Wo Vattenfall auftaucht gibt es Probleme: „Der staatliche Energiekonzern Vattenfall steht nach verfehlten Bioenergie-Investitionen im westafrikanischen Liberia unter Druck. Gemeinsam mit dem ebenfalls staatlichen Entwicklungsunternehmen Swedfund sollen die Schweden die Hauptverantwortung beim Scheitern eines großangelegten Entwicklungsprojekts tragen. Leidtragende sind die liberianischen Bauern, zeigt ein neuer Untersuchungsbericht“, berichtet Radio Schweden gestern auf seiner Homepage.
UPDATE 4. April: Die taz berichtet über den Konflikt um das Vattenfall-Geschäft in Liberia und die Folgen für die dortigen Bauern. Siehe hier.
Vattenfall will mit dem Einsatz von Biomasse seine extrem hohen CO2-Emissionen senken, z.B. in dem diese Biomasse in Kohlekraftwerken zugefeuert wird. In Liberia, einem der ärmsten Länder der Welt, wollte Vattenfall zu diesem Zweck im großen Stil einsteigen.
Doch nur zwei Jahre nach dem Start Mitte 2010 ist das Projekt auch schon zu Ende. Radio Schweden schreibt: „Vattenfall selbst war ursprünglich mit 30 Millionen Euro in das Projekt eingestiegen und hat letztlich laut dem Untersuchungsbericht einen Verlust von umgerechnet mehr als 150 Millionen Euro erlitten. Nach Aussage von Vattenfall habe die Infrastruktur vor Ort, sowie die Ausrüstung und Organisation in Liberia nicht den Erwartungen entsprochen.“
Den Schaden tragen jetzt die ohnehin schon armen Bauern, berichtet Radio Schweden auf Basis des genannten Berichts. Den vollständigen Artikel mit detaillierten Informationen gibt es hier.
Während Vattenfall heute im Verbund mit der Kultursenatorin im Hamburger Rathaus seine Greenwashing-Lesetage 2013 vorstellte, präsentierte „Lesen ohne Atomstrom“ im Deutschen Schaupielhaus „Die Erneuerbaren Lesetage“. Zum dritten Mal geht das Projekt gegen Vattenfall ins Lese-Rennen. Als Höhepunkte der kostenlosen Veranstaltungen vom 21. – 26. April werden u.a. dabei sein: Iris Berben, Jean Ziegler, Hannes Jaenicke. Elke Heidenreich, Joachim Król, Roger Willemsen, Jakob Augstein, Corny Littmann, Ulrich Waller, Jan Plewka, Ben Becker, Wolfgang Niedecken und viele andere. Angesichts dieser Liste und solcher Unterstützer wie den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, dem Goethe-Institut, dem Hamburger Sport Verein (HSV) und diverser anderer dürfte man im Hause Vattenfall „not very amused“ sein.
Die Lesetage ohne Atomstrom „setzen mit vielen anderen erneut ein beeindruckendes Zeichen für eine Zukunft ohne Atomenergie, für die Beschleunigung der Energiewende – und gegen den Kulturmissbrauch des Atomkonzerns Vattenfall mit seinen so genannten „Vattenfall-Lesetagen““, heißt es auf deren Homepage.
„Lesen ohne Atomstrom“: Ein Volksentscheid am 22. September kann den „dubiosen Deal“ mit Vattenfall noch stoppen.
Und: „Vattenfall benimmt sich, als gehöre ihnen diese Stadt – was angesichts der devoten Anbiederung des Senats an den Atomkonzern nicht verwundert.“ Oliver Neß, Sprecher der „Erneuerbaren Lesetage“: „Die Kulturbehörde finanziert aus Steuergeldern … weiter das Greenwashing Vattenfalls – und dies, obgleich der Atomkonzern die deutschen Steuerzahler derzeit vor Gericht verklagt. Vattenfall fordert drei Milliarden Euro „Schadenersatz für den Atomausstieg“. Ergänzend will der Senat Vattenfall auch noch das Hamburger Stromnetz dauerhaft überlassen. Ein Volksentscheid am 22. September kann den dubiosen Deal noch stoppen.“
Die Grüne Bürgerschaftsfraktion kritisierte heute per PM, dass Vattenfall mit Unterstützung des SPD-Senats und der Kultursenatorin im Rathaus die Lesetage präsentieren konnte – ausgerechnet am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe. Das Hamburger Abendblatt, Medienpartner der Vattenfall-Lesetage, berichtete unter dem Titel: Vattenfall-Lesetage-feiern-15-Geburtstag. Außerdem berichtet die Taz-Hamburg über beide Veranstaltungen.
