Video: Atomtransport mit Uranerzkonzentrat – Durchfahrt in Köln

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Angekettet vor dem Atomtransport mit Uran-Containern. Foto: Pay Numrich

Atomtransport mit Uranerzkonzentrat am 20. August bei der Durchfahrt in Köln. Darüber berichtete umweltFAIRaendern.de auf Basis von Informationen von Anti-Atom-AktivistInnen in diesem Artikel: Atomtransporte: Geheimer Uran-Zug von Köln Richtung Mosel und Frankreich. Hier ist nun ein Video von der Durchfahrt im frühen Morgengrauen durch Köln.

Zuvor hatten in Hamburg AtomkraftgegnerInnen den Zug mit dem Uran (Yellow Cake) aus Namibia, Kasachstan und Usbekistan mit einer Ankett-Aktion gestoppt.

Das Video von der Durchfahrt des Atomtransports in Köln:

Weitere Informationen unter diesen Links:
www.antiatomplenum.blogsport.de
www.antiatomkoeln.de

Angereicherte Gefahr – Globale Geschäfte mit Uran

Urangestein-Wismut-2014-Ippnw-TagungDokumentation aus iz3w: „Uran – ist das ein Thema, das ausreicht für einen Schwerpunkt in der iz3w? Das fragte ein Jahr vor der Veröffentlichung die iz3w-Redaktion. In Kooperation mit der AG uranium-network.org sammelten wir Fragen. Die AG uranium-network.org arbeitet innerhalb des Freiburger Vereins Menschenrechte 3000. In verschiedenen Ländern unterstützt sie KritikerInnen des Uranabbaus in ihrer politischen Arbeit und ermöglicht Betroffenen, ihre Argumente und Fragen in einen gesellschaftlichen Aushandlungsprozess einzubringen. Die Zusammenarbeit mit der AG hat es erleichtert, Perspektiven aus Nord und Süd zusammen zu denken. Das hat auch zum Umfang des Schwerpunktes beigetragen.“

„Übrigens: weitere Aspekte sind im südnordfunk – der Magazinsendungdes iz3w – zu finden. Ob das Thema Uran über nunmehr 24 Heftseiten spannend aufgezogen werden kann, das können die geneigten LeserInnen nach der Lektüre nun selber beantworten.“

Einige Texte aus dem Schwerpukt-Heft sind auch online. Das alles steht hier.

Siehe auch: Südnordfunk, Abgebaut, angereichert, endgelagert? Das weltweite Geschäft mit Uran

Einige Artikel zu Urangeschäften auf umweltFAIRaendern:

Atomtransporte: Geheimer Uran-Zug von Köln Richtung Mosel und Frankreich

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Seit Montag unterwegs durch Deutschland. Güterzug mit 51 Uran-Containern zur Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke. Heute Morgen ging es von Köln weiter Richtung Frankreich.

Der Atomzug mit insgesamt 51 Uran-Container ist weiter auf der Fahrt durch Deutschland Richtung Frankreich unterwegs. Nachdem er gestern über Bremen, Osnabrück, Münster über Hamm in Köln eingetroffen ist, setzte er zumindest einer der beiden Teilzüge mit 29 Uran-Containern die Reise von Köln ab 5.50 Uhr heute morgen fort und rollte um 6.07 Uhr durch Bonn-Beuel. Ein weiterer Zug ist mit 22 Uran-Containern unterwegs. Weiter geht die Fahrt entlang der Mosel in Richtung Narbonne. In Frankreich soll das Uran vorbereitet werden, um darauf Brennelemente für Atomreaktoren herzustellen. Danach ist das Uran hochradioaktiv.

Dass Uran stammt aus Namibia, Kasachstan und Usbekistan, wo es unter Einsatz hochgiftiger Substanzen aus der Erde geholt wird. Uranbergbau ist mit großen Umwelt- und Gesundheitsgefährdungen verbunden. Tagelang hatten AtomkraftgegnerInnen im Hamburger Hafen die Uran-Container beobachtet und am frühen Montag Morgen die Abfahrt zunächst mit einer Ankett-Aktion gestoppt.

Die NOZ aus Osnabrück gerichtet gleich zweimal über die geheimen Atomtransporte durch NRW  und Deutschland. „Karten auf den Tisch“ fordert das Blatt und berichtet: Geheimer Atomtransport rollt durch Hauptbahnhof Osnabrück. Die Region Osnabrück sei ein Atom-Drehkreuz und spielt damit auf die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen an.

