URENCO: Atomtransporte künftig von Gronau nach England

robinwood_uranfabrig_gronauAb 2016 werden Atomtransporte aus der zum URENCO-Konzern gehörenden Uranfabrik Gronau nach Großbritannien erfolgen. Das ist das Ergebnis aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Dorothée Menzner. (Drucksache 17/12446, PDF) „URENCO: Atomtransporte künftig von Gronau nach England“ weiterlesen

Atomkraftgegner kritisieren Stresstest: „Entsorgungskommission blendet tatsächliche Gefahren aus“

robinwood_uranfabrig_gronauInitiativen aus dem Münsterland haben heute den von der Entsorgungskommission durchgeführten Stresstest (PDF) der Bundesregierung über Atommüll-Zwischenlager und Uranversorgungsanlagen kritisiert. Besonderes Augenmerk haben die Initiativen dabei rund um die Uranfabrik in Gronau gerichtet. „Atomkraftgegner kritisieren Stresstest: „Entsorgungskommission blendet tatsächliche Gefahren aus““ weiterlesen

Uranfabriken der URENCO im Winterschlussverkauf?

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Johannes Teyssen, Chef von E.on, will gemeinsam mit RWE die Anteile an der URENCO bis 2014 verkaufen. Foto: Dirk Seifert

Nachdem E.on und RWE sowie die britische Regierung bereits erklärt haben, dass sie ihre Anteile von zusammen 66,6 Prozent an den Uranfabriken der URENCO verkaufen wollen, verdichten sich nun die Hinweise, dass auch die niederländische Regierung ihren Anteil von 33,3 Prozent abgeben könnte. Damit stünden dann gleich vier Uranfabriken sowie der gesamte Bereich der Forschung, Entwicklung und des Baus von solchen Anlagen vollständig zum Verkauf. „Uranfabriken der URENCO im Winterschlussverkauf?“ weiterlesen

AKW Gundremmingen: Vorbereitungen für Bau der Terrorschutzmauer haben begonnen

radioaktiv009„Am AKW Gundremmingen haben die Vorbereitungen zum Bau der Terrorschutzmauer begonnen. Sie soll 210 Meter lang, 10 Meter hoch und 85 Zentimeter dünn werden. Umweltschützer bejahen bestmöglichen Schutz des Atommülls und fordern Informationen über die Bedrohungseinschätzung.“ So heißt es in einer Pressemitteilung des „FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager“. Weiter schreibt die Initiative:

„Im zwischen Augsburg und Ulm gelegenen Gundremmingen läuft Deutschlands größtes AKW und lagert mit Abstand Deutschlands meister hochradioaktiver Müll. Jetzt haben Vorbereitungen für den Bau einer Terrorschutzmauer an der Außenseite des Castorlagers begonnen. Die atom- und die baurechtlichen Genehmigungen stehen allerdings noch aus.

Unsere Bürgerinitiative fordert viererlei:

Grundlegende Informationen über die Einschätzung der Bedrohung. Wir haben gerade mit Hinweis auf die Anschlagsgefahren gegen die Genehmigung dieses Atommüll-Lagers protestiert und geklagt. Noch vor wenigen Jahren hieß es von RWE, EON und Bundesamt für Strahlenschutz, dass auch das Gundremminger „Zwischenlager“ sicher sei. Unsere Bedenken, dass mit panzerbrechenden Waffen wie auch Raketen- und Drohnenangriffen das Atommüll-Lager aufgebrochen und so die Region verseucht werden kann, wurden zurückgewiesen. Leider bestätigen sich jetzt unsere Sorgen, dass die Atommüll-Lagerung auch in Gundremmingen wahrlich nicht sicher ist. Die Atomkonzerne als Bauherren wie die Genehmigungsbehörden in Salzgitter und München sind der Bevölkerung grundlegende Informationen schuldig, wie die Bedrohungslage jetzt und für die Zukunft eingeschätzt wird. Selbstverständlich sollen sicherheitsrelevante Details geheim bleiben, aber grundsätzliche Einschätzungen sind überfällig.

Auch die Gundremminger Zwischenlagerhalle muss umfassend gesichert werden. Heute auch Terroristen zugängige Waffen können über das Dach eindringen. Insofern ist die jetzt geplante Terrorschutzmauer unzulänglich.

Die oberirdische Lagerung dieses Atommülls, der über 1 Million Jahre abklingen muss, um seine tödliche Wirkung zu verlieren, ist unverantwortlich. Es muss in Deutschland am best geeigneten Ort ein möglichst sicheres unterirdisches Endlager gebaut werden.

