Linke mobilisiert gegen Atomtransporte: Linker Bundestagsabgeordneter fragt Regierung – Bundesparteitagsbeschluss fordert Atomtransporte zu verhindern

Auf ihrem Bundesparteitag hat die Linke auf Antrag von NRW einen Beschluss gefasst, die geplanten Atomtransporte von hoch radioaktivem Atommüll aus Jülich nach Ahaus zu verhindern. Seit einigen Wochen macht die erstarkte Linke auch in Sachen Anti-Atom mobil und unterstützt die Aktivitäten gegen die gefährlichen und unnötigen Transporte. Im September sind in NRW Kommunalwahlen. Möglicherweise sollen die Atomtransporte ab Juni starten und dann über rund zwei Jahre möglicherweise Woche für Woche stattfinden! Der neue linke Bundestagsabgeordnete Fabian Fahl (Aachen, NRW) hat außerdem eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung auf den Weg gebracht. Auch hier geht es um die gefährlichen Atommülltransporte, die die Verantwortlichen aus Bund und Ländern von Jülich nach Ahaus per LKW durch NRW verschieben.

Dokumentation Parteitagsbeschluss DIE LINKE

Beschluss des Bundesparteitages am 10. Mai 2025

Drohende Atomtransporte von Jülich nach Ahaus verhindern!

Ab Sommer dieses Jahres drohen Atomtransporte von Jülich nach Ahaus quer durch NRW. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat im Dezember 2024 entschieden, dass die 152 Castorbehälter mit rund 300 000 hoch radioaktiven Brennelementen aus dem ehemaligen Versuchsreaktor in Jülich im Zwischenlager in Ahaus eingelagert werden dürfen, und damit eine Klage der Stadt Ahaus abgewiesen.

Im Januar 2025 hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Entwurf der Transportgenehmigung für die Jülicher Brennelemente nach Ahaus an das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft (MWIKE NRW) als Aufsichtsbehörde geschickt mit der Aufforderung zu einer Stellungnahme bis zum 21.3.2025. Sowohl der Entwurf der Transportgenehmigung als auch die Stellungnahme des MWIKE sind nicht öffentlich. Bei Genehmigung des Transports wären das 152 Schwerlasttransporter mit bestrahlten Brennelementen auf den Straßen Nordrhein-Westfalens. Pro Sattelzug kann nur ein AVR-Behälter transportiert werden. Nach derzeitiger Projektplanung wird mit einer Gesamtdauer von zwei Jahren ab Beginn der Transporte gerechnet.

Die rund 300 000 abgebrannten Brennelemente aus dem Betrieb des stillgelegten Jülicher Atomversuchsreaktors AVR werden bisher im AVR-Behälterlager am Standort des Forschungszentrums Jülich in Castor-Behältern zwischengelagert. Betreiberin des Zwischenlagers und für eine sichere Lagerung oder einen sicheren Abtransport der Brennelemente verantwortlich ist die bundeseigene Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN).

Das AVR-Behälterlager in Jülich war von 1993 bis 2013 genehmigt. Eine Verlängerung der Genehmigung erforderte jedoch Nachweise zur Erdbebensicherheit, die dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen, z.B. basierend auf einem theoretisch möglichen Extremerdbeben. Da diese kurzfristig nicht erbracht werden konnten, sprach das Wirtschaftsministerium NRW 2014 schließlich eine atomrechtliche Anordnung zur unverzüglichen Entfernung der Brennelemente aus dem bestehenden Jülicher Zwischenlager aus, diese wurde aber bis heute nicht umgesetzt. Ab dem 01.07.2013 und auch heute noch lagern die Brennelemente ohne Genehmigung in Jülich. Seit mehr als 10 Jahren versuchen unterschiedliche Bundes- und NRW-Landesregierungen, die abgebrannten Brennelemente des AVR Jülich irgendwohin abzuschieben. Das wäre mehr als genug Zeit gewesen, ein den Anforderungen genügendes neues Zwischenlager in Jülich zu errichten. Nur diese Option wurde im Bund und im Land eher wenig bis gar nicht behandelt; von der JEN wurde sie faktisch nicht verfolgt.

