Am Anfang stand die Bombe. Auf diesen kurzen Nenner könnte man die Entdeckung der Kernspaltung und ihrer Möglichkeiten bringen. Heute ist in der Wissenschaft weitgehend geklärt, dass bei der Entwicklung der Atomenergie in der jungen Bundesrepublik militärische Interessen eine große Rolle spielten. Mit dem Buch „Bonn und die Bombe“ (Inhaltsverzeichnis) hatte Matthias Küntzel Anfang der 90er Jahre eine umfangreiche Recherche vorgelegt, die aufzeigte, wie die Bundesrepublik unter Adenauer und dem Atomminister Strauß die Option auf die Bombe anstrebte. Jetzt ist das Buch – mit Unterstützung von umweltFAIRaendern – online und kostenlos auf der Homepage des Autoren verfügbar (PDF). Auch hier direkt als PDF-download.
Die militärische Seite der Atomenergie – Die Atombombe, Nazi-Deutschland, die frühe Bundesrepublik und die deutsche Option. Texte zum Thema auf umweltFAIRaendern.de
Zehn Jahre campact. Zehn Jahre immer größere und oft extrem druckvolle Kampagnen für Gerechtigkeit, gegen Atomenergie und für Klimaschutz und Demokratie. Dieses Wochenende feiert die in Verden an der Aller aufgewachsene junge Organisation mit vielen Menschen in Berlin, mit Gala, Kongreß und Party. Zurecht, campact hat viel bewegt, viele Menschen mobilisiert, Regierungen und Unternehmen in die Enge getrieben und nicht zuletzt hat CAMPagne und ACTion das Internet als politische Handlungsplattform mit der realen Welt verbunden. Auch von hier aus also die herzlichsten Glückwünsche und viele (gemeinsame) Kampagnen und Erfolge in der Zukunft!
Das seit 2001 bestehende unabhängige Anti-Atom-Netzwerk „contrAtom“ wird von .ausgestrahlt übernommen. Seit Anfang November ist ContrAtom-Homepage-Betreiber Jan Becker für .ausgestrahlt tätig und sorgt dort im Blog für die Themenbearbeitung von Nachrichten. Vor allem mit seinem Nachrichtendienst hat contrAtom jahrelang mit einem gebündelten Informationskanal über die Machenschaften der Atomkonzerne und -politik umfassend berichtet. Rund um das Netzwerk hatten sich in mehr oder minder loser Form immer wieder zahlreiche AktivistInnen versammelt, um unter diesem Logo Aktionen durchzuführen. Für viele dieser AktivistInnen war es dabei von großer Bedeutung, dass contrAtom als „low-budget“-Rahmen diente, der sonst keinerlei größere finanzielle Lasten erzeugte, nicht als Verein organisiert war und insofern unkonventionell und nicht-hierarchisch agieren konnte.
Bislang gibt es weder auf der Seite von contrAtom noch bei .ausgestrahlt dazu weitere Erläuterungen. Soweit zu hören ist, soll ContrAtom nun als Archiv gesichert werden, aber mit ähnlicher Aufgabe unter dem neuen Label fortgesetzt werden. Mal schauen, ob noch Erklärungen in dieser Sache folgen.
Otto Hahn (Nobel): Vor der Entdeckung der Kernspaltung in Nazi-Deutschland im Einsatz für deutsches Giftgas.
