Volksentscheid für Ohren, Augen und Hirn: Musikalische Lesungen

220_PromisAm Donnerstag geht es weiter mit den musikalischen Lesungen für den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“. Ebermann und Schreuf geben im Centro Firmenhymnen zum Besten. Am Freitag im Knust dann mit Kai Degenhardt, Rolf Becker und dem Falco Trio (Duo Session) eine Hommage an Franz Josef Degenhardt. Schließlich am Samstag in der Werkstatt3 ein Abend über Johnny Cash – The Man in Black, gelesen von den Buchschwestern und musikalisch unterstützt von Hannes Klock.

Über 40 KünstlerInnen unterstützen den Volksentscheid. Siehe hier: Künstler und Prominente für Hamburger Energienetze: JA zu 100 %

Die musikalischen Lesungen im Überblick:

Anzeige LESUNGEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe auch: Vattenfall wird was gelesen – Musik und Literatur für den Volksentscheid

Künstler und Prominente für Hamburger Energienetze: JA zu 100 %

220_PromisÜber 40 Künstlerinnen und Künstler und Prominente bekunden öffentlich ihre Unterstützung für die Initiative UNSER HAMBURG – UNSER NETZ.

Die Schauspieler Peter Lohmeyer, Rolf Becker und Marion Gretchen Schmitz, die Musiker Jan Delay und Bela B (Die Ärzte), Corny Littmann, Rocko Schamoni und Kabarettist Henning Venske sowie viele weitere Künstlerinnen und Künstler halten es für wichtig, dass die für die Versorgung aller Hamburger so wichtigen Energienetze nicht mehr rein kommerziellen Interessen überlassen werden. Die Stadt kann sich stärker für das Gemeinwohl einsetzen, für mehr Klimaschutz sorgen und Verbrauchertransparenz herstellen.

Christoph Twickel, Autor: „Wenn das Hamburger Netz für Vattenfall ein gutes Geschäft ist, warum soll es das nicht auch für die Stadt Hamburg sein? Den Ausverkauf des Gemeinwesens im Feuilleton zu beklagen reicht eben nicht – wir müssen die falschen Privatisierungen rückgängig machen. Geschichte wird gemacht.“

Peter Lohmeyer, Schauspieler: „Diesem Filz zwischen dem SPD-Senat und Vattenfall traue ich einfach nicht. Und wenn Vattenfall das ganze Deutschlandgeschäft verkauft, was dann? Wir brauchen klare Verhältnisse und ein unabhängiges Hamburg. Ich will mitentscheiden, wo es mit der Energiewende hingeht.“

Jan-Peter Petersen, Kabarettist und Mitinhaber des Lustspielhauses Alma Hoppe: „Ein profitables Netz den Konzernen zu überlassen, ist ja wohl ein schlechter Witz“.

Hark Bohm, Regisseur: “Es kommt drauf an, wer die Verfügungsmacht über die Netze besitzt. Die Energieversorgung ist für alle Menschen entscheidend. Der Schlüssel für die Energienetze gehört in die Hände einer demokratisch gewählten Bürgerschaft”

Alle KünstlerInnen finden Sie hier: http://unser-netz-hamburg.de/kunstlerinnen-und-prominente-fur-den-volksentscheid/

„Wir freuen uns über die breite Unterstützung aus dem Kreis der Hamburger Kulturschaffenden. Dies verstärkt noch einmal unser gesellschaftliches Bündnis aus über 50 Organisationen. Jetzt entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger: Allgemeinwohl statt rein kommerzielles Interesse – um diese Grundsatzfrage geht es beim Volksentscheid“, so die drei Vertrauenspersonen von UNSER HAMBURG – UNSER NETZ; Manfred Braasch, Günter Hörmann und Theo Christiansen.

