Der taumelnde Riese RWE wird umgebaut – Soziale und ökologische Risiken wachsen

Brouns-Zdebel-Ende-Gelände
MdB Hubertus Zdebel: Unterwegs bei „Ende Gelände“ in Garzweiler für den Kohleausstieg.

(LinksletterNRW) Der ehemalige Stromgigant RWE taumelt. Teure Fehlinvestitionen, eine völlig verschlafene Energiewende kostet den Kommunen in NRW sicher geglaubte Einnahmen, mehr als 10.000 Arbeitsplätze bei RWE sind seit 2012 verschwunden und mit Kohle und Atom verdient der Konzern auch in den nächsten Jahren kein Geld. Obendrein droht, dass der Konzern für die Folgekosten bei der Braunkohle und beim Atommüll künftig nicht mehr geradesteht, sondern die BürgerInnen die Zeche zahlen. Eine Unternehmensreform ist beschlossene Sache, aber wem hilft sie?

Mit dem alten Kerngeschäft ist kein Geld mehr zu verdienen. Die Börsen-Strompreise liegen durch die enormen Zuwachsraten bei den Erneuerbaren Energien derart im Keller, dass mit den Kohle- und Atomkraftwerken von RWE bestenfalls die Kosten eingefahren werden; Gewinne sind auf lange Sicht nicht mehr in diesem Bereich zu erwarten. E.on hat darauf bereits die Konsequenzen gezogen und wird zum 1. Januar den kompletten Bereich Kohle und Atom auskoppeln und als eigenständiges Unternehmen führen.

Damit verbunden ist eine Drohung: Gehen diese Unternehmen pleite, müssten die SteuerzahlerInnen für die Milliardenschweren Kosten bei der Sanierung der Braunkohletagebaue und bei der Atommülllagerung übernehmen. Selbst Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat inzwischen kapiert, dass das für die BürgerInnen und die öffentlichen Haushalte eine enorme Belastung zur Folge haben könnte und will nun gesetzliche Neuregelungen, um die Haftung der Konzerne auch nach derartigen Umstrukturierungen sicherzustellen.

Nebenbei: Die Energiewende nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist nur ein Teil der Misere von RWE und den anderen Atomkonzernen. Bereits Mitte der 2000er Jahre verwandelten sich milliardenschwere Investitionen quer durch Europa für Kraftwerks- und Unternehmensbeteiligungen – bezahlt mit den Rückstellungen für die Atommüllentsorgung – Schritt für Schritt in Verluste und wachsende Schuldenberge. Das Scheitern der geplanten Laufzeitverlängerung nach Fukushima sorgte dann dafür, dass RWE und Co endgültig in die Krise rutschten, weil mit AKW’s hohe erwartete Einnahmen und Gewinne nicht mehr möglich waren. Darauf hatten auch Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup und Prof. Dr. Ralf-Michael Marquardt jüngst in einer Analyse für Greenpeace hingewiesen.

Weiteres Ungemach droht, weil vermutlich in den nächsten Monaten auch Anteilseigner wie der norwegische Staatsfonds, mit knappen fünf Prozent am RWE beteiligt, sich zurückziehen wird. Das dürfte für den ohnehin schlechten Aktienkurs von RWE weitere negativen Folgen haben. „Die Papiere notierten am Montag bei nur noch 20 Euro. Ende 2007 lagen sie noch bei fast 100 Euro. RWE ist an der Börse heute gerade mal noch etwa elf Milliarden Euro wert“, berichtet die Süddeutsche. Und das bei einem Schuldenberg von derzeit 28 Mrd. Euro. Mit dem Verkauf der DEA konnte RWE diesen Schuldenberg, der bis vor Kurzem noch deutlich über 30 Mrd. Euro lag, ein wenig reduzieren. Aber wie der Konzern aus diesem Desaster herauskommt, ist bislang nicht abzusehen.

RWE geht beim jetzt beschlossenen Konzernumbau kleinere Schritte als E.on. Insgesamt werden nach den neuen Beschlüssen bis 2017 viele der bisherigen Einzel-Gesellschaften im Konzern neu zusammengefasst. 32 dieser Gesellschaften sollen demnach verschwinden. Damit sollen die zahlreichen Aufsichtsräte in ihrer Anzahl reduziert werden. Umgekehrt wird der Vorstand von derzeit vier auf sieben Mitglieder erweitert, um so – wie es heißt – schneller und flexibler reagieren zu können. Zu prüfen sein wird, inwieweit dies für die Mitbestimmung im Konzern negative Folgen haben wird.

