Atommüll unterwegs in Hamburg – 44 Atomtransporte seit Anfang August

Atomtransporte per Schiff, LKW und Schiene mitten durch die Hansestadt Hamburg. Bis 2005 gingen auch Castortransporte durch die Innenstadt. Hier ein solcher Transport auf dem ehemaligen Rangierbahnhof direkt südlich vom Hauptbahnhof. Foto: Dirk Seifert

Insgesamt 44 Atomtransporte haben seit Anfang August bis Mitte November durch die Hansestadt Hamburg stattgefunden. Das geht aus einer aktuellen Kleinen Anfrage (Drucksache 20/5752, PDF) der Linken Bürgerschaftsfraktion in Hamburg hervor.

Von den insgesamt 44 Transporten beförderten 25 so genannte Kernbrennstoffe, die mit einer Genehmigung des Bundesamts für Strahlenschutz unterwegs sind. Hierbei handelt es sich um Transporte mit Uranhexafluorid und Urandioxid, beides radioaktive Vorprodukte zur Herstellung von Uran-Brennelementen für den Einsatz in Atomreaktoren. Empfänger oder Absender waren nicht nur Orte wie die Uranfabriken in Gronau und Lingen. Von Schweden aus werden immer wieder Brennelemente für Atommeiler in Frankreich oder der Schweiz über Hamburg per LKW geliefert. Weitere 19 Transporte beinhalteten radioaktive Stoffe, deren Anteil von spaltbaren Uran 235 im Naturzustand war. Zu diesen Stoffen gehört zum Beispiel Uranerzkonzentrat und vermutlich abgereichertes Uranhexafluorid von oder nach Brasilien, Canada, Russland und Namibia.

Zu den Konflikten in Hamburg über Atomtransporte siehe auch hier und hier Daten von Transporten aus jüngerer Vergangenheit.

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