Update Plutonium-Transport – Aktionen

Hoch umstrittener Schiffstransport mit plutoniumhaltigen Brennelementen (MOX) auf dem Weg nach Nordenham. Sonntag, 13.30 Uhr Protest-Paddeln auf der Weser und Demonstration direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics in Nordenham. Dort legt die Atlantic Osprey mit den MOX-LKWs an und fährt auf der Straße direkt durch die Stadt Nordenham über Bremen und Hannover (mögliche Route auf der Straße) zum Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln.

Nordenham

Direkt an dem RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistik, Betrieb Blexen in Nordenham wird am Sonntag um 13.30 Uhr eine Demonstration gegen den MOX-Transport stattfinden. „Paddeln mit demonstrativen Charakter auf der Weser; wenn genug Menschen mit Kajaks und Kanus teilnehmen wollen wir symbolisch die 400 m lange Anlegestelle blockieren“, so Organisator Bernd Ebeling von www.contrAtom.de – Informationsnetzwerk gegen Atomenergie.

Zu der Demo werden auch Landwirte mit Traktoren erwartet. Da die Traktoren als Blockade verwendet werden könnten, hat die Versammlungsbehörde einen gesonderten Platz für das schwere Gerät angeordnet.

Dazu der O-Ton der Polizeidirektion Oldenburg: „Die Bauern dürfen ihre Traktoren nicht in der Neptunstraße und in der Nähe der Deichscharte parken, da sie als Blockademittel dienen könnten und die Bauern sich eh nicht an Absprachen halten“, konstatierte die Polizei beim gestrigen Kooperationsgespräch im Rathaus der Stadt Nordenham.

Weiter teilte die für die Weser zuständige Wasserschutzpolizei Brake bei diesem Gespräch mit, „das sie mit allen verfügbaren Schlauchbooten und Schiffen vor Ort sein werden, um zu verhindern, das Aktivisten auf die Anlegestelle und das Schiff klettern“.

Der LKW mit den plutoniumhaltigen Brennelementen soll direkt am RoRo-Anleger der Firma Rhenus Logistics von dem Atomfrachter Atlantic Osprey durch das Stadtgebiet von Nordenham fahren. Zielort ist der Atommeiler Grohnde bei Hameln, die wahrscheinliche Route führt über Bremen und Hannover, es sind allerdings andere Routen ebenso möglich.

Bernd Ebeling fordert von EON, auf den Einsatz der plutoniumhaltigen Brennelemente zu verzichten: „Die Erfahrung zeige, dass der Einsatz von den sogenannten MOX-Brennelementen (plutoniumhaltig) erheblich schwieriger zu händeln sei als die üblichen Brennelemente, dieses verlautet selbst in EON-Kreisen“.

„Unsere Kritik bezüglich der fehlenden Sicherheitsvorkehrungen an dem längst abgeschriebenen Transportschiff Atlantic Osprey erhalten wir aufrecht“, so Jan Becker von contrAtom. Die französische Sicherheitsbehörde “Autorité de Suretté Nucléaire” (ANS) hat offenbar gegenüber britischen Behörden die Sicherheit des Plutoniumfrachters Atlantic Osprey kritisiert.  Das geht aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der britischen “International Nuclear Service” (INS) hervor. Wir erwarten von den, für diesen Atomtransport, zuständigen Behörden, das diese sofort bei der ANS nachfragen. „Haben die deutschen Behörden bei den französischen und britischen Behörden nachgefragt wegen der Sicherheitsbedenken? Was sind die Ergebnisse und wann werden diese veröffentlich?“, fragt Jan Becker. (siehe auch Informationen über die Mängel bei einer Sicherheitskontrolle hier. Die Stadt Nordenham und der Landkreis Wesermarsch wollen Verbot der Atomtransporte.)

ContrAtom und der Vorsitzende des Umweltausschußes der Stadt Nordenham erwarten dazu Stellungnahme von Innenminister Lorenz Caffier/CDU, derzeitig Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren von Bund und Ländern (IMK), Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann/CDU, Bundesumweltminister Peter Altmaier/CDU und dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, Bündnis90/Die Grünen.

Ansprechpartner für die Presse in Nordenham : Hajo Janßen, Vorsitzender des Umweltausschußes der Stadt Nordenham, mob. 0160  8829970 und Bernd Ebeling, contrAtom, mob. 01520 8296695

Grohnde

Ab heute gibt es eine Dauermahnwache vor dem Atomkraftwerk Grohnde.

Ansprechpartner: Tobias Darge, Grohnde abschalten, mob. 0176 24249815

Beginn: am Freitag ab 18 Uhr
Wo: natürlich vor dem AKW Grohnde
Wie lange: voraussichtlich bis der Transport beendet ist
Routenplaner über Google-Maps hier

Weitere Infos auf http://www.grohnde-abschalten.de/

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Bernd Ebeling, Mob. 01520 8296695  ,  bernd@contrAtom.de

Informationsnetzwerk gegen Atomenergie – www.contratom.de

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