Die Fabrik der Betreiberfirma „Advanced Nuclear Fuels“ in Lingen ist nicht der einzige Standort in der Region, an dem mit strahlenden Produkten Geld verdient wird. Etwa 40 Autokilometer im Südwesten liegt die Urananreicherungsanlage Gronau der Firma Urenco , eine einmalige Fabrik in Deutschland. Am Rande Westfalens wird Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken aufgearbeitet. Zusammen mit der Urananreicherungslage von Urenco im wiederum rund 40 Kilometer entfernten niederländischen Almelo bilden Gronau und Lingen eine Art Atomdreieck auf der Landkarte“

Das Blatt stützt sich bei seinen Angaben über die Zahl der Atomtransporte in der Region auf Angaben des Bundesamt für Strahlenschutz und stellt fest: „Macht also allein für das Atomdreieck Lingen-Almelo-Gronau 1608 Transporte.“

Atomtransporte: Uran-Zug in NRW unterwegs

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AtomkraftgegnerInnen in Hamburg stoppten gestern mit einer Ankett-Aktion einen Atomzug mit 51 Container voller Uranerzkonzentrat. Foto: Eichhörnchen

Der Atomtransport mit 51 Containern – ausgeteilt in zwei Züge – voller Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) ist unterwegs durch Nordrhein-Westfalen (NRW). Gegen 2.30 Uhr letzte Nacht durchfuhr der Zug mit dem Uran aus Namibia, Kasachstan und Usbekistan den Hauptbahnhof in Osnabrück und wenig später Münster in Richtung Hamm. Auf der Weiterfahrt nach Narbonne in Südfrankreich, wo das Uran für die Herstellung von Brennelementen zum Einsatz im Atomkraftwerken vorbereitet wird, wird der Uran-Zug auch über Köln und Bonn fahren und dann die Mosel entlang Richtung Grenze. Gestern war der Zug im Hamburger Hafen gestartet und zunächst für mehrere Stunden von AtomkraftgegnerInnen mit einer Ankett-Aktion aufgehalten worden.

Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der Linken und atompolitischer Sprecher sagte gestern per PM: „Das Uran soll zu Brennelementen für Atomkraftwerke verarbeitet werden und ist zunächst für eine Anlage in Südfrankreich bestimmt. Vermutlich wird ein Teil dieses sogenannten Yellow Cakes auch irgendwann in den Uranfabriken in Gronau und Lingen wieder auftauchen. In Gronau erfolgt die Anreicherung des Urans, in Lingen werden Brennelemente hergestellt. Nach dem Einsatz im Atomreaktor ist das Uran hochradioaktiv – die dauerhafte Lagerung ist vollkommen ungeklärt.“

DSC01627Die Taz-Hamburg berichtet heute „Uran-Zug im Hamburger Hafen blockiert“ und schreibt „Mit erheblicher Verspätung startete am Montag ein Atomzug mit 51 Containern Uranerzkonzentrat aus Kasachstan, Namibia und Usbekistan seine Reise vom Verladebahnhof Hamburg-Maschen durch Niedersachsen und Bremen in Richtung Frankreich. Anti-Atom-Aktivisten hatten am Morgen die Abfahrt am Güterbahnhof Hamburg-Veddel fünf Stunden lang blockiert, indem sie sich an die Gleise gekettet hatten.“

Auch über die vier Container mit Uranerz, die über Wochen entgegen einer Mitteilung des Hamburger Senats im Hafen gelagert waren, berichtet das Blatt. Inzwischen hatte der Senat – nachdem Anti-Atom-Initiativen mit ihren Beobachtungen auf die immer noch in Hamburg befindlichen radioaktiven Container aufmerksam gemacht hatten – eingeräumt, leichtfertig falsch informiert zu haben.

„Mit an Bord des Zuges waren laut dem Innenbehörden-Sprecher Frank Reschreiter auch jene vier Container aus Kasachstan, die der russische Atomfrachter „Sheksna“ vor vier Wochen im Hamburger Hafen angeliefert hatte. Die Container waren von der Wasserschutzpolizei festgehalten worden, da die so Sicherheitssiegel für Gefahrguttransporte – die sogenannten CSC-Plaketten – abgelaufen waren. Das Amt für Arbeitsschutz erteilte trotzdem die Genehmigung zum Weitertransport.“ Weiter berichtet von Appen: „Entgegen der offiziellen Senatsangabe, nach der die vier Container Hamburg umgehend verlassen hätten, waren sie am vergangenen Freitag von Aktivisten eines Anti-Atom-Camps aufgespürt worden, als diese eine erneute Anlieferung von Uranerzkonzentrat-Containern der „Sheksna“ am Südwest-Terminal beobachteten. Die Umschlagsfirma C. Steinweg hatte die vier Container auf ihrem Gelände fast einen Monat einfach zwischengelagert.“