Weitere Infos: www.unser-netz-hamburg.de

Dokumentation der Seite von UHUN

KünstlerInnen und Prominente für den Volksentscheid

‚Die Netze sollen zurück in die Öffentliche Hand‘. Hamburger Künstler, Künstlerinnen und andere Prominente Hamburger sagten JA zu 100 % beim Volksentscheid UNSER HAMBURG – UNSER NETZ. Auf den Bühnen und hier im Netz.

Jan Plewka

Musiker, Selig

Bela B

Musiker, Die Ärzte

Antje von Stemm

Illustratorin

 

Marion Gretchen Schmitz

Schauspielerin

Monique Schwitter

Autorin

Adrienne Goehler

Publizistin und Kuratorin

 

Kai Degenhardt

Liedermacher

Antje Hubert

Antje_Hubert

Filmemacherin

Rocko Schamoni

Autor

 

Jan Delay

Musiker

Peter Lohmeyer

Schauspieler

Nils Loenicker

Kabarettist, Alma Hoppe

 

Schorsch Kamerun

Theatermacher, Musiker

Rolf Becker

Schauspieler

Hark Bohm

Regisseur und Drehbuchautor

 

Corny Littmann

Theaterbesitzer

Christoph Twickel

Autor

Thomas Sannmann

Biokiste

 

Michael Weber

150_Michael Weber

Schauspieler

Torben Meisner

Musiker, Rantanplan

Henning Venske

Kabarettist

 

Hanna Mittelstaedt

Mitelstaedt

Verlegerin

Le Fly

Musik-Band

Marco Schmedtje

Musiker

 

Petra Maitz

Malerin

Rita Baukrowitz

Metropolis Kino

Abi Wallenstein

Musiker

 

Buddy Lüders

Fabrik Hamburg

Curt Claussen

Musiker

Eddy Winkelmann

Musiker

 

Axel Pätz

Kabarettist

Jan-Peter Peterssen

Kabarettist, Alma Hoppe

Niels Boeing

Autor

 

Ulrich Kodjo Wendt

Musiker und Komponist

Theo Bruns

Verleger

Danube`s Banks

Musik-Band

 

Gudrun Hammer

Autorin

Tania Kibermanis

Tania Kibermanis

Autorin

Ingo Pohlmann

Ingo Pohlmann für JA zu 100%

Musiker

 

Christian Rudolf

Christian Rudolf

Schauspieler

Karin Missy Paule

Karin-Missy-Paule

Künstlerin

Außerdem unterstützen uns:

– Thomas Ebermann
– Lisa Politt, Kabarettistin
– Gunter Schmidt, Kabarettist

Statements der KünstlerInnen

Christoph Twickel, Autor: „Wenn das Hamburger Netz für Vattenfall ein gutes Geschäft ist, warum soll es das nicht auch für die Stadt Hamburg sein? Den Ausverkauf des Gemeinwesens im Feuilleton zu beklagen reicht eben nicht – wir müssen die falschen Privatisierungen rückgängig machen. Geschichte wird gemacht.“

Peter Lohmeyer, Schauspieler: „Diesem Filz zwischen dem SPD-Senat und Vattenfall traue ich einfach nicht. Und wenn Vattenfall das ganze Deutschlandgeschäft verkauft, was dann? Wir brauchen klare Verhältnisse und ein unabhängiges Hamburg. Ich will mitentscheiden, wo es mit der Energiewende hingeht.“

Jan-Peter Petersen, Kabarettist und Mitinhaber des Lustspielhauses Alma Hoppe: „Ein profitables Netze den Konzernen zu überlassen, ist ja wohl ein schlechter Witz“.