Klar: Beim RWE-Umbau soll es Richtung dezentrale Energieversorgung und Ausbau erneuerbarer Energien gehen. Dabei wird der Bereich Netze eine strategische Rolle spielen, denn diese sind von großer Bedeutung für den Einsatz dezentraler Energien.

Im Rahmen dieses Umbaus werden auch die Voraussetzungen geschaffen, dass im Bedarfsfall wie bei E.on der Kohle- und Atombereich jederzeit abgesprengt werden kann. Offiziell sagt RWE Chef Terium, sei das nicht sein Ziel, aber das Unternehmen hat dann die Option.

Die kommunalen Eigentümer der RWE, die rund 25 Prozent der Anteile halten und aus Städten wie Oberhausen, Bochum, Bottrop, Essen, Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen bestehen, sind zwar skeptisch, was den Umbau angeht, aber eine Alternative können auch sie nicht bieten. Viel zu lange sind sie dem desaströsen Kurs der Geschäftsführung und des Vorstands gefolgt. Hauptsache, die Dividende stimmte.

Der Konzern stellt selbst die Eigentumsfrage.

Ein Zukunftsmodell – mit den enormen Lasten aus dem Atom- und Kohlebereich – hat der Konzern aber nicht. Vielmehr stellt der Konzern selbst die Eigentumsfrage: mit dem Versuch, das Risiko des Rückbaus von Atomkraftwerken und Atommülllagerung sowie Altlasten bei der Braunkohle zu vergesellschaften.

Nicht nur für die Kommunen, auch für DIE LINKE stellen sich unter diesen Rahmenbedingungen viele alte Fragen neu: Was tun mit diesem Konzern? Was tun mit der Energiepolitik im Zuge der Energiewende hin zu erneuerbaren, dezentralen Energien? Wie könnte eine Politik in Richtung Stärkung kommunaler Stadtwerke und Energiedemokratie aussehen? Und last but not least: Wie kann sichergestellt werden, dass RWE für die hohen Kosten der Atommülllagerung und den zu sanierenden Schäden aus dem Braunkohleabbau auch in Zukunft gerade steht und keine Verlagerung auf die öffentlichen Haushalte erfolgt?

Fortsetzung folgt.

Hubertus Zdebel ist Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE für Fragen des Atomausstiegs.

Nächste Runde: Hamburger Wärme-Dialog für Klimaschutz bei der Fernwärme

Muss weg - aber wie: Alte Kohle-Heizkraftwerk Wedel
Das alte Kohle-Heizkraftwerk Wedel muss ersetzt werden. Aber wie? Eine Entscheidung fällt nach dem Sommer. Der Wärme-Dialog zeigt Alternativen.

(UPDATE 25/8/2105: Terminänderung: Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, siehe unten!) Trotz der Kontroversen im Gutachter-Begleitprozess bei der künftigen Gestaltung der Fernwärme-Versorgung in Hamburg wird der Wärme-Dialog fortgesetzt. Gemeinsam veranstalten der Hamburger Zukunftsrat und die Energienetz-Genossenschaft am 1. September einen Dialog über die anstehende Entscheidung, wie das alte Kohleheizkraftwerk in Wedel, mit dem derzeit durch besonders klimaschädliche Kohle die Fernwärmeerzeugung stattfindet, ersetzt werden kann. Während die Stadt und Vattenfall bislang an einem zentralen Ersatz auf Gasbasis festhalten, wollen Umweltverbände und Initiativen einen Einstieg in die Dezentralisierung und verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien durchsetzen. Es geht um dreistellige Millionen-Investitionen. Thema auch: Die Mogelpackung beim Klimaschutz im Neubaugebiet „Altona Mitte“.
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Kohle Klima Moorburg: „Wir blockieren Vattenfall!“

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Elbblick mit Klimakatastrophe: Vattenfalls Kohlekraftwerk Moorburg. Die Kohle wird über die Elbe angeliefert. Foto: Dirk Seifert

