Atomwaffen: Wie geht der Weg zur Atommacht? Saudi-Arabien führt es vor ….

Wie wird aus einem Staat eine Atommacht? Saudi-Arabien führt das wie im Bilderbuch vor. Derzeit ist der Wüstenstaat und das Ölimperium auf dem Weg, die USA zu fordern. Nachdem Angebote für die ersten beiden neu zu bauenden 1400 MW-Reaktoren aus Südkorea, China, Russland und natürlich Frankreich bereits auf dem Tisch liegen, will Saudi-Arabien auch die USA ins Boot holen, verbunden mit der klaren Option: Wenn der Iran eine Atombombe bauen kann, dann wird auch Saudi-Arabien eine Bombe herstellen. Das ist immer wieder deutlich betont worden und ist alles andere als ein Geheimnis. Die USA und Saudi-Arabien sprechen offenbar schon sehr direkt über Szenarien, wie die Scheichs auch Zugriff auf die Technik zur Herstellung von atomwaffenfähigem Uran bekommen. Der Friedensnobelpreis ging heute an eine Organisation gegen Atomwaffen aus Japan. Nihon Hidankyo

Atalayar berichtet in dem Link ausführlich über die nukleare Entwicklung in Saudi-Arabien. Der Text ist in Englisch, vielleicht wäre eine Übersetzung von einem Dienst noch rechtefrei machbar. Bei deepl.com wäre eine Möglichkeit, eine gute Übersetzung zu bekommen. Das wäre in jedem Fall sinnvoll, weil die Informationen überaus deutlich sind. Mit besten Empfehlungen. Heute ist der Friedensnobelpreis 2024 vergeben worden:

Übersetzung: „Saudi-Arabien benötigt die USA, um Atomkraft als Alternative zu fossilen Brennstoffen zu entwickeln

Atomkraft ist die beste Alternative für eine CO₂-freie Energieerzeugung, aber Saudi-Arabien braucht einen Partner, um sein Atomprogramm zu entwickeln, und setzt dabei auf die USA.

Hoher Verbrauch fossiler Brennstoffe – Saudi-Arabiens ehrgeizige Vision 2030 zielt darauf ab, die wirtschaftliche Abhängigkeit des Königreichs von Öl und fossilen Brennstoffen zu verringern und stattdessen auf erneuerbare Energien zu setzen. Das Land strebt an, bis 2060 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, wie es in der „Saudi Green Initiative“ festgelegt ist.Trotz dieser ehrgeizigen Pläne bleibt der Pro-Kopf-Verbrauch fossiler Brennstoffe in Saudi-Arabien hoch. Obwohl dieser im Vergleich zu den anderen Golfstaaten niedriger ist, ist er immer noch wesentlich höher als etwa in Deutschland.

Ein Atom-Partner für Saudi-Arabien – Das Königreich bewegt sich bereits in diese Richtung und hat 2022 Unternehmen aus Russland, China, Südkorea und Frankreich eingeladen, technische Angebote für den Bau von zwei Atomreaktoren abzugeben. Saudi-Arabien bevorzugt jedoch die USA als strategischen Partner für die Entwicklung seines Atomprogramms. Der saudi-arabische Außenminister, Prinz Faisal bin Farhan, erklärte im Juni 2023, dass das Königreich „stark bevorzugt“, dass die USA einer der Bieter für das Programm sind. Bereits 2008 unterzeichneten beide Länder ein Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit im Bereich der zivilen Atomenergie.“

Unterschiede mit der IAEO …. Vereinbarung mit den USA …

Nobelpreis gegen Atomwaffen – Nihon Hidankyo

IPPNW 1985, ICAN 2017 und jetzt: Friedensnobelpreis 2024 Nihon Hidankyo. „Diese Auszeichnung ehrt die unermüdlichen Bemühungen der Hibakusha – der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – für eine atomwaffenfreie Welt. Ihre jahrzehntelange Arbeit zur Aufklärung über die verheerenden humanitären Folgen von Atomwaffen und ihre eindringlichen Zeugnisse haben entscheidend dazu beigetragen, das internationale Bewusstsein zu schärfen und die weltweite Ächtung von Atomwaffen voranzutreiben“, heißt es in der Stellungnahme der deutschen Organisation ICAN. Japan hatte nicht nur 1945 die Atombombenexplosionen über Hiroshima und Nagasaki ertragen, deren Folgen bis heute anhalten. 2010 kam es in Fukushima auch noch zur mehrfachen Atomkatastrophe in den AKWs von Fukushima, bei der ebenfalls großen Menge radioaktiver Strahlung freigesetzt wurden.

Hier die Verkündung durch das Preis-Komitee zur Verleihung des Friedennobelpreis 2024. Reuters liefert hier Hintergründe zu Nihon Hidankyo.

