Spekulationen über Uranpreise – Nach dem Ende des russisch-amerikanischen Programms „Megatonnen zu Megawatt“

Radioaktiv-10.jpgSeit längerer Zeit sind die Preise für Uran als Brennstoff für den Betrieb von Atomkraftwerken im Keller. In vielen Regionen der Welt wird zwar die Exploration vorangetrieben und neue Uranvorkommen entdeckt, aber selbst bei bereits in Betrieb befindlichen Uranminen führen die niedrigen Uranpreise dazu, dass der Minenbetrieb pausiert oder reduziert wird. Hinzu kommt, dass nach Fukushima die japanischen AKWs allesamt vom Netz gingen und auch in Deutschland abgeschaltet wurden. Doch nun läuft zum Jahresende das Programm „Megatonnen zu Megawatt“ (Nuklearforum Schweiz) zwischen den USA und Russland über die Reduzierung von Atomwaffen aus (siehe Greenpeace-Magazin). In diesem Rahmen wurde über 20 Jahre hochangereichertes Uran (über 90 Prozent Uran 235) aus den Sprengköpfen zu Uran für Atomreaktoren umgewandelt (mit rund fünf Prozent Uran 235). Führt das Ende dieses Programms nun zu steigenden Uranpreisen und zur Inbetriebnahme neuer Uranminen?

Auf Börse.ARD wird  euphorisch unter der Überschrift: „Steigende Preise erwartet – Ist Uran das neue Gold?“ berichtet.

Als Gründe für diesen Goldrausch mit dem Uran schreibt Börse.ARD: „Ein Anzeichen für den weiter steigenden Bedarf ist die Zahl der geplanten Atomkraftwerke. Derzeit sind weltweit 68 neue Kraftwerke im Bau, die 2017 ans Netz gehen sollen. Selbst in Japan denkt man laut darüber nach, das beschlossene Moratorium aufzuheben und einzelne AKWs wieder in Betrieb zu nehmen. Zudem gibt es eine ganze Reihe von Schwellenländern, die bei ihrer Energieversorgung weiter auf Atomkraft setzen. Allein in China sind derzeit 29 Atomkraftwerke im Bau, darunter die größte Anlage der Welt mit einer Kapazität von bis zu 6.600 Megawatt. Auch in Indien, Russland und Südkorea entstehen neue AKWs.“

Der Teufel steckt im Detail: Was wird in Japan passieren? Dort sind nach Fukushima immerhin 54 Atomkraftwerke abgeschaltet worden und selbst angesichts einer atomfreundlichen Regierung ist derzeit nicht absehbar, dass diese in größerer Zahl wieder in Betrieb gehen werden. Auch in Deutschland werden schrittweise bis 2022 weitere neun Atomkraftwerke vom Netz gehen (siehe unten).

Zumindest einschlägig interessierte Banken und Investoren betreiben die Hoffnung, dass die Uranpreise ansteigen werden. Denn, so Börse.ARD weiter: „Vor den japanischen Unfällen kostete ein Pfund Uran rund 67 Dollar. Danach ist er zeitweise bis knapp unter 20 Dollar in den Keller gerauscht. Inzwischen wird ein Pfund des Rohstoffs zu etwa 35 Dollar gehandelt – bei unveränderter Tendenz.“

AKW-Neubauten vor allem in Asien und das Auslaufen des russisch-amerikanischen Umrüstungsprogramms könnte – so die Hoffnung – nun zu einer Verknappung des Uranangebots führen: „Dadurch entstehe eine gewaltige Verknappung des Angebots, das die Uran-Preise deutlich steigen lasse, prophezeien die Experten der amerikanischen Investmentbank JP Morgan. Einige Marktteilnehmer halten Kurse zwischen 60 und 70 Dollar je Pfund für realistisch, bei JPMorgan geht man von 59,20 Dollar pro Pfund aus.

John Wilson von Resource Capital Research ist noch zuversichtlicher: „Im nächsten Jahr könnte die Notierung durchaus 85 Dollar erreichen.“ Denn der steigende Bedarf und ein gleichzeitig schwindendes Angebot seien die besten Voraussetzungen für steigende Preise.“

Ob die von interessierten Kreisen jetzt vorgetragenen Hoffnungen nach höheren Uranpreisen tatsächlich Realität werden, bleibt abzuwarten. Zwar gibt es, wie beschrieben, einige Länder, die derzeit den Ausbau der Atomenergie betreiben, aber in vielen bisherigen Atom-Ländern geht die Bedeutung der Atomkraftwerke zurück.

Darüber berichtet detailliert der „World Nuclear Industry Status Report 2013″ von Mycle Schneider und Antony Froggat. Immer mehr alte Atommeiler werden demnach in den nächsten Jahren vom Netz gehen und nicht ersetzt. Das Neubau-Niveau wird in der Summe nicht ausreichen, um diesen Rückgang zu ersetzen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für neue Atomkraftwerke immer mehr angestiegen sind und sich immer weniger gegenüber dem Einsatz von erneuerbaren Energien rentieren. Viele Banken sind nicht länger bereit, angesichts solcher Entwicklungen und Risiken bei der Atomenergie Kredite zu vergeben. Siehe dazu das Interview mit Mycle Schneider hier bei der Deutschen Welle.

