Statt Atom, Gas und Kohle: Erneuerbare Energiewende jetzt! Pumspeicherwerk Geesthacht

Über „Tücken der Energiewende: Ökostrom für die Tonne“ schreibt die Taz-Nord in einem Beitrag von Harff-Peter Schönherr. Es geht um die Erneuerbaren Energien, um notwendige Speicher, es geht darum, dass einfach nicht alles getan wird, um die Energiewende voranzubringen, Klimaschutz umzusetzen und nebenbei auch die Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Vattenfall Ecke Hamburg/Schleswig-Holstein: Statt auf das Geld zu schauen, auch mal einfach Vorbild sein, weil ihr es könnt?!! Gemeinwohl statt Eigenwohl? Genau! Ansonsten gilt: Die Politik muss handeln, wenn es Konzerne nicht tun. Das System wechseln. In jedem Fall. Ein Pumpspeicherwerk in Geesthacht wird nicht benutzt. Dabei wäre es so wichtig, für die Energiewende. Ein Symbol. Auch #umweltFAIRaendern hat dazu was zu sagen,

Atomare Risiken im Ukraine-Krieg – Atomanlagen sind Angriffsziele überall!

Der Krieg Russlands gegen die und in der Ukraine ist durch nichts zu rechtfertigen und Putin muss seine Truppen sofort zurückziehen! Es gibt gute Gründe, maximalen Druck auf Russland und seine Eliten auszuüben. Mit Sanktionen! Aber: Es gibt keine Gründe, Waffen zu liefern, militärisch maximal aufzurüsten, die Atomwaffen in Büchel gehören weiterhin abgezogen und die anteilhabenden NATO-Staaten (die die Ukraine unbedingt in die NATO holen wollten) und auch in der Ukraine sollten sich */ fragen: Was hätte geholfen, einen solchen Krieg zu verhindern? Aber: Russland muss sofort raus aus der Ukraine! Ohne wenn und aber! Und es gibt ein absolutes NO-GO für atomare Laufzeitverlängerungen in der Bundesrepublik, von denen gefordert, die immer wieder die Risiken der Atomenergie ignorieren und die längst überfällige Energiewende blockieren. Wenige Tage vor dem Jahrestag der mehrfachen Atomkatastrophe von Fukushima sind die Angriffe im Ukraine-Krieg auf die Atomanlagen in Tschernobyl und Saporischschja eine brutale Warnung: Atomanlagen sind immer auch Angriffsziele. Statt Atomrisken braucht es die klimaneutrale und gewaltfreie Energiewende, schreibe ich unter der Überschrift „Gefährliche Gedankenspiele„.

Zum Thema Terrorschutz und Nuklearanlagen auf umweltFAIRaendern. Außerdem:

I feel the earth move – A naturale Woman – Carole King! Happy Birthday!!

Since the begining, da waren Stimmen, da waren Melodien, Singer, Songwriter Freundschaften, da war Carole King. Da waren viele neue Dinge, schwierige Dinge, Aufgaben, Herausforderungen, da waren Grenzen, die überschritten werden mussten, damit es besser wird. Da war ich nur wenig älter als 11. Der erste Cassetten-Rekorder, gebraucht. Da war ein Röhrenradio, mit Mittelwelle. Da was AFN Bremerhaven und BfBS: Da war Carole King. I´ve got a friend! Will you still love me tomorrow? Und da war nicht nur Tapestry sondern auch Simple Things. Und das war unter allen Umständen eine Natural Woman. Was immer das sein mag. Aretha Franklin hat das in einem ultimativen Statement in die Welt eingebrannt und -gesungen. Herzlichen Glückwunsch Carole King, für diese Seele, für diese Songs und für diese wunderschönen Weltmelodien – für alle! You make me feel … !