Aus guten Gründen setzt sich Die Linke wie viele Menschen, Initiativen und Verbände auch, dafür ein, auf die unnötigen und gefährlichen 152 Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus zu verzichten: Schon seit 2022 ist klar, dass die Erdbebensicherheit im Jülicher Zwischenlager entgegen früherer Annahmen doch gegeben ist. Das bestätigt auch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Damit ist der Hauptgrund für die unverzügliche Räumungsanordnung des Jülicher Zwischenlagers von 2014 entfallen. Die gefährlichen Castor-Transporte quer durch NRW haben also nun noch weniger als bisher eine Berechtigung. Nach Ausräumung der Nachweislücken zur Erdbebensicherheit kann die unverzügliche Räumungsanordnung heute aufgrund veränderter Umstände widerrufen werden. Rechtlich zulässig wäre eine Aussetzung der Räumungsanordnung und deren Flankierung durch eine Duldungsverfügung. Mit der Duldungsverfügung wäre anzuordnen, dass befristet bis zur Genehmigung und der Realisierung eines neuen Zwischenlagers oder der Wiedergenehmigung des bestehenden Zwischenlagergebäudes die vorhandenen Castorbehälter im bisherigen Lager verbleiben dürfen. Doch die für die Atomaufsicht zuständige NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) ist untätig geblieben. Das steht im klaren Widerspruch zu der Koalitionsvereinbarung von CDU und GRÜNEN in NRW für die Jahre 2022-2027. Darin heißt es wörtlich: „Wir setzen uns für eine Minimierung von Atomtransporten ein. Das gilt auch für Transporte aus anderen Bundesländern. Im Fall der in Jülich lagernden Brennelemente bedeutet dies, dass wir die Option eines Neubaus eines Zwischenlagers in Jülich vorantreiben.“

Vorliegende Gutachten zeigen ferner, dass eine kurzfristige Ertüchtigung des bestehenden Jülicher Castor-Lagers und eine langfristige Lagerung in einem möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich möglich sind. Doch dessen Finanzierung wurde von Bundesfinanzministern von SPD und FDP über Jahre verzögert. Bundesfinanzminister Jörg Kukies (SPD) könnte im Bund kurzfristig noch Tatsachen schaffen und wichtige Unterschriften für Grundstückskäufe in Jülich leisten, um dort ein modernes Lager für die kommenden Jahrzehnte zu ermöglichen.

Im Zwischenlager Ahaus, in das der Atommüll aus Jülich transportiert werden soll, gibt es keine Möglichkeit, defekte Castoren zu reparieren. Schon in 2036 erlischt zudem die Genehmigung des Zwischenlagers. Niemand weiß, was mit den hochradioaktiven Hinterlassenschaften dann passieren soll. Hinzukommt, dass das Ahauser Zwischenlager keine langfristige, maximale Sicherheit für den hochbrisanten Atommüll bietet. So kommt eine von der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt jüngst in Auftrag gegebene Studie der renommierten Sicherheitsexpertin für Atomanlagen, Dipl.-Phys. Oda Becker zu dem Ergebnis, dass das Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Ahaus nicht ausreichend gegen gezielte Angriffe geschützt ist.

Die Linke fordert:

Die Verantwortung für die langfristige Lagerung und Vorbereitung des Atommülls für die Endlagerung muss bei den Verursachern in Jülich verbleiben. Die Räumungsverfügung für das Zwischenlager Jülich muss umgehend widerrufen werden. Dafür ist die Atomaufsicht in NRW zuständig. Die Genehmigung der unnötigen und gefährlichen hochradioaktiven Transporte von Jülich nach Ahaus durch das BASE muss umgehend gestoppt werden! Insbesondere gibt es keine Sicherheitsgründe für die Anordnung eines Sofortvollzugs zur Durchsetzung derart gefährlicher Atomtransporte mit der Transportgenehmigung. Das wäre absurd, nachdem der Atommüll nun seit Jahren in Jülich lagert.

