Köln75 – Keith Jarrett – The Köln Concert

Was für ein Konzert, 1975. Was für eine Platte! Mit Tönen sprechen und vom Leben erzählen. Köln75, was für ein Film: „Doch“. Vera Brandes (Mala Emde) Regie: Ido Fluk. Aber alles für ihn: Keith Jarrett und dieses Klavier. Will jetzt gar nicht weiter suchen, aber: gibt es Noten für das Konzert? Es heißt ja, Jarret habe das „geschrieben“. Der Flügel: Imperial … https://www.boesendorfer.com/de/pianos/pianos/Concert-Grand-290-Imperial

https://www.youtube.com/watch?v=-B0Coi2nKok

Oder eben doch so…. unglaublich:

 

Eine Einladung von URENCO: Deutschland, das Uran und die USA

Nukleare Alltags-Geschichten. Das folgende kommt von hier: https://adamswebsearch2.nrc.gov/webSearch2/main.jsp?AccessionNumber=ML25016A168. Dreistaatlicher europäischer Urankonzern URENCO. Mit einer per Staatsvertrag abgesicherten Filiale in den USA. Diese Filiale in New Mexico „lädt“ Bundeswirtschaftsministerium zum „Besuch“ in USA ein. Dort erhöht der teilweise auch bundesdeutsche Konzern gerade die Anreicherung des spaltbaren Uran Isotop 235. Standard war seit den 60er Jahren bei der Atomstromerzeugung ein Grad von 4 +- im Brennstoff. URENCO USA ist dabei jetzt auf einen Grad von 10 Prozent zu erhöhen. Im URENCO-Staat Großbritannien der Konzern Anreicherungen von Uran235 auf knapp unterhalb der Atomwaffenschwelle von 20 Prozent anstreben. Russland und inzwischen USA und Frankreich sind dabei, auf bis zu 20 Prozent anzureichern, um die Atomenergie „billiger“ zu machen. Technisch mehr als nur „Hightech“. Meist Science Fiction. Deutschland, das Uran und die USA… Eine Einladung. Ob sie angenommen wurde?

Unter dem oben angeführten Link auf eine staatliche Dokumentation der USA ist hier direkt als PDF zur Dokumentation – ML25016A168. (PDF)

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Federal Ministry for Economic Affairs and Climate Action
Referat ZC4 3 Firmenbetreuiung
Villemobler Strasse 76
53123 Bonn
Federal Republic of Germany

SUBJECT: INVITATION TO VISIT THE URENCO, USA ENRICHMENT FACILITY
Dear ///////////:
On behalf of the U.S. Nuclear Regulatory Commission, I am writing to formally invite
representatives from your government to visit the Urenco USA uranium enrichment facility in
Eunice, New Mexico from March 3-7, 2025. The purpose of this visit is to provide you with an
opportunity to observe the progress being made in the restart of operations at the Centrifuge
Assembly Building operated by Enrichment Technology, USA.

This invitation reflects our ongoing commitment to the terms of the 1992 Treaty of Washington
(Treaty). We recognize the importance of maintaining transparency and fostering trust as we
work collaboratively to fulfill our obligations under the Treaty. We believe this visit will serve as a
valuable platform for reinforcing our shared commitment to the Treaty’s principles and
addressing any questions or concerns your representatives might have.

Please confirm your availability for the proposed dates at your earliest convenience. Should you
require additional information or have specific requests regarding the visit, feel free to contact:

Samuel Bazian,
Email: Samuel.Bazian@nrc.gov
Phone: +1 (301) 415-7048
We look forward to your participation and to continuing our constructive collaboration.
Sincerely,

Tara Inverso, Director
Division of Security Operations
Office of Nuclear Security and Incident Response
January 31, 2025
Signed by Inverso, Tara
on 01/31/25

INVITATION TO VISIT THE URENCO, USA ENRICHMENT FACILITY January 31, 2025
DISTRIBUTION:

JRowley, NMSS/DFM/FFLB
RJustice, OCIO/DRMA
ADAMS Accession No.: ML25016A170; Ltr ML25016A168
OFFICE NSIR/DSO/ISB NSIR/DSO/ILTAB NSIR/DSO NSIR
NAME SBazian MMacDonald TInverso CErlanger
DATE Jan 16, 2025 Jan 22, 2025 Jan 28, 2025 Jan 31, 2025
OFFICE NSIR/DSO
NAME TInverso
DATE Jan 31, 2025
OFFICIAL RECORD COPY

Statt nach Gorleben: Hochradioaktiver Atommüll per Schiff und Schiene aus Sellafield nach Bayern