Berlin bald ohne Vattenfall-Zentrale Deutschland? Die Konflikte verschärfen sich. Foto: Dirk Seifert
Eine Flut von Medienberichten gibt es in den letzten Tagen über die Krise beim Stromkonzern Vattenfall. Milliarden-Verluste, der Abbau von 2.500 Arbeitsplätzen, sinkende Erlöse beim Stromverkauf, deutliche Gewinn-Rückgänge, keine Strategie für die Energiewende, Gerüchte, dass Vattenfall sich aus der Braunkohle in Ostdeutschland zurück ziehen könnte – oder gar ganz aus Deutschland verschwindet. Und das alles während der seit langem heftigsten Tarifauseinandersetzungen zwischen Vattenfall und der Belegschaft. 4.000 Beschäftigte von Vattenfall gingen gestern für ihre Arbeitsplätze auf die Straße. Da geht es nicht nur um 6,5 Prozent mehr Lohn, sondern auch um die Forderung nach einer Beschäftigungsgarantie bis 2020. Da prallen gerade heftig die Interessen aufeinander. Weitere Warnstreiks sind noch für März angekündigt und bei einem Scheitern der Verhandlungen wird es bei Vattenfall zu Streik kommen!
Und dann noch die vielen Probleme im „Normalbetrieb“: Das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Moorburg wird durch ein Gerichtsurteil, das die Kühlwasserentnahme aus der Elbe massiv einschränkt und den Betrieb mit Kühlturm vorschreibt, deutlich teuer und ein wirtschaftlicher Betrieb ist im Grunde kaum noch vorstellbar. In Berlin ist so gut wie sicher, dass Vattenfall das Stromnetz nicht mehr betreiben wird. Nur wenn das dort laufende Volksbegehren scheitert – was niemand erwartet – hätte Vattenfall noch eine Chance, dass Geschäft weiter zu betreiben. Und wie bei Vattenfall üblich, kommen die Pannen immer genau dann, wenn man sie nicht braucht: Gestern morgen fiel in Berlin für 23.000 Haushalte rund eine Stunde lang die Stromversorgung aus. Ein Vattenfall-Umspannwerk hatte einen Defekt.
Auch Hamburg könnte mit einem anstehenden Volksentscheid verloren gehen. Immerhin zeigen Umfragen, dass rund 64 Prozent der HamburgerInnen dafür sind, die Energienetze wieder in die öffentliche Hand zu übernehmen. Nicht nur die Stromnetze.
Viel härter würde Vattenfall der Verlust der Fernwärmeversorgung treffen. Denn hier geht es auch um die Kraftwerke, die Vattenfall verlieren würde. Die machen nicht nur Wärme, sondern produzieren auch Strom, mit dem sich gutes Geld verdienen lässt. Und dabei verliert Vattenfall auch alle Kunden in diesem Geschäftsfeld. Insgesamt rund 100 Millionen Euro jährlich verdiente Vattenfall allein bei der Fernwärme! Auch für Vattenfall kein Pappenstil!
Eine Frage an die Gewerkschaften bleibt: Warum keine Rekommunalisierung zumindest der Netzesparten von Vattenfall?
