NDR erklärt Stilllegung von Atomkraftwerken

Wegen enormer Sicherheitsprobleme verzögert sich der Ausbau des Atommülllagers Schacht Konrad immer wieder: Hier soll der leicht- und mittelaktive Atommüll hin, der beim Abriss der Atomkraftwerke entsteht. Foto: BfS

Der NDR erklärt in diesem Artikel die Grundzüge, wie das formale Verfahren zur Stilllegung von Atomkraftwerken läuft: „Vom Meiler zur grünen Wiese – Wie läuft das? Der Energiekonzern Vattenfall will das schleswig-holsteinische Atomkraftwerk Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) abreißen.“ (siehe auch hier) „Der AKW-Betreiber reichte am Donnerstag einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Kieler Energiewende- und Umweltministerium ein. Viele Bürger und Bürgerinnen hoffen jetzt, dass von dem 60 Meter hohen Reaktor bald nichts mehr zu sehen ist. Der Rückbau ist jedoch aufwendig und dauert Jahrzehnte.“ Mehr zu Vattenfall und dem Rückbau in Brunsbüttel hier.  Was Vattenfall mit dem AKW Krümmel vor hat, hier.

Welche Probleme es dabei mit dem Atommüll gibt, ist hier zu lesen. Und auch hier.

Katastrophale Risiken – AKW Brokdorf stilllegen – Aktionswoche: 5.-11. November 2012

ROBIN WOOD-Pressemitteilung : Gemeinsam mit Initiativen, Umweltverbänden und andere Organisationen aus dem Norden der Republik ruft ROBIN WOOD zu einer dezentralen Aktionswoche gegen den Weiterbetrieb des schleswig-holsteinischen Atomkraftwerks Brokdorf auf. Vom 5. – 11. November werden in einem Umkreis von 170 Kilometern rund um das AKW Brokdorf Aktionen stattfinden.

In diesem 170-Kilometer-Radius und – bei ungünstiger Wetterlage noch darüber hinaus – könnten Gebiete bei einem Super-GAU unbewohnbar werden.

Das hat das Bundesamt für Strahlenschutz im Frühjahr 2012 in einer Studie auf Basis des Verlaufs der Reaktorunfälle in Fukushima festgestellt.

Um das Risiko sichtbar zu machen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die inakzeptablen, atomaren Gefahren zu lenken, wird es in zahlreichen Städten Aktionen, Veranstaltungen und Ausstellungen geben, darunter in Elmshorn, Pinneberg, Brokdorf, Wewelsfleth, Itzehoe, Kiel, Hamburg-Bergedorf, Lübeck und Glückstadt.

Dass es auch im AKW Brokdorf, das E.on und Vattenfall gehört, zu einem schweren Unfall mit Freisetzung von Radioaktivität kommen kann, belegt der im Auftrag der Bundesregierung durchgeführte „Stresstest“ aus dem vergangenen Jahr: Gegen den Absturz einer schweren Verkehrsmaschine ist der Reaktor nicht gesichert. Fukushima hat außerdem gezeigt, dass die Intensität einzelner Unfallursachen (Deichbruch bei Sturmflut, Erschütterungen, Explosionen) und die Verkettung von Unfallereignissen zu einer Katatrophe enormen Ausmaßes führen können. Dann heißt es nur noch: Rette sich, wer kann.

„Es gibt keinen wirksamen Katastrophenschutz bei einem Super-GAU. Die Konsequenz aus Fukushima und allen früheren schweren Reaktorunfällen kann nur heißen: Abschalten, und zwar sofort!“, sagte ROBIN WOOD-Energiereferent Dirk Seifert.

Der sogenannte Atomausstiegsbeschluss der Bundesregierung sieht vor, dass das AKW Brokdorf noch bis 2021 in Betrieb bleiben darf.

Weitere Infos zu der Aktionswoche finden Sie unter: www.robinwood.de/energie und www.brokdorf-akut.de

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