(Foto: Youtube – Video Screenshot – Kennedy Center hounours Carole King)

 

 

 

Stopp Nuklear! Keine neuen Atombomber für Deutschland

Die weltweite Zuspitzung von Verteilungskämpfen angesichts massiv wachsender Ressourcenverknappungen feuert nicht nur die Klimakrise an, sondern führt in den letzten Jahren immer massiver zu neuen und sich verschärfenden Kriegsgefahren. Immer mehr zeigen sich Entwicklungen, die aus bislang regionalen Konflikten schnell globale Konfrontationen machen können. Die Atommächte rüsten ihre nuklearen Potentiale auf, weltweit streben immer mehr Staaten nach Atomenergie, um in die nukleare militärische Drohung gegenseitiger Vernichtung einzusteigen. Und Deutschland – macht mit: Im Rahmen der nuklearen Teilhabe unter dem Dach der NATO sollen Kampfbomber für die in Büchel stationierten US-Atomsprengköpfe beschafft werden. Gegen neue Atomwaffen-Bomber mobilisiert Greenpeace. Keine neuen Atombomber für Deutschland. Mitmachen und dort unterschreiben!

Nachdem die erneuerbaren Energien auch den ökonomischen Wahnsinn der unverantwortlichen Atomenergie klar gemacht haben, müssen viele Regierungen inzwischen einräumen: Atomwaffen für militärischen Wahnsinn brauchen die vermeintlich zivile Atomenergie mit ihren Super-Gau Risiken und ungelöster Atommüllendlagerung für tausende von Generationen. Frankreich und Großbritannien haben diesen Zusammenhang jüngst selbst eingeräumt – in vielen Autokratien und Diktaturen ist das schon seit Jahrzehnten kein Geheimnis. Jetzt will die neue Bundesregierung mitsamt der angeblichen Friedenspartei DIE Grünen neue Kampfbomber kaufen, mit denen US-Atomsprengköpfe im Rahmen der NATO auf russische Ziele geflogen werden können. Nukleare Teilhabe nennt sich dieses Kriegsspiel.

  • Zum Thema Atomwaffen informiert Greenpeace hier. Informationen über Atomwaffen und Abrüstung gibt es auch bei der internationalen Ärzt:innenorganisation IPPNW.
  • Zum Thema Atomwaffen auf umweltFAIRaendern.de, Zivil-militärische Nutzung der Atomenergie wird oft auch unter dem Begriff Dual-Use gefasst, weil vermeintlich zivile Komponenten unter veränderten Bedingungen auch militärischen Nutzen ermöglichen oder den Einsatz erlauben. Eine der wohl riskantesten Dual-Use Atomanlagen in Deutschland ist die Urananreicherungsanlage der URENCO in Gronau, die vom Atomausstieg ausgenommen ist. Sie dient der Anreicherung von spaltbarem Uran für den Brennstoff von Atomkraftwerken. In den dazu eingesetzten Zentrifugen könnte aber ohne weiteres auch atomwaffenfähiges Uran für Spregenköpfe hergestellt werden. Allein die Existenz dieser Anlage stärkt die bundesdeutsche Außenpolitik als Atommacht auf Abruf.
  • Weitere aktuelle Texte über die Atomenergie und Atomwaffen sind hier zu finden: Atomkrieg ist eine reale Gefahr, Christoph von Lieven, Greenpeace als Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau. Dort findet sich auch ein Beitrag von Angelika Claußen von der IPPNW unter dem Titel „Mehr Sicherheit ohne Kernenergie“ (Atomenergie müsste es heißen). „Wie Atomkraftwerke zu Atombomben werden„, Darüber ist auf Telepolis zu lesen. Dort auch: Atomkraft: Nur was für Bombenbauer. Eva Stegen beim Freitag auch mit diesem Text: Superreiche, Kriegsspielzeug und Klima-Bla-Bla.

 

Jochen Stay ist tot – Das Ja zum Nein!