Stromausfall in Berlin – fast 23.000 Kunden betroffen Berliner Morgenpost Ursache sei ein Defekt im Umspannwerk am Koppenplatz im Bezirk Mitte gewesen, berichtete ein Sprecher des Energiekonzerns Vattenfall. Gegen 8 Uhr sei der Strom aber wieder geflossen, hieß es. Betroffen waren rund 19.000 Haushalte und etwa 3900 … Alles zu diesem Thema ansehen »
Verdi wirft Vattenfall Managementfehler vor Potsdamer Neueste Nachrichten Potsdam – Der Energiekonzern Vattenfall hat noch keine konkreten Pläne für den angekündigten Stellenabbau in Brandenburg. „Wir stehen erst am Anfang des Prozesses“, sagte Sprecher Steffen Herrmann am Donnerstag. Dennoch machten sich mehrere … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall im Gegenwind sz-online Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall aus Hamburg, Cottbus und Berlin demonstrierten gestern vor der Berliner Zentrale gegen die Streichung von 1500 Arbeitsplätzen. Foto: dpa. Erlöseth uns“, hat ein Ironiker unter den erbosten Mitarbeitern vor … Alles zu diesem Thema ansehen »
Lausitzer zittern vor dem Abzug der Schweden Märkische Allgemeine POTSDAM – 4000 Vattenfall-Beschäftigte protestierten gestern vor der Deutschland-Zentrale des schwedischen Energiekonzerns in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau. 500 Kraftwerksbeschäftigte und Bergleute waren allein aus der Lausitz gekommen … Alles zu diesem Thema ansehen »
Energieerzeuger – Wut auf Vattenfall Berliner Zeitung Die Ankündigung des Stromkonzerns Vattenfall, hierzulande rund 1 500 von 20.000 Stellen zu streichen, hat in der Belegschaft für Schock und Wut gesorgt: Zu einer Demonstration vor der Vattenfall-Zentrale in der Berliner Chausseestraße kamen am … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau Berchtesgadener Anzeiger «Die Zitrone ist ausgequetscht, jetzt ist Schluss», rief Konzernbetriebsratschef Rainer Kruppa ihnen zu. Die Gewerkschaften riefen zu bundesweiten Warnstreiks am 19. März auf, einen Tag vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde bei der Vattenfall GmbH. Alles zu diesem Thema ansehen »
Hohenwarte: Vattenfall und das ruinierte Geschäftsmodell Ostthüringer Zeitung „Wir machen keine Abstriche bei Dammsicherheit, Anlagensicherheit und Personensicherheit“, sagte Dr. René Kühne , Leiter der Produktionskoor- dinierung der Vattenfall Hydro Germany , zu der die Pumpspeicherwerke (PSW) gehören. Das war es dann … Alles zu diesem Thema ansehen »
Trebendorf verhandelt ab April mit Vattenfall Lausitzer Rundschau April sollen die Verhandlungen zwischen Trebendorf und Vattenfall über einen Umsiedlungsvertrag beginnen. Als erstes geht es um Entschädigungsregelungen. Eine Woche zuvor werden die Mitglieder der Verhandlungsgruppe darauf vorbereitet, kündigte … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall-Mitarbeiter demonstrieren für ihre Jobs Berliner Morgenpost Mehrere tausend Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert. Mit Transparenten, auf denen „Wir wehren uns“ und „Ohne Mitarbeiter kein Moos“ stand, zogen nach … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau Süddeutsche.de Berlin (dpa) – Mehrere tausende Beschäftigte des Energiekonzerns Vattenfall haben in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und für höhere Einkommen demonstriert. Die Gewerkschaften riefen zu bundesweiten Warnstreiks am 18. März auf, einen Tag … Alles zu diesem Thema ansehen »
2500 Stellen weg – „Vattenfall hat sich verzettelt“ tagesschau.de Gerade noch hatte Vattenfall-Chef Löseth von einem „guten Jahr“ gesprochen, da kündigte der größte Energieerzeuger Europas 2500 Stellenstreichungen an, 1500 davon in Deutschland. Wann genau wer wo gehen soll, ist nicht bekannt. Die Schweden … Alles zu diesem Thema ansehen »
Massiver Stellenabbau bei Vattenfall Hamburger Abendblatt Es ist eine Hiobsbotschaft für die rund 20.000 deutschen Mitarbeiter des Energieversorgers Vattenfall. 1500 Arbeitsplätze will der schwedische Konzern bis Ende 2014 in Deutschland abbauen – weitaus mehr als bereits im Vorfeld befürchtet worden war. Alles zu diesem Thema ansehen »
SPD-Fraktion Vattenfall hat Verantwortung für Lausitz DIE WELT Potsdam/Cottbus – Die Brandenburger SPD-Fraktion hat den geplanten Personalabbau beim Energiekonzern Vattenfall kritisiert. Fraktionschef Ralf Holzschuher appellierte am Donnerstag an die schwedische Konzernführung, ihre Verantwortung für die … Alles zu diesem Thema ansehen »
Gegen betriebsbedingte Kündigungen Märkische Allgemeine Vattenfall betreibt im Südosten Brandenburgs mehrere Braunkohletagebaue und -kraftwerke. Dort sind mehr als 5.000 Menschen beschäftigt. Nach Agenturinformationen sollen vor allem die Verwaltungen von Vattenfall gestrafft werden. Beim technischen … Alles zu diesem Thema ansehen »
