Mit dem Bus zum Atomausstieg: Atommeiler werden stillgelegt – Uranfabriken müssen folgen

BUND, .ausgestrahlt und viele Anti-Atom-Organisationen werden am 15. April die Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland feiern. Anti-Atom-Frühling heißt die Kampagne. Während die Stilllegung von Isar 2 in München gefeiert wird, begleiten Umweltverbände und Gruppen die Abschaltung in Neckarwestheim 2 direkt am Reaktor. Im emsländischen Lingen werden sie die Reaktorabschaltung begrüßen, aber auch die Stilllegung der Uranfabriken einfordern, die bislang von diesem Atomausstieg ausgeklammert bleiben. Im Norden gibt es unter anderem die Möglichkeit, mit einem Bus ab Hamburg über Bremen anzureisen. Auch für Menschen in Schleswig-Holstein und im nordöstlichen Niedersachsen vielleicht interessant. Der Bus hat auch einen Zwischenhalt in Harburg.

Am 15. April werden die letzten drei Atomreaktoren in Deutschland abgeschaltet – ein Erfolg, der vor allem den Umweltverbänden und noch mehr den Menschen zu verdanken ist, die dafür seit Jahren auf die Straße gehen. Doch der Protest muss weitergehen: Obwohl es bis heute weltweit keine Endlagerstätte für den hochradioaktiven Müll gibt, produzieren die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen weiter und unterstützen damit den Betrieb von Atomkraftwerken weltweit.

Die Brennelementefabrik in Lingen wird ihre Produktion sogar noch deutlich steigern und AKW mit Brennelementen aus Deutschland beliefern.

Das ist kein Atomausstieg. Wir werden daher weiter gebraucht!

Erfolge feiern und weiterkämpfen für den wirklichen Ausstieg – gleich aus zwei guten Gründen fahren wir nach Lingen und haben dafür einen Bus am 15.04. zum AKW und zur Brennelementefabrik organisiert.

Zeitplan für den Bus und die Demo

7:30 Uhr Hamburg Hbf (Kirchenallee Höhe Schauspielhaus)

8:00 Uhr Bahnhof Harburg Zustieg hier (Uhrzeit wird ggf. noch korrigiert)

9:45 Uhr Zustieg Hugo-Schauinsland-Platz (vor dem Cinemaxx-Kino am Hauptbahnhof Bremen) (Uhrzeit wird ggf. noch korrigiert)

Start: Auftaktkundgebung an der Brennelementefabrik 13.00 Uhr
Demo: 14.30-15.00 Uhr von Brennelementefabrik zum AKW
Abschlusskundgebung ab 15.00 Uhr am Haupttor des AKW

Mehr zur Veranstaltung findet Ihr hier.

Die Rückfahrt in Lingen startet um 17:00 Uhr.

Plätze im Bus könnt Ihr hier reservieren.

Kosten: Jede*r soviel sie/er kann und möchte!

SICHER DIR DEINEN PLATZ FÜR DEN BUS

Lasst uns den Atomausstieg gemeinsam zu Ende bringen!

15. April: Mal richtig abschalten in Neckarwestheim

Mal richtig abschalten: Der Anti-Atom-Frühling ist auf dem Weg. Nach einer sinnfreien Laufzeitverlängerung von einigen Monaten gehen die letzten drei bundesdeutschen Atommeiler – Stand heute – endgültig vom Netz. Mitte April werden die Reaktoren in Lingen (Emsland), Neckarwestheim 2 und Ohu 2 bei Landshut abgeschaltet. Damit beenden wir den nuklearen Wahnsinn und das wir heute per Atommüll die Spielregeln für tausende von kommenden Generationen vorschreiben. Freiheit geht anders! Atomenergie und Atomwaffen – beide sind eine elementare Bedrohung für Mensch und Umwelt. Am 15. April wird in Neckarwestheim die Abschaltung des Blocks 2 gefeiert. Dazu ruft ein Bündnis vieler Anti-Atom-Initiativen auf, unterstützt auch vom Landesverband des BUND Baden-Württemberg. Der BUND ist seit einigen Wochen Partner der weltweiten Atomwaffenverbotskampagne ICAN.

Dokumentation: Bündnis endlich-abschalten Neckarwestheim mit Unterstützung des BUND – Landesverband Baden-Württemberg, März 2023

Einladung zum Abschaltfest am Samstag 15.04.23
13:00 – 16:00 Uhr, Parkplatz am AKW-Neckarwestheim

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit dieser Mail informieren wir Euch über unser Abschaltfest am AKW Neckarwestheim. Leitet diese Mail an alle Interessierten weiter! Gerne senden wir Info-Material zum Auslegen und verteilen zu.

Am 15.04.23 sollen alle drei noch laufenden Atomkraftwerke in Neckarwestheim, Landshut und Lingen abgeschaltet werden. Dies ist ein großer Erfolg des jahrzehntelangen Widerstands der Anti-AKW-Bewegung. Damit die Reaktoren dauerhaft abgeschaltet bleiben, müssen wir im Alarmzustand bleiben – es ist noch nicht vorbei.
Die Atomlobby wird darauf drängen, die Abschaltung der AKWs rückgängig zu machen. Deshalb müssen wir politisch und aktions-mäßig weiter präsent bleiben. Der Atomausstieg muss auch die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreicherungs-Anlage in Gronau einschließen. Keine Gelder für neue europäische Atomprogramme!
Den Atomausstieg unumkehrbar machen – weitere regenerative Energiewende jetzt!