Schließlich stellt die Taz fest: „Hamburg ist mit offiziell 180 Atomtransporten 2013 die internationale Drehscheibe im Urangeschäft. „Wir wollen mit unserer Aktion darauf aufmerksam machen, dass fast täglich Atomtransporte über den Hamburger Hafen abgewickelt werden“, sagte eine Aktivistin. Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) warf der Politik „Geheimniskrämerei und Verschleierung“ vor. Nach seinen Angaben werden weder die Feuerwehr noch das Deutsche Rote Kreuz über die Routen der Transporte informiert.“ KVA, 19.8.2014 taz Nord Nr. 10490 Nord Aktuell 79 Zeilen, KVA S. 21

Weitere Berichte über den Atomzug aus dem Hamburger Hafen: Die Bild schreibt “Anti-Atom-Aktivisten stoppen Uran-Zug“,  das Bonner Magazin rhein:raum informiert: “Wieder Atomtransport erwartet“. Bei der Mopo: “Anti-Atom-Aktivisten ketten sich an Gleise – Zug gestoppt“, das Greenpeace-Magazin stellt fest: “Atomkraftgegner blockieren Uranzug in Hamburg“. Der Deutschlandfunk informiert in der Reihe “Umwelt und Verbraucher” kurioserweise über “Ausschreitungen bei Atomtransport in Hamburg” (Audio-Link). Die Taz berichtet: “Täglich rollt der Kernbrennstoff” mit vielen Zahlen über Atomtransporte, das Neue Deutschland schreibt über:”Uranpulver per Schiff und Zug” und Hubertus Zdebel von der Links-Fraktion stellt fest: “Nach Aktion gegen Atomtransport in Hamburg: 50 Container mit radioaktivem Uran sollen quer durch Deutschland nach Südfrankreich” Außerdem haben auch viele TV-Sender, wie z.B. RTL über die Aktion (danke Udo!) von heute berichtet.

Namibia – Hamburg – Narbonne: Eine strahlende Nuklear-Reise der Umweltzerstörung

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51 Container mit Uran auf der Bahn bei Hamburg.

Während der Atomzug mit 51 strahlenden Uran-Containern von Hamburg aus quer durch die Republik rollt, berichten die Medien über die Ereignisse: Über die Aktion heute morgen, bei der AtomkraftgegnerInnen den Zug vorerst im Hamburger Hafen stoppten, um Falschmeldungen des Hamburger Senats und über das Ziel des Atomtransports, der mit Uran aus Namibia, Kasachstan und Usbekistan unterwegs nach Südfrankreich ist. Aus dem Uran werden Brennelemente für Atomkraftwerk entstehen. Danach ist es dann hochradioaktiver Strahlenschrott. Nur am Rande wird davon gesprochen, unter welchen katastrophalen Bedingungen das Uran aus der Erde geholt wird – z.B. in Namibia.

Warum das Uran in der Erde bleiben muss? Darüber berichtet umweltFAIRaendern u.a. hier:
Atomtransporte Hamburg: Dreckiges Namibia-Uran auf dem Weg zu hochradioaktivem Atommüll

Über die Dinge von heute kann man hier lesen und hören:
Die Bild schreibt „Anti-Atom-Aktivisten stoppen Uran-Zug„,  das Bonner Magazin rhein:raum informiert: „Wieder Atomtransport erwartet„. Bei der Mopo: „Anti-Atom-Aktivisten ketten sich an Gleise – Zug gestoppt„, das Greenpeace-Magazin stellt fest: „Atomkraftgegner blockieren Uranzug in Hamburg„. Der Deutschlandfunk informiert in der Reihe „Umwelt und Verbraucher“ kurioserweise über „Ausschreitungen bei Atomtransport in Hamburg“ (Audio-Link). Die Taz berichtet: „Täglich rollt der Kernbrennstoff“ mit vielen Zahlen über Atomtransporte, das Neue Deutschland schreibt über:“Uranpulver per Schiff und Zug“ und Hubertus Zdebel von der Links-Fraktion stellt fest: „Nach Aktion gegen Atomtransport in Hamburg: 50 Container mit radioaktivem Uran sollen quer durch Deutschland nach Südfrankreich“ Außerdem haben auch viele TV-Sender, wie z.B. RTL über die Aktion (danke Udo!) von heute berichtet.


 

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