«Erlöseth uns» – Personalabbau bei Vattenfall erst am Anfang? greenpeace magazin online Nach dieser Ankündigung vom Mittwoch prasselt auch in Stockholm Kritik auf Vattenfall ein. Der Hauptvorwurf lautet: Der Energieriese hat sich mit seiner Expansion ins europäische Ausland verkalkuliert. «Jetzt zahlen die Mitarbeiter den Preis für die … Alles zu diesem Thema ansehen »
Zeitung Heute: Vattenfall streicht 1500 Jobs Tagesspiegel Berlin – Vattenfall streicht in Deutschland 1500 von 20 000 Arbeitsplätzen. Wie der schwedische Staatskonzern am Mittwoch mitteilte, müssten die Kostenstrukturen verbessert werden, weil der Trend zum Energiesparen und das schwache … Alles zu diesem Thema ansehen »
Demo gegen Stellenstreichungen bei Vattenfall NDR.de Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall haben am Donnerstag gegen die geplanten Stellenstreichungen demonstriert. An einer Protestkundgebung in Berlin beteiligten sich auch Beschäftigte aus Hamburg. Mit sieben Bussen seien sie am Morgen in die … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall baut ab Potsdamer Neueste Nachrichten Berlin – Ob das ein Zufall ist? Einen Tag vor Warnstreiks und einer Demonstration bei der deutschen Vattenfall-Zentrale in Berlin-Mitte kündigte die Konzernspitze in Stockholm einen „Konsolidierungskurs zur weiteren Kostensenkung“ an. Gemeint ist vor … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht tausende Stellen freiewelt.net Der Energiekonzern Vattenfall plant bis Ende nächsten Jahres eine Kürzung von über 2500 Arbeitsplätzen, allein 1500 davon in Deutschland. Besonders Mitarbeiter in Berlin, Hamburg und Cottbus sind von dem Stellenabbau betroffen. Laut Ankündigung … Alles zu diesem Thema ansehen »
Probleme von Vattenfall nicht überraschend Pressrelations (Pressemitteilung) Der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag AXEL VOGEL hat den von dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall angekündigten Stellenabbau als für die Beschäftigten äußerst schmerzhaft bezeichnet. Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht konzernweit 2500 Stellen Traunsteiner Tagblatt Stockholm/Berlin (dpa) – Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verschärft seinen Sparkurs und streicht 2500 Arbeitsplätze, davon 1500 in Deutschland. Sie sollen bis Ende 2014 «sozialverträglich» abgebaut werden, kündigte Vorstandschef Øystein … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht in Deutschland 1500 Stellen newsecho.de – Meine Nachrichten Vattenfall streicht in Deutschland 1500 Stellen. Berlin – Der Energiekonzern Vattenfall will in Deutschland 1500 Stellen bis zum Jahr 2014 abbauen. Das kündigte das Unternehmen in Berlin an. (dpa). Tweet … Alles zu diesem Thema ansehen »
Vattenfall streicht 1.500 Jobs in Deutschland | Mittelstand … von dapd Stockholm/Berlin (dapd). Nach den Konkurrenten E.on, RWE und EnBW plant nun auch der vierte große Stromerzeuger auf dem deutschen Markt, Vattenfall, spürbare Einschnitte beim Personal. Allein in Deutschland sollen rund 1.500 von … Mittelstand-Nachrichten.de
Der Hamburger Senat verschickt die Werbung eines privaten Unternehmens an Hamburger Schulen. Dabei geht es um das Informationsmaterial über eine Literatur-Veranstaltung des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschafts-Abgeordneten Norbert Hackbusch (PDF) von der Linken-Fraktion teilt der Senat mit: „Die Hamburger Schulen haben im Februar 2013 Informationsmaterial zu den Vattenfall Lesetagen über die Poststelle der zuständigen Behörde erhalten.“ (Wer bezahlt eigentlich das Porto?)
Außerdem will der Senat das Kinder- und Jugendprogramm der Lesetage des Vattenfall-Konzerns mit einem Betrag von 3.875 Euro unterstützen. Weitere Unterstützung bekommt Vattenfall mit Grußworten der „zuständigen Behörde“ im Hauptprogramm und dem Programm für Kinder- und Jugendliche. Am kommenden Montag ist Vattenfall zu Gast im Hamburger Rathaus und darf gemeinsam mit der Kultursenatorin das Leseprogramm 2013 präsentieren. (siehe auch: Radioaktive Literatur: Vattenfall hält Hof im Schloss von König Scholz)
Während der Senat auf Kosten Hamburger SteuerzahlerInnen ein privates Unternehmen featured, ist unbekannt, ob die SPD auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) bei deren Literatur-Aktivitäten unterstützt und das Infomaterial ebenfalls mit einer Empfehlung an den Schulen verbreitet. Im Rahmen der HEW-Lesetage für den Hamburger Energie Wechsel bietet die GEW an, dass alle AutorInnen auch Lesungen an Hamburger Schulen durchführen. Anfragen dazu können an die GEW gestellt werden. Infos dazu gibt es hier: Lesungen an Hamburger Schulen (PDF).
