Empowerment: World Future Council über Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ als Energiewende

wfc-uhunDrei Jahre Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ zur vollständigen Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg. Das war für den World Future Council Anlass, sich noch einmal im Rückblick mit dem Volksentscheid und seinen Akteuren zu befassen. Martin Bosak hat vier Monate lang zahlreiche Interviews mit den Beteiligten über die Hintergründe, die Motive, den Verlauf und das Ergebnis geführt. Bosak studiert Klimawissenschaften und arbeitet derzeit an seinem Masterabschluss zum Thema Rekommunalisierung in der Energiewirtschaft. Aus Anlass der Veröffentlichung eines Berichts sowie eines Videos beim WFC hat umweltFAIRaendern.de mit Bosak ein kurzes Gespräch geführt. (Der Link zum Video findet sich unten im Text)

Warum hat der WFC das Projekt gestartet und und was will er damit jetzt erreichen?

martinbosakapril-2016Der WFC ist ja eine der international ausgerichteten Organisationen in Hamburg und arbeitet auf dieser Ebene zu sogenannten „guten Gesetzesinitiativen“ – im Englischen würde man sagen ‘good policies‘. Die Arbeitsfelder des WFC sind dabei breit aufgestellt und reichen vom Einsatz für Kinder- und Menschenrechte über nukleare Abrüstung bis hin zu Klimaschutz, erneuerbare Energien und der Förderung einer regenerativen Stadtentwicklung.

Im Klima und Energie Bereich des WFC wurde die Rekommunalisierung in Hamburg bereits nach dem erfolgreichen Volksentscheid 2013 in einem Blogbeitrag thematisiert. Die Parallelen zur Arbeit des WFC liegen hier vor allem im Bereich des dezentralen Ausbaus erneuerbarer Energien für das langfristige Ziel einer Energieversorgung, die zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Auf diesem Weg sind die Energienetze die Infrastruktur, in der Ausbau- und Anpassungsmaßnahmen entsprechend geleistet werden müssen, um die Transformation im Energiesektor zu ermöglichen – weg von großen kohlebefeuerten Kraftwerken und hin zu dezentral organisierten erneuerbaren Energiequellen. Vor diesem Hintergrund war es eigentlich die logische Konsequenz, dass es irgendwann eine Fortsetzung zum Thema Rekommunalisierung geben würde, es musste eben nur jemand die Zeit dafür finden.

Aus meiner Sicht passt das Timing gerade ganz gut. Ende November findet die Klimakonferenz in Marokko statt und NGOs weltweit organisieren und mobilisieren dafür. Da kommt es gelegen, wenn neben dem großen Ganzen auch sehr konkrete und greifbare Maßnahmen präsentiert werden können, wie Klimaschutz betrieben werden kann. Die Rekommunalisierung von Energienetzen gehört hier ohne Frage dazu. Denn mittlerweile ist klar, dass die großen Energieunternehmen den notwendigen Umbau für die Energiewende nur sehr langsam nachvollziehen, da dies Investitionen in die Netzinfrastruktur bedeutet, die mit ihrem Interesse mit den Netzen Geld zu verdienen kollidieren. Im Vergleich dazu sind beim bereits rekommunalisierten Stromnetz ganz andere Investitionsleistungen absehbar. Allein hier zeigt sich die Relevanz dieses energiepolitischen Prozesses der bis heute in Hamburg stattfindet nachdem er 2010 von den Bürgern angestoßen wurde.

Hat es denn Reaktionen auf die Veröffentlichung gegeben?

Nach gerade mal einer Woche seit der Veröffentlichung auf der WFC Webseite gab es bereits konkrete Anfragen von anderen internationalen Organisationen, wie sich zum Beispiel die Rekommunalisierung für die Verbraucher auswirkt. Damit ist das Hauptziel, das Thema Rekommunalisierung von Energienetzen für die internationale Ebene zu öffnen und aufzubereiten schon auf gutem Weg und jetzt muss man eben abwarten wie sich die Wirkung entfaltet.

Was hat dich bewegt, dieses Projekt für den WFC zu machen?