Eine überaus spannende Recherche über Otto Hahn, einen der Entdecker der Kernspaltung (gemeinsam mit Fritz Straßmann und Lise Meitner), findet sich heute in einem Artikel von Reimar Paul in der taz. Unter der Überschrift „Otto Hahn führte Giftgaskrieg“ heißt es: „Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs hat das Göttinger „Bündnis Antikriegsforschung“ verlangt, dem Chemie-Nobelpreisträger Otto Hahn die Ehrenbürgerschaft der Stadt Göttingen abzuerkennen und das Otto-Hahn-Gymnasium sowie die Otto-Hahn-Straße umzubenennen. Hahn selbst gehöre als „Kriegsverbrecher“ gebrandmarkt. Ein knappes Dutzend Initiativen und Organisationen unterstützen diese Forderungen. “
UPDATE 22/12/2014: Bereits vor einiger Zeit hatte mich Vera Keiser darauf aufmerksam gemacht, dass der Nachweis, dass Hahn selbst Giftgas entwickelt hätte, in der Darlegung von Martin Melchert (siehe unten) nicht erbracht wird. Belege dafür, so schreibt sie in einer Mail an mich, sind nicht bekannt. Otto Hahn hat über die Beteiligung an Giftgas-Einsätzen bereits in seinem Memoiren „Mein Leben“ selbst ausführlich berichtet hat. So schreibt Hahn auf Seite 118/9 im Kapitel „Erster Weltkrieg“ z.B.: „Um diese Zeit herum wurden die Vorbereitungen für den geplanten großen Angriff mit Chlorgas abgeschlossen. Gasalarm wurde mehrfach gegeben, der Angriff selbst mußte aber immer wieder aufgrund der Witterungsverhältnisse verschoben werden, denn stets schlug – nach der Festlegung des Angriffstermins, der etwa 24 Stunden vorher zu erfolgen hatte- der Wind um, so daß die aus den Bereitschaftsstellungen herangeführten Truppen wieder abrücken mußten. Mitte April entschloß sich die Heeresleitung, alle Chlorflaschen wieder ausbauen und an einen Frontabschnitt nordöstlich von Ypern verlegen zu lassen, wo die Windverhältnisse günstiger waren.“ Und: „Vom Erfolg des ersten großen Gasangriffs an der Ypernfront habe ich nur aus Berichten erfahren.“ Auf Wikipedia wird Walter Gerlach, einer der im Zweiten Weltkrieg an der Atomforschung beteiligten Wissenschaftler im Uranverein: „Hahn hatte zunächst Bedenken, da er glaubte, dass die Verwendung giftiger Gase im Krieg gegen die ‚Haager Konvention‚ verstieß. Aber er ließ sich von Haber überreden. Das seine persönliche wie die staatsbürgerliche Erziehung bestimmende Pflicht- und Pflichterfüllungsprinzip und dazu die so ‚humane‘ Begründung, Gas verkürze den Krieg, erhalte also Menschenleben – der unselige Satz, dass der Zweck die Mittel heiligt – hatte seine Wirkung getan. 30 Jahre später, als mit der gleichen Argumentation der Abwurf der Atombomben in Japan gerechtfertigt werden sollte, musste Otto Hahn schwerer als sonst irgend jemand darunter leiden.“
Otto Hahn gehörte zu den führenden Wissenschaftlern Deutschlands, auch in der Nazi-Zeit. Für die Entdeckung der Kernspaltung Ende der 30er Jahre bekam er noch 1945 (!) den Nobelpreis zugesprochen. In der jungen Bundesrepublik gehörte der Göttinger Chemiker zu den Kritikern einer atomaren Bewaffnung der Bundeswehr, wie sie von der Regierung Adenauer und Atomminister Strauß in den 50er Jahren angestrebt wurde.
Hahn war in Nazi-Deutschland führendes Mitglied im sogenannten Uran-Verein, der unter Hitler die Möglichkeiten der Kernspaltung auch für Waffenzwecke erforschte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte er zu der Forschergruppe, die im englischen Farm-Hall für ein knappes Jahr als „Gäste“ interniert waren. Dort wurden sie von den Briten über ihre Atom-Forschung für Hitler-Deutschland befragt und insgeheim abgehört.
