Hochradioaktiv über den Neckar: Weitere Castor-Transporte im Ländle auf Wasser

Drei weitere Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem stillgelegten AKW Obrigheim werden wohl in dieser Woche auf dem Neckar zu den AKWs in Neckarwestheim auf die Reise gehen. Heute früh um 6:45 Uhr sind die leeren Transportschiffe in Neckarwestheim in Richtung Obrigheim losgefahren. AtomgegnerInnen gehen davon aus, dass die Beladung mit den drei Castor-Behältern in der Nacht abgeschlossen wird und die Transporte am Dienstag oder Mittwoch erfolgen. Eine Protestaktion ist in Lauffen angekündigt. Eine Klage der Gemeinde Neckarwestheim ist im Eilverfahren zunächst abgelehnt worden (SWR). Insgesamt 15 Castoren sollen nach Neckarwestheim. Ein erster Transport mit drei Castoren an Bord erfolgte im Frühjahr.

Über die Castortransporte von Obrigheim nach Neckarwestheim hat umweltFAIRaendern vielfach berichtet, unter anderem hier:

Die AKWs in Neckarwestheim: Ein Reaktor ist noch immer in Betrieb. Gelagert wird der hochradioaktive Atommüll in einem Tunnel rechts.
Die AKWs in Neckarwestheim: Ein Reaktor ist noch immer in Betrieb. Gelagert wird der hochradioaktive Atommüll in einem Tunnel rechts.

SWR berichtet online über die Vorbereitungen für den nächsten Atomtransport: „Ein für den zweiten Castor-Transport vorgesehenes Transportschiff hat am Montagmorgen in Neckarwestheim abgelegt. Der Schubverband ist auf dem Neckar in Richtung Obrigheim zum stillgelegten Atomkraftwerk unterwegs. Wie der Energiekonzern EnBW mitteilte, fuhr das Schiff gegen 6:35 Uhr los. Die Fahrt dient den Vorbereitungen für den zweiten Transport von Atommüllbehältern vom Typ Castor und dauert voraussichtlich bis zum späten Nachmittag. In Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) sollen drei Castor-Behälter mit ausgedienten Brennelementen auf das Schiff verladen und voraussichtlich spätestens Mitte der Woche ins etwa 50 Kilometer entfernte Zwischenlager am Kernkraftwerk Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) gebracht werden. Details werden aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben. Am 28. Juni hatte die EnBW den bundesweit ersten Transport auf einem Fluss mit hoch radioaktivem Müll von Obrigheim nach Neckarwestheim geschickt. Die etwa 50 Kilometer lange Fahrt wurde von Protesten begleitet. Insgesamt sind fünf Transporte mit je drei Castoren geplant. Zusammen sollen damit 342 ausgediente Brennelemente nach Neckarwestheim gebracht werden.“

Das Aktionsbündnis Castor-Widerstand teilt mit: Der „Aktionsort ist bei diesem Transport Lauffen. Kommt am Transporttag, also morgen oder übermorgen, ab 10 Uhr nach Lauffen. Wer erst später kann, kann noch bis 14 Uhr zum Protest kommen.“ Außerdem gibt es „Infopunkte am Transporttag: Wir haben als Info-und Anlaufpunkte zwei Mahnwachen angemeldet. Diese sind leicht zu finden, in Lauffen am alten Neckararm ist der Treffpunkt um 10:00. Mahnwache 1: Uferstraße am alten Neckar-Seitenarm. Mahnwache 2: über die alte Neckarbrücke, auf dem „Marktplatz“ in der Rathausstraße. Lauffen ist auch mit dem Zug gut zu erreichen: https://neckar-castorfrei.de/karte-lauffen“

 

Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag – Zdebel antwortet pax christi Münster

Wären Sie dafür, dass die Bundesregierung dem Vertrag für ein Atomwaffenverbot beitritt? Wie stehen Sie zu den geplanten Modernisierungen der nuklearen Waffensysteme und zum Verbleib der Atomwaffen in Büchel? Diese aktuellen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik stellte pax christi Diözesanverband Münster den Münsteraner Bundestagsabgeordneten bzw. Kandidatinnen. Die Antwort von MdB Hubertus Zdebel (DIE LINKE) ist für Kommentator Jonas Höpken eine aus „pax christi-Sicht sehr positiv zu bewertende Haltung“, verbunden „mit einer deutlichen Kritik an der Politik der Bundesregierung, der er vorwirft, das Atomwaffenprogramm der USA sogar zu stärken, indem sie den Export von Uran in die USA fördert.“

Monatlich fragt pax christi Münster im Rahmen seines politischen Dialogs politische VertreterInnen nach ihren Positionen. Im August lautete die Fragen: „122 Staaten verabschiedeten am 7. Juli 2017 bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen. Die Atomwaffenstaaten der NATO waren bei den Verhandlungen nicht dabei, auch die Bundesrepublik als Verbündete nicht.