Die Mittel für einen möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich und die dafür notwendigen Grundstückskäufe müssen umgehend bereitgestellt werden. Es muss Schluss sein mit der unverantwortlichen Verschleppungstaktik der verantwortlichen, bundeseigenen Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN), die seit über zehn Jahren die sichere Lagerung ihres Atommülls sabotiert. Dringend Ihrer Aufsichtsverantwortung gerecht werden müssen insbesondere die Bundesministerien für Forschung und Finanzen, die die Option der weiteren Lagerung in Jülich bislang beharrlich ignorieren. Aber auch die schwarz-grüne NRW-Landesregierung muss Verantwortung im Aufsichtsrat der JEN übernehmen, nicht zuletzt, um die Aussagen ihres Koalitionsvertrages zur Verhinderung unnötiger Atommüll-Transporte zu erfüllen.

Das Hin- und Herschieben von Atommüll muss endlich aufhören. Längst überfällig ist ein
schlüssiges, mit den Betroffenen gemeinsam erarbeitetes Gesamtkonzept zur maximal sicheren
Langzeit-Zwischenlagerung von allen Atommüll-Sorten in Deutschland.

Die Partei Die Linke wird sich an Protesten gegen die drohenden Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus beteiligen bzw. wenn möglich mit der Anti-AKW Bewegung und anderen Organisationen vor Ort Aktionen dagegen organisieren.

Stilllegung und Rückbau von Atomforschungsanlagen und der Bundesrechnungshof

Die Kosten für Stilllegung und Rückbau der ehemaligen Atomforschungsanlagen in Deutschland werden Jahr für Jahr teurer und dauern viele Jahrzehnte länger, als ehemals geplant. Darüber hat auch umweltFAIRaendern einige Male berichte. Der Bundesrechnungshof hat dazu in den letzten Jahren wiederholt Berichte verfasst, die auf seiner Homepage veröffentlicht sind. Weitere Berichte werden regelmäßig auch an den Haushaltsausschuss des Bundestags direkt gerichtet, die nicht öffentlich zugänglich sind.

Die Berichte des Bundesrechnungshofs zur Stilllegung und Rückbau der Atomforschungsanlagen mit Blick auf den Haushalt der Bundesregierung sind hier mit dem Link zu einer entsprechenden Suche online.

Atommüll Jülich – NRW : Bundesrechnungshof und der Beschluss im Haushaltsausschuss 2022

Über 150 Atommüllbehälter mich hoch radioaktiven Abfällen lagern in Jülich. Viele Jahre lang haben Verantwortliche in Jülich und anderswo eine möglichst sichere weitere Lagerung damit verzögert, dass an einer vollkommen unsinnigen Variante eines Exports dieser brisanten Fracht in die USA gearbeitet wurde. Somit wurde über viele Jahre der schnelle Neubau eines neuen verbesserten Zwischenlagers verhindert und blockiert. Schließlich machte der Bundesrechnungshof Druck, damit die Verantwortlichen in NRW (Wirtschaft) und im Bund (Forschung, BMU) in die Hufe kommen. Die viel zu gefährliche US-Option wurde endlich gestrichen. Ein erster Bericht des Bundesrechnungshofs (Dezember 2021) und ein weiterer im März 2022 dienten dem Haushaltsausschuss des Bundestags im November 2022 zu einem Votum für einen Abtransport von Jülich nach Ahaus als „vorzugswürdige“ Option. Hier sind die beiden Berichte des Bundesrechnungshofs als PDF online (Dezember 2021) und vom März 2022.