ICAN kommentiert weiter: „Die Verleihung dieses Nobelpreises an Nihon Hidankyo steht in enger Verbindung zu den Prinzipien und Zielen des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV), der 2021 in Kraft trat. Der Vertrag, der von ICAN maßgeblich mitinitiiert wurde und für dessen Bemühungen wir 2017 selbst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden, stellt die rechtliche und moralische Grundlage für eine Welt ohne Atomwaffen dar. Die Anerkennung der Hibakusha durch das Nobelkomitee unterstreicht erneut die Dringlichkeit dieses Anliegens und die Notwendigkeit, den Einsatz von Atomwaffen zu verhindern und die Abrüstung weltweit voranzutreiben.

Nihon Hidankyo hat durch seine Zeugnisse und kontinuierlichen Appelle an die internationale Gemeinschaft maßgeblich zur Verfestigung des nuklearen Tabus beigetragen – der moralischen Ächtung des Einsatzes von Atomwaffen. Dieses Tabu wird jedoch zunehmend bedroht: Atomwaffenstaaten modernisieren ihre Arsenale, und das Risiko eines Einsatzes steigt durch neue geopolitische Spannungen. Umso wichtiger ist es, die Arbeit der Hibakusha und die Ziele des AVV zu unterstützen, um das Fortschreiten der nuklearen Bedrohung zu verhindern.

Im kommenden Jahr jährt sich der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal. Diese Erinnerung sollte uns allen ins Bewusstsein rufen, welche katastrophalen Folgen der Einsatz von Atomwaffen für die Menschheit hat. In einer Zeit, in der Atomwaffenpotenziale ausgebaut werden, müssen wir uns klar zu einem globalen Verbot und zur Abrüstung bekennen. Die Arbeit von Nihon Hidankyo und der Hibakusha ist eine lebendige Erinnerung daran, was auf dem Spiel steht.

ICAN Deutschland sieht die Verleihung des Friedensnobelpreises an Nihon Hidankyo als eine erneute Bestätigung der Ziele des Atomwaffenverbotsvertrags. Mit dieser Auszeichnung wird ein weiterer Meilenstein im weltweiten Engagement für nukleare Abrüstung erreicht, und sie ermutigt uns, den Weg zu einer sicheren und atomwaffenfreien Welt entschlossen weiterzugehen.“

Auch die Internationalen Ärzt:innen zur Verhütung des Atomkriegs, Ärzt:innen in sozialer Verantwortung – IPPNW würdigt die Auszeichnung:

Friedensnobelpreis für Hibakusha – Mahnung zum 80. Jahrestag von Hiroshima und Nagasaki

„Die Verleihung des Friedensnobelpreises 2024 an Nihon Hidankyo, die japanische Vereinigung der A- und H-Bombenopfer, ist eine bedeutende Anerkennung des jahrzehntelangen Kampfes der Hibakusha für eine atomwaffenfreie Welt. Das Nobelpreiskomitee würdigt damit die unermüdlichen Bemühungen der Organisation, das Bewusstsein für die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu schärfen. Die Auszeichnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das internationale Tabu gegen den Einsatz von Atomwaffen durch die Modernisierung von Arsenalen, die Verbreitung von Atomwaffen und die Drohung mit ihrem Einsatz in aktuellen Konflikten zunehmend unter Druck gerät.

Die Hibakusha, die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, sind die wichtigsten Zeitzeug*innen der nuklearen Katastrophe. Ihre persönlichen Geschichten, die vom unvorstellbaren Leid und Schmerz durch den Einsatz dieser Waffen erzählen, bilden die Grundlage für die weltweite Bewegung zur Abschaffung von Atomwaffen. Sie helfen uns, das Unbeschreibliche zu beschreiben und das Undenkbare zu denken, um die Folgen von Atomwaffen zu begreifen. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Nihon Hidankyo unterstreicht die Bedeutung der Hibakusha als Mahner und moralische Instanz im Kampf gegen die nukleare Bedrohung.

Die Organisation Nihon Hidankyo wurde am 10. August 1956, elf Jahre nach den Atombombenabwürfen, gegründet. Der Gründungskongress stand im Zeichen des „Castle Bravo“ Tests, der katastrophale Auswirkungen auf die Bevölkerung der Marshallinseln hatte und die Welt auf die Gefahren der immer stärker werdenden Atomwaffen aufmerksam machte. Von Anfang an setzte sich die Organisation für ein umfassendes Verbot von Atomwaffen ein und forderte die Staatengemeinschaft auf, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Nihon Hidankyo arbeitet eng mit der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zusammen, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt, und den Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW), die 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Geschichten der Hibakusha bilden die Grundlage für die Arbeit beider Organisationen. Setsuko Thurlow, eine Hibakusha, nahm den Preis im Namen von ICAN entgegen.