Wären Sie dafür, dass die Bundesregierung dem Vertrag für ein Atomwaffenverbot beitritt? Wie stehen Sie zu den geplanten Modernisierungen der nuklearen Waffensysteme und zum Verbleib der Atomwaffen in Büchel?“

Jonas Höpken, Mitglied pax christi Diözesanverband Münster, kommentiert die Antworten der VertreterInnen von CDU, SPD, Grünen und DIE LINKE hier auf der Münsteraner Seite.

Zum Hintergrund siehe auch:

Flüchtlinge im Hafen Münster: „Mit Sicherheit gut ankommen“ – Diskussion und szenische Lesung „EIN MORGEN VOR LAMPEDUSA“

Ein auffälliges Schiff lag im münsteraner Hafen vor Anker. An Bord Dutzende von Kupferfiguren, gekleidet in Lumpen, auf den Gesichtern der Ausdruck von Fatalismus und Leid. Auf diesem kleinen Schiff haben 2013 unter unvorstellbaren Verhältnissen 282 Menschen die Flucht von Ägypten über das Mittelmeer nach Lampedusa angetreten. Nun ist es Teil eines Projektes über Flucht und Migration, in Kooperation mit der OUTLAW-Stiftung,  mit dem auf die oftmals tödlichen Umstände der Reisen von Flüchtenden aufmerksam gemacht werden soll. Der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) war bei der Podiumsdiskussion „Mit Sicherheit gut ankommen“ und der anschließenden szenischen Lesung „EIN MORGEN VOR LAMPEDUSA“ dabei.

Die Zahlen zu Flucht und Vertreibung, die von Moderatorin Gabriele Markerth, Geschäftsführerin der Paritätische Kreisgruppe Münster, auf der Veranstaltung am 23. August in Erinnerung gerufen wurden, alarmieren: 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Allein auf der Flucht über das Mittelmeer sind letztes Jahr rund 5000 Menschen gestorben. Auf solche Zustände müssen politische Antworten folgen.

DIE LINKE setzt sich für ein soziales, friedliches, gerechtes und ökologisches Europa ein. Insofern möchten wir natürlich auch Schluss machen mit der menschenverachtenden Flüchtlingspolitik an den Außengrenzen der EU. Menschen fliehen, weil sie von Krieg, Hunger und Armut, den Folgen des Klimawandels sowie Verfolgung aufgrund ihrer politischen Meinung, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung bedroht sind.

Gerade die Bundesregierung ist hier in der Verantwortung: Deutschland befeuert bewaffnete Konflikte, indem es Waffen in Krisenregionen und an undemokratische Regimes wie Saudi-Arabien liefert, und beteiligt sich selbst an bewaffneten Konflikten, die zu Flucht und Vertreibung führen. Der schmutzige Deal zwischen der Türkei und der EU, bei dem die Türkei EU-Gelder für Verstärkten Grenzschutz und das Auffangen von Flüchtlingen erhält, verschlechtert deren Situation noch weiter. Damit muss konsequent Schluss sein.

Zurecht kritisierte Volker Maria Hügel von der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) auch die Aussetzung des Familiennachzugs für syrische Flüchtlinge als Integrationshindernis und Zerstörung von Familien.

Was wir brauchen ist eine menschenwürdige Politik, die auf Hilfe statt auf Abschottung setzt und das im Grundgesetz verankerte Asylrecht als Verpflichtung begreift, statt es immer weiter auszuhöhlen.

Bei der im Anschluss an die Podiumsdiskussion stattfindenden szenischen Lesung „EIN MORGEN VOR LAMPEDUSA“ wurde das Drama der Flucht allzu deutlich. Zusammen mit Kandidatinnen und Kandidaten der anderen Parteien habe ich Schilderungen von Zeugen von Ereignissen auf   Lampedusa gelesen. Fischer, die zu Helfern wurden bei einer Rettung von vor Lampedusa in ihrem Boot gekenterten Flüchtlingen, erzählen in den Berichten drastisch von Ertrinkenden, von Wenigen, die gerettet werden konnten, und dem Anblick der Toten. Besonders die geschilderten Reaktionen der Behörden, die die Lebensretter teilweise der Beihilfe zur illegalen Einwanderung angeklagt haben, schockierten und führen nochmal besonders die Unmenschlichkeit der europäischen Abschottungspolitik vor Augen.