Hark Bohm, Regisseur: “Es kommt drauf an, wer die Verfügungsmacht über die Netze besitzt. Die Energieversorgung ist für alle Menschen entscheidend. Der Schlüssel für die Energienetze gehört in die Hände einer demokratisch gewählten Bürgerschaft”

Fotos von KünstlerInnen und Prominente:

Foto von Christoph Twickel: Stefan Barkhoff
Foto von Corny Littmann: Stefan Malzkorn
Foto von Jan Plewka: Sven Sindt
Foto von Monique Schwitter: Florian Thiele
Foto von Gudrun Hammer:  Silke Goes
Foto von Tania Kibermanis: Thomas Müller

Faktencheck Teil 2 – Ohrfeige für die SPD und Volksentscheids-Gegner – „Es geht um eine politische Entscheidung“

logo_rgb_balkenDas letzte Wochenende dürfte bei der SPD-Führung in Sachen Volksentscheid nicht so gut angekommen sein. Während der Spiegel meldet, dass die Stadt beim Abschluss der Verträge über eine Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent wichtige Prüfunterlagen über den Wert des Stromnetzes und der Fernwärme von Vattenfall nicht erhalten und daher überteuerte Preise gezahlt hat, kommt im Hamburger Abendblatt Jens Meyer-Wellmann nach einem umfangreichen „Faktencheck“ zu dem Ergebnis: „Beide zur Abstimmung stehenden Varianten folgen einer inneren Logik“, haben Risiken, vor allem aber: „Es geht um eine politische Entscheidung, die viel mit der Grundhaltung des Abstimmenden zu tun hat.“

Welche politischen Interessen verfolgt die SPD?

Meyer-Wellmann ist zuzustimmen, wenn er den Konflikt als eine politische Entscheidung darstellt. Umso mehr drängt sich aber dann auch die Frage auf, welche politischen Interessen die SPD mit ihren Bündnispartnern eigentlich verfolgt, wenn sie sich zugunsten der Geschäfte von Vattenfall und E.on in so starkem Maße gegen ein breites Bürgerbündnis aus Umweltorganisationen, Verbraucherzentrale, teilen der Kirche, den Mietervereinen, Verbänden aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien und zahlreichen sozialen Einrichtungen stellt.

Der Artikel von Meyer-Wellmann ist vor allem eine Ohrfeige Richtung SPD und ihrer Verbündeten von CDU, FDP bis hin zu den Kapitalverbänden. Wenn diese der Volksentscheids-Initiative vorwerfen, Märchen zu erzählen und für nichts und wieder nichts die Stadt in den finanziellen Abgrund stürzen zu wollen, erteilt Meyer-Wellmann denen nun im Abendblatt eine klare Zurechtweisung!

An vielen Stellen in seinem aktualisierten Artikel (der vor ca. zwei Wochen bereits in der Welt veröffentlicht war, siehe hier) zeigt Meyer-Wellmann auf, dass die Volksentscheids-Gegner immer wieder mit Falschdarstellungen und bewußten Manipulationen arbeiten. Ausdrücklich weißt er darauf hin, dass der Rückkauf der Energienetze nicht über den Haushalt erfolgen wird. Wie schon der Deal über den 25,1 Prozent-Anteil (oder auch die Beteiligung bei Hapag-Lloyd) würde die Finanzierung über die Hamburger Gesellschaft für Vermögensverwaltung (HGV) erfolgen. Diese Holding kontrolliert sämtliche öffentliche Unternehmensbeteiligungen und würde die Finanzierung über Kredite am normalen Kapitalmarkt betreiben – der Haushalt ist davon nicht betroffen!

Insofern ist die Propaganda, der Volksentscheid gefährde die Finanzierung von Kindergärten oder anderen sozialen Einrichtungen blanker Unsinn oder im Grunde eine Lüge. Etwas vorsichtiger formuliert es Meyer-Wellmann: „Sollte Hamburg das gesamte Netz zurückkaufen, würde dies wohl auch über Kredite laufen, die die HGV aufnimmt. Der Haushalt würde also nicht unmittelbar belastet. Das häufiger vorgebrachte Argument, der Stadt würde beim Kauf der Netze das Geld für andere Investitionen, etwa für Kitas oder Schulen, fehlen, ist deswegen nicht wirklich stichhaltig. Auf den Haushalt durchschlagen kann jede Beteiligung der Stadt jedoch über den Verlustausgleich, den die HGV jährlich bekommt.“

Einen Verlustausgleich muss der Senat aber nur vornehmen, wenn es insgesamt bei den vielen Unternehmen, die von der HGV kontrolliert werden, zu Verlusten kommt. Wenn es Gewinne gibt, werden diese von der HGV dem Haushalt zugeführt und entlasten ihn damit! Derzeit ist vor allem die Bankenkrise und die HSH Nordbank dafür verantwortlich, dass es einen Verlustausgleich durch den Haushalt gibt.