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Nihon Hidankyo im Jahr 2024 ist besonders bedeutsam, da sich 2025 die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal jähren. Gerade jetzt, wo die Gefahr eines Atomkriegs wieder zunimmt, ist es wichtig, die Stimmen der Hibakusha zu hören und ihre Botschaft ernst zu nehmen. Die Bundeswehr trainiert in der NATO-Übung „Steadfast Noon“ den Einsatz von Atomwaffen und riskiert damit genau das Leid, von dem die Hibakusha berichten. Statt an Atomwaffen festzuhalten, sollte Deutschland sich für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen und dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten.

Die Ehrung der Hibakusha mit dem Friedensnobelpreis sendet ein klares Signal an die Welt: Atomwaffen sind eine Bedrohung für die Menschheit und dürfen niemals wieder eingesetzt werden. Die Staatengemeinschaft muss dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten und auf eine Welt ohne Atomwaffen hinarbeiten. Die Zeitzeugenberichte der Hibakusha erinnern uns an die humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes und mahnen uns, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um eine solche Katastrophe zu verhindern.“

Auf die Frage nach den Friedensnobelpreisträgern im Zusammenhang mit Atomwaffen, spukt ChatGPT35 aus:

Eine vollständige Liste der Friedensnobelpreisträger mit Bezug zu Atomwaffen, Abrüstung und nuklearen Fragen umfasst sowohl Personen als auch Organisationen, die sich in besonderer Weise gegen den Einsatz von Atomwaffen, für nukleare Abrüstung oder die Ächtung von Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben. Hier eine Übersicht:

Organisationen:

  1. Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) – 1985
    IPPNW wurde für ihre Bemühungen, die Öffentlichkeit über die katastrophalen medizinischen Auswirkungen eines Atomkriegs zu informieren, ausgezeichnet.
  2. Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) – 2017
    ICAN wurde für ihre Arbeit zur Förderung eines Vertrags zum Verbot von Atomwaffen ausgezeichnet, der 2017 von 122 Nationen verabschiedet wurde.
  3. Pugwash Conferences on Science and World Affairs – 1995 (gemeinsam mit Joseph Rotblat)
    Diese Organisation setzt sich für die Abrüstung und für eine Reduzierung von Nuklearwaffen ein.
  4. Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) – 2005 (gemeinsam mit Mohamed ElBaradei)
    Die IAEA wurde für ihre Rolle in der Förderung der sicheren Nutzung von Kernenergie und der Verhinderung von deren Missbrauch zu militärischen Zwecken ausgezeichnet.
  5. Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) – 1917, 1944, 1963
    Obwohl das IKRK nicht spezifisch wegen seines Engagements gegen Atomwaffen ausgezeichnet wurde, hat es sich stets für die Durchsetzung des humanitären Völkerrechts eingesetzt, das Massenvernichtungswaffen einschließt.
  6. United Nations (UNO) und Kofi Annan – 2001
    Auch wenn die UNO nicht nur für nukleare Abrüstung ausgezeichnet wurde, spielt sie eine zentrale Rolle bei der Förderung der Abrüstung und der Verhinderung von Atomwaffenkonflikten.

Einzelpersonen:

  1. Joseph Rotblat – 1995 (gemeinsam mit den Pugwash Conferences on Science and World Affairs)
    Rotblat war ein früher Teilnehmer des Manhattan-Projekts, trat jedoch zurück, nachdem ihm klar wurde, dass Atomwaffen gegen Zivilisten eingesetzt werden könnten. Er engagierte sich lebenslang für die nukleare Abrüstung.
  2. Alva Myrdal – 1982
    Myrdal setzte sich als schwedische Diplomatin für die nukleare Abrüstung ein und spielte eine führende Rolle bei den Abrüstungsverhandlungen der Vereinten Nationen.
  3. Linus Pauling – 1962
    Pauling erhielt den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen, die Öffentlichkeit über die Gefahren von Atomwaffen zu informieren, und für seine Kampagne gegen Atomtests.
  4. Mohamed ElBaradei – 2005 (gemeinsam mit der IAEA)
    ElBaradei wurde für seine Arbeit als Generaldirektor der IAEA ausgezeichnet, die sich für die Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen einsetzt.
  5. Mikhail Gorbachev – 1990
    Der sowjetische Präsident erhielt den Preis, weil er entscheidend zur Beendigung des Kalten Krieges und zur Reduzierung der Atomwaffenarsenale beigetragen hat.

Neulich in Augsburg: Bill Bo und seine Kumpane Folge 1 – Der Plan

Aus Urheberschutzgründen und anderen rechtlichen und finanziellen Gründen dieser Link, – eine „Erinnerung“, weil ich neulich vor dem Augsburger Puppentheater stand, gemeinsam mit Weggefährten der „Hochschule für Wirtschaft und Politik“ HWP. Zweiter Bildungsweg. Und das Forum und Gundremmingen sind auch nicht weit. Und weil …

https://www.youtube.com/watch?v=ukBkydpgFdA

Was davon hat mit der Stadt der Fugger, mit Europa und mit Ausbeutung und Kolonialismus zu tun? Ein Marionettentheater!