Wir werden feiern!
Am 15.04.23 von 13:00 – 16:00 Uhr auf dem Parkplatz am AKW Neckarwestheim. Programm mit Kabarett, Musik und Redebeiträgen von Wolfgang Ehmke (BI Gorleben), Prof. Christian von Hirschhausen (DIW Berlin), Franz Wagner (AtomErbe Neckarwestheim) und Interview-Partner*innen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Widerstandes gegen das AKW Neckarwestheim. Es gibt Info- und Versorgungsstände (keine Stände von Parteien) und Visuelles zu unserem Widerstand gegen Atommülltransporte und den AKW-Betrieb. Und es wird einen Bus-Shuttle vom/zum Bahnhof Kirchheim am Neckar geben.
Alle aktuellen Infos auf unserer Homepage: www.endlich-abschalten.de

Bereits am Freitag, 14.04.23 findet eine Lesung mit Wolfgang Ehmke aus seinem neuen Buch „Das Wunder von Gorleben“ um 19:30 Uhr im Demokratischen Zentrum, Wilhelmstr. 45/1 in Ludwigsburg statt.

Unterstützt jetzt die Mobilisierung zu unserem Abschaltfest!
wir haben einen Flyer & Plakate zum auslegen, aufhängen und verteilen. Bitte rasch bestellen, spätestens bis 31.03.23!
Bestellungen an: demo-material@online.de
Unser Aufruf/Flyer hat wieder das Fomat Din A5,  die Plakate gibt es in Din A3 und Din A2 – siehe Homepage. Der Versand ist kostenlos – wir freuen uns über eine Spende!

Flyer und Plakate sind auch wieder hinterlegt:
Stuttgart:     vor der SÖS/Linke-Geschäftsstelle im Rathaus und im Umweltzentrum, Rotebühlstr. 86/1
Heilbronn:   BUND Regionalgeschäftsstelle, Lixstraße 10, Heilbronn, Tel. 07131- 772058
Abholung Freitag-Vormittag oder nach telefonischer Absprache:
Danke für die Unterstützung und Eure Mobilisierung!

Wir bitten Sie/Euch, als Gruppe oder Organisation Unterstützer*in des Abschaltfestes zu werden!

Diesbezüglich freuen wir uns über eine kurze Mail und eine Spende. Für kleine Gruppen, wenn möglich, in Höhe von 50 €, für überregionale Initiativen und Verbände eine Spende von 200 €.

Alle unterstützenden Gruppen, Initiativen und Verbände führen wir auf unserer Demo-Homepage endlich-abschalten.de nach Spendeneingang mit Logo und Verlinkung auf. Hierzu bitten wir Euch um Zusendung Eures Logos an:  info@endlich-abschalten.de

Unsere Bankverbindung für Spenden (steuerlich absetzbar)
BBMN e.V. (Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar)
VR Bank Ludwigsburg eG
IBAN DE04 6049 1430 0471 7900 01
BIC GENODES1VBB – Stichwort „Abschaltfest“

Kontakt: Unsere E-Mail-Adresse: info@endlich-abschalten.de

 

Gedenken im Bundestag: Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima sowie die aktuelle Situation in Saporischschja

Dokumentation: AKW in Ukraine: IAEA-Chef prangert „Selbstgefälligkeit“ der internationalen Gemeinschaft an

Der Krieg in der Ukraine könnte ohne den Einsatz von Atomwaffen zur nuklearen Katastrophe werden. Die Meldungen, dass die Atommeiler in der Ukraine in die Kriegshandlungen einbezogen werden – gewollt oder ungewollt, berichten von immer wieder extrem bedenklichen Umständen, nicht nur was Angriffe mit Waffen angeht, sondern auch hinsichtlich der Stromversorgung, ohne die es innerhalb kurzer Zeit zum Versagen der Kühlung der hochradioaktiven Reaktoren kommen könnte. Im Zentrum der Kriegshandlungen ist immer wieder Europas größtes Atomkraftwerk Saporischschja.

Dokumentation von der Homepage der Vereinten Nationen – Unric

Die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach Berichten der bisher schwersten Raketenangriffen auf die Ukraine mitgeteilt, dass das Atomkraftwerk Saporischschja erneut auf Notstromaggregate umgeschaltet werden musste. Die gesamte Stromversorgung sei zuvor ausgefallen.

Es sei das erste Mal seit November 2022, dass die Anlage ohne Strom gewesen sei – aber bereits das sechste Mal seit der russischen Invasion, sagte Rafael Grossi, Chef der IAEA, in einer Erklärung.