Die Taz berichtet: „Recherchen des Göttinger Historikers Martin Melchert werfen ein Licht auf eine bislang weitgehend unbekannte Seite des Wissenschaftlers: Hahn war zwischen 1915 und 1918 die „rechte Hand“ des „Vaters des Gaskriegs“, Fritz Haber, bei der Entwicklung von Giftgasen wie Phosgen und Zyklon A. Er füllte eigenhändig hunderte Chlorgasgranaten und organisierte im Ersten Weltkrieg deutsche Giftgasangriffe. Melchert beschäftigt sich seit neun Jahren mit deutschen Forschungen zu Atombomben und anderen Massenvernichtungswaffen.“
Reimar Paul bringt einige konkrete Hinweise von Melchert über die Rolle, die Otto Hahn auch bei dem Einsatz von Giftgas spielte. „Der erste große Gasangriff begann am 22. April in Flandern. Auf einer Breite von 20 Kilometern schraubten deutsche Soldaten Tausende Gasflaschen zeitgleich auf. 170 Tonnen Chlorgas trieben als Wolke auf die feindlichen Schützengräben zu. Die kanadische Division und algerische Kolonialsoldaten wurden überrascht, das Gas verätzte ihre Atemwege, es entstand Panik. Hahn war als Mit-Organisator und „Frontbeobachter“ vor Ort. Seine Mitarbeiterin Lise Meitner gratulierte ihm zu dem „schönen Erfolg bei Ypern“.
Über diesen Einsatz berichtete auch die Welt vor einiger Zeit: „Bei Ypern brachen die Deutschen das Giftgas-Tabu„. Unter anderem heißt es in dem Artikel: „Der erste dokumentierte Großeinsatz von Kampfgas fand an der Westfront in Flandern statt. Verschiedentlich war schon vorher erfolglos versucht worden, mit chemischen Stoffe die feindlichen Soldaten aus den Schützengräben zu vertreiben und so die Eroberung Belgiens zu vollenden. Auch an der Ostfront hatten deutsche Kanoniere bereits Granaten mit Giftstoffen verschossen – ohne erkennbare Folgen.
Angesichts dieses „unbefriedigenden“ Ergebnisses hatte der Chemiker (und spätere Nobelpreisträger) Fritz Haber vorgeschlagen, bei passender Windrichtung Chlorgas abzusprühen. Mehr als 160 Tonnen dieses Abfallprodukts der chemischen Industrie kamen am 22. April 1915 bei Ypern zum Einsatz. Das Gas wurde aus fast 6000 Flaschen abgelassen und zog als sechs Kilometer breite und einen Kilometer lange Wolke über die gegnerischen Stellungen.
Genaue Verlustzahlen dieser Attacke gibt es nicht, sie waren aber hoch. In jedem Fall gelang der deutschen Armee an diesem „Tag von Ypern“ ein tiefer Einbruch in die Befestigungen der Franzosen und kanadischen Einheiten.“
Die Gitgaseinsätze deutscher Truppen gehörten sicherlich zu den grausamsten Verbrechen im Ersten Weltkrieg. Über Otto Hahn berichtet Paul außerdem: „Weitere Gasattacken in Flandern und an der Ostfront in Galizien folgten. Dort war Hahn „nicht nur beim Angriff persönlich anwesend, er trieb die zögerlichen Angreifer auch regelrecht voran“, schreibt Melchert. Hahn selbst erinnerte sich: „Der Angriff wurde ein voller Erfolg; die Front konnte auf sechs Kilometern Breite um mehrere Kilometer vorverlegt werden.““
Otto Hahn hat nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Anerkennungen erhalten. Nicht nur Schulen, Straßen und vieles mehr sind nach ihm benannt worden. In Berlin wurde das Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung 1959 in Wannsee gegründet. „Kernstück des Forschungszentrums war der „Berliner Experimentier-Reaktor“, BER I. „Er ging am 24. Juli 1958 mit einer Leistung von 50 Kilowatt in Betrieb, also bereits ein Jahr vor Gründung des HMI. Der BER I diente noch der klassischen Kernchemie.“ Außerdem gehörte ein Teilchenbeschleunniger zum HMI. „Im April 1991 ging der Forschungsreaktor BER II nach jahrelangem Umbau und einer Leistungerhöhung auf 10 Megawatt erneut in Betrieb.“
Doch nicht nur in Berlin, wurde die Atomforschung unter dem Namen von Otto Hahn weiter getrieben. Nach der Gründung der Atomforschungsanlage in Geesthacht (GKSS), die offiziell die Verwendungsmöglichkeiten von Atomreaktoren in der zivilen Schifffahrt entwickeln sollte, wurde dort Anfang der 60er Jahre das erste atomgetriebene deutsche Handelsschiff konzipiert und – im Beisein des Wissenschaftlers – auf den Namen Otto Hahn getauft.