Vattenfall heizt das Klima an. Mit dem neuen 1600 MW Kohlekraftwerk in Hamburg Moorburg pustet der Konzern nun weitere ca. 8 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 in den Hamburger Himmel. Der Neubau hat dem Konzern bislang Milliarden-Euro-Verluste gebracht, nun will Vattenfall aber versuchen, wenigstens noch ein wenig Geld mit dieser Klimakatastrophe zu verdienen. Ob das gelingen kann, ist mindestens fraglich. Trost findet Vattenfall jedoch durch die gescheiterte Klimaabgabe. Statt für die Klimakatastrophe zu zahlen, wird Vattenfall für „Reserverkapazität“ aus Braunkohle sogar noch Millionen erhalten. „Gegenstrom Hamburg“ ruft nun für Samstag zu einer Blockade des Kraftwerks auf. Genauer: Auf der Elbe soll mit dem Einsatz von Schiffen, Schiffchen und Padelbooten das Anlegen eines Kohlefrachters verhindert werden, heißt es auf der Homepage.

Dort ist zu lesen: „Am 11.7.15 werden wir durch unsere Anwesenheit vor dem Kraftwerk in Moorburg die Anlieferung von Kohle verhindern. Die Blockade-Aktion gegen das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg läuft von ca. 13h bis 18h! Mit etlichen kleinen Booten werden wir auf der Süderelbe den Schiffsanleger des Kraftwerks blockieren und so das Anlegen eines Kohlefrachters verhindern. Treffpunkt ist um 13h Finkenrieker Hauptdeich (Badestelle) , ab 14h gehts aufs Wasser, ca. 15h kommen wir am Kraftwerk an und blockieren, ca. 17h ist die Rückfahrt, ca. 18h sind wir wieder an der Badestelle. S E I D    D A B E I !“  Weitere wichtige Informationen für ElbfahrerInnen sind dort auf der Seite zu finden.

Atommüll und Partei-Vorsitzende: Grundsätze, Erhalt der Leistungsfähigkeit der EVU und ein Veto-Recht für Bayern?

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz, im Anschluss an die Unterrichtung der Partei- und Fraktionsvorsitzenden des Deutschen Bundestages zum Thema Griechenland, im Bundeskanzleramt.
Angela Merkel und Sigmar Gabriel und ein Seehofer. Foto Bundesregierung_Steins. Montage DSe

Energie- und Atompolitik und drei Parteivorsitzende. In der letzten Woche plauderten die Damen und Herren und verabredeten „Eckpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende“ als „Politische Vereinbarungen der Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD vom 1. Juli 2015“ (hier als PDF zum download). Da wurde nicht nur die aus dem Hause Gabriel lancierte Klimaabgabe versenkt und den Konzernen Vattenfall und E.on mit einer Kapazitätsregelgung für klimaschädliche Braunkohlekraftwerke ein Milliarden-Euro schweres Steuergeschenk verabreicht. Wichtige Absprachen über den heiß umstrittenen Netzausbau Richtung Bayern und auch zu den Rücktransporten von Atommüll aus Frankreich und England sind in diesem Beschluss enthalten.

Ein wenig nörgelt die Umweltminsterin Hendricks über die Vereinbarungen (Handelsblatt), aber natürlich trägt sie sie mit. „Um die Klima-Ziele zu erreichen, setzen Union und SPD nun auf einen Maßnahmen-Mix und weitere Steuermilliarden. Die Zusatzkosten bis 2020 belaufen sich auf mehr als zehn Milliarden Euro“, heißt es im Handelsblatt. Das ist ohne Frage auch ein großes Geschenk an die krisengeschüttelten Konzerne RWE und Vattenfall. Auch der Südkurier z.B. sprich davon, dass es nun ein „Teures schwarz-rotes Energie-Paket“ gäbe.

Kritik gibt es vielfältig, wie der Südkurier berichtet: „Greenpeace kritisierte den Verzicht auf die Kohle-Abgabe scharf. „Angela Merkel hat ihr Klimaversprechen von Elmau gebrochen“, sagte Experte Tobias Münchmeyer der dpa. Statt wie beim G7-Gipfel angekündigt den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten, lasse die Kanzlerin alle Träume der Kraftwerksbetreiber wahr werden: „Sie müssen weniger CO2 sparen und bekommen dafür auch noch Millionen zugesteckt.“ So sieht es auch die Energie-Expertin der Linken, Eva Bulling-Schröter: „Gabriel muss sein kluges Konzept des Klimabeitrags zu Grabe tragen. Stattdessen vergoldet die Bundesregierung die Stilllegung einer Hand voll Dreckschleudern von RWE, Vattenfall und Mibra.““