Pro-Fracking-Wahn der FDP geht weiter

„Fast jede Woche drängen sich FDP-Politiker in die Öffentlichkeit, um den Schulterschluss mit den Gaskonzernen zu suchen und für die Risikotechnik Fracking zu werben. Egal auf welcher Ebene: Die FDP opfert die Gesundheit der Menschen und den Schutz der Umwelt den Profitinteressen von Exxon, Wintershall und Co“, erklärt Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der LINKEN und Obmann seiner Fraktion im Umweltausschuss.

Zdebel weiter: „Bei der FDP hat sich geradezu ein Pro-Fracking-Wahn breit gemacht. Jüngstes Beispiel sind die Äußerungen des FDP-Bundestagskandidaten und Fraktionsvorsitzenden im niedersächsischen Landtag, Christian Dürr. Bei einem Auftritt bei ExxonMobil in Sage redete Dürr dem Konzern derart nach dem Mund, dass er die Bedeutung von Fracking-Gas ins Absurde steigerte. Dabei könnte gefracktes Erdgas gerade einmal 2 Prozent der Energieversorgung Deutschlands liefern.

Über die mit Fracking verbundenen Umweltschäden verliert der FDP-Politiker ebenso wenig ein Wort wie über die Häufung bestimmter Krebsarten in der Nähe von Gasförderstandorten. Es liegt nahe, anzunehmen, dass Dürr nicht nur Konzerninteressen vertritt, sondern auch potentielle Einnahmen aus Gewerbesteuern und dem Förderzins bei der Gasgewinnung erwartet. Angesichts der Unbeherrschbarkeit von Fracking und der damit verbundenen Gefahren lässt sich diese Politik nur auf einen kurzen Nenner bringen: Gier frisst Hirn.“

Endlager-GmbH startet Atommülllager-Suche: Kritik nicht erwünscht

Mitten im Wahlkampf eröffnet die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) mit einer repräsentativen Veranstaltung das jüngst novellierte Suchverfahren für ein dauerhaftes Lager für hochradioaktive Abfälle. Wer aber dem Gesetz nicht zustimmte und wem die Empfehlungen der Endlager-Kommission nicht weit genug gingen, wird kurzerhand nicht eingeladen. Für Impulsvorträge werden VertreterInnen der Fraktionen von Grünen, SPD und CDU geladen, nicht aber DIE LINKE. Das ist sehr transparent, aber nicht so ganz ergebnisoffen und im laufenden Wahlkampf sicherlich besonders befremdlich. Außerdem hat die BGE nun noch einen vierten Geschäftsführer bekommen. Der kommt direkt von der bisherigen DBE, die bislang mehrheitlich den Atomkonzernen gehörte. (Foto: Ursula Heinen-Esser, Vorsitzende Geschäftsführerin BGE)

Zu der Veranstaltung am morgigen Dienstag in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft sind die Berichterstatter des Deutschen Bundestages für das Atommüll-Thema geladen, die in den letzten Jahren das Parlament unter anderem in der „Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“ vertreten haben. Für Impulsvorträge sind Dr. Matthias Miersch, Mitglied des Bundestages (SPD), Steffen Kanitz, Mitglied des Bundestages (CDU / CSU) und Sylvia Kotting-Uhl, Mitglied des Bundestages (Bündnis 90 / Die Grünen) vorgesehen, nicht aber Hubertus Zdebel, Mitglied des Bundestages (DIE LINKE). (*der Autor dieses Textes ist Mitarbeiter bei dem MdB Zdebel). Hinzu kommt: Zdebel ist als Vertreter seiner Fraktion Mitglied im Aufsichtsrat der BGE.

Zdebel hatte als Einziger der nicht stimmberechtigten Vertreter (aus Bundestag und Bundesrat) – neben dem stimmberechtigten BUND (gesellschaftlicher Vertreter) – die Ergebnisse der Kommission im Sommer 2016 als unzureichend abgelehnt. Auch bei der darauffolgenden Novellierung des Standortauswahlgesetzes verweigerte die Fraktion DIE LINKE am Ende ihre Zustimmung. Zdebel war es auch, der vor wenigen Wochen darauf aufmerksam machte, dass die Doppelfunktion eines Geschäftsführers der BGE, der gleichzeitig Leiter der Zentralabteilung im Bundesumweltministerium und damit eigentlich die Kontrollfunktion über die BGE inne hat, nicht in Ordnung wäre.

Das scheint offenbar Grund genug, den Abgeordneten schlicht nicht zur Auftaktveranstaltung der BGE einzuladen.

„Mit einem „Blick zurück nach vorn“ will die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) den Beginn des Standortauswahlverfahrens einleiten“, heißt es in der Einladung und zur Begründung warum Zdebel nicht dabei ist: „Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und die zuständigen Abgeordneten der Bundestagsfraktionen haben den Neuanfang in der Endlagersuche ermöglicht.“ Klare Ansage!

