Komm in die Gänge … Anti Vattenfall Lesetage

hew-plakatganz-kleinDie HEW sind zurück – zumindest als literarische Variante für den Hamburger Energie Wechsel. „Am 15. April ist es wieder soweit. Unser drittes vattenfall-kritisches Lesefestival beginnt mit einer Eröffnungsveranstaltung auf Kampnagel, bei der Ingo Schulze lesen und im Anschluss über „Kunst und Knechtschaft“ diskutieren wird. Bei weiteren mehr als 30 Veranstaltungen lesen Friedrich Ani, David Chotjewitz, Frank Göhre, Merle Kröger, Dominique Manotti, Harry Rowohlt, Jochen Schimmang, Sybil Gräfin Schönfeldt, Frank Spilker, Barbara Sichtermann und viele andere. Auf der Abschlussparty im Gängeviertel am 20.4. gibt es nach einer Lesung von Katja Kullmann und Sarah Khan Musik: Frank Spilker und Frau Kraushaar machen den Abschluss zum Aufbruch!“ So steht es auf der Homepage der HEW-Lesetage. Eine der Gegenverstaltungen zu den Greenwashing-Days von Vattenfall. „Mit unserem neuen Namen: HEW spielen wir auf den ursprünglichen Namen dieser Hamburger Lesetage an, nur steht HEW jetzt für Hamburger Energie Wechsel.“ Gemacht werden die Lesetage von Menschen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften, dem Nautilus-Verlag, der GWA-St.Pauli und anderen.

Unterstützt wird die Lesereihe auch von ROBIN WOOD: „Radioaktive Lesetage von Vattenfall, damit wir Atommüll und Klimakatastrophe vergessen? Damit das nicht gelingt, unterstützen wir von ROBIN WOOD die klimafreundlichen HEW-Lesetage und empfehlen den Ökostromwechsel, sagt Dirk Seifert, Energiereferent der Umweltorganisation. Mit einer Lesung von Hanna Poddig und der musikalischen Unterstützung des Duos Cheerup (beide bekannt von Dubtari) beteiligt sich ROBIN WOOD am 19. April mit einer Veranstaltung. „Radikal Mutig“ heißt es dann im Gängeviertel, in der Jupibar.

Siehe auch hier bei ROBIN WOOD.

Noch mehr Lesen gegen Vattenfall – „Lesen ohne Atomstrom – Die Erneuerbaren Lesetage“ 2013

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Während Vattenfall heute im Verbund mit der Kultursenatorin im Hambhew-plakatganz-kleinurger Rathaus seine Greenwashing-Lesetage 2013 vorstellte, präsentierte „Lesen ohne Atomstrom“ im Deutschen Schaupielhaus „Die Erneuerbaren Lesetage“. Zum dritten Mal geht das Projekt gegen Vattenfall ins Lese-Rennen. Als Höhepunkte der kostenlosen Veranstaltungen vom 21. – 26. April werden u.a. dabei sein: Iris Berben, Jean Ziegler, Hannes Jaenicke. Elke Heidenreich, Joachim Król, Roger Willemsen, Jakob Augstein, Corny Littmann, Ulrich Waller, Jan Plewka, Ben Becker, Wolfgang Niedecken und viele andere. Angesichts dieser Liste und solcher Unterstützer wie den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, dem Goethe-Institut, dem Hamburger Sport Verein (HSV) und diverser anderer dürfte man im Hause Vattenfall „not very amused“ sein.  

Gegenwind bekommt Vattenfall auch von einer weiteren Lese-Reihe: Die HEW-Lesetage für den Hamburger Energie Wechsel finden vom 15.-20. April statt.  Das komplette HEW-Programm online.

Die Lesetage ohne Atomstrom „setzen mit vielen anderen erneut ein beeindruckendes Zeichen für eine Zukunft ohne Atomenergie, für die Beschleunigung der Energiewende – und gegen den Kulturmissbrauch des Atomkonzerns Vattenfall mit seinen so genannten „Vattenfall-Lesetagen““, heißt es auf deren Homepage.

„Lesen ohne Atomstrom“: Ein Volksentscheid am 22. September kann den „dubiosen Deal“ mit Vattenfall noch stoppen.

Und: „Vattenfall benimmt sich, als gehöre ihnen diese Stadt – was angesichts der devoten Anbiederung des Senats an den Atomkonzern nicht verwundert.“ Oliver Neß, Sprecher der „Erneuerbaren Lesetage“: „Die Kulturbehörde finanziert aus Steuergeldern … weiter das Greenwashing Vattenfalls – und dies, obgleich der Atomkonzern die deutschen Steuerzahler derzeit vor Gericht verklagt. Vattenfall fordert drei Milliarden Euro „Schadenersatz für den Atomausstieg“. Ergänzend will der Senat Vattenfall auch noch das Hamburger Stromnetz dauerhaft überlassen. Ein Volksentscheid am 22. September kann den dubiosen Deal noch stoppen.“

VertreterInnen der Volksentscheid-Initiative Unser Hamburg – Unser Netz werden auf einigen Veranstaltungen dabei sein. Siehe auch hier: Vollständige Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg ist machbar.

