Stromnetz Hamburg – 48 Millionen Euro Gewinn für Vattenfall

robinwood-tchuess-vattenfallDer NDR meldet: „Das Hamburger Stromnetz hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 48 Millionen Euro vor Steuern abgeworfen. Damit habe die Stromnetz Hamburg GmbH ein außergewöhnlich gutes Jahresergebnis erzielt, teilte das Unternehmen am Donnerstag – drei Tage vor dem Volksentscheid über den Rückkauf der Energienetze in der Hansestadt – mit. Der Umsatz betrug 518,6 Millionen Euro. Die Stromnetz Hamburg GmbH gehört zu 74,9 Prozent dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall und zu 25,1 Prozent der Stadt Hamburg.“ Im Durchschnitt der Jahre von 2008 bis 2012 soll dem NDR zufolge, der Gewinn bei Jährlich rund 21 Millionen Euro gelegen haben.

Damit bestätigt der NDR frühere Berichte von umweltFAIRaendern.de, siehe unten.

Damit ist klar: Was die Hamburger SPD als Risiko für Hamburg bezeichnet, ist in Wirklichkeit ein Gewinn für die Stadt Hamburg: Die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze für Strom und Gas und außerdem der Fernwärme.

Die Angaben für das Fernwärmenetz für das Jahr 2012 fehlen immer noch, aber die Gewinne dürften noch einmal deutlich über denen des Stromnetzes liegen. In den vergangenen Jahren sind Gewinne um 60 Millionen bereits realisiert worden.

Beim Gas-Geschäft hat die gemeinsame Gesellschaft von E.on und Minderheitspartner Hamburg im letzten Jahr insgesamt über 17 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Hier mehr Infos zur Wirtschaftlichkeit der drei Netze:

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Über 17 Millionen Gewinn mit dem Gasnetz von E.on – Stadt Hamburg bekommt Brotkrummen

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Vattenfall-Stromnetz – über 40 Millionen Euro Gewinn bei über 500 Millionen Euro Umsatz

Volksentscheid Energienetze Hamburg: “Das große Geschäft mit Hamburgs heißem Wasser”

 

Öko-Unternehmen Naturstrom für ein JA beim Volksentscheid über die Energienetze in Hamburg.

LichtBlick, Greenpeace Energy, die EWS Schönau und jetzt auch der Ökostromer Naturstrom rufen zum JA beim Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ auf. In einem Brief an die Hamburger KundInnen bittet das Energiewende-Unternehmen, am kommenden Sonntag bei dem Volksentscheid in Hamburg mit JA zu stimmen und damit einen wichtigen Beitrag für die Energiewende zu unterstützen.

Hier Infos über die anderen Ökostromer:

Stromrebellen aus Schönau für Ja beim Volksentscheid in Hamburg

In einer Mail an alle Hamburger KundInnen hat nun auch die EWS aus Schönau sich für ein JA beim Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ ausgesprochen. Stromrebell Michael Sladek schreibt in der Mail: „Ich möchte Sie ganz herzlich dazu ermuntern und darum bitten, am Sonntag beim Volksentscheid mit JA zu stimmen. Sie haben es  in Hamburg in der Hand, ob eine innovative, ökologische und bürgernahe Energiepolitik umgesetzt werden kann oder ob der „Energiewendezug“ in die absolut falsche Richtung fährt.“

Außerdem stellt sich Sladek gegen die Angstkampangne der Volksentscheids-Gegner. Die versuchen seit Monaten die WählerInnen in Hamburg zu einem Nein zu bewegen, indem sie davon reden, dass der Rückkauf der Netze zwei Milliarden Euro kosten würde und die Stadt an den Rand des Abgrunds. Sladek dazu: „Lassen Sie sich durch die  jetzt in der Öffentlichkeit diskutierten völlig überhöhten Kaufpreise nicht verwirren. Das war bei uns genauso – damals war die Kaufpreisforderung des damalige Schönauer Netzbetreiber mehr als doppelt so hoch, als wir dann letztlich für das Schönauer Netz bezahlt haben!“

Mit der EWS Schönau sprechen sich nun bereits vier der Ökostromunternehmen für ein Ja beim Volksentscheid in Hamburg aus: LichtBlick, Greenpeace Energy, Naturstrom und EWS Schönau für die Energiewende.

