Gewonnen – Danke! – Energiewende kommt – Vattenfall: TSCHÜSS – E.on: Bye Bye!

robinwood-tchuess-vattenfallDie HamburgerInnen haben entschieden: Die Energienetze gehören in die öffentliche Hand! Für die Energiewende, für mehr Mitbestimmung und für mehr Transparenz! Vattenfall: Tschüss! E.on: Bye Bye! Der Volksentscheid “Unser Hamburger – Unser Netz” ist gewonnen. Gegen den viele Millionen Euro teuren Wahlkampf von Vattenfall und Co hat sich das breite Bürgerbündnis durchgesetzt. Vattenfall und E.on sind in Hamburg abgewählt worden! Die Energiewende von unten ist auf dem Weg! „Gewonnen – Danke! – Energiewende kommt – Vattenfall: TSCHÜSS – E.on: Bye Bye!“ weiterlesen

Atom- und Braunkohlekonzern RWE: Nochmals 3.000 Arbeitsplätze werden abgebaut

Windanlage_09
Energiewende? Kann RWE nicht. Noch mehr Arbeitsplätze werden gestrichen. Foto: Dirk Seifert

Auch der Atom- und Braunkohle-Dinosaurier RWE kommt mit der Energiewende und den Erneuerbaren Energien nicht klar: Jetzt kündigt der Konzern an, rund 3.000 Arbeitsplätze zu streichen und die Dividende für die Aktionäre zu senken. In Verbindung mit bereits angekündigten Maßnahmen will der Konzern offenbar mehr als 10.000 Arbeitsplätze abbauen! Auch bei Vattenfall, E.on und EnBW werden in großem Umfang Arbeitsplätze weg rationalisiert. Siehe dazu hier: Energiewende und Strukturwandel: Massiver Arbeitsplatzabbau bei den alten Stromkonzernen und Siemens.

Bereits im Juli 2012 ist bei RWE über einen massiven Stellenabbau berichtet worden. Siehe hier.

Der Arbeitsplatz-Abbau ist bei RWE längst im Gange. Das Handelsblatt berichtet: „Die mehr als 3000 Stellen kommen zu den länger geplanten Maßnahmen noch hinzu. Schon Teriums Vorgänger Peter Terium hatte den Abbau von 8000 Stellen eingeleitet, von denen aber viele auf den Verkauf von Tochtergesellschaften entfallen. Terium hatte dann vor einem Jahr „RWE 2015“ aufgelegt, dem 2400 Stellen zum Opfer fallen. Wie die „WAZ“ berichtet, plant der RWE-Chef zudem einen dreijährigen Verzicht auf Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter.“

Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt jetzt: „Der Konzern beschäftigte per Ende Juni 68.581 Menschen – gut 1700 Menschen weniger als im Halbjahr 2012. Knapp 40.000 Beschäftigte arbeiten in der Bundesrepublik.“ Weiter heißt es: „RWE-Chef Peter Terium will Kreisen zufolge aber auch bei den Arbeitnehmern stärker auf die Kostenbremse treten: RWE plane zur Verschärfung seines Sparkurses eine dreijährige Nullrunde bei Löhnen und Gehältern, hieß es in Branchenkreisen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Ziel sei es indes, 800 Millionen Euro einzusparen – deutlich mehr als bislang geplant. Im Juli war noch von 500 Millionen Euro die Rede gewesen.“

Die jetzt genannten Zahlen betreffen offenbar vor allem den Kraftwerksbereich von RWE. Das Handelsblatt: „Nach Informationen des Handelsblatts will RWE im Rahmen seines Sparprogramms mehr als 3000 weitere Stellen abbauen. In dieser Größenordnung würden in der Kraftwerkssparte RWE Generation Arbeitsplätze abgebaut, hieß es in Aufsichtsratskreisen. Derzeit beschäftigt die wichtige Tochtergesellschaft rund 18.000 Mitarbeiter.“

In der Reuters-Meldung werden die Reaktionen der Gewerkschaft Verdi dargestellt: „Die Gewerkschaften reagierten entrüstet: „Verdi wird sicher keine Tarifverhandlung mit einer Nullrunde abschließen“, sagte eine Sprecherin. Auch die Gewerkschaft IG BCE lehnte die Pläne ab. „Die Beschäftigten werden nicht die Gewinne der Aktionäre finanzieren, das kommt nicht in die Tüte“, betonte IG-BCE-Vorstand Peter Hausmann. Die Verdi-Sprecherin zeigte Unverständnis nicht nur für die Überlegungen, die zu Unsicherheit bei den Mitarbeitern führten, sondern auch für den Zeitpunkt. „Wir haben einen laufenden Tarifvertrag bis Ende 2014.“ Die nächsten Verhandlungen würden erst Ende kommenden Jahres aufgenommen. Gleiches gelte für die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung, die ebenfalls bis Ende 2014 gültig sei. Zudem seien die Mitarbeiter dem Konzern bereits entgegengekommen: für 2014 sei eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von nur 1,75 Prozent vorgesehen.“

Weitere Texte auf dieser Seite zum Thema Arbeitsplätze, Atomkonzerne und Energiewende

Für den Volksentscheid: Buchschwestern und Hannes Klock mit „Johnny Cash“ in der Werkstatt3

Buchschwestern-JohnnyCash-FotoDirkSeifertSusanne Pollmeier und Marion Gretchen Schmitz, die Buchschwestern, am Samstag Abend in der Werktstatt3. Im Rahmen der musikalischen Lesungen zum Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ lasen die beiden „Johnny Cash – The Man in Black“, unterstützt von Hannes Klock (Gitarre und Gesang) und einigen Videos von Johnny Cash. Das Publikum in der Werkstatt3 war begeistert von der lebendigen und heiteren Art, mit der Buchschwestern-HannesKoch-JohnnyCash-FotoDirkSeifertPollmeier und Schmitz Stationen aus dem Leben der Country-Legende Johnny Cash präsentierten. Cash, der seine Karriere in den 50/60er Jahren begann, war mit den American Recordings einige Jahre vor seinem Tod 2003 ein vielbeachtetes Buchschwerstern-Cash-Collage-FotoDirkSeifertComeback gelungen. Zusammen mit seiner Frau June Carter war Johnny Cash seinen höchst eigenen Weg in der Musikbranche gegangen, hatte viele Jahre mit schweren Drogenproblemen zu kämpfen und ist u.a. mit seinen Gefängniskonzerten vielen in Erinnerung geblieben.