Die atomaren Hinterlassenschaften des Atomschiffs Otto Hahn – das im Hamburger Hafen damlas demontiert wurde – liegen als Atommüll heute an vielen Orten herum: Die bestrahlten hochradioaktiven Brennelemente sind in Lubmin bei Greifswald zwischengelagert. Und der Reaktordruckbehälter der Otto Hahn liegt immer noch in einem unterirdischen Betonsilo auf dem Gelände der inzwischen abgeschalteten Atomforschungsanlage, die heute vom Helmholtz Zentrum Geesthacht betrieben wird.
Staatsgeheimnis – Geheimdokumente zum deutschen Atomprogramm 1938 – 1945 im Online-Archiv des Deutschen Museums. Auszug aus einem dort veröffentlichten Protokoll.
„Geheimdokumente zum deutschen Atomprogramm 1938 – 1945“, so lautet die Überschrift von Original-Dokumenten über die Atomforschung in Deutschland aus der Nazi-Zeit, die beim Deutschen Museum online verfügbar sind. Die Dokumente geben schlaglichtartig einen Eindruck, mit welchen Fragen die Atomforscher im deutschen Faschismus und unter den Bedingungen des Zweiten Weltkriegs arbeiteten und welche Probleme sie dabei hatten. Unter den Dokumenten befinden sich auch Protokolle über „Befragungen“ der ALSOS-Mission. Dieses Kommando der USA hatte noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs die Aufgabe, die deutsche Atomforschung aufzudecken, u.a. um festzustellen, ob Nazi-Deutschland eine Atombombe entwickelte.
In dem Archiv finden sich Dokumente über die Forschungsarbeiten z.B. in Hamburg. Dort arbeitete eine Gruppe um den „Physikochemiker Paul Harteck – beteiligt waren Wilhelm Groth, Hans Suess, Friedrich Knauer und teilweise Johannes Jensen aus Hannover“. Diese Gruppe gehörte laut Angaben des Deutschen Museums zu den aktivsten im Uranverein. Zu den Forschungsschwerpunkten gehörten die Entwicklung einer Uranisotopentrennung und die Produktion von schwerem Wasser. Hier finden sich u.a. die folgenden Dokumente (Links verweisen auf den Server des Deutschen Museums):
Auch über andere Atom-Forschungszentren im Nazi-Deutschland gibt es Dokumente, z.B. auch über das Forschungszentrum Gottow. Das Deutsche Museum schreibt darüber: „Nach der Berufung Heisenbergs zum Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin 1942 musste der Kernphysiker beim Heereswaffenamt (HWA) Kurt Diebner das Institut verlassen. In Gottow, auf dem Gelände der Heeresversuchsstelle Kummersdorf gelegen, sammelte er im Auftrag des HWA junge Physiker um sich.“
Kurt Diebner war Mitglied der NSDAP und hatte bis dahin maßgeblich die Atomforschung in Nazi-Deutschland koordiniert und war bis 1942 beim Heereswaffenamt eine der treibenden Kräfte des „Deutschen Uranvereins“. Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Gruppe um Kurt Diebner möglicherweise kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Ohrdruf/Stadtfilm thermo-nukleare Explosionen herbeiführte.