Grossi erklärte, dass die AKW-Anlage seit den ersten Tagen der Invasion im vergangenen Jahr von russischen Streitkräften besetzt sei, IAEA-Experten dort stationiert seien und ukrainische Zivilisten die Anlage unter Aufsicht des russischen Militärs weiter betreiben würden.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte am Mittwoch bei seinem Besuch in Kiew „die vollständige Entmilitarisierung des gesamten Gebiets um Saporischschja“.

IAEA-Chef Grossi warnte gestern eindringlich: „Jedes Mal würfeln wir neu. Und wenn wir dies immer wieder zulassen, wird uns eines Tages das Glück verlassen“.  Ergänzend sagte er, dass „genug Diesel für 15 Tage“ vor Ort sei, um den „wesentlichen Bedarf“ des Kraftwerks zu decken. Die Situation in Europas größtem Atomkraftwerk sei aber weiterhin kritisch.

In einem Appell zur Lösung des Konflikts und zur Gewährleistung der Sicherheit der ukrainischen Nuklearinfrastruktur, prangerte Grossi die „Selbstgefälligkeit“ der internationalen Gemeinschaft an.

Die Internationalen Atomenergiebehörde  werde weiter ukrainische und russische Behörden konsultieren, um eine mögliche nukleare Katastrophe abzuwenden.

Sicher ist nur das Risiko: Sackgasse Atomkraft

Vermutlich gehen nach einer kurzfristigen und überflüssigen Laufzeitverlängerung Mitte April 2023 nun die letzten drei Atomkraftwerke vom Netz. Nicht zuletzt die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat bewiesen, dass Atomkraft eine Hochrisikotechnologie ist, deren Risiken niemals vollständig beherrschbar sind. Es bleibt ein nukleares Erbe: Atommüllberge und zwei Uranfabriken, die bislang vom Atomausstieg ausgeklammert bleiben. Mit dem Anti-Atom-Frühling mobilisieren Initiativen und Organisationen im Gedenken an Fukushima am 11. März und für die Stilllegung am 15. April. Am 13. März versanstalten die Grünen im Bundestag ein Fachgespräch: „Sicher ist nur das Risiko: Sackgasse Atomkraft“. (Anmeldung und Programm)

Die BI-Lüchow Dannenberg machte ebenfalls auf die Veanstaltung aufmerksam und verschickte diese PM: Die Grünen laden für den 13. März zu einem Fachgespräch zum Thema Atomkraft ein. In der Einladung heißt es – so die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg – irreführend: „2023 geht das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz – damit beendet Deutschland die atomare Ära.“

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Dass in der BRD in Lingen eine Brennelementefabrik betrieben und dabei russisches Uran verarbeitet wird, wird dabei unter Tisch gekehrt. Auch Forschungsreaktoren bleiben vom „Ausstieg“ ausgeklammert, das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Unionsparteien. Die atomare Ära findet seine Fortsetzung beim Rückbau der Atomanlagen und der Suche nach einer oder mehrerer tiefengeologischer Deponien für den Nuklearmüll.“

Die Grünen hatten sich in der Ampelkoalition den Forderungen der FDP gebeugt, die auf einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke bestand. Alle düsteren Vorhersagen sind nicht eingetroffen, es gab eher Strom im Überfluss, vor allem Windkraftwerke wurden abgeregelt. Die BI: „Nur die Energiepreise sind gestiegen und die Extraprofite greifen die Konzerne ab.“

Die Themenstellung der online-Veranstaltung sei trotzdem interessant. Sie lautet: „Wie sicher können AKW überhaupt in unsicheren Zeiten betrieben werden? Was bedeutet der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands für den zukünftigen Umgang mit der Atomkraft? Was sind die Folgen des Super-Gaus in Fukushima?“

EILT!

https://www.rnd.de/politik/akw-saporischschja-atomkraftwerk-in-ukraine-ohne-strom-sechster-notbetrieb-seit-beginn-des-kriegs-JSBXFOEBMTIZTHFOCDNBBYVC4M.html

Die Gorleben-Aktivist:innen empfehlen: „Hier heißt es mitreden! Denn oberirdische Zwischenlager bieten beispielsweise keinen Schutz im Kriegsfall.“

Wie sicher können AKW überhaupt in unsicheren Zeiten betrieben werden? Was bedeutet der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands für den zukünftigen Umgang mit der Atomkraft? Was sind die Folgen des Super-Gaus in Fukushima?

Über diese und weitere Fragen diskutiert die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünn am 13.03.2022 von 14 – 16 h, Die Veranstaltung findet online als Videokonferenz statt. Anmeldung und Programm: https://www.gruene-bundestag.de/termine/sicher-ist-nur-das-risiko-sackgasse-atomkraft, T: +49 (0) 30 – 227 567 89

mit dabei:
Britta Haßelmann MdB, Fraktionsvorsitzende | Harald Ebner MdB, Berichterstatter für Atompolitik | Oda Becker, unabhängige Wissenschaftlerin | Dr. Matthias Englert, Öko-Institut e.V. | Sylvia Kotting-Uhl, MdB und Sprecherin für Atompolitik bis 2021 | Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, TU Berlin | Akiko Yoshida, Friends of the Earth Japan

https://www.gruene-bundestag.de/termine/sicher-ist-nur-das-risiko-sackgasse-atomkraft

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