Atomkraftwerke und Atommüll-Lager sind und bleiben gefährlich. Deswegen müssen die Reaktoren schnellstmöglich abgeschaltet und somit auch die Atommüllproduktion beendet werden.“

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager  und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.,  Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm“ Mehr Infos unter: www.atommuell-lager.de

 

Uranfabrik Gronau in NRW: Initiativen fordern Taten der rot-grünen Landesregierung

robinwood_uranfabrig_gronauInitiativen aus dem Münsterland und Gronau haben heute die Landesregierung in NRW aufgefordert, endlich mit sichtbaren Taten die Abschaltung der Uranfabrik in Gronau anzugehen. Die Anlage ist vom 2011 beschlossenen Atomausstieg ausgenommen und darf ohne jede Befristung dauerhaft weiter produzieren. Fast jedes zehnte AKW auf der Welt erhält aus Gronau seinen Uranbrennstoff. Erst letzte Woche hat die Umweltorganisation ROBIN WOOD in Düsseldorf über 10.000 Unterschriften mit der Forderung nach Stilllegung der Uranfabrik Gronau an die zuständige Atomaufsichtsbehörde im Wirtschaftsministerium übergeben. Die PM der Initiativen von heute:

„Ausstiegs-Initiativen nach Fukushima-Demo in Gronau:  AtomkraftgegnerInnen fordern Taten von Landesregierung: – neue Initiative im Bundesrat und strengere Sicherheitsstandards – „Stilllegung der Urananreicherungsanlage konkret anpacken“

Nach der Demonstration am Samstag vor der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau aus Anlass des zweiten Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima fordern die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland von der NRW-Landesregierung drei neue Maßnahmen:

Bundesratsinitiative zur Stilllegung von der Urananreicherungsanlage Gronau

Die NRW-Landesregierung soll im Bundesrat zusammen mit der neuen rot-grünen Landesregierung von Niedersachsen eine frische Initiative zur sofortigen Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik in Lingen sowie der AKW Lingen und Grohnde starten, um die offensichtlichen Fehler des Atomausstiegsgesetzes von 2011 zu beheben. „Die Uranfabrik Gronau und die Brennelementefabrik Lingen sind beim Atomausstieg komplett ausgeklammert worden und die Laufzeit der AKW Lingen und Grohnde wurde bis 2022 verlängert. Das muss nun geändert werden,“ so Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Sicherheitsüberprüfung von Gronau muss Gefahren neu bewerten

Die Anti-Atomkraft-Initiativen erwarten von der NRW-Landesregierung, dass die anscheinend kurz vor dem Abschluss stehende Sicherheitsüberprüfung der Urananreicherungsanlage Gronau nicht eine reine Alibi-Veranstaltung wird und nur den – schon damals – geschönten Sachstand von vor 10 Jahren wiederholt. „Die Zeiten, wo unverbunkerte Atomanlagen und die Lagerung von Tausenden Tonnen Uran unter freiem Himmel akzeptiert wurden, wie dies in Gronau der Fall ist, müssen einfach vorbei sein. Aktuelle Verwaltungsgerichtsurteile werten die Gefahr von Flugzeugabstürzen viel strenger als früher – all dies muss die Landesregierung berücksichtigen, wenn sie die Sicherheitsüberprüfung der Uranfabrik in Gronau wirklich ernst nimmt,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Düsseldorfer Minister sollen für Ortstermin ins Münsterland kommen

Die zuständigen Landesminister Duin (SPD) und Remmel (Grüne) sollen endlich persönlich nach Gronau und Ahaus kommen und sich vor Ort im Gespräch mit AtomkraftgegnerInnen ein Bild von den gravierenden Sicherheitsproblemen und der völlig ungelösten Entsorgungsfrage für den Atommüll in Gronau und im Zwischenlager Ahaus machen. „In Niedersachsen traf sich der neue Umweltminister Wenzel (Grüne) nach nur zwei Wochen im Amt mit AtomkraftgegnerInnen, im Münsterland warten wir schon seit drei Jahren vergeblich auf ein solches Spitzengespräch,“ so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Neue Proteste für Atomausstieg geplant

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland kündigen weitere Proteste zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau an:

Geplant sind unter anderem Proteste auf den Jahreshauptversammlungen von RWE und EON im April und Mai, da beide Konzerne zusammen ein Drittel der UAA-Betreiberin Urenco besitzen.

Vom 19.-27. Juli wird dann ein großes Anti-Atom-Sommercamp im Münsterland stattfinden, auf dem es schwerpunktmäßig um die Urananreicherung in Gronau geht.

Weitere Infos: www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de

 

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