Dreckiger Uranabbau: Immer mehr Länder wollen mitmischen

inthefield-bahi-UraniumGrpund-Messgeraet-01-01102013
Uran muss in der Erde bleiben. Das fordern viele von Uranbergbau Betroffene und die Anti-Atom-Bewegung. Foto: Dirk Seifert

Kasachstan, Canada, Australien, Niger, Namibia, Russland. Das sind derzeit die führenden Länder in Sachen Uranbergbau. In diesen Ländern wird derzeit mit erheblichen Umweltschäden und vielen Menschenrechtsverletzungen der Brennstoff für den Betrieb von Atom-Kraftwerken oder auch -Waffen aus der Erde geholt. Eine detaillierte Übersicht über den Beginn der Atomspirale, die zum weltweit ungelösten Problem der dauerhaften Atommülllagerung führt, ist auf der Seite World Uranium Mining zu finden. Dort sind die Fördermengen für das Jahr 2012 veröffentlicht.

Unternehmen aus Canada, Australien, aber auch Frankreich (AREVA) und Russland (ROSATOM) dominieren das internationale Geschäft mit dem Uran. Siehe auch: Russlands Atomgigant ROSATOM – Von der Uranmine über Reaktoren bis zur Atombombe

In Deutschland wird dieses Uran in zwei Fabriken verarbeitet: In Gronau wird das Uran angereichert, damit es als Brennstoff für Atomkraftwerke weiter verarbeitet werden kann. Das Unternehmen dazu heißt URENCO. Die Anreicherung ist besonders brisant, weil mit der Zentrifugen-Technik grundsätzlich auch atomwaffenfähiges Uran hergestellt werden könnte. Außerdem werden in Lingen von der AREVA aus angereichertem Uran Brennstäbe hergestellt, die in aller Welt zum Einsatz kommen.

Viele weitere Länder wollen in den nächsten Jahren trotz enormer Gesundheits- und Umweltprobleme mit dem Uranbergbau beginnen. Eben erst hat Grönland verkündet (siehe Spiegel), künftig Uranbergbau auf seinem Territorium zu genehmigen. Auch afrikanische Staaten wie Tansania und Mali wollen künftig Uranbergbau betreiben. In Mali und insbesondere im benachbarten Niger ist der Uranabbau entweder eine der Ursachen oder aber zumindest Hintergrund auch für massive bewaffnete Konflikte.  Siehe auch Kampf um Rohstoffe: Uranabbau im Niger – Französische Geiseln des Atomkonzerns AREVA sind frei

Print Friendly, PDF & Email

1 Gedanke zu „Dreckiger Uranabbau: Immer mehr Länder wollen mitmischen

Kommentar verfassen