Zwischenlagerung hochaktiver Atomabfälle: Nachschub für das Forschungsprogramm – Atomtransporte mit bestrahlten Brennstab-Segmenten aus Bayern über Hamburg nach Schweden

Im Rahmen der Abfragen von Daten über Atomtransporte durch Hamburg teilt der Senat den beiden Abgeordneten der Linksfraktion in der Bürgerschaft, Stephan Jersch und Norbert Hackbusch, mit, dass unter den insgesamt 16 Transporten mit Kernbrennstoffen im letzten Quartal auch hoch radioaktives Material aus dem AKW Gundremmingen per LKW über die Elbmetropole nach Schweden geliefert wurde. Dabei handelte es sich um sogenannte bestrahlte Brennstabsegmente (BSS) mit verbranntem Uran, die im Reaktor während der Kernspaltung eingesetzt worden sind. Genau Spezifikationen über diese Segmente hat der Senat nicht mitgeteilt. Insgesamt sind 11 Kilogramm hochaktives Material per Spezialbehälter auf dem LKW nach Schweden gegangen. Eine Rücknahme des Atommülls, in dem sich auch Plutonium befindet, ist nicht vorgesehen. (Foto: Andreas Conradt und im Text: Betreiber BGZ)

Hochradioaktive Brennstäbe im Behälter im Hintergrund.

Diese Transporte werden von einigen AKW-Betreibern nach Studsvik geschickt. Transporteur für diese Art von hochradioaktiven Brennelementen war einige Male der französische Konzern Orano. Dabei kommen NCS-Behälter zum Einsatz (Auf dem Betreiber Foto unten ist der Behälter mit Stoßdämpfern für den Transport zu sehen. Die runden Endstücke sollen den Behälter auf dem Fahrzeug fixieren und gegen schwerste Erschütterungen bis hin zum Unfall schützen).

In Studsvik läuft ein Forschungsprojekt, wie sich die bestrahlen Brennelemente aus den Atomkraftwerken langfristig verhalten werden. Immerhin sind sie nicht nur hochradioaktiv. Wenn im Zwischenlagerbehälter richtig was schiefgeht, könnte es zu nuklearen Kettenreaktionen kommen. Also Explosionen im Inneren des Behälters. Für die Zwischenlagerung ist die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung zuständig. Alle Zwischenlager werden neu genehmigt werden müssen, bevor irgendwann mal ein Endlager zur Verfügung stehen wird. Es geht also darum, Sicherheit für die nächsten 50 bis 100 Jahre zu prüfen. Scheitern verboten!

Hantieren für deutsche Sicherheit bei der langfristigen Zwischenlagerung hochaktiver Atomabfälle – Heiße Zellen im schwedischen Studsvik

Die BGZ hatte im Juli über das Forschungsprojekt LEDA (Long-Term Experimental Dry Storage Analysis) informiert. Kurz nachdem UmweltFAIRaendern über einen entsprechen Atomtransport aus dem AKW Lingen berichtet hatte. In Studsvik wird hochradioaktiver Atommüll in heißen Zellen direkt untersucht, also der Behälter in einer extrem gesicherten und isolierten Kammer geöffnet. Alle manuellen Eingriffe werden per Fernhantierung bedient und erfolgen über Öffnungen, die extrem abgeschirmt sein müssen, um derartige Handhabungen durchzuführen. Über Bleiglas-Fenster und Maschinen-Teleskope wird von Außen im Inneren das Material manipuliert.

Foto Betreiber NCS
Foto Betreiber NCS . Möglicher Transportbehälter

Vom 13.6. bis zum 28. August fanden in Hamburg insgesamt 16 Atomtransporte mit Kernbrennstoffen statt, also mit angereichertem Uran. Insgesamt 22 Mal wurden zusätzlich Transporte mit radioaktiven Stoffen durchgeführt. Das sind Stoffe, die radioaktiv sind, aber kein angereichertes Uran enthalten. Bei den sonstigen radioaktiven Stoffen ist auch Uranerz dabei, das über weitere Verarbeitungsschritte zu angereichertem Uran und damit zu Kernbrennstoff für den Einsatz in Atommeiler verarbeitet wird und nach dem Einsatz im Reaktor zu hochaktivem Atommüll. Solche Transporte kommen über den Hamburger Hafen, der für den Transport von Kernbrennstoff aufgrund politischer Verabredungen zwischen dem rot-grünen Senat und den Hafenunternehmen „gesperrt“ ist. (Alles nicht so einfach.)

 

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