Der Anti-Atom-Kämpfer und Wegbegleiter Jochen Stay ist tot. Mit tiefer Betroffenheit und Trauer. Seit Ende der 1980er Jahre kannten wir uns – Jochen gegen das AKW Neckarwestheim und die dortigen Castor-Transporte zur WAA ins Ausland, verbunden mit der Graswurzel-Bewegung und zivilem Ungehorsam, sein Umzug aus dem Süden ins Wendland, X-1000xQuer und vieles vieles mehr in den folgenden Jahren, bevor wir gemeinsam mit Freund:innen und Verbündeten gegen die Laufzeitverlängerung angingen, erst nach Berlin mit dem Treck der Bauern, dann gemeinsam mit der 120 km 120.000 Menschenkette von Brunsbüttel bis Krümmel, Großdemonstrationen und nach Fukushima mit einer bis dahin unbekannten Serie von Massendemonstrationen mit vielen vielen 100.000 Menschen in der ganzen Republik, die den Wiedereinstieg in die Atomenergie schließlich in einen Wiederaussteig (mit bis heute andauernden Pferdefüßen – aber immerhin – ) verwandelte. Es war immer auch seine Kraft, sein Ungestüm, seine Ideen, die mithalfen und den Wandel durchsetzen halfen. Einer, der immer Ja zum Nein gesagt hat, wenn gegen Unrecht, Obrigkeit und Atomgefahren anzugehen war. DANKE Jochen, dass du immer widerspenstig warst. Dirk Seifert # Die taz berichtet hier, die SZ hier  und der NDR hier. Ausgestrahlt berichtet:

„Am Wochenende hat uns völlig überraschend die Nachricht erreicht: Unser Freund, Mitstreiter und Kollege Jochen Stay ist tot. Jochen war Mitgründer, Geschäftsführer und Sprecher von .ausgestrahlt sowie Vorstandsmitglied der von .ausgestrahlt initiierten Stiftung Atomerbe. (Foto: Mit Dank an .ausgestrahlt. / Bente Stachowske)

Wir sind zutiefst traurig und erschüttert. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, die sich Raum zum Trauern wünscht. Jochen hat nicht nur Spuren in Mutlangen, Wackersdorf und Gorleben hinterlassen, sondern vor allem auch in den Herzen seiner Familie und Wegbegleiter*innen.

Jochens Tod ist nicht nur für .ausgestrahlt ein immenser Verlust. Sein Wirken hat die Anti-Atom-Bewegung seit den 1980er-Jahren mitgeprägt und zu vielen ihrer Erfolge maßgeblich beigetragen. Auch zahlreiche andere Bewegungen und Kampagnen profitierten von Jochens Erfahrung und Rat.

2008, als der „Spiegel“ auf dem Titelbild die Anti-Atom-Sonne untergehen ließ, gründete Jochen mit einer Handvoll Mitstreiter*innen die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die Hunderttausenden Atomkraftgegner*innen eine Stimme verlieh und den Widerstand gegen Atomkraft wieder sichtbar machte. Anti-Atom-Sonnen, Unterschriftensammlungen und Großdemos machten den Anfang. Und wir fassten ein kühnes Ziel: Den Betrieb der AKW nicht nur kritisch zu begleiten, sondern sie tatsächlich abzuschalten. Unrealistisch? Nicht in Jochens Augen. Denn er wusste: Wo Konflikt ist, können wir auch Einfluss nehmen. Und der Dissens um Atomkraft, der die ganze Gesellschaft spaltete, lag offen wie lange nicht mehr. Jochen hatte die Idee, die schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen 2009 zu „belagern“. Wochenlang beherrschten die Anti-Atom-Proteste die Berichterstattung aus dem politischen Berlin. Und während Union und FDP an der Laufzeitverlängerung der AKW feilten, erweiterte Jochen das Repertoire der Anti-Atom-Bewegung um die einst gegen Pershing-Raketen erprobte Protestform der Menschenkette. 120 Kilometer, so seine Vision, vom AKW Brunsbüttel bis zum Pannenmeiler Krümmel. Manch große Umweltorganisation riet ob der Gefahr des Scheiterns eindringlich ab. Jochens Zugkraft und Überzeugung aber riss genug andere mit. Am 24. April 2010 formierten sich 120.000 Menschen entlang der Elbe zum längsten Anti-AKW-Protest in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Laufzeitverlängerung verhinderte das zunächst zwar nicht. Das Protestfass aber war voll bis an den Rand. Der Super-GAU von Fukushima brachte es zum Überlaufen – und der nachfolgende Protest Hunderttausender läutete Merkels Atom-Wende ein. Fast die Hälfte der damals noch laufenden AKW ging sofort vom Netz.