Die Grüne Bürgerschaftsfraktion kritisierte heute per PM, dass Vattenfall mit Unterstützung des SPD-Senats und der Kultursenatorin im Rathaus die Lesetage präsentieren konnte – ausgerechnet am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe. Das Hamburger Abendblatt, Medienpartner der Vattenfall-Lesetage, berichtete unter dem Titel: Vattenfall-Lesetage-feiern-15-Geburtstag. Außerdem berichtet die Taz-Hamburg über beide Veranstaltungen.

Hamburger Senat verschickt Vattenfall-Werbung an Schulen

hew-plakatganz-kleinDer Hamburger Senat verschickt die Werbung eines privaten Unternehmens an Hamburger Schulen. Dabei geht es um das Informationsmaterial über eine Literatur-Veranstaltung des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschafts-Abgeordneten Norbert Hackbusch (PDF) von der Linken-Fraktion teilt der Senat mit: „Die Hamburger Schulen haben im Februar 2013 Informationsmaterial zu den Vattenfall Lesetagen über die Poststelle der zuständigen Behörde erhalten.“ (Wer bezahlt eigentlich das Porto?)

Außerdem will der Senat das Kinder- und Jugendprogramm der Lesetage des Vattenfall-Konzerns mit einem Betrag von 3.875 Euro unterstützen.  Weitere Unterstützung bekommt Vattenfall mit Grußworten der „zuständigen Behörde“ im Hauptprogramm und dem Programm für Kinder- und Jugendliche. Am kommenden Montag ist Vattenfall zu Gast im Hamburger Rathaus und darf gemeinsam mit der Kultursenatorin das Leseprogramm 2013 präsentieren. (siehe auch: Radioaktive Literatur: Vattenfall hält Hof im Schloss von König Scholz)

Während der Senat auf Kosten Hamburger SteuerzahlerInnen ein privates Unternehmen featured, ist unbekannt, ob die SPD auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) bei deren Literatur-Aktivitäten unterstützt und das Infomaterial ebenfalls mit einer Empfehlung an den Schulen verbreitet. Im Rahmen der HEW-Lesetage für den Hamburger Energie Wechsel bietet die GEW an, dass alle AutorInnen auch Lesungen an Hamburger Schulen durchführen. Anfragen dazu können an die GEW gestellt werden. Infos dazu gibt es hier: Lesungen an Hamburger Schulen (PDF).

Im April 2013 finden die HEW-Lesetage gegen Vattenfall statt. ROBIN WOOD unterstützt den literarischen Widerstand für die Energiewende. Alle Infos hier.

Siehe auch:

Vattenfall wird was gelesen: Die HEW-Lesetage finden vom 15. bis 20. April statt.

HEW-Lesetage gegen Vattenfall – ROBIN WOOD ist mit dabei

Radioaktive Literatur: Vattenfall hält Hof im Schloss von König Scholz

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Hamburgs SPD Senat liest gemeinsam mit Vattenfall radioaktive Bücher über die Klimakatastrophe.

Gibt es radioaktive Literatur? Gibt es! Made by Vattenfall. Powered by SPD-Senat in Hamburg. Nennt sich Vattenfall Lesetage! Und dazu noch jede Menge Klimakatastrophe. Erneut hofiert die Hamburgische Kulturbehörde den Stromkonzern Vattenfall.  Die Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler begrüßt am kommenden Montag, dem 11. März 2013 im Hamburger Rathaus den Generalbevollmächtigen der Vattenfall Gesellschaft mit begrenzter Haftung, Pieter Wasmuth.

In alter Freundschaft werden sie beide in hohen Tönen das Loblieb auf den wichtigen Beitrag des tollen Unternehmens Vattenfall für die Literatur singen. Und sicher wird die Kultursenatorin unter König Olaf Scholz (so wird der wirklich gern in der Presse genannt) das besondere Verdienst von Vattenfalls Lesetagen für die Kinder und Jugendlichen hervorheben. (Im letzten Jahr förderte die Kulturbehörde das „Kinderprogramm der Vattenfall Lesetage 2012 mit 4.215 Euro“, teilte der Senat auf eine kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Norbert Hackbusch mit.)

