Atommülllager ASSE II – Rückholung statt Flutung

Das Atommülllager ASSE II droht abzusaufen und einzustürzen. Seit Jahren versprechen die Behörden, den Atommüll rausholen zu wollen, weil anders die Sicherheit für das Grundwasser und die Bevölkerung nicht erhalten bleiben kann. Doch während alle von Rückholung des Atommülls reden, werden unterirdisch Arbeiten für die Flutung des maroden Salzstocks vorbereitet. Aber genau dieses Verfahren würde zu einer radioaktiven Verseuchung des Grundwassers führen.

Bürgerinitiativen rund um die ASSE machen deshalb mobil: Bis zum 28. Juni wollen sie mit einer jetzt gestarteten Online-Aktion 20.000 Unterschriften sammeln, um die Flutung zu stoppen! Alle Infos dazu hier.

ONLINE UNTERSCHREIBEN: hier längs….

Klimawandel – Großkraftwerke ohne Kühlwasser

So kann es auch gehen! Der Klimawandel bestraft diejenigen, die ihn verursachen. Der Spiegel berichtet grad: „Der Klimawandel bedroht die Stromerzeugung in den USA und Europa, weil in heißen Sommern das Kühlwasser knapp wird. Ohne ausreichende Kühlung sind Kraftwerke nicht zu betreiben, warnen Forscher. Der Sektor müsse sich dringend anpassen – sonst drohten Fehlinvestitionen.“ (Online)

Und auf Telepolis berichtete Ralf Streck bereits im Februar unter der Überschrift:“Warten auf den Blackout in Frankreich“ vom Atomkraftwerks-Wunderland, dass dort den Meilern das Kühlwasser ausgeht, – im Sommer und im Winter.

Frankreich reagiert jetzt mit Stromrationierungen: „Licht aus in Frankreich wegen AKW Problemen mit dem Kühlwasser – Schaufensterbeleuchtung muß ab 1. Juli nachts abgeschaltet werden.“ Matthias Brake schreibt auf Telepolis: „Geschäfte und Unternehmen in Frankreich müssen ab dem 1. Juli die Beleuchtung ihrer Schaufenster, Fassaden und von Innenräumen, die von außen sichtbar sind von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr morgens ausschalten. Die neue Energiesparverordnung war im letzten Dezember noch von der damaligen Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet angekündigt worden (Städte: Keine „Festbeleuchtung“ mehr ab 1 Uhr?).

Auch in Frankreich werden die Folgen der Klimakatastrophe spürbar: Schon seit Jahren haben die Atommeiler sowohl im Winter als auch im Sommer Probleme mit dem Kühlwasser aus den Flüssen: „Das führte zu Abschaltungen und Stromimporten aus Deutschland. Landesweit soll mit dem nächtlichen Beleuchtungsverbot soviel Strom eingespart werden, wie 260.000 Haushalte pro Jahr verbrauchen (je 4.000 kWh/a). Drei Viertel der französischen Stromversorgung stammt aus AKWs, die meisten davon werden mit Flusswasser gekühlt, was mittlerweile im Winter wie im Sommer problematisch sein kann“, schreibt Brake.

Ein Problem, dass auch in Deutschland nicht unbekannt ist. Immer wieder wurden Atommeiler, wie z.B. das inzwischen stillgelegte AKW Krümmel an der Elbe, im Sommer aufgrund zu hoher Wassertemperaturen in seiner Leistung gedrosselt.

Absurd ist das außerdem, wenn man die gegenwärtige Kampagne gegen die Energiewende betrachtet: Im Atomwunderland Frankreich steigen die Strompreise und: Frankreich muss in diesen Engpässen ausgerechnet aus Deutschland Strom importieren!  Und Deutschland kann – trotz der immerhin acht abgeschalteten AKWs liefern – Dank dem Solarstrom!


 

 

Ein Spiel auf Zeit – Vattenfall zögert bei Stilllegung der AKW Brunsbüttel und Krümmel

Vattenfall hat noch immer keine Konzepte zur Stilllegung der Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel vorgelegt. Atomaufsicht in Kiel geduldet sich, Grüne und Robin Wood kritisieren Sicherheitsrisiken,VON SVEN-MICHAEL VEIT, taz nord, 13.02.2012, mehr…

 

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