Vattenfalls schwere Verluste: Neue Minusrekorde als Folge verfehlter Geschäftspolitik

Vattenfall-AKW-Brunsbuettel-Dez2013-15Der Horror für Vattenfall geht weiter: Fast vier Milliarden Euro Verlust-Abschreibungen und einen Verlust von 2,1 Mrd. Euro. Das sind die beiden wichtigen Daten für das Geschäftsjahr 2015 (Handelsblatt). Und weit und breit ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Mit hohen Verlusten dürfte der laufende Verkauf der Braunkohle-Sparte ausgehen, den Vattenfall bis zum Sommer abschließen will. Auch beim Stromverkauf sieht es düster aus: Immer noch sinken die Großhandelspreise, liegen teilweise bei nur noch 23 Euro je Megawattstunde. Ein wirtschaftlicher Kraftwerks-Betrieb ist damit nicht mehr zu machen und ein Ausweg aus der Krise kaum absehbar. In der Lausitz erleiden die Kommunen nun schwere Steuerausfälle.

Die jahrelange Blockadepolitik der Stromkonzerne E.on, RWE, EnBW und Vattenfall gegen die Energiewende rächt sich bitterlich: „Die großen Kraftwerke werfen kaum noch Gewinne ab. An der Leipziger Strombörse bekommen Versorger für eine Megawattstunde, die sie im nächsten Jahr liefern, nicht einmal mehr 23 Euro. Zum Vergleich: Vor vier Jahren waren es noch 50 Euro. Billiges Öl und Erdgas befeuern den rasanten Absturz zusätzlich. Erst am Dienstag musste der Karlsruher Energiekonzern EnBW deshalb fast eine Milliarde Euro abschreiben. Nun folgt Vattenfall, der hierzulande viertgrößte Stromkonzern“, berichtet das Handelsblatt.

Entsprechend auch der Spiegel: „Vattenfall verdoppelt Verluste. Lange setzte Vattenfall auf Kohle, jetzt weiten sich die Verluste des schwedischen Konzerns aus. Greenpeace sieht darin den „tiefroten Beweis“, dass Widerstand gegen die Energiewende zwecklos ist.“

Weiter heißt es dort: „Insgesamt führt der Ökostrom-Boom branchenweit dazu, dass sich viele konventionelle Anlagen auch bei der Kohle- und Gaskraft kaum noch wirtschaftlich betreiben lassen. Hall kündigte an, dass man den Sparkurs auch im laufenden Jahr fortsetzen werde. In den letzten fünf Jahren habe das Unternehmen die Kosten um 30 Prozent senken können.“

In gewohnter Weise erläutert die Chefetage von Vattenfall die Lage, wie der Spiegel berichtet: „Vattenfall hat mit geringeren Vermögenswerten zu kämpfen. „Die deutsche Entscheidung, die CO2-Emissionen langfristig zu mindern, hat den Wert unseres Braunkohle-Vermögens einem Risiko ausgesetzt“, sagte Konzernchef Magnus Hall. Das habe eine Wertminderung zur Folge gehabt. Seit Herbst 2015 stehen Kohlegruben und Kraftwerke in Sachsen und Brandenburg zum Verkauf. Der Staatskonzern will künftig keinen Strom mehr aus klimaschädlicher Braunkohle produzieren.“

Die Schuld, da sind sich die Konzerne einig, liegt nicht bei ihren Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte, sondern natürlich bei den anderen.

Auch im Heimatland Schweden gehen die Geschäfte schlecht: „In Schweden legt Vattenfall zwei Atomkraftwerke früher als geplant still. Die notwendigen Investitionen in die Sicherheit hätten eine profitable Stromerzeugung unwahrscheinlich gemacht, sagte Hall.“

Auch die Braunkohle-Gebiete in der Lausitz trifft die Krise von Vattenfall hart: „Finanzielles Desaster für Lausitzer Kommunen.  Vattenfall will alle vorab gezahlten Steuern zurück. – Der Energiekonzern Vattenfall fordert von Lausitzer Kommunen die Erstattung sämtlicher für das Jahr 2015 vorausgezahlten Gewerbesteuern. Wie das Unternehmen auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, gehen entsprechende Schreiben in den kommenden Wochen an die Städte und Gemeinden Boxberg, Elsterheide, Kreba-Neudorf, Lauta, Rietschen, Schleife, Trebendorf, Weißkeißel sowie Weißwasser. Von der drohenden Steuerrückzahlung betroffen ist auch die Gemeinde Spreetal, die allerdings keine Vorauszahlungen verlangt, sondern die Steuern nachfordert“, berichtet der MDR aktuell.