Netzbetrieb bietet hohen Deckungsbeitrag

Auch gegen das Argument, dass die vollständige Rekommunalisierung nur Kosten zur Folge habe, sonst aber nur Risiken bringe, stellt Meyer-Wellmann fest: „Soll heißen: Wer das Netz professionell bewirtschaftet, kann mit ordentlichen Gewinnen rechnen.“ Zuvor zitiert er Roland Broemel, Juniorprofessor für Öffentliches Recht und Wirtschaftsrecht an der Uni Hamburg. Der sagt nicht nur, dass sich die Kosten für die Übernahme amortisieren werden, sondern auch, dass „für effizient arbeitende private Netzbetreiber (…) der Netzbetrieb einen hohen Deckungsbeitrag“ leistet. Siehe dazu auch: Vattenfall und der Volksentscheid: “Die Netze als rettender Anker”.

SPD-Deal bedeutet Ausverkauf der lukrativen Fernwärme

Im neuen Faktencheck widmet sich Meyer-Wellmann ausführlich nun auch der Fernwärme, die bei dem Volksentscheid von größter Bedeutung ist und in den letzten Monaten meist „übersehen“ worden ist. Die Vielzahl an Hinweisen, die der Abendblatt-Autor zusammenträgt, unterstreicht im Grunde die Position der Volksentscheids-Initiative in vollem Umfang. „Da es weder einen wirklich freien Markt noch eine Regulierung bei der Fernwärme gibt, sind die Gewinnmargen sehr hoch. Das zeigt sich auch daran, dass der SPD-Senat für seinen Anteil an der Vattenfall-Fernwärme allein 325 Millionen der 543,5 Millionen Euro bezahlen musste, die er für den 25,1-Prozent-Anteil an allen Netzen auf den Tisch legte“, schreibt Meyer-Wellmann.

Ausführlich geht er auch darauf ein, dass die SPD-Mehrheit mit dem Minderheitsdeal mit Vattenfall auch den vollständigen Verzicht auf die Fernwärme betreibt, also künftig auf das Recht verzichtet, die Fernwärme übernehmen zu können. Vattenfall widerspricht in dieser Frage einer vertraglichen Regelung aus dem Jahr 1994 mit den HEW. Dieser Verzicht des SPD-Senat würde die Fernwärme samt Kraftwerke unwiederbringbar Vattenfall überlassen. Meyer-Wellmann: „Der Scholz-Senat jedoch verzichtete in seinem Vertrag mit Vattenfall faktisch darauf, diesen Streit auszufechten – und damit auf die Möglichkeit, das extrem lukrative Fernwärmenetz zurückzukaufen.“

Wichtig an dieser Stelle auch: Vor allem mit der Fernwärme lässt sich für den Klimaschutz eine Menge bewegen, denn hier kann direkt auf die Wärmeerzeugung in den Kraftwerken und auch den Verbrauch eingewirkt werden. Hinzu kommt, dass die Einspeisung von Wärme aus Erneuerbaren Energien derzeit aufgrund des Vattenfall-Monopols nicht möglich ist. Ein städtischer Eigentümer könnte hier besonders viel für die Energiewende und den Klimaschutz tun!