Auch der Protest gegen ein Atommüll-Lager im Gorlebener Salzstock, den Jochen jahrzehntelang mit prägte, führte 2020 zum Erfolg. Das hielt Jochen nicht davon ab, den Finger weiter in die Atommüll-Wunde zu legen: Niemand konnte die Defizite und falschen Versprechungen des laufenden Standortsuchverfahrens präziser benennen als er.

Jochens Sachverstand und seine Begeisterungsfähigkeit werden uns fehlen, genau wie sein Dickkopf und seine Überzeugungskraft, seine Klarheit, sein Einsatz, seine Verantwortungsbereitschaft und sein großes Herz. Sein meist untrügliches Gespür für politische Gelegenheiten. Und seine immense Erfahrung, wie Protest erfolgreich Einfluss auf politische Konflikte nehmen kann.

Noch am Freitag haben wir mit Jochen zusammen die .ausgestrahlt-Themen und ‑Aktionen der nächsten Monate geplant. Gemeinsam haben wir die Weichen für die Neuausrichtung von .ausgestrahlt gestellt, die mit dem Abschalten der letzten AKW Ende 2022 ansteht. Auf diesen historischen Erfolg, das Aus der letzten drei von einst 36 AKW, hat Jochen über Jahrzehnte hingearbeitet, die letzten 14 Jahre zusammen mit .ausgestrahlt. Dass er diesen Moment nun nicht mehr erleben und mit uns feiern kann, trifft uns mehr als schmerzvoll.

Jochen war sich bewusst, dass seine bestehende Herzerkrankung sein Leben irgendwann abrupt beenden könnte. Von Plänen und Projekten hielt ihn dies nicht ab. Am Samstag, den 15. Januar 2022, ist er im Alter von 56 Jahren plötzlich und viel zu früh gestorben.

Die Lücke, die Jochens Tod reißt, ist groß, auch bei .ausgestrahlt. Aber .ausgestrahlt hat stets davon profitiert, dass es auf vielen Schultern ruht und alle, Mitarbeiter*innen wie Ehrenamtliche, ihr Engagement und ihre Kompetenzen einbringen. Das werden wir auch weiterhin tun: .ausgestrahlt wird seine Anti-Atom-Arbeit – auch im Sinne Jochens – weiterführen. Selbst nach dem Abschalten der letzten AKW Ende des Jahres bleibt da jede Menge zu tun, vom Umgang mit dem Müll bis zu den noch laufenden Atomfabriken, von der atomfreundlichen EU-Taxonomie bis zum Wiederaufflackern irrer Atom-Träume unter dem Deckmantel angeblichen Klimaschutzes.

Daneben gilt es, die Errungenschaften und Erfolge der Anti-Atom-Bewegung, die weit über das Atom-Thema hinausstrahlen, zu sichern und als das zu benennen, was sie sind: Der Beweis, dass es sich lohnt, selbst für zunächst utopisch erscheinende Ziele zu kämpfen. Der Beweis, dass, wenn sich die scheinbar Ohnmächtigen zusammenschließen und sich wehren, es die scheinbar Mächtigen unendlich schwer haben, ihre Pläne durchzusetzen. Das war einer von Jochens Lieblingssätzen. Wir werden ihn nicht vergessen.

Die Trauerfeier und Beisetzung von Jochen finden im engsten Kreis statt. Daneben wird es vor Ostern einen öffentlichen, Jochen-gemäßen Abschied geben, den .ausgestrahlt mit vorbereitet. Näheres dazu werden wir rechtzeitig bekanntgeben. Auf ausgestrahlt.de/jochen findest Du Ende nächster Woche noch einen ausführlicheren Nachruf.

Darüber hinaus wollen wir Erinnerungen an Erlebnisse mit und Gedanken zu Jochen zusammentragen und ggf. auch öffentlich teilen. Möchtest Du daran mitwirken, schicke Deinen Beitrag gerne an jochen@ausgestrahlt.de. Bitte schreib jeweils dazu, ob wir ihn – ggf. mit Namen oder anonym – veröffentlichen dürfen oder nicht.

Drei Organisationen war Jochen besonders verbunden. Spenden an diese wären in Jochens Sinn:

Die Arbeit der Stiftung Atomerbe kannst Du hier mit einer Spende unterstützen.

Herzliche Grüße
Armin Simon
und das ganze .ausgestrahlt-Team“

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