Klagen der Atomkonzerne – Konzerne schüren Ängste mit Phantasiezahlen

E.on und RWE klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Atomausstieg und träumen von Entschädigungen im Umfang von 15 Milliarden Euro. Vattenfall wird in Washington klagen, weil der Atomausstieg eine Investitions-Diskriminierung darstelle. Und ob Vattenfall und EnBW sich auch noch an das Bundesverfassungsgericht wenden, entscheidet sich die nächsten Tage.

Das sind die Maßnahmen, mit denen die Atomkonzerne die Energiewende an die Wand fahren wollen und weiter Hardliner gegen den Ausbau der Erneuerbaren Energien bleiben. Eine Möglichkeit, denen die Rote Karte zu zeigen, ist der Ökostromwechsel. Das ist a.) ganz einfach, b.) tut es nicht weh und c.) es schmerzt die Atomstromunternehmen. Wie man das macht und zu wem man wechseln sollte, erfährt man unter „Atomausstieg selber machen„.

„Angst schüren – das ist denn auch zweifellos eines der Motive von E.ON und RWE für ihre Verfassungsklage gegen den Atomausstieg“, kommentiert Jürgen Döschner vom WDR auf Tagesschau.de. Er kritisiert nicht nur die Panikmache und die absurden Zahlenspiele zwischen Schadensersatz, vermeintlich wegen der Energiewende steigenden Strompreisen und Hororzahlen für den Netzausbau. Döschner zeigt auch die Richtung auf, in der die Bundesregierung den Atomkonzernen mal zeigen könnte wo der Hammer hängt: „Und wenn es wirklich juristisch eng werden sollte für die Bundesregierung, dann sollte sie vielleicht ihrerseits mal die Gerichte bemühen – zum Beispiel, um prüfen zu lassen, wie es denn bestellt ist um den gesetzlich vorgeschriebenen Entsorgungsnachweis oder um die Versicherung möglicher AKW-Unfälle. Dabei könnte sich nämlich die Ansicht mancher Juristen bestätigen, dass die Betriebsgenehmigungen für sämtliche Atomkraftwerke in Deutschland längst erloschen sind.“ Quelle: Tagesschau.de

 

IG Metall Küste: Energiechaos gefährdet Arbeitsplätze in der Offshore-Industrie

Hamburg – Gemeinsam mit den Betriebsräten und Vertrauensleuten aus der Wind- und Offshore-Industrie stellt die IG Metall Küste fest, dass auch ein Jahr nach der beschlossenen Energiewende und vielen Krisenrunden eine plausible Umsetzungsstrategie im Bereich der Energiepolitik nicht erkennbar ist. Das Energiechaos der Bundesregierung gefährde Standorte und Arbeitsplätze, so die Erkenntnis der Industriegewerkschaft. Die Unternehmen hätten keine Investitionssicherheit für industrielle Vorhaben im Offshore-Bereich, Offshore-Windparks würden zum gegenwärtigen Zeitpunkt über keine Sicherheit auf Anbindung an die Netzinfrastruktur verfügen und der Ausbau der Netzinfrastruktur in Deutschland inklusive der Haftungsfragen beim Netzausbau und Betrieb sei völlig ungeklärt. Mehr zur Kritik der IG Metall Küste in einer Pressemitteilung vom 5. Juni.

Strompreise an der Börse niedrig wie nie

Die Strompreise an der Börse sind auf einem Rekordtief. Ein Jahr nach Fukushima, der Abschaltung von acht Atomkraftwerken und der angeblich so teuren Energiewende sind die Strompreise an der deutschen Börse auf Sinkflug. Im Durchschnitt lagen die Börsen-Preise auch unter denen des Atomwunderland Frankreich. Dort kam es in den letzten Monaten wiederholt zu Stromengpässen. Deutschland lieferte darauf hin Solarstrom nach Frankreich. Dieses Fazit zieht der IWR-Newsticker am 8. Juni.

Entgegen den immer lauter werdenden Meldungen aus den Reihen der Wirtschaftsverbände und der Atomlobby muss die Energiewende nicht zu steigenden Strompreisen für die VerbraucherInnen führen. Ursache für Preissteigerungen ist u.a. der Umstand, dass immer mehr Unternehmen von der Umlagebeteiligung bei den Erneuerbaren Energien ausgenommen werden. Mehr über die Strompreise und die Energiewende hier.

Atommülllager ASSE II – Rückholung statt Flutung

Das Atommülllager ASSE II droht abzusaufen und einzustürzen. Seit Jahren versprechen die Behörden, den Atommüll rausholen zu wollen, weil anders die Sicherheit für das Grundwasser und die Bevölkerung nicht erhalten bleiben kann. Doch während alle von Rückholung des Atommülls reden, werden unterirdisch Arbeiten für die Flutung des maroden Salzstocks vorbereitet. Aber genau dieses Verfahren würde zu einer radioaktiven Verseuchung des Grundwassers führen.

Bürgerinitiativen rund um die ASSE machen deshalb mobil: Bis zum 28. Juni wollen sie mit einer jetzt gestarteten Online-Aktion 20.000 Unterschriften sammeln, um die Flutung zu stoppen! Alle Infos dazu hier.

ONLINE UNTERSCHREIBEN: hier längs….

Erneuerbare Energien sorgen in ganz Deutschland für Beschäftigung

Die Energiewende sorgt für eine wachsende Zahl von Arbeitsplätzen. Das zeigt eine neue Studie der Agentur für Erneuerbare Energien. Demnach wird die Zahl der Arbeitsplätze von 381.600 im vergangenen Jahr auf eine halbe Million im Jahr 2020 ansteigen. Jeweils rund 124.500 Arbeitsplätze gab es im letzten Jahr in den Bereichen Solar- und die Bioenergie. In der Windenergie waren 2011 rund 101.100 Menschen beschäftigt, was einem Anteil von 26 Prozent entspricht.

Die Pressemitteilung zur Studie finden Sie hier.

Die detaillierten Arbeitsplatzzahlen können Sie in Form interaktiver Karten und Tabellen auf folgendem Portal einsehen: http://www.foederal-erneuerbar.de

Die vom Bundesumweltministerium geförderte Studie von gws und ZSW finden Sie auf den Themenseiten des Ministeriums: http://www.erneuerbare-energien.de/erneuerbare_energien/arbeit/arbeitsplaetze/doc/40289.php

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie zudem im Renews Kompakt zu Arbeitsplatzeffekten Erneuerbarer Energien: http://www.unendlich-viel-energie.de/de/service/mediathek/renews-kompakt-hintergrundpapiere.html

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