Kurt Diebner hatte 1956 eine Liste der „deutschen Geheimarbeiten zur Kernenergieverwertung während des zweiten Weltkrieges 1939 – 1945“ in der Zeitschrift „Atomkerntechnik“ veröffentlicht. Allerdings nicht unter seinem eigenen Namen, sondern unter dem Pseudonym Walter Tautorus. Erich Bagge, der mit Diebner im Heereswaffenamt arbeitete und mit ihm z.B. bereits im September 1939 einen vorbereitenden „Arbeitsplan zur Aufnahme von Versuchen für die Nutzbarmachung der Kernspaltung“ verfasste, berichtete laut dem Atomphysiker Döpel später, dass Diebner unter diesem Pseudonym schrieb, weil „er fürchtete, wegen dieser Liste (noch 1956!) ins Zuchthaus zu kommen“ (Kommentar überflüssig!).” (Quelle: Arnold, Heinrich: Zu einem autobiographischen Brief von Robert Döpel an Fritz Straßmann (PDF), ausführlich auch hier:
Unter dem Stichwort „Mangelwirtschaft“ findet sich beim Deutschen Museum auch dieses Dokument: Besprechungsprotokoll zwischen Vertretern der I.G. Farben und Diebner, Harteck und Suess, 04.01.1944 (2 Dokumente). Darin besprechen die Beteiligten die Probleme zur Beschaffung von „schwerem Wasser“, das als Moderator für die Atomversuche unbedingt erforderlich war. Mit den Lieferungen aus der einzigen bestehenden Anlage im besetzten Norwegen gab es aufgrund von Sabotageaktionen durch Partisanen und durch Luftangriffe der Alliierten erhebliche Probleme.
Weitere Dokumente finden sich beim Deutschen Museum über die Forschungszentren in Wien, Heidelberg, Straßburg, sowie in Leipzig und Berlin.
Zu den insgesamt veröffentlichten Dokumenten informiert das Deutsche Museum auf der Startseite des Archivs über den Kontext, wie die Dokumente in den Besitz des Museums gekommen sind und stellt außerdem fest: „Die hier wiedergegebenen 470 Dokumente sind nur ein kleiner Teil des gesamten Bestandes der geheimen Forschungsberichte, die an das Deutsche Museum übergeben wurden. Die hier vorgestellten Dokumente wurden für die Sonderausstellung vom 7. Mai 2001 bis 12. August 2001 ausgewählt.“
Vorweg steht zu lesen: „Am 29. November 1944 verhafteten Mitglieder der sogenannten „ALSOS-Mission“ in Strassburg erstmals deutsche Wissenschaftler, die im „Uranverein“ an einem geheimen Atomprogramm arbeiteten. Die amerikanische Gruppe mit dem Tarnnamen „ALSOS“ hatte die Aufgabe, den Stand der deutschen Kernforschung herauszufinden, die wichtigsten Forscher gefangen zu nehmen und entscheidende Dokumente und Apparaturen zu beschlagnahmen. Das militärische Kommando führte Oberst Boris Pash, als wissenschaftlicher Leiter fungierte der holländische Physiker Samuel Goudsmit.
Bis Ende Juli 1945 waren die Vorgaben im wesentlichen erfüllt. Obwohl deutsche Wissenschaftler umfangreiche Unterlagen vernichtet hatten, fielen der „ALSOS-Mission“ zentrale Berichte und Korrespondenzen in die Hände. Sie gaben Aufschluss über die deutschen Atomforschungen seit 1938. Die Dokumente waren meist als „geheim“ und „streng geheim“ eingestuft und hatten nur einen sehr kleinen Verteilerkreis.
Die erbeuteten Forschungsberichte wurden in die USA gebracht und ausgewertet. Erst 1970 erfolgte die Rückführung nach Deutschland. Seit 1998 sind die Geheimberichte zum deutschen Atomprogramm im Archiv des Deutschen Museums verwahrt…“