Der Beschluss im Haushaltsausschuss des Bundestags (mit den Stimmen von Grünen, SPD und FDP) im November 2022 erfolgte wenige Monate später, nachdem die neue Landesregierung in NRW im schwarz-grünen Koalitionsvertrag erklärt hatte, „unnötige“ Atomtransporte zu verhindern. In dem Beschluss (siehe den Link oben) wird der Transport nach Ahaus als vorzugwürdig erklärt. Ein Verbleib in Jülich in Verbindung mit einem Neubau eines Zwischenlagers, so der Beschluss, müsste das Land NRW dann allein tragen.

Betrieben werden die ehemaligen Atomlasten in Jülich von der JEN. Bund und Land haben sich grundsätzlich auf eine Kostenteilung von 70 zu 30 Prozent für den Betrieb bzw. das Stilllegen des Atomerbes verabredet. Gegen den Beschluss im Haushaltsausschusses des Bundestages hatte das NRW-Wirtschaftsministerium keinen „Widerspruch“ erklärt. Auch wenn der Bund Mehrheitseigentümer ist: Ob er einfach so die Finanzmittel ablehnen kann, sollte NRW auf einen Neubau bestehen, bleibt zumindest strittig.

Atombehörden bereiten Transporte hoch radioaktiver Abfälle von Jülich nach Ahaus vor

Obwohl bislang öffentlich jeder Hinweis auf den Sicherheitsgewinn fehlt, bereiten die Behörden im Bund und im Land NRW den Abtransport von hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus vor. Insgesamt sollen über 150 Atomtransporte per gepanzertem LKW durchgeführt. Ein extremes Sicherheits- und Umweltrisiko, aber auch eine extreme Belastung für die Polizei und die beteiligten Sicherheits- und Geheimdienste. Denn die Atomfracht gilt also höchste Alarmstufe. Die Kosten allein für die Polizei- und Sicherungseinsätze dürften bei 500.000 Euro bis eine Million Euro liegen – pro Transport.

Jetzt laufen die letzten Straßenbauarbeiten an, damit die mit 13 Achsen ausgestatteten und rund 130 Tonnen schwere Spezialtransporter über NRWs Straßen und Brücken rollen können. Die Genehmigung für die Atomtransporte dürfte dann Ende Mai oder Anfang Juni vom zuständigen Bundesamt „BASE“ erfolgen. Derzeit werde die Stellungnahme des grünen Wirtschaftsministeriums in NRW zum Genehmigungsentwurf von BASE abschließend geprüft. Auch die Frage es Sofort-Vollzuges der Genehmigung hat große Bedeutung, weil der BUND NRW Klage angekündigt hat. Bürgerinitiativen mobilisieren der weil zu Aktionen. Zuletzt hatte der Linke Bundestagsabgeordnete Fabian Fahl aus Aachen vom Chef der Genehmigungsbehörde BASE ein Moratorium für diese unnötigen und gefährlichen Atomtransporte gefordert.

Mehr zum Hintergrund:

Dokumentation der aktuellen PM von Initiativen:

Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“

Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Pressemeldung

Schwarz-grüne NRW-Landesregierung tatenlos:

Castor-Baustelle ab 19.5. in Ahaus und dann Atommüll-Transporte?

Neue Proteste in Ahaus:

  • 12. Mai 18 Uhr Mahnwache am Tobit-Kreisverkehr

  • 19. Mai 18 Uhr Kundgebung vor dem Rathaus –

JEN zu Besuch

Ahaus/Jülich, 09.05.2025. Nach Informationen der Stadt Ahaus soll ab dem 19. Mai der zweite Kreisverkehr umgebaut werden. Dieser befindet sich zwischen Legdener Straße und Schuhmacherring (Tobit-Kreisel). Der Umbau dient der Vorbereitung für die geplanten 152 Castor-Lkw-Transporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Deshalb erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen in Kürze die noch ausstehende Transportgenehmigung für die massive Atommüllverschiebung. Nach Ansicht der Bürgerinitiativen und Umweltverbände bergen diese Transporte ein enormes Risiko über marode Autobahnen und bringen keinen langfristigen Sicherheitsgewinn.