Als ich beim WFC vergangenen April angefangen habe, sollte der Beitrag zur Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg eigentlich viel kleiner ausfallen. Während der Recherche hat mich der Fall mehr und mehr fasziniert, da die Rekommunalisierung von Energienetzen eine der greifbaren Maßnahmen ist, um die Energiewende voran zu bringen, welche wiederum Grundbestandteil einer effektiven Klimapolitik ist.

Da ich Klimawissenschaften studiere passte das Thema sehr gut als Fallstudie in meine Masterarbeit. Darin geht es, ohne jetzt zu sehr in die Tiefe zu gehen, um die Rolle von Unsicherheiten in Politikprozessen, die sich gerade im Bereich der Klimapolitik stellen.

Das beinhaltet beispielsweise epistemische Unsicherheiten, also Dinge, die wir im Prozess einer solchen Politikentscheidung noch nicht wissen und erst zu einem späteren Zeitpunkt oder durch gezieltes Nachforschen erfahren bzw. erlernen können. In Hamburg fällt darunter zum Beispiel der Ersatz für das Kohlekraftwerk Wedel, um den Wärmebedarf Hamburgs in Zukunft aus erneuerbaren Energien abzudecken und damit die Vorgabe des Volksentscheids zu erfüllen. Sollte das zeitnah gelingen erlangt Hamburg neue Sicherheit, um die bereits um zehn Jahre verschobenen Klimaziele 2030 letztlich zu erreichen.

Du hast mit vielen Akteuren auf der Pro- und Contra-Seite des damaligen Volksentscheids gesprochen? Mit wem konkret – und mit wem warum nicht?

Ich habe grundsätzlich mit allen Akteuren gesprochen, die zu einem Gespräch bereit waren und den Kreis dann nach und nach erweitert, man muss eben irgendwo anfangen. Um anfangs ein Gesamtbild zu erhalten war es zudem wichtig mit den Befürwortern und auch den Gegnern der Rekommunalisierung zu sprechen. Letztlich hatte ich Interviewtermine mit Vertretern der Parteien SPD, Linke und Grüne, Vertretern von „Unser Hamburg – Unser Netz“, aber auch Vattenfall, der IG Metall und dem Bund der Steuerzahler.

Wenn du das Revue passieren lässt: Was waren für dich zwischen Beginn und Ende deiner Recherche zu diesem Thema besonders interessante Punkte?

Es fiel mir schnell auf, dass das Thema ideologische Gräben sichtbar werden lässt, vor allem in Bezug auf die Rolle von privatwirtschaftlichen Unternehmen in gesellschaftlichen Bereichen, die man ganz allgemein unter dem Begriff Daseinsvorsorge zusammenfasst – also Dinge die man als notwendige Grundversorgung der Menschen erachtet.

Zugegebenermaßen war es am Anfang der Recherche eine Herausforderung in das Thema einzusteigen und es dauerte etwas bis ich mir einen Überblick verschafft hatte. Ich habe daher viel zur energiepolitischen Praxis gelernt, was ich im Studium nicht hatte. Faszinierend fand ich auch, mir nach und nach die bereits genannten Zusammenhänge zu erarbeiten, die man zwischen der Rekommunalisierung von Energienetzen und klimapolitischen Fragen herstellen kann.

Mit der Zeit der Recherche bin ich jedoch auch kritischer geworden, was das Mittel des Volksentscheids angeht. Es ist definitiv ein mächtiges und auch notwendiges Instrument, um dem Volkswillen sozusagen als letzte Instanz zu dienen. Allerdings muss man vorsichtig sein, denn nicht immer wird die Mehrheit der Bevölkerung darin abgebildet.

Manche erinnern sich vielleicht noch an die per Volksentscheid verhinderte Bildungsreform im Jahr 2010 in Hamburg, wo sogenannte „sozial-schwache“ Stadtteile erschreckend niedrige Wahlbeteiligungen hatten. Hier kann man sagen, dass sich lediglich alles ab der Mittelschicht aufwärts im Wahlergebnis abbildet und nicht alle Menschen mitgenommen wurden. Leider wurde so auch eine Möglichkeit verpasst das Schulsystem gerechter zu gestalten und die seit langem bekannte Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft aufzulösen.