Sieben Castorbehälter mit hochradioaktivem Atommüll aus der britischen Plutoniumfabrik in Sellafield sind beladen und stehen bereit: Die Reise geht mit einem bewaffnetem Spezialschiff über die Nordsee nach Nordenham an der Weser und nach dem Umladen dann weiter per Schiene nach Niederbayern an die Isar ins Zwischenlager in Niederaichbach. Offiziell ist die Transportstrecke geheim! Der hochaktive, ehemals flüssige Atommüll ist in Glas eingegossen und ist bei der Verarbeitung von bundesdeutschem Uran-Brennstoff entstanden. Die Transportgenehmigung durch das zuständige Bundesamt BASE ist erteilt und seit dem 1. März gültig.  Die Genehmigung ist zwar noch bis Ende des Jahres gültig, aber bis Ende Juni, in der ersten Jahreshälfte 2025 soll der gefährliche Transport erfolgen. „Seven flasks will be transported from Sellafield via a German port to the Isar Federal storage facility in the first half of 2025“, heißt in einer Meldung der britischen Regierung vom Februar. Auch deutsche Stellen sprechen von diesem Korridor. Gegenüber umweltFAIRaendern bestätigt die GNS (siehe unten): „Wie von uns bereits veröffentlicht, planen wir den Transport nach Isar im ersten Halbjahr 2025 durchzuführen.“ Ehemals gingen solche Castor-Transporte vor allem nach Gorleben, in das dort weiterhin bestehende Atommüll-Zwischenlager.

Ein erster solcher Castor-Transport aus England hat bereits ins Zwischenlager Biblis stattgefunden. Ein weiterer Transport mit ähnlichem Atommüll kam zuletzt aus der französischen Atomfabrik LaHague in Frankreich ins Zwischenlager Philippsburg. Und im nächsten Jahren sollen dann noch Transporte aus Sellafield nach Brokdorf stattfinden.

Bei Mirragenews ist zu lesen: „These returns involve Sellafield Ltd working in partnership with Nuclear Transport Solutions (NTS) to return the waste to German customers. The waste will be transported by sea on a specialist vessel to a German port, then onwards by rail to its final destination.“

  • Über die Schiffe, die in Großbritannien für die Überfahrt von Sellafield bis Nordenham zum Einsatz kommen, sind hier bei PNTLS mehr Informationen. Zur Ausstattung der Schiffe von PNTLs siehe auch hier mehr Infos, oder direkt hier. (PDF) Hier gibt es Infos über das Schiff Grebe (PDF). Und außerdem: This is why armed police were in Barrow – (2019) „ARMED police carried out an operation in Barrow as a shipment of nuclear waste was safely moved from Sellafield to the docks to be sent abroad. Members of the public spotted a heavy police presence in the area of Roanhead close to the Dunes Hotel yesterday afternoon. Armed police lined the route travelled by train from Sellafield to Barrow on the nuclear site’s dedicated line to Barrow Docks. The shipment was carried out with support from police and officers from the Civil Nuclear Constabulary….“

Für die Sicherung der brisanten Atomfracht wird bundesweit ein Großaufgebot von Polizei und Sicherheitsorganen eingesetzt, denn die Transporte unterliegen extrem hohen Sicherungsmaßnahmen gegen Terrorgefahren. Dafür gelten geheime Richtlinien für den Schutz gegen Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen Dritter, kurz SEWD.

Zuständig für den Transport ist Preußen Elektra, die an der Isar direkt neben dem Zwischenlager die beiden AKWs betrieben haben und in der Namen Uran-Brennstoff zu Bearbeitung nach Sellafield transportiert worden ist. Diese Atomschiebereien, die die Menge radioaktiver Abfälle noch vergrößert haben, wurden von der Bundesregierung aufgrund ihrer Risiken in Verbindung mit Plutonium im Jahr 2005 verboten. Internationale Verträge, die allerdings öffentlich nicht einsehbar sind, regeln, dass Deutschland den Atommüll, der bei der Plutonium-Bearbeitung angefallen ist, zurücknehmen muss. Für die Durchführung der Atomtransporte ist in Deutschland die GNS, die Gesellschaft für Nuklearservice zuständig. Die GNS informiert hier über die Atommüll-Transporte. Dort hatte das Unternehmen mitgeteilt: „Der Transport soll in der ersten Hälfte des Jahres 2025 durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen werden weder der Transporttermin noch die genaue Transportstrecke vorab bekanntgegeben.“

Für die Kosten des Transports sind die AKW-Betreiber zuständig. Die weitere Aufbewahrung wird dann von der Bundesgesellschaft für Zwischenlager (BGZ) übernommen. Unter anderem für deren Finanzierung ist ein eigener Staatsfonds aufgelegt worden, der sogenannte KENFO. Ein Endlager für diesen Atommüll gibt es bis heute nicht.