Weiter heißt es: „Die BGE macht nun den ersten Schritt, um einen Standort für das strahlende Erbe des Atomzeitalters zu finden. Mit der Veranstaltung wollen wir gemeinsam erkunden, wo wir herkommen, was wir geschafft haben und was in den nächsten Monaten folgen wird.“ Mit „gemeinsam“ sind dann offenbar nur noch diejenigen gemeint, die im Bundestag zugestimmt haben.

Kritik kommt auch von der BI Lüchow-Dannenberg (Gorleben). In einer heute veröffentlichten PM heißt es: „Die Einladung zu diesem Programm aber missfällt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). „Wir haben intensiv diskutiert“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, dann aber die Idee verworfen, uns mit bedruckten T-Shirts wie „Neu-Alt-Gorleben“ ins Publikum zu setzen, es erschien uns zu clownesk.“ Die Absage basiere nämlich auf der Ankündigung der BGE, dass mit der Einladung der Eindruck erweckt wurde, dass die Behördenvertreter an einem „Austausch“ mit den Anti-Atom-Initiativen interessiert seien.

Stattdessen bekamen Frau Heinen-Esser, Dr. Seeba und Prof. Dr. Lennartz als Spitze der BGE einen Brief zu lesen. Martin Donat, der BI-Vorsitzende, begründet, warum aus dem Wendland niemand in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zugegen sein wird:
„In unseren Augen kann Ihre Veranstaltung mit einer Dauer von lediglich zwei Stunden, für die Sie allein schon 8 Referate eingeplant haben, dem Anspruch auf „Austausch“ unmöglich gerecht werden – erst recht nicht bei einem Prozess mit derartig weitreichenden Folgen.

Dieses Format ist in unseren Augen ebenso wenig für die „Erkundung geeignet, wo wir herkommen und was wir geschafft haben“. Wie Sie wissen, haben wir eine gemeinsame kritische und wissenschaftlich basierte Aufarbeitung der bisherigen Endlagersuche stets gefordert und vermissen sie nach wie vor. In wenigen Minuten werden wir das mit Sicherheit nicht nachholen können.

Wir gehen daher davon aus, dass es sich vorrangig um einen PR-Termin handeln wird, bei dem der Start der Endlagersuche und das Einvernehmen aller Beteiligten kommuniziert werden soll. Aus unserer Sicht ist eine Teilnahme an einer derartigen Veranstaltung nicht sinnvoll, weil sie unsere kritischen Positionen zum Standortauswahlverfahren nicht berücksichtigen kann. Wir wären dort lediglich Staffage.““

Die Leitung der BGE ist inzwischen auf vier Geschäftsführer erweitert. Wie die BGE mitteilte, ist ab sofort neben Heinen-Esser, Seeba und Lennartz auch Dr. Thomas Lautsch als technischer Geschäftsführer an Bord. In der PM der BGE ist zu lesen: „Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat als Gesellschafter der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) mit Wirkung zum 01. September 2017 Dr. Thomas Lautsch zum technischen Geschäftsführer berufen. Dr. Lautsch ist seit 2014 Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE). In dieser Position verantwortet der 56-jährige seit Januar 2015 die technischen Bereiche der Unternehmensgruppe. Dr. Lautsch ist Diplom-Ingenieur für Bergbau.

Mit Dr. Lautsch ist die Geschäftsführung der BGE komplett. Die weiteren Geschäftsführer der BGE sind Ursula Heinen-Esser (Vorsitzende), Dr. Ewold Seeba (stellvertretender Vorsitzender) und Prof. Dr. Hans-Albert Lennartz (kaufmännischer Geschäftsführer).

Die BGE ist eine bundeseigene Gesellschaft im Geschäftsbereich des Bundesumwelt-ministeriums. Sie hat am 25. April 2017 die Verantwortung als Betreiber der Schachtanlage Asse II sowie der Endlager Konrad und Morsleben vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) übernommen. Zu den weiteren Aufgaben zählt die Suche nach einem Endlager für insbesondere Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle.

Die privatwirtschaftlich organisierte Gesellschaft des Bundes wird neue Möglichkeiten nutzen, um die Projektziele effektiver zu erreichen. In der Gesellschaft werden fachliche Expertisen gebündelt und Synergien genutzt. Noch in diesem Jahr werden zu diesem Zweck die DBE sowie die Asse-GmbH mit der BGE verschmolzen. Damit wird sichergestellt, dass der Bereich der Endlagerung vollständig in staatlicher Verantwortung bleibt. Oberste Priorität haben auch weiterhin Sicherheit und Kompetenz.“

 

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