Hotel California bleibt: You can check-out any time you like, but you can never leave!

glenn freyWas waren das für Zeiten, als der West-Coast-Sound erfunden wurde und eine Musik-Ära prägte. Jackson Brown (Lives in the balance) und Glenn Frey schrieben Songs wie Take it easy. Irgendwo lungerte immer Joe Walsh (Turn to Stone) rum. Irgendwie in den Fußstapfen von Crosby, Stills, Nash and Young, weniger politisch, aber irgendwie … Es folgten ein zwei Alben später das fantastische Lyin Eyes oder auch One of these Nights. So viele, so schöne Songs.  Da war The new Kid in town. Und dann dieses eine, dieses ganz einzigartige, dieses mit dem irren Text und der Zeile, die jetzt für Gleny Frey gelten mag. Hotel California. You can check-out any time you like, but you can never leave! Eine der sicher besten und ausgereiftesten Fassungen dieses Songs brachten Glenn Frey und die Eagles jenseits der 70er Jahre auf der Tour Farewell. Ja, Farewell! „Hotel California bleibt: You can check-out any time you like, but you can never leave!“ weiterlesen

Nach Olympia-Referendum: Innen- und Sportsenator Neumann hat ausgedient

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Nach der im Referendum gescheiterten Olympia-Bewerbung: Hamburgs Sport- und Innensenator Michael Neumann tritt zurück.

Es ist alles andere als eine Überraschung: Der Hamburger Innen- und Sportsenator Michael Neumann (SPD) tritt nach der Niederlage beim Olympia-Referendum Ende November nun zurück. Amtsmüdigkeit, so berichten Hamburger Medien (z.B. der NDR), wäre einer der Gründe für diesen Schritt. Über einen Rücktritt Neumanns war bereits nach den Bürgerschaftswahlen im Frühjahr 2015 spekuliert worden. Lediglich die Olympia-Bewerbung habe Neumann im Amt gehalten, hieß es damals. Nun ist amtlich: Neumann – der wohl zurück zur Bundeswehr-Universität gehen wird – hat ausgedient.

  • Zur Kritik an der Olympia-Bewerbung und zum Referendum habe ich vor allem in dem Blog www.FAIRspielen.de berichtet.

Direkt nach der Referendums-Entscheidung, mit der die HamburgerInnen mehrheitlich die von Neumanns geführter Allianz aus diversen Parteien, Unternehmen und Medien getragene Olympia-Bewerbung für die Spiele 2024 ablehnten, spekulierten die Hamburger Medien über seinen Rückzug. Immer wieder war zu hören, dass Bürgermeister Scholz aber einen solchen Rücktritt nur „erlauben“ würde, wenn die Nachfolge geklärt wäre. Das scheint nun der Fall zu sein. Der NDR berichtet: Gute Chancen als Neumanns Nachfolger habe laut NDR Fernsehen der Chef des Bezirksamts Mitte, Andy Grote (SPD).“

Neumanns Fehler war, dass er auf den Ruf der Handelskammer gehört hat und sich der damals alleinregierende SPD-Senat auf das Abenteuer einer Olympia-Bewerbung einließ, nachdem kurz zuvor erst in Bayern gleich vier Kreise eine solche Bewerbung für die Winterspiele in München abgelehnt hatten. Außer der Hamburger Handelskammer votierte seinerzeit niemand für eine solche Bewerbung.

Nicht nur die Olympia-Bewerbung war für Neumann ein Debakel. Mit der Verhängung einer umfassenden Gefahrenzone in großen Teilen der Innenstadt, sorgte Neumann als Innensenator für heftigen Wirbel mit weltweiten Pressereaktionen. Der Anlass für diese fragwürdige Aktion, mit der Willkür-Kontrollen erlaubt und Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden, stellte sich letztlich als nicht haltbar raus: Erst vor wenigen Wochen wurde kleinlaut ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingestellt. Zweifel daran, dass es die behaupteten Angriffe gegeben hatte, gab es schon direkt nach der Verhängung der Gefahrenzone.

Vattenfall natürlich: „Es gibt gewaltigen Zoff – und diplomatische Verwicklungen“

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Ausverkauf bei Vattenfall: Braunkohle soll weg – aber nicht an ein mongolisches Unternehmen.

Wie schafft Vattenfall das? So ziemlich egal, was das Unternehmen in die Hand nimmt: Irgendwie läuft das immer aus dem Ruder. Jetzt ist es beim geplanten Verkauf der Braunkohle-Sparte passiert. Die Sächische Zeitung berichtet: „Es gibt gewaltigen Zoff – und diplomatische Verwicklungen.“ Der Grund: Vattenfall hat einen Kauf-Interessenten abgelehnt, „die in Dresden ansässige Lausitz Mongolia Mining Generation AG (LMMG).“ „Vattenfall natürlich: „Es gibt gewaltigen Zoff – und diplomatische Verwicklungen““ weiterlesen

Dschungelmelodie – Die Schmetterlinge auf umweltFAIRaendern

mitdemkopfdurchdiewende-schmetterlingeDas gesamte Album „Herbstreise – Lieder zur Lage“ von den Schmetterlingen hat umweltFAIRaendern mit Erlaubnis der Band in den letzten Wochen erstmals im Internet online gebracht. Obendrauf gibt es nun noch die „Dschungelmelodie“ aus dem 1986 veröffentlichten Album „Mit dem Kopf durch die Wende“.

Alle Songs und die Texte der „Herbstreise – Lieder zur Lage“ aus dem Jahr 1979 von den Schmetterlingen sind hier. Wikipedia sagt über dieses Album: „Soundtrack des deutschen Herbst“ „Dschungelmelodie – Die Schmetterlinge auf umweltFAIRaendern“ weiterlesen

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