  • Doku (Link siehe oben) Second shipment of high level waste from the UK to Germany

Sellafield Ltd and Nuclear Transport Solutions are making preparations for the second return of high level waste, in the form of vitrified residue, to Germany.

Seven flasks will be transported from Sellafield via a German port to the Isar Federal storage facility in the first half of 2025. This will be the second of three shipments from the UK to Germany. The first shipment of 6 flasks, to Biblis, was successfully completed in 2020.

The waste results from the reprocessing and recycling of spent nuclear fuel at the Sellafield site in West Cumbria, which had previously been used to produce electricity by utilities in Germany.

Vitrified residue returns are a key component of the UK’s Nuclear Decommissioning Authority (NDA) strategy to repatriate high level waste from the UK, fulfil overseas contracts and deliver UK Government policy.

These returns involve Sellafield Ltd working in partnership with Nuclear Transport Solutions (NTS) to return the waste to German customers.

The waste will be transported by sea on a specialist vessel to a German port, then onwards by rail to its final destination.

The shipments will be carried out in full compliance with all applicable national and international regulations, and subject to issue of all relevant permits and licenses.

Sellafield Ltd and NTS will provide further information on the shipments in due course.

Atomares Katastrophengebiet: Radioaktiv in Fukushima – Demos und Mahnungen – BN verleiht Bayerischen Naturschutzpreis

Die einen versuchen, die Atomenergie mit Zauberformeln und viel Geld und Propaganda zur radioaktiven Wunderwaffe gegen die Klimakatastrophe zu verwandeln. Die weltweite Entwicklung von Großmächten und Krisenherden lässt andererseits die Sorgen wachsen, dass Atomenergie als Atomwaffe über die Welt kommen könnte. Vielleicht aber – das zeigt der Krieg in der Ukraine auch – werden Atommeiler per konventionellen Raketenangriff selbst zu Atomwaffen. Vernünftig ist davon gar nichts. Japan hat beides erlebt: Atomwaffeneinsätze und explodierende Atomkraftwerke. Weltweit wird zum Jahrestag der mehrfachen Atomkatastrophe von Fukushima gemahnt. Der Bund Naturschutz nimmt das nukleare Desaster zum Anlass, den „Bayerischen Naturschutzpreis“ an Ruiko Muto (Foto) zu verleihen, die mit ihrem Engagement mit vielen Menschen gemeinsam Widerstand gegen die Atomkraft geleistet hat. In Hamburg demonstrieren und mahnen Atomkraftgegner*innen am 15. März. Am 15. wir auch in Ahaus demonstriert, wo Atommüll im großen Stil vermeintlich zwischengelagert wird.

Die Katastrophenschutz-Maßnahmen und die Sicherung der Reaktorruinen und Fukushima und Gebieten rund um die Atommeiler werden noch Jahrzehnte dauern und Milliarden-Summe verschlingen. Statt die Strahlung einzudämmen und so sicher wie möglich zu verpacken, hat sich Japan mit Unterstützung der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) entschieden, riesige Mengen von angefallenen und weiter anfallenden radioaktiven Wassers zur Verdünnung und Verteilung in den Pazifischen Ozean abzulassen.

Anfrage der Hamburger Linksfraktion: Atomtransporte durch die Elbemetropole – Uranbrennstoff aus Lingen für schwedisches Vattenfall-AKW Forsmark

Regelmäßig fragt die Hamburger Linksfraktion nach den Atomtransporten in und durch Hamburg. Auf diese Weise soll auf die radioaktiven Nebenwirkungen der Atomenergienutzung aufmerksam gemacht werden. Vor allem Unfälle im Zusammenhang mit dem hochgefährlichen Uranhexafluorid – einem Zwischenprodukt zur Herstellung von Uran-Brennstoff – könnte katastrophale Folgen haben. Von Mitte November bis Mitte Februar rollen LKW mit Uran-Brennelementen in 11 Fällen aus dem emsländischen Lingen über Hamburg nach Schweden zum Vattenfall-Atomkraftwerk in Forsmark. Vattenfall plant, die Reaktoren in Schweden bis zu 80 Jahre in Betrieb halten zu wollen. In Forsmark sind die besonders riskanten Meiler vom Typ Siedewasserreaktor in Betrieb. Weitere 23 Transporte mit radioaktivem Material wurden über den Hamburger Hafen durchgeführt, darunter sehr strahlenintensive Kobaldquellen, aber auch radioaktiv kontaminierter Stahl. (Foto: AKWs Forsmark, Vattenfall) In Deutschland hatte Vattenfall zuletzt die maroden AKWs in Brunsbüttel und Krümmel – ebenfalls Siedewasserreaktoren – betrieben.

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