Die Ahauser Münsterland-Zeitung berichtet, dass der Stand der bundesbehördlichen Transportgenehmigungen sich noch nicht geändert habe. Im Januar hatte der zuständige NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) wegen der fehlenden Genehmigung noch die Castor-Bauarbeiten an demselben Kreisverkehr kurzfristig gestoppt. „Es ist ein Skandal, dass die schwarz-grüne Landesregierung den Atommüllverursachern aus Jülich den Weg frei macht“, so Janna Dujesiefken von der BI ´Kein Atommüll in Ahaus´. „Deswegen werden wir sowohl am 12. Mai um 18 Uhr am Kreisverkehr und am 19. Mai um 18 Uhr vor dem Ahauser Rathaus demonstrieren. Dann kommen nämlich die staatlich geleiteten Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) und die Ahauser BGZ ins Rathaus, um ihre Atommüllpläne vorzustellen.“

Bundesregierung bestätigt schwarz-grüne Untätigkeit

In einem Schreiben vom 17. April teilte das Bundesforschungsministerium dem Linken Bundestagsabgeordneten Dr. Fabian Fahl mit, dass es seit 2022 vom Land NRW keine Absichtserklärung gab, die Mehrkosten für den Neubau eines Zwischenlagers in Jülich zu übernehmen. Dies ist eine herbe Rüge für die NRW-Landesregierung. Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich kritisiert: „Warum war die NRW-Landesregierung so untätig? Wir fordern umgehend ein Moratorium für die Castor-Transport-Vorbereitungen sowie ernsthafte Verhandlungen mit dem neuen Bundesumweltminister. Ziele müssen der Neubau eines sicheren Zwischenlagers in Jülich und der Verzicht auf die verantwortungslosen Castortransporte sein.“

Diese Forderung richten die Anti-Atomkraft‒ und Umweltinitiativen auch an den neuen Bundesumweltminister Carsten Schneider von der SPD. Ungeachtet dessen bereiten die Initiativen weitere Proteste vor. Sollte die Transportgenehmigung erteilt werden, finden am Tag darauf jeweils um 18 Uhr Mahnwachen vor dem Forschungszentrum Jülich und dem Zwischenlager Ahaus statt. (2806 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Quellen:

https://www.stadt-ahaus.de/de/aktuelles/meldungen/1186256.php

https://www.muensterlandzeitung.de/ahaus/vorarbeiten-fuer-moegliche-castortransporte-stadt-kuendigt-sperrung-am-kreisverkehr-an-w1029818-9001587058/

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-dueren/juelich/castor-lager-koennte-in-juelich-neu-gebaut-werden-wenn-das-land-bezahlt/63241240.html

Kontakte:

Marita Boslar, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich, Tel. 0176-52270865

Janna Dujesiefken, BI „Kein Atommüll in Ahaus“, Tel. 0157-82265553

Matthias Eickhoff, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, Tel. 0176-64699023

Weitere Infos:

https://www.bi-ahaus.de/

https://sofa-ms.de/

https://www.westcastor.org

eren derweil zu Aktionen.

 

 

 

 

Dokumentation PM der Bürgerinitiativen:

Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“

Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Pressemeldung

Schwarz-grüne NRW-Landesregierung tatenlos:

Castor-Baustelle ab 19.5. in Ahaus und dann Atommüll-Transporte?

Neue Proteste in Ahaus:

  • 12. Mai 18 Uhr Mahnwache am Tobit-Kreisverkehr

  • 19. Mai 18 Uhr Kundgebung vor dem Rathaus – JEN zu Besuch

Ahaus/Jülich, 09.05.2025. Nach Informationen der Stadt Ahaus soll ab dem 19. Mai der zweite Kreisverkehr umgebaut werden. Dieser befindet sich zwischen Legdener Straße und Schuhmacherring (Tobit-Kreisel). Der Umbau dient der Vorbereitung für die geplanten 152 Castor-Lkw-Transporte vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Deshalb erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen in Kürze die noch ausstehende Transportgenehmigung für die massive Atommüllverschiebung. Nach Ansicht der Bürgerinitiativen und Umweltverbände bergen diese Transporte ein enormes Risiko über marode Autobahnen und bringen keinen langfristigen Sicherheitsgewinn.

