leben erhalten: Herr Lindner und Freunde aus FDP und AFD: Super-GAU, Atommüll und ökonomischer Wahnsinn für Atommachts-Phantasien? Das ist vorurteilsfrei und unideologisch?
  • Auch zum Thema Atomkraft: Kleine, modulare Reaktoren produzieren mehr Atommüll als herkömmliche informiert Heise. Dabei geht es um die vermeintliche neue Wunderwaffe – die Small.Modular.Reactors (SMR), die es zwar noch nicht gibt und hoffentlich nie geben wird. umweltFAIRaendern hatte jüngst dazu über eine neue Studie aus Schweden berichtet, die die Atommüll-Risiken dieser Reaktoren darstellt: Kleine SMR Atomreaktoren machen sehr viel Atommüll. Von Problemen der weltweiten Verbreitung von kleinen Atomreaktoren und den Risiken für den Missbrauch als schmutzige Atom-Waffe oder schwere regionale Atomunfälle ist in dem Text nicht die Rede. Das Bundesamt für die nukleare Sicherheit (BaSE) hat jüngst noch einmal darauf hingewiesen, dass die Atommüll-Problematik auch mit künftigen Reaktor-Modellen nicht aus der Welt ist. Die „Transmutation“ – die Umwandlung mit Atomreaktoren (!) von hochradioaktivem und waffenfähigem Atommüll zu „kurzlebigem“ von nur einigen hundert Jahren, ist eine ferne Vision. Aber jenseits heutiger Möglichkeiten: Transmutation hochradioaktiver Abfälle

Noch nicht lange her, als die Grünen im Landtag NRW eine Debatte um die Stilllegung der Uranfabrik in Gronau angezettelt haben. Aber, hey, war nur mal ein Gedanke. Schließlich hatten die Grünen schon in der Koalition mit der SPD in NRW die Atomanlagen ungestört machen lassen. Und auch die Grünen auf Bundesebene haben den weiteren Atomausstieg und die Stilllegung der Uranfabriken in Gronau und Lingen nicht weiter zum Thema gemacht. Kein Wort dazu im Koalitionsvertrag und der zuständige Staatssekretär im Bundesumweltministerium räumte jüngst ein, dass es in dieser Legislatur dazu aus seinem Ministerium nichts weiter geben wird. An der Stilllegung der letzten drei Atomreaktoren zum Jahresende muss man trotz AfD, Linder und Wirtschaftsrat der CDU und Söder nicht zweifeln. Aber für die Grünen ist der Atomausstieg dann offenbar auch erledigt, egal ob Uranbrennstoff „Made in NRW/Germany“ für Atomkraftwerke in Europa und der Welt weiterhin hergestellt wird.

Hintergrund: In den Uranfabriken in Lingen (NDS) und Gronau (NRW) wird trotz der Stilllegung der Atomkraftwerke weiterhin Uran-Brennstoff ohne jede Befristung hergestellt. Beide Anlagen sind vom gesetzlichen Atomausstieg nach der Fukushima-Katastrophe ausgenommen. Der Atomausstieg bezieht sich in Deutschland auf die Atomkraftwerke und die Atomstromproduktion. Von diesen Anlagen geht in der Tat die extremste Gefahr aus, denn ein schwerer Unfall in einem Atommeiler hat das Potential, große Regionen und ganze Staaten radioaktiv zu verwüsten. Außerdem wird durch die Atomspaltung radioaktiver Abfall erzeugt, der für viele Jahrtausende bis hin zu einer Million Jahren zum Schutz von Menschen und Lebenwesen von der Umwelt abgeschirmt werden muss. Bis heute gibt es aber keine wirkliche Lösung, wie das langfristig sicher erfolgen soll. Ende 2022 gehen die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland nach dem Atomgesetz vom Netz und werden endgültig abgeschaltet. Damit erlischt die Genehmigung für die nukleare Stromproduktion. Eine Weiterführung des Betriebs würde ein neues Genehmigungsverfahren erfordern. Dazu fehlt die Rechtsgrundlage und: Die Anlagen sind veraltet und wären nach heutigem Stand von Sicherheit und Technik nicht mehr genehmigungsfähig.

Siehe auch:

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