Im April 2013 finden die HEW-Lesetage gegen Vattenfall statt. ROBIN WOOD unterstützt den literarischen Widerstand für die Energiewende. Alle Infos hier.
Hamburgs SPD Senat liest gemeinsam mit Vattenfall radioaktive Bücher über die Klimakatastrophe.
Gibt es radioaktive Literatur? Gibt es! Made by Vattenfall. Powered by SPD-Senat in Hamburg. Nennt sich Vattenfall Lesetage! Und dazu noch jede Menge Klimakatastrophe. Erneut hofiert die Hamburgische Kulturbehörde den Stromkonzern Vattenfall. Die Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler begrüßt am kommenden Montag, dem 11. März 2013 im Hamburger Rathaus den Generalbevollmächtigen der Vattenfall Gesellschaft mit begrenzter Haftung, Pieter Wasmuth.
In alter Freundschaft werden sie beide in hohen Tönen das Loblieb auf den wichtigen Beitrag des tollen Unternehmens Vattenfall für die Literatur singen. Und sicher wird die Kultursenatorin unter König Olaf Scholz (so wird der wirklich gern in der Presse genannt) das besondere Verdienst von Vattenfalls Lesetagen für die Kinder und Jugendlichen hervorheben. (Im letzten Jahr förderte die Kulturbehörde das „Kinderprogramm der Vattenfall Lesetage 2012 mit 4.215 Euro“, teilte der Senat auf eine kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Norbert Hackbusch mit.)
Irgendwo irgendein Problem? Nada! Warum sollten wir bedenken haben, wenn Vattenfall unseren Kindern etwas vorlesen lässt? Nur weil das Unternehmen die Zukunft dieser Kinder mit seinem Platz in der Tabellenspitze von Europas größten Klimasündern gefährdet? Und das bißchen Atommüll, dass der nette Onkel Vattenfall diesen Kindern als Herausforderung für die Zukunft hinterlässt, ist doch vielleicht auch ein pädagogischer Ansporn! Schade ist eigentlich nur, dass die Elbphilharmonie immer noch nicht fertig ist.
Aber bestimmt kommt der Senat auch noch darauf, die anderen Lese- und Literaturtage mit lobpreisenden Worten zu bedenken und auch ihnen die Ehre und Unterstützung einer Präsentation im Rathaus möglich zu machen. Der Senat ist doch immerhin für alle da – oder? Bestimmt will doch auch der Senat die Lesetage für den „Hamburger Energie Wechsel“, kurz HEW-Lesetage! Bürgermeister – äh, nein, König Olaf Scholz will doch auch die Energiewende, für die sich die Initiaoren – der Nautilus-Verlag, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), die GWA St. Pauli und andere Initiativen einsetzen. Ach, und die machen auch ein Kinder- und Jugendprogramm. Alle AutorInnen der HEW-Lesetage können nähmlich (oops) über die GEW von Schulen für Leseveranstaltungen angefragt werden. Das müsste König Olaf und seine Kultursenatorin doch eigentlich auch Klasse finden?
Und auch „Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage“ werden bestimmt noch angerufen, um ihr Programm 2013 im Rathaus präsentieren zu können. Gewürdigt mit warmen Worten der Kultursenatorin und einem Dank an die Initiatoren, die 2011 mit einer Lesung des Literatur-Nobelpreisträgers Günther Grass – direkt vor den Toren des AKW Krümmel – einen wichtigen Impuls für die Lesekultur im Norden setzten und 2012 mit atomstromfreien und obendrein noch kostenlosen Lesungen mit Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen, Frank Schätzing und vielen vielen anderen dafür sorgten, dass sich auch Hartz4-EmpfängerInnen mal im Schauspielhaus, dem Altonaer Theater oder der Fabrik einen schönen Abend gönnen konnten.
Achja, Hartz4 und Olaf Scholz, dass ist jetzt wieder eine andere Geschichte…