Die Ahauser Münsterland-Zeitung berichtet, dass der Stand der bundesbehördlichen Transportgenehmigungen sich noch nicht geändert habe. Im Januar hatte der zuständige NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) wegen der fehlenden Genehmigung noch die Castor-Bauarbeiten an demselben Kreisverkehr kurzfristig gestoppt. „Es ist ein Skandal, dass die schwarz-grüne Landesregierung den Atommüllverursachern aus Jülich den Weg frei macht“, so Janna Dujesiefken von der BI ´Kein Atommüll in Ahaus´. „Deswegen werden wir sowohl am 12. Mai um 18 Uhr am Kreisverkehr und am 19. Mai um 18 Uhr vor dem Ahauser Rathaus demonstrieren. Dann kommen nämlich die staatlich geleiteten Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) und die Ahauser BGZ ins Rathaus, um ihre Atommüllpläne vorzustellen.“

Bundesregierung bestätigt schwarz-grüne Untätigkeit

In einem Schreiben vom 17. April teilte das Bundesforschungsministerium dem Linken Bundestagsabgeordneten Dr. Fabian Fahl mit, dass es seit 2022 vom Land NRW keine Absichtserklärung gab, die Mehrkosten für den Neubau eines Zwischenlagers in Jülich zu übernehmen. Dies ist eine herbe Rüge für die NRW-Landesregierung. Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich kritisiert: „Warum war die NRW-Landesregierung so untätig? Wir fordern umgehend ein Moratorium für die Castor-Transport-Vorbereitungen sowie ernsthafte Verhandlungen mit dem neuen Bundesumweltminister. Ziele müssen der Neubau eines sicheren Zwischenlagers in Jülich und der Verzicht auf die verantwortungslosen Castortransporte sein.“

Diese Forderung richten die Anti-Atomkraft‒ und Umweltinitiativen auch an den neuen Bundesumweltminister Carsten Schneider von der SPD. Ungeachtet dessen bereiten die Initiativen weitere Proteste vor. Sollte die Transportgenehmigung erteilt werden, finden am Tag darauf jeweils um 18 Uhr Mahnwachen vor dem Forschungszentrum Jülich und dem Zwischenlager Ahaus statt. (2806 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Quellen:

https://www.stadt-ahaus.de/de/aktuelles/meldungen/1186256.php

https://www.muensterlandzeitung.de/ahaus/vorarbeiten-fuer-moegliche-castortransporte-stadt-kuendigt-sperrung-am-kreisverkehr-an-w1029818-9001587058/

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-dueren/juelich/castor-lager-koennte-in-juelich-neu-gebaut-werden-wenn-das-land-bezahlt/63241240.html

Kontakte:

Marita Boslar, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich, Tel. 0176-52270865

Janna Dujesiefken, BI „Kein Atommüll in Ahaus“, Tel. 0157-82265553

Matthias Eickhoff, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, Tel. 0176-64699023

Weitere Infos:

https://www.bi-ahaus.de/

https://sofa-ms.de/

https://www.westcastor.org

Faktenchecks des BUND über SMR-Atomreaktoren und Fusionstechnologie

Der BUND hat auf seinen Internetseiten zwei neue Faktenchecks über neue (alte) Entwicklungen bzw. Behauptungen in Sachen Atomenergie und Technologieentwicklung veröffentlicht. Zum einen werden die bisherigen Fakten zu den vielfach als neue Wunder-Atommeiler imaginierten Konzepte und Forschungen in Sachen „Small-Modular-Reaktors“ (SMR) unter die Lupe genommen. Außerdem widmet sich der Umweltverband den Heilsversprechungen und Behauptungen in Sachen Fusionsenergie, für die auch die neue Bundesregierung weitere Forschungsmittel zur Verfügung stellen wird.

Siehe außerdem auf umweltFAIRaendern.de

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