Irgendwo irgendein Problem?  Nada! Warum sollten wir bedenken haben, wenn Vattenfall unseren Kindern etwas vorlesen lässt? Nur weil das Unternehmen die Zukunft dieser Kinder mit seinem Platz in der Tabellenspitze von Europas größten Klimasündern gefährdet? Und das bißchen Atommüll, dass der nette Onkel Vattenfall diesen Kindern als Herausforderung für die Zukunft hinterlässt, ist doch vielleicht auch ein pädagogischer Ansporn! Schade ist eigentlich nur, dass die Elbphilharmonie immer noch nicht fertig ist.

Aber bestimmt kommt der Senat auch noch darauf, die anderen Lese- und Literaturtage mit lobpreisenden Worten zu bedenken und auch ihnen die Ehre und Unterstützung einer Präsentation im Rathaus möglich zu machen. Der Senat ist doch immerhin für alle da – oder? Bestimmt will doch auch der Senat die Lesetage für den „Hamburger Energie Wechsel“, kurz HEW-Lesetage! Bürgermeister – äh, nein, König Olaf Scholz will doch auch die Energiewende, für die sich die Initiaoren – der Nautilus-Verlag, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), die GWA St. Pauli und andere Initiativen einsetzen. Ach, und die machen auch ein Kinder- und Jugendprogramm. Alle AutorInnen der HEW-Lesetage können nähmlich (oops) über die GEW von Schulen für Leseveranstaltungen angefragt werden. Das müsste König Olaf und seine Kultursenatorin doch eigentlich auch Klasse finden?

Und auch „Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage“ werden bestimmt noch angerufen, um ihr Programm 2013 im Rathaus präsentieren zu können. Gewürdigt mit warmen Worten der Kultursenatorin und einem Dank an die Initiatoren, die 2011 mit einer Lesung des Literatur-Nobelpreisträgers Günther Grass – direkt vor den Toren des AKW Krümmel – einen wichtigen Impuls für die Lesekultur im Norden setzten und 2012 mit atomstromfreien und obendrein noch kostenlosen Lesungen mit Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen, Frank Schätzing und vielen vielen anderen dafür sorgten, dass sich auch Hartz4-EmpfängerInnen mal im Schauspielhaus, dem Altonaer Theater oder der Fabrik einen schönen Abend gönnen konnten.

Achja, Hartz4 und Olaf Scholz, dass ist jetzt wieder eine andere Geschichte…

 

 

 

 

Vattenfall wird was gelesen: Die HEW-Lesetage finden vom 15. bis 20. April statt.

hew-plakatganz-kleinMit Literaturtagen versucht der krisengebeutelte Stromkonzern Vattenfall einmal im Jahr von seinen Atomkraftwerken und seinem federführenden Beitrag zur Klimakatastrophe abzulenken. Das aber gelingt Vattenfall immer schlechter, weil seit nunmehr drei Jahren dem Konzern auch kulturell Paroli geboten wird. Das neue Projekt in diesem Jahr heißt in Anspielung an die alten Hamburgischen Electricitäts Werke (HEW), die von Vattenfall Anfang 2000 aufgekauft wurden: Hamburger Energie Wechsel – kurz HEW-Lesetage. Der Nautilus-Verlag, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie die GWA St. Pauli haben sich zusammengetan und werden vom 15. – 20. April mit einem Literaturprogramm von über 30 Veranstaltungen dem Vattenfall-Konzern das Greenwashing vereiteln.

Seit heute ist das komplette Programm online. Am 15. April beginnen die HEW-Lesetage mit einer Eröffnungsveranstaltung auf Kampnagel, bei der Ingo Schulze lesen und im Anschluss über „Kunst und Knechtschaft“ diskutieren wird.

Bei weiteren mehr als 30 Veranstaltungen lesen Friedrich Ani, David Chotjewitz, Frank Göhre, Merle Kröger, Dominique Manotti, Harry Rowohlt, Jochen Schimmang, Sybil Gräfin Schönfeldt, Frank Spilker, Barbara Sichtermann und viele andere. Auf der Abschlussparty im Gängeviertel am 20.4. gibt es nach einer Lesung von Katja Kullmann und Sarah Khan Musik: Frank Spilker und Frau Kraushaar machen den Abschluss zum Aufbruch!

Die Initiatoren der Lesetage unterstützen mit ihrer Aktion auch den anstehenden Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg. Die werden derzeit noch von Vattenfall (Strom, Fernwärme) und E.on (Gas) betrieben, die Stadt Hamburg ist lediglich als Minderheitsaktionär mit 25,1 Prozent beteiligt. Das Bündnis „Unser Hamburg – Unser Netz“ will mit dem Volksentscheid erreichen, die Kontrolle über die Netze wieder vollständige in die öffentliche Hand zu nehmen und damit die Energiewende besser voran bringen zu können.

Auch „Lesen ohne Atomstrom“ wird in diesem Jahr wieder gegen Vattenfall antreten. Das Programm 2013 ist noch nicht veröffentlicht, aber online ist das folgende unter diesem Link zu erfahren.

 

 

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