** Zur Person Martin Bosak: Nach seinem Bachelorstudium an der Leuphana Universität Lüneburg im Fach Umweltwissenschaften mit Politikwissenschaft im Nebenfach absolviert Martin Bosak zurzeit seinen Masterabschluss an der Wageningen Universität in den Niederlanden im Fach Klimawissenschaften. Sein akademisches Interesse in umwelt- und klimapolitischen Fragen konnte er zudem während eines Auslandssemesters an der Keele University in England vertiefen. Im Rahmen seines Masterstudiums kam er für ein viermonatiges Praktikum beim World Future Council nach Hamburg und blieb in der Stadt, um seine Abschlussarbeit über die Rekommunalisierung der Energienetze zu schreiben.

Atomausstieg muss weiter gehen: 700 demonstrieren in Lingen für Stilllegung der Uranfabriken

demonstrationlingen-29102016-223Rund 700 Menschen demonstrierten am vergangenen Samstag in Lingen für den Atomausstieg und die Stilllegung der bundesdeutschen Uranfabriken. Anlass für die Proteste sind auch die Uranlieferungen aus diesen Anlagen, mit denen auch die maroden Atommeiler in Belgien und Frankreich beliefert werden. Zahlreiche Anti-Atom-Gruppen und Umweltverbände hatten zu der Demonstration aufgerufen. Neben Rednerinnen und Rednern aus den Regionen Emsland, Münsterland und Wendland, kamen laut der Presseerklärung der Veranstalter auch „Mitglieder von Anti-Atomkraft-Organisationen aus Belgien und Frankreich zu Wort, die vom Brennelemente-Export aus Lingen besonders stark betroffen sind. Den weitesten Weg hatte ein Kundgebungsredner aus Russland.“ Die internationale Ärzteorganisation IPPNW hat vor kurzem per Rechtsgutachten aufgezeigt, dass die Bundesregierung die Ausfuhr von Uran-Brennstoff untersagen kann. Ein jüngst veröffentlichtes Gutachten im Auftrag der Städteregion Aachen zeigt auf, dass eine Evakuierung der Bevölkerung nach einer Katastrophe im belgischen AKW Tihange nicht möglich wäre. umweltFAIRaendern zeigt Fotos von der Demonstration. „Atomausstieg muss weiter gehen: 700 demonstrieren in Lingen für Stilllegung der Uranfabriken“ weiterlesen

Lingen: 700 demonstrieren gegen Tihange und deutsche Uranfabriken

„Ein starker Protest für die Forderung nach Stilllegung der Uranfabriken. Gemeinsam mit mehr als 700 AtomkraftgegnerInnen und meiner Bundestags-Kollegin Kathrin Vogler demonstrierte ich heute in Lingen.“ Hubertus Zdebel, Sprecher für Atomausstieg der Bundestagsfraktion DIE LINKE: „Die maroden Atommeiler in Tihange und Doel in Belgien ebenso wie Cattenom und Fessenheim in Frankreich dürfen nicht länger mit Uranbrenstoff aus Deutschland beliefert werden. Die Bundesregierung kann handeln, kann die Ausfuhrgenehmigungen verweigern. Das hat die Ärzteorganisation IPPNW jüngst per Rechtsgutachten klar gemacht und dafür setze ich mich um Bundestag ein. Die Zeit der Ausreden ist nun vorbei, das Bundesumweltministerium ist am Zug!“

AKW Tihange: Abschalten vor der Katastrophe!

Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter aus NRW und Sprecher für Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE zu dem neuen Gutachten über die Auswirkungen eines Super-GAU im belgischen AKW Tihange:

„Die Menschen in der Region Aachen wären hilflos der radioaktiven Wolke ausgeliefert, wenn es im maroden AKW Tihange zum Schlimmsten kommt. Nach Fukushima hat das Bundesamt für Strahlenschutz amtlich festgestellt, dass die radioaktiven Belastungen noch weit über 100 Kilometer vom Unglücks-Reaktor entfernt Evakuierungen zwingend erforderlich machen. Die jetzt vorgelegte Studie bestätigt das. Doch hundertausende Menschen können in unseren dichtbesiedelten Regionen ernsthaft nicht in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit bis zum Eintreffen der radioaktiven Wolke evakuiert und dauerhaft umgesiedelt werden. Die Konsequenz muss zum Schutz der Bevölkerung im dichtbesiedelten Raum von Lüttich bis Aachen heißen: Sofort die AKWs abschalten!“