Der BUND erklärt: „Damit hat die Bundesregierung faktisch ihr klimapolitisches Scheitern vereinbart. So ist das Klimaziel von 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 nicht zu schaffen. Das ist ein fauler Kompromiss zu Lasten des Klimaschutzes, der horrend teuer wird. Der ursprünglich geplante Klimabeitrag hätte die klimapolitisch notwendige CO2-Minderung zu einem Bruchteil dieser Kosten erbracht. Stattdessen sollen Vattenfall und RWE Milliarden dafür einstreichen, dass sie Kohleblöcke stilllegen, die sie sowieso stillgelegt hätten. Wie bei der Auto-Abwrackprämie wird einer innovationsträgen Branche auf Kosten der Allgemeinheit ein Hilfsprogramm spendiert“, kommentiert Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Atomaustieg, die Kosten für Atommüll und Atomtransporte.

Doch nicht nur zur Braunkohle und Klima, der Energiewende und den Netzen, sondern auch zum Atomausstieg und zu den Atomtransporten aus der Wiederaufarbeitung zurück in bundesdeutsche Standort-Atommülllager enthält die Vereinbarung Absprachen, die hier gleich in voller Länge dokumentiert werden. Es ist „erklärtes Zeil“ den „Rückbau sowie die Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle technisch und finanziell zu gewährleisten. Die finanzielle und in weiten Teilen auch die operative Verantwortung liegt bei den kernkraftwerkebetreibenden Energieversorgungsunternehmen (EVU).“

Interessant aber ist, dass gesetzliche Pflichten für die Kostenübernahme nun so betrachtet werden: „Unser Ziel ist die Gewährleistung der Sicherung der langfristigen Verfügbarkeit der finanziellen Mittel (keine Verkleinerung des Haftungsvermögens). Es ist darüber hinaus zu prüfen, wie die Anforderungen an Stilllegung, Rückbau, Zwischen- und Endlagerung unter Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der EVU langfristig gesichert werden können. Dabei gehen wir von dem Grundsatz aus, dass die Kosten für Stilllegung, Rückbau, Zwischen- und Endlagerung von den Verursachern getragen werden.“ Um nur das zu sagen: Was eigentlich gesetzlich Grundlage ist, erklären die Partei-Vorsitzenden hier zum Grundsatz, der offenbar dann nicht mehr gilt, wenn der „Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der EVU langfristig“ nicht gesichert werden kann.

Unklar ist, ob in der Vereinbarung nun für Bayern ein Veto-Recht eingebaut wurde, was die Lagerung von Atommüll aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente aus dem Ausland angeht. Der jüngst von Umweltministerin Hendricks vorgelegte Konzeptentwurf, in dem für die Rückführung des Atommülls aus Frankreich und England erstmals auch das AKW Isar/Ohu in Bayern genannt wird, wird ausdrücklich nicht erwähnt. Bayern hatte sich heftig gegen dieses Konzept empört. Vielmehr heißt es jetzt in dem Beschluss der Vorsitzenden, dass in dieser Sache „Gespräche mit den Ländern geführt und Vereinbarungen getroffen“ werden sollen. Was das konkret bedeutet, ist im besten Fall unklar, könnte aber bedeuten, dass damit der bayerischen Staatsregierung ein Veto-Recht eingeräumt wird und damit der Hendricks-Plan, der eine Rücknahmepflicht auch in Bayern vorsieht, zumindest fragwürdig geworden ist.

In der Atommüll-Kommission, in der Gabriel am Freitag zu Gast war, konnte er so richtig die Zweifel in dieser Richtung nicht wirklich ausräumen. Es sei selbstverständlich und in jedem Fall sinnvoll, dass man natürlich mit den betroffenen Bundesländern sich bespreche, so Gabriel. Ob das auch ein Veto-Recht beinhalte, sagte er nicht.

Offen bleibt in dieser Sache weiterhin, bis wann es zu konkreten Entscheidungen kommen wird. Die Atomunternehmen prüfen derzeit das Hendricks-Konzept und es sei nicht abschließend klar, ob am Ende auch das raus kommt, was in dem Papier drin steht.

