Vattenfall – AKW Krümmel soll wieder ans Netz?

Heute hat der Atomkonzern Vattenfall unter Bedingungen den Antrag für den Rückbau des AKW Brunsbüttel gestellt. Für das ebenfalls stillgelegte AKW Krümmel wird Vattenfall nach eigenem Bekunden aber in nächster Zeit keinen Antrag stellen. Das Unternehmen wartet das Ergebnis seiner Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Weltbankgericht in Washington ab. Laut Presseberichten soll Vattenfall über eine Milliarde Euro als Entschädigung für die Stilllegung der AKWs Krümmel und Brunsbüttel einklagen wollen.
Der NDR berichtet: „Das Kernkraftwerk nehme eine Sonderstellung ein, heißt es aus dem Unternehmen. Der Hintergrund: Nach dem Brand in dem als „Pannenmeiler“ bundesweit bekannt gewordenen AKW im Jahr 2007 wurden Millionensummen investiert. Jetzt hofft Vattenfall wegen der zwischenzeitlich beschlossenen Energiewende und dem damit verbundenen Atomausstieg auf eine Entschädigungszahlung.“
Bis zu einer Entscheidung der Gerichte will Vattenfall am AKW Krümmel nun nichts weiter unternehmen, um die Stilllegung voranzutreiben. Auch wenn Vattenfall offiziell auf Entschädigung klagt: Würden die Klagen für den Atomkonzern erfolgreich verlaufen, würden dem deutschen Steuerzahler horrende Entschädigungszahlungen ins Haus stehen. Die Bundesrepublik Deutschland müsste den Atomkonzern Vattenfall dann auszahlen – oder aber das Atomgesetz ändern und die Stilllegung des AKW Krümmel zurück nehmen.
Für diesen Moment will Vattenfall offenbar vorbereitet sein und daher werden im AKW Krümmel keine Maßnahmen ergriffen, die eine Wiederinbetriebnahme verhindern würden.