Samstag, 29.10.: Demonstrieren für den Atomausstieg in Lingen

Internationale Ärzte: Gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima – 2016

Was ist über die radiologischen und gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima bekannt? Vielfach wird Blick auf die Internationale Atomenergie Organisation IAEO in solchen Fragen genommen. Doch die IAEO ist vor allem der weltweiten Förderung und dem Ausbau der Atomenergie verpflichtet. Auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO ist in diesen Fragen nur begrenzt Klarheit zu bekommen, denn: In Atomfragen überlässt die WHO es der IAEO, fachliche Einordnungen zu betreiben. Nicht gerade eine gute Struktur, wenn man sich unabhängig über die gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophen informieren will. Wirtschaftlich unabhängig von der Atomenergienutzung sind Organisationen wie zum Beispiel die „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)“. Im Jahr 2016 hatte die IPPNW einen umfangreichen und gut besetzten Fachkongress durchgeführt und aus diesem Anlass einen Report (PDF) zusammengestellt und veröffentlicht. UmweltFAIRaendern dokumentiert diesen Report und die Vorträge der Fachkongress.

Freitag, 26. Februar 2016

Einführung:
Leben mit der Bedrohung (Rede, PDF 0.2 MB) (Audiobeitrag ab Min.11:45 (MP3-Download)
Dr. Alex Rosen, IPPNW

Vortrag:
Anniversaries of Hope
(als Audiobeitrag)
Jonathan Frerichs
, Consultant peace-building & disarmament, vormals World Council of Churches, Geneva, Switzerland

„Atomkraft? Nein Danke!“ IPPNW-Grüße aus der ganzen Welt (Video, 2 Min)

Samstag, 27. Februar 2016

9:00 Uhr
PLENUM 1

Deutsch/Englisch
Gefahren ionisierender Strahlung

Die Gefahren ionisierender Strahlung (Präsentation, PDF 7 MB) (als Audiobeitrag)
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald (UMG)

Thirty years after Chernobyl: Medical-demographic situation in Buda/Koshelevo district of Gomel region of Belarus, affected by Chernobyl disaster (Skript, PDF 100 KB) (als Audiobeitrag)
Dr. Sergej KorsakLeiter der Poliklinik am zentralen Kreiskrankenhaus Buda Koschelowa, Belarus

Die gesundheitlichen Folgen von Fukushima
(Rede, PDF 40 KB) (Präsentation, PDF, 0.9 MB)  (als Audiobeitrag)
Prof. Dr. Toshihide Tsuda, Japan, Environmental Epidemiology at Okayama University, Graduate School of Environmental and Life Science, Japan

10:30 – 11:45 Uhr 
FOREN

F 1 | Deutsch/Englisch
30 Jahre Leben mit Tschernobyl
Eine Bilanz der gesundheitlichen und ökologischen Schäden

30 Years Later: Health effects of Chernobyl (Präsentation, PDF 1.9 MB)
(als Audiobeitrag)
Dr. Ian Fairlie, Consultant on Radiation in the Environment, London, UK

Gesellschaftliche Vereinigung „Freude den Kindern“ – Projekt „Leben mit Diabetes“ (Präsentation, PDF 3 MB) (Vortrag, PDF 0,1 MB)
Ljudmilla Maruschkevitch, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ und Initiatorin des Projekts „Leben mit Diabetes“ für Kinder, Belarus

 

F 2 | Englisch
Gesundheitliche und genetische Folgen ionisierender Strahlung

Genetische Strahlenfolgen beim  Menschen – Erkenntnisse nach Tschernobyl (Rede, PDF 0.3 MB)
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Physikerin und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Strahlenschutz, Hannover

Teratogenic radiation effects: Perinatal mortality and congenital malformations following Chernobyl (Präsentation, PDF 0.5 MB) Abstract (PDF 0,1 MB)
Dr. Alfred Körblein, Physiker und Statistiker, Nürnberg

 

F 3 | Englisch
Auswirkungen der Atomunfälle auf die Biosphäre

Recent Developments Concerning Impacts To Non-Human Biota in Fukushima (Präsentation, PDF 7 MB) (als Audiobeitrag)
Prof. Dr. Timothy Mousseau, Biological Sciences Dept., University of South Carolina, USA

 

F 4 | Deutsch
Leave it in the Ground!
Stationen einer Kampagne für eine globale Ächtung des Uranabbaus, vorgestellt von Claus Biegert, Nuclear Free Future Award

 

F 5
Hibakusha Worldwide
Atomenergie und Atomwaffen als zwei Seiten der selben Medaille.
Kommentierter Rundgang durch die Ausstellung mit anschließender Diskussion unter internationaler Beteiligung.