Buchschwestern-HannesKoch-JohnnyCash2-FotoDirkSeifertMarionGretchenSchmitz-FotoDirkSeifertSusannePollmeier-FotoDirkSeifert

Vattenfall im Stress: EnergieNetzGenossenschaft Hamburg hat 50 Millionen Euro für die Stromnetzübernahme beisammen

strommast moorburg 03Vattenfall hat weiter Ärger, egal wie der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ morgen ausgehen wird. Die vor kurzem gegründete EnergieNetzHamburg – Genossenschaft meldete gestern: 50 Millionen Euro sind beisammen, damit sich die Genossenschaft für das bislang von Vattenfall betriebene Stromnetz bewerben kann. Das teilte die Initiative gestern in einer Presseerklärung mit. Hier in voller Länge:

„Pünktlich vor dem Volksentscheid am Sonntag hat der Vorstand der EnergieNetz Hamburg eG (ENH) heute bekannt gegeben, dass die Genossenschaft ihr erstes Etappenziel erreicht hat. „Wir freuen uns, dass wir schon vor dem Volksentscheid bereits mehr als 50 Millionen Euro an haftendem Eigenkapital eingeworben haben”, so Matthias Ederhof und Joachim Binder, Vorstandmitglieder der ENH.

Damit überrascht die Genossenschaft alle Gegner des Netzrückkaufs, die das Vorhaben der Genossenschaft als utopisch abqualifiziert haben. Joachim Binder: „Wie erwartet besteht unter den Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Bereitschaft, Hand in Hand mit der Stadt Hamburg Verantwortung für die Energienetze zu übernehmen. Gleichzeitig besteht aber auch bei Unternehmen innerhalb und außerhalb Hamburgs eine große Solidarität mit unserem Anliegen. Besonders freuen wir uns über die Zusage der Netzkauf EWS eG, uns finanziell zu unterstützen.” Die Schönauer Genossenschaft steht für eine echte Energiewende mit Bürgerbeteiligung. Mit mehr als 3.000 Mitgliedern engagieren sie sich bundesweit für eine ökologische, dezentrale und bürgereigene Energieversorgung.
Matthias Ederhof zum Abschluss:

„Die 50 Millionen Euro sind der klare Beweis dafür, dass es viele gute wirtschaftliche und soziale Gründe gibt, die für eine Überführung der Energienetze in die öffentliche Hand und in Bürgerhand sprechen. Dies wissen sehr viele Bürger und Unternehmen.

Das gestern vorgelegte Jahresergebnis der von Vattenfall dominierten Stromnetz Hamburg GmbH beziffert 48 Millionen Euro Gewinn für das Jahr 2012 und übertrifft damit sogar die positiven Prognosen der Fachleute. Diese Gewinne sollen zukünftig Hamburg und den Bürgern gehören.

Mit den vorhandenen 50 Millionen der EnergieNetz Hamburg eG und dem Betrag, den die Stadt bereits für die 25% des Stromnetzes ausgegeben hat, ist das nötige Eigenkapital für eine 100% Übernahme des Hamburger Stromnetzes gesichert. Damit unterstützt die ENH die Stadt aktiv beim Rückkauf des Stromnetzes.

Wir rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, am Sonntag mit „JA” beim Volksentscheid zu stimmen. Denn nur ein „JA” macht den Weg frei für eine echte Energiewende mit echter Bürgerbeteiligung in Hamburg!”

 

Falco-Trio-Duo, Rolf Becker und Kai Degenhardt: Lesen und singen für den Volksentscheid

RolfBecker-Kai-Degenhardt-06Knust, gestern Abend: Hommage für Franz Josef Degenhardt. Im Rahmen der musikalischen Lesungen für den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“. Das Falco-Trio präsentierte als Duo wundervolle Songs, einfühlsam und FalcoTrio-Duo-01intensiv. Darunter ein tolles Cover von „Hit the road“ oder vom neuen Album Mrs. Watson der Song Sarah.

Nach letzten Infos und einem kleinen Stimmungsbericht von Wiebke Hansen von der Volksententscheids-Initiative gingen dann Rolf Becker und Kai Degenhardt gemeinsam auf die Bühne. Mit seiner sonorigen Stimme und sichtbarem Spaß las Rolf Becker Texte der Liedermacher-Legende Franz Josef Degenhardt. Begleitet von seiner Gitarre erzählte Kai Degenhardt über seinen Vater, seinem Engagement in der frühen Anti-Atom-Bewegung und interpretierte die widerspenstigen Lieder. Veranstaltet wurde der Abend von den „Unternehmen gegen Atomkraft“ und von ROBIN WOOD.

Heute Abend, Samstag, 21.9.: Musikalische Lesung für den Volksenentscheid in der Werkstatt3: JOHNNY CASH, THE MAN IN BLACK

RolfBecker-KaiDegenhardt-03Falco-TrioFalc-Trio-FidiAlle Fotos: Dirk Seifert.

×