Volksentscheid Hamburg: Ein Kreuz für Energiewende und kommunale Energienetze

Rathausmarkt Hamburg heute Schlag 12: Ja zum Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz.“ Mit dabei: Axel Röpke vom Landesverband Windenergie, Eckard Pahlke vom „Mieterverein Hamburg“, Karin Assmus vom Verein „Mieter helfen Mietern“, der Kabarettist Jan-Peter Peterssen von Alma Hoppe. Außerdem natürlich die

Die Vertrauensleute des Volksentscheids Unser Hamburg – Unser Netz. In der Mitte: Theo Christiansen, Diakonie und Bildung im Kirchenkreis Ost. Foto: Dirk Seifert

Vertrauensleute vom BUND, der Kirche Hamburg Ost und der Verbraucherzentrale sowie die Unterstützer von ROBIN WOOD, Greenpeace, dem Naturschutzbund Hamburg, von Attac und vielen weiteren Verbänden und Initiativen.

Mit einer symbolischen Abstimmung machten sie heute noch einmal deutlich, dass es beim Volksentscheid am kommenden Sonntag um viel geht. Um die Energiewende voran zu bringen und für mehr Transparenz und Mitbestimmung zu sorgen, will die Initiative aus inzwischen über 50 Organisationen die Netze für Strom, Fernwärme und Gas Vattenfall und E.on abnehmen und vollständig in die öffentliche Hand bringen.

Dagegen mobilisieren die beiden Atom- und Kohlekonzerne mit nicht immer ganz legalen Mitteln, unterstützt von einem Bündnis aus SPD, FDP und CDU sowie verschiedenen Kapital- und Wirtschaftsverbänden. Gegen das breite Bürgerbündnis mobilisieren sie mit viel Geld, bunten Großanzeigen und Beilagen, damit sie weiter ihre Geschäfte machen können.

Vattenfall, Gazprom oder EDF? SPD hat Partnerprobleme bei den Energienetzen

Vatten-Prom?
Vatten-Prom?

Der NDR berichtet, die Taz-Hamburg hat darüber geschrieben und auch Focus ist mit der Story online: Wenn sich Vattenfall in den nächsten Jahren aus dem Deutschland-Geschäft zurückzieht, könnte Hamburg einen neuen – ungewollten – „Partner“ bekommen, den französischen Atomkonzern EDF oder den russischen Gasriesen Gasprom oder… Die Verträge, mit denen sich der SPD-Senat beim Netzbetrieb als Minderheitspartner an Vattenfall gebunden hat, könnten zu einem solchen Wechsel führen. Das können die HamburgerInnen am kommenden Sonntag per Volksentscheid verhindern, wenn sie mit JA zu 100 Prozent stimmen.

Mit dem Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ soll erreicht werden, dass die Fernwärme und das Stromnetz von Vattenfall sowie die Gasnetze von E.on wieder zu 100 Prozent in die öffentliche Hand kommen. Das wäre nicht nur für die Energiewende und die Einnahmen der Stadt Hamburg gut, würde mehr Mitbestimmung und Transparenz bedeuten. Auch für den Fall, dass Vattenfall aus Deutschland abzieht, bräuchten die HamburgerInnen keine Sorge haben, dass irgendwelche anderen Klimakiller- oder Atomkonzerne ihre Geschäfte künftig mit den Energienetzen an der Elbe machen könnten.

Volksentscheid Hamburg: Konkrete Angaben über die Gewinne in den Energienetzen von Vattenfall werden vom SPD-Senat verschwiegen!

Siehe auch hier: Vattenfall-Chef spricht von “existenzieller Krise” – Deutschland-Geschäft nur noch 3-4 Jahre? und: Vattenfall und der Volksentscheid: “Die Netze als rettender Anker”.

Hier mehr Infos zur Wirtschaftlichkeit der drei Netze:

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Über 17 Millionen Gewinn mit dem Gasnetz von E.on – Stadt Hamburg bekommt Brotkrummen

Volksentscheid Energienetze Hamburg: Vattenfall-Stromnetz – über 40 Millionen Euro Gewinn bei über 500 Millionen Euro Umsatz

Volksentscheid Energienetze Hamburg: “Das große Geschäft mit Hamburgs heißem Wasser”

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