12:15 – 13:00 Uhr
FOREN

F 6 | Deutsch/Englisch
5 Jahre leben mit Fukushima: Eine Bilanz der gesundheitlichen und ökologischen Schäden

Perinatal mortality in Japan after Fukushima (Präsentation, PDF 0.2 MB) (als Audiobeitrag)
Dr. Alfred Körblein, Physiker und Statistiker

Exposure Status of Workers After the Fukushima Dai-ichi Nuclear Power Plant Accident (Präsentation, PDF 0.5 MB) (als Audiobeitrag)
Mako Oshidori, japanische Journalistin

Recent Developments Concerning Impacts To Non-Human Biota in Fukushima (als Audiobeitrag)
Prof. Dr. Timothy Mousseau, Biological Sciences Dept., University of South Carolina, USA


F 7
| Englisch
Wie ist eine unabhängige Forschung zu gewährleisten?
Dr. Keith Baverstock, ehemaliger Mitarbeiter der WHO, Faculty of Natural and Environmental Sciences, University of Kuopio, Finland
Dr. Ian Fairlie, Consultant on Radiation in the Environment, London, UK

 

F 8 | Englisch
Soziale Situation der von Tschernobyl und Fukushima betroffenen Menschen
Tatjana Semenchuk, NGO „Erinnerung an Tschernobyl“, Wiltscha, Ukraine
Social situation of the populations affected by Fukushima Nuclear Power Plant Accident (Rede, PDF, 75 KB)
Prof. Masae Yuasa, Soziologin und Dozentin an der Fakultät für internationale Studien der Hiroshima City University

 

F 9 | Deutsch
Außerbetriebnahme von AKWs und Abrüstung
Prof. Dr. Andreas Nidecker, Radiologe, PSR/IPPNW Schweiz
Dr. Jean-Jacques Fasnacht, Arzt, Präsident PSR/IPPNW Schweiz

Stilllegung und Abriss von Atomkraftwerken (Präsentation, PDF 0.3 MB)
Dr. Jörg Schmid, AK Atomenergie der IPPNW Deutschland
Moderation: Dr. Barbara Hövener, IPPNW

13:50-14:20
SIDE-EVENT 1
Congenital malformations in Rivne Polossia and the Chernobyl Accident (Video, 32 Min)
Prof. Dr. Wladimir Wertelecki, Arzt und Genetiker, Department of Medical Genetics, University of South Alabama, USA (auf dem Kongress ausgefallen)


SIDE-EVENT 2

Presentation of the Japanese Preserving Decidious Teeth Network
Prof. Chihiro Ichihara, Strahlenexperte der Aichi Medical University, Japan
Informationen zum PDTN

14:30 Uhr
PLENUM 2 l Deutsch/Englisch
Atomwirtschaft: Auf dem Weg zur Atommüll-Industrie?
(gesamtes Plenum als Audiomitschnitt)

Atomwirtschaft: Auf dem Weg zur Atommüll-Industrie? (Präsentation, PDF 0.9 MB) Prof. Dr. Wolfgang Irrek, Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft, Hochschule Ruhr West, Bottrop (im Audiomitschnitt ab Minute 2)
Tobias JaletzkyEurosolar (im Audiomitschnitt ab Minute 54)

16:30 Uhr
FOREN

F 10 | Deutsch/Englisch
Energiewende, Bürger & Konzerne

Perspektiven der Energiewende (als Audiobeitrag)
Tobias Jaletzky, Geschäftsführer EUROSOLAR

Ausstieg aus dem Atomausstieg und die Nicht-Energiewende in Japan (als Audiobeitrag)
Tomoyuki Takada, Anti-Atom-Aktivist, Initiative „Atomfree Japan e.V.“