Dokumentation aus „Eckpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende
Politische Vereinbarungen der Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD vom
1. Juli 2015″

„5. Sicherer Ausstieg aus der Kernenergie

Es ist erklärtes Ziel, in Deutschland die Sicherheit des Restbetriebes der Kernkraftwerke, ihre Stilllegung und ihren Rückbau sowie die Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle technisch und finanziell zu gewährleisten. Die finanzielle und in weiten Teilen auch die operative Verantwortung liegt bei den kernkraftwerkebetreibenden Energieversorgungsunternehmen (EVU).

In einem Stresstest lassen wir durch einen Wirtschaftsprüfer die Vollständigkeit der zugrunde gelegten Kostenannahmen, die korrekte Bildung der Rückstellungen auf Grundlage der vorhandenen Kostenschätzungen und die den Rückstellungen gegenüberstehenden Aktiv-Vermögen der Unternehmen untersuchen. Ergebnisse erwarten wir bis Ende September 2015.

Unser Ziel ist die Gewährleistung der Sicherung der langfristigen Verfügbarkeit der finanziellen Mittel (keine Verkleinerung des Haftungsvermögens). Es ist darüber hinaus zu prüfen, wie die Anforderungen an Stilllegung, Rückbau, Zwischen- und Endlagerung unter Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der EVU langfristig gesichert werden können. Dabei gehen wir von dem Grundsatz aus, dass die Kosten für Stilllegung, Rückbau, Zwischen- und Endlagerung von den Verursachern getragen werden. Wir werden in Zusammenarbeit mit den Koalitionsfraktionen eine Kommission einsetzen, die unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Stresstests bis Ende November dieses Jahres entsprechende Empfehlungen entwickeln wird.

Betreffend der Zwischenlagerung von Castor-Behältern werden entsprechend dem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder vom 13.6.2013 Gespräche mit den Ländern geführt und Vereinbarungen getroffen.“

EnergieWendeHamburg: Kommunales Stromnetz mit neuer Führung

HEW1Die Rekommunalisierung des Hamburger Stromnetzes bekommt neues Führungspersonal. Das ist einer PM der StromnetzHamburg GmbH zu entnehmen. Der bisherige technische Geschäftsführer Dietrich Graf – der von Vattenfall übernommen worden war – wird den Posten zum Jahresende abgeben. Außerdem wird Karin Pfäffle in die Geschäftsführung aufsteigen.

In der PM der StromnetzHamburg GmbH ist das folgende über das Personalkarussell zu lesen.

Neue Geschäftsführer für die Stromnetz Hamburg GmbH

Ab 01. Januar 2016 übernimmt Karin Pfäffle die Geschäftsführung, Ressort Personal, und Thomas Volk die technische Geschäftsführung der städtischen Verteilungsnetzbetreiberin

(PresseBox) (Hamburg, ) Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer gestrigen Sitzung am 16.06.2015 über die ab 01.01.2016 neu zu besetzenden Geschäftsführer-Positionen des technischen Geschäftsführers und des Geschäftsführers, Ressort Personal, entschieden.

Für die Nachfolge des technischen Geschäftsführers hat sich die zuvor vom Aufsichtsrat eingesetzte paritätische Findungskommission für Thomas Volk ausgesprochen und die Empfehlung am 20.05.2015 dem Aufsichtsrat und dem Senat vorgelegt, der den Vorschlag in seiner Sitzung am 16.06.2015 bestätigt hat. Er folgt damit auf Dr. Dietrich Graf, der diese Aufgabe seit drei Jahrzehnten verantwortet.

Dipl.-Ing. Thomas Volk ist seit mehreren Jahren in leitenden Funktionen und als Geschäftsführer in verschiedenen technischen Gesellschaften, wie SÜWAG Gruppe und SYNA GmbH tätig und bringt einen umfangreichen Erfahrungsschatz innerhalb dieser Branche mit. Aktuell leitet Herr Volk bei der EQOS Energie Deutschland GmbH das Geschäftsfeld Energietechnik.

Bereits im Dezember 2014 wurde Karin Pfäffle als Nachfolgerin auf die Geschäftsführer-Position, Ressort Personal, bestellt. Frau Pfäffle ist derzeitige Personalleiterin bei der Stromnetz Hamburg GmbH und wird den Posten von Jürgen Grieger ebenfalls Anfang des nächsten Jahres übernehmen.

Dr. Dietrich Graf und Jürgen Grieger haben die umfangreiche Ausgliederung zu einer städtischen Netzbetreiberin maßgeblich begleitet und erfolgreich für die Stadt Hamburg und deren Bürger umgesetzt.

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