Gewinnträchtige Energienetze – Gewinne für Vattenfall und E.on

Über die Gewinne aus den Netzen schweigen der SPD-Senat und vor allem Vattenfall betont auffällig. In den letzten Jahren aber hat es regelmäßig allein im Vattenfall-Stromnetz Gewinne von über 40 Millionen Euro gegeben. Die Fernwärmeversorgung, zu der auch die Kraftwerke, deren Wärme- und Stromverkauf sowie die KundInnen zählen, soll in den letzten Jahren bis zu 60 Millionen Euro eingebracht haben. Und während die Geschäftsberichte der gemeinsamen Gesellschaft zwischen Vattenfall und der Stadt Hamburg für Strom und Fernwärme immer noch nicht veröffentlicht sind, hat E.on gerade den Geschäftsbericht für 2012 vorgelegt. Über 17 Millionen Euro Gewinn hat das gemeinsame Gas-Unternehmen insgesamt gemacht. Während E.on davon über 13 Millionen einsteckt, erhält die Stadt Hamburg aufgrund der von der SPD gemachten Verträge lediglich einen Anteil von 1,69 Millionen Euro!

Weitere Artikel zur Wirtschaftlichkeit der vollständigen Rekommunalisierung

Vattenfall wird was gelesen – Musik und Literatur für den Volksentscheid

Sebastian Schlösser
Sebastian Schlösser (Foto), Rocko Schamoni und viele andere haben schon für den Volksentscheid gelesen. Jetzt geht eine weitere musikalische Lesereihe an den Start.

Es gibt neue Lesetage mit Musik. Natürlich gegen Vattenfall, in jedem Fall aber auch Abende mit hohem Unterhaltungswert! Zahlreiche Künstler sind bei den vier musikalischen Lesungen am Start, die wenige Tage vor dem Volksentscheid „Unser Hamburg – unser Netz“ auf ihre Art für ein „Ja zu 100 Prozent“ werben.  Amüsant und heiter, hintergründig und frech geht es um Calamity Jane (die Frau, die schneller zieht als Luky Luke), absolut schräge Firmenhymnen, eine Hommage für Franz-Joseph Degenhardt und um Johnny Cash, den Man in Black. Alle Veranstaltungen atomstromfrei!

Das volle Programm:

Sonntag, 15. September – Ruth Marie Kröger, Michael Weber, Radek Stawarz: IN DIESEM DRECKSNEST GIBT ES NUR EINE VERNÜNFTIGE FRAU – Calamity Jane`s Briefe an ihre Tochter, Mehr Infos hier, Ort: Hamburgr Botschaft, Sternstr. 67, Nähe U/S Bahn Sternschanze oder U-Bahn Feldstr., Eintritt: 10 Euro, Beginn: 19.30 Uhr:  Eine Veranstaltung im Rahmen der ROBIN WOOD Aktion: Tschüss Vattenfall sagen – Volksentscheid unterstützen.

Donnerstag, 19. September, Thomas Ebermann & Kristof Schreuf: „Firmenhymnen“. Ein analytisch-satirischer Abend mit guter und schlechter Musik, zur Erforschung eines Phänomens, das Schlüsse auf die Verrücktheit des kapitalistischen Ganzen erlaubt, Ort: Centro Sociale (Sternstraße 2, gegenüber der U-Bahn Feldstraße). Eintritt gegen Spende. Veranstalter und Info: Rosa-Luxemburg-Stiftung und andere.

Freitag, 20. September, Hommage an Franz Joseph Degenhardt, Rolf Becker liest + Kai Degenhardt singt, außerdem: Falco Trio (Duo Session), mehr Infos hier, ORT: KNUST, Neuer Kamp 30, 20 Uhr, Eintritt: SPENDE, ROBIN WOOD in Kooperation mit »unternehmen gegen atomkraft«

Samstag, 21. September, Johnny Cash – The Man in Black, Die Buchschwestern bringen Musikerbiographien auf die Bühne, Mit Susanne Pollmeier, Marion Gretchen Schmitz und Hannes Klock (Gitarre und Gesang), Werkstadt 3, Nernstweg 32, Eintitt 5 Euro, Infos hier.

Hinkommen, weiter verbreiten, Vattenfall Tschüss sagen!