Japan’s Energy “Backlash” with rising community power as small hope
(Präsentation, PDF 1.5 MB) (als Audiobeitrag)
Dr. Tetsunari Iida, Institute for Sustainable Energy Politics, Tokyo


F 11
| Deutsch
Energie, Krieg & Frieden
Claudia Haydt, Informationsstelle Militarisierung (IMI)

Henrik Paulitz, Fachreferent IPPNW Deutschland


F 12
| Deutsch
Atommüll & Generationsgerechtigkeit

Atommüll und Generationengerechtigkeit (Präsentation, PDF 0.9 MB)
Ursula Schönberger, AG Schacht Konrad

Susanne Kallenbach-Herbert, Öko-Institut e.V., Darmstadt 


F 13
| Deutsch
Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland und Europa
Mycle Schneider, Energy Consultant and Nuclear Analyst, Paris
Matthias Weyland, ausgestrahlt


F 14
| Deutsch
Die Atomfabriken Gronau, Lingen und der Ausstiegsbeschluss
Otto Jäckel, IALANA
Peter Bastian, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen: Die Atomfabriken Gronau und Lingen

Gronau, Lingen und die Urantransporte (Präsentation, PDF 5 MB)
Irene Thesing,
ContrAtom

Sonntag, 28. Februar 2016

9:30 Uhr
Plenum 3 l Deutsch/Englisch
Courting Amageddon – Der Tanz auf dem Vulkan (als Audiobeitrag)
Dr. Helen Caldicott, Kinderärztin, Autorin, Physicians for Social Responsibility (PSR) & Nuclear Policy Research Institute, USA, Medical Association for Prevention of War (MAPW), Australien

Der steinige Weg zur Energiewende (als Audiobeitrag)
Ursula Sladek, Elektizitätswerke Schönau

11:00 Uhr
Erinnerung an Robert Jungk  (Prof. Dr. Rolf Dieter Kreibich) (Audiomitschnitt Min. 5:23) (MP3-Download)
Erinnerung an Hermann Scheer
(Peter Becker, PDF 0.4 MB) (Audiomitschnitt Min. 25:43) (MP3-Download)
Erinnerung an Hans-Peter Dürr (Claus Biegert) (Audiomitschnitt Min. 45:64)
(MP3-Download)

11:20 Uhr

Weltweiter Atomausstieg: Was ist zu tun?
gesamte Podiumsdiskussion als Audiomitschnitt (ab Min 67)

Ursula Sladek, Elektizitätswerke Schönau
Mycle Schneider, Energy Consultant and Nuclear Analyst, Paris (MP3-Download)

UK new nuclear energy debate (Präsentation, PDF 0.3 MB) (MP3-Download)
Sean Morris, Nuclear Free Local Authorities, Manchester, UK

Prof. Dr. Rolf Dieter Kreibich, Nachhaltigkeits- und Zukunftsforscher 

 

26.-28. Februar 2016, Berlin

5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl

Internationaler IPPNW-Kongress


Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung
des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. | International Physicians for the Prevention of Nuclear War – German affiliate (IPPNW)

Programm

Anmeldung

ReferentInnen

Liebe Freundinnen und Freunde, Liebe AktivistInnen und Interessierte,vor 30 Jahren, am 26. April 1986, fand die Mär von der „sicheren Atomkraft“ mit dem Super-GAU von Tschernobyl ein abruptes Ende. Millionen von Menschen wurden direkt durch radioaktiven Niederschlag betroffen; viele starben und noch viel mehr leiden bis heute an den Folgen der Strahlung. Vor 5 Jahren, am 11. März 2011, zeigte sich, dass die Menschheit die Lektion von Tschernobyl  nicht gelernt hatte, als es in Fukushima zu einem mehrfachen Super-GAU kam. Auch hier sind wieder Millionen von Menschen betroffen. Diese beiden Atomkatastrophen stehen stellvertretend für das enorme menschliche Leid, die generationsübergreifenden  gesundheitlichen Folgen und die ökologische Zerstörung, die in den letzten 70 Jahren durch die Nukleare Kette verursacht wurden. Denn vom Uranbergbau über die zivile und militärische Nutzung der Kernspaltung bis hin zum Atommüll, Fallout und radioaktiven Abraum schädigt die Atomindustrie Mensch und Umwelt.

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