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Über 17 Millionen Gewinn mit dem Gasnetz von E.on – Stadt Hamburg bekommt Brotkrummen

Kann sich freuen: Gute Gewinne mit dem Gasnetz Hamburg. Teysenn, Chef von E.on.
Kann sich freuen: Gute Gewinne mit dem Gasnetz Hamburg. Johannes Teyssen, Chef von E.on.

Nicht nur bei den Stromnetzen von Vattenfall, auch beim Gasnetz von E.on gibt es gute Gewinne. Jedenfalls für E.on. Die Stadt Hamburg erhält mit der von SPD-Bürgermeister Scholz verhandelten Garantiedividende nur „Brotkrummen“. Über 17 Millionen Euro weist der Geschäftsbericht 2012 als „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ aus. 13,6 Mio Euro davon erhält direkt der E.on Konzern, lediglich 1,69 Mio Euro bekommt die Stadt, die mit 25,1 Prozent an der Gesellschaft beteiligt ist.

Im Geschäftsbericht für das Jahr 2012 (veröffentlich hier im Amtlichen Bundesanzeiger oder hier direkt als PDF) ist zu lesen: Die „Gesellschaft die Umsatzerlöse von 139,3 Mio. € im Vorjahr auf 160,4 Mio. € im Jahr 2012 steigern“ können. Berücksichtigung man weitere Erlöse des Unternehmens, an dem die Stadt Hamburg mit einer Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent dabei ist, ergibt sich sogar für das Jahr 2012 ein Umsatz von rund 160,4 Mio Euro gegenüber einem Wert von 139,3 Mio Euro im Jahr 2011.

Auch die Gewinne lassen sich sehen: „Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich von 0,3 Mio. € im Vorjahr auf 17,6 Mio. € deutlich erhöht.“ Davon sind 13,6 Millionen Euro direkt an die E.on AG geflossen. Der Anteil für die Hansestadt Hamburg, die mit 25,1 Prozent an der Gesellschaft beteiligt ist, beträgt entsprechend der Verträge (Garantiedividende) im Jahr 2012 rund 1,69 Mio. (Siehe hier, HGV.)

Mit anderen Worten: Obwohl die Stadt Hamburg ein Viertel der Anteile hält, erhält sie lediglich ein Zehntel der Gewinne aus den Geschäften mit dem Gasnetz. Die SPD-Führung und ihr Bürgermeister Olaf Scholz bezeichnen das als gutes Geschäft für die Stadt Hamburg. Fachleute haben die Minderheitsbeteiligung der Stadt an der E.on-Gasnetzgesellschaft eher als einen kostengünstigen Kredit für E.on bezeichnet.

Interessant in dem Bericht ist auch dieser Hinweis: „Die Hamburg Netz GmbH bezieht einen wesentlichen Teil der Leistungen von der E.ON Hanse AG. Dieser Fremdbezug ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt 65,8 Mio. € enthalten (Vorjahr 92,4 Mio. €) und betrifft neben den technischen Dienstleistungen und den Aufwendungen für die Abrechnung von Netznutzungsentgelten auch Kosten für die kaufmännische Betriebsführung.“ Während diese Beträge für die Hamburg Netz AG Aufwendungen darstellen, sind für die E.on Hanse AG darin nicht nur Einnahmen bzw. Erlöse enthalten – sondern auch weitere Gewinne!

Mit anderen Worten: Eine vollständige Rekommunalisierung des Gasnetzes, wie es vom Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ gefordert wird, dürfte zu noch höheren Gewinnen beim Netzbetrieb führen, weil dann auch der Bereich „technische Dienstleistungen“ unter dem Dach der städtischen Netzgesellschaft integriert wäre.

Zu den Wirtschaftsdaten für 2012 von Vattenfall

siehe hier: Volkentscheid Energienetze Hamburg: Vattenfall-Stromnetz – über 40 Millionen Euro Gewinn bei über 500 Millionen Euro Umsatz

und hier: Volksentscheid Hamburg: Keine Transparenz und Geheimhaltung – Vattenfall-Wirtschaftsdaten under cover – Initiative vor Gericht – Grüner fragt nach

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