Afrika – Uran – Atomenergie – AREVA – Frankreich: Atomic Africa – Film von Marcel Kolvenbach

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Mächtige Interessen in Afrika: Der französische Atomgigant AREVA

Nach dem Militäreinsatz Frankreichs in Mali im Januar 2013 intervenieren französische Truppen nun auch in Zentralafrika. Immer wieder kommt dabei die Frage auf, wie weit die Rohstoffe in der afrikanischen Region südlich der Sahara eine Rolle für Frankreich spielen, in den Gebieten seines ehemaligen Kolonialreichs auch militärisch einzugreifen. Die südliche Sahara-Region  gilt als ausgesprochen reich an Rohstoffen wie Uran, Gold und Öl. Besonders für seine Atomkraftwerke ist Frankreich von Uranimporten abhängig. Derzeit stammen rund 40 Prozent des Urans aus dem Niger. Nach dem Kriegseinsatz in Mali hat Frankreich auf den Uranminen im benachbarten Niger, die vom Atomgiganten AREVA seit Jahrzehnten ausgebeutet werden, Spezialeinheiten der Armee stationiert.

Starke wirtschaftliche Interessen, enorme soziale Spannungen, wachsende gesellschaftliche und militärische Konflikte sowie wachsende Umwelt- und Gesundheitsschäden: Das ist das Umfeld, in dem der Rohstoff Uran zu immer mehr Auseinandersetzungen bis hin zu Kriegen führt.

Im Sommer strahlte der WDR erstmals einen Film von Marcel Kolvenbach aus: Atomic – Africa. Darin geht Kolvenbach in einer detaillierten Spurensuche mächtigen Interessen und Auseinandersetzungen um das Uran in Afrika nach. Im Zentrum steht dabei immer wieder der Atomkonzern AREVA und Frankreich selbst. Aber der Film zeigt auch das Aufbegehren vieler afrikanischer Staaten, die mit dem Uran im eigenen Lande auch Forderungen nach einer eigenen Energieversorgung mit Atomkraftwerken verbinden.

Siehe auch hier: Uranabbau in Afrika

Atomic Africa – Film von Marcel Kolvenbach

Auf der Homepage von Phoenix wird der Film folgendermaßen angekündigt: „Seit Jahren schon sind es afrikanische Staaten, die weltweit die Riege der Länder mit dem stärksten Wirtschaftswachstum anführen. Doch der neue Boom braucht Energie, Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Immer mehr afrikanische Regierungen wollen deshalb auf Atomkraft setzen. Nach einer Prognose der Internationale Atomenergie-Organisation IAEA sollen bis 2050 in Afrika 40 neue Atomkraftwerke gebaut werden, ganz nach dem Motto: „We want power, no arms“ („Strom statt Waffen“).

Zwei Jahre lang reiste der Filmemacher Marcel Kolvenbach durch Afrika und recherchierte im Zeichen dieser neuen afrikanischen Atompolitik – vom Osten des Kontinents nach Südafrika, weiter in den Kongo und von dort in die Sahara.

Stets nah bei den betroffenen Menschen zeigt der Filmemacher, wie sich der Konflikt um die Uranvorkommen des Kontinents verschärft. Vom Krieg in Mali bis hin zum Raubbau an der Natur in Tansania prägen die Interessen mächtiger Konzerne wie dem französischen Stromriesen Areva immer mehr das Schicksal ganzer Regionen.

Zugleich zeigt der Film eindrucksvoll, welche Folgen der Einstieg in die Atomkraft für die Umwelt und Sicherheit eines Kontinents haben dürfte, auf dem die wenigen Atomkraftgegner um ihr Leben fürchten müssen. „Atomic Africa“ wird so zum politischen Road-Movie durch das nukleare Afrika.“

Dossier: Kampf um Rohstoffe – Der Uranabbau, der Niger und die AREVA

Uranmine bei Arlit im Niger. AREVA beutet aus... Foto: Davin Francois
Uranmine bei Arlit im Niger. AREVA beutet aus… Foto: David Francois/Wikipedia

Seit rund 40 Jahren wird im Niger durch den französischen Atomkonzern AREVA Uranerz abgebaut. Mit schweren Schäden für Umwelt und Gesundheit der Menschen. Seit Jahren wachsen die Proteste über den Uranabbau für Frankreich in dem armen Wüstenstaat an. Auch bewaffnete Auseinandersetzungen, Terroranschläge und Geiselnahmen kennzeichnen die Konflikte.

Im Nachbarstaat Mali setzte Frankreich Anfang des Jahres Truppen ein, Spezialkräfte der Armee besetzen auch die Uranminen im Niger, um diese vor Angriffen zu schützen. Dennoch kam es zu einem Terroranschlag mit vielen Toten und Verletzten. Immer häufiger ist die Rede davon, dass Frankreich als ehemalige Kolonialmacht in der Region seine Rohstoff- und Wirtschaftsinteressen schützen will.

Derzeit versucht die Regierung im Niger, bessere Abbaubedingungen gegen AREVA durchzusetzen. Zuletzt demonstrierten über 5.000 Menschen in dem dünn besiedelten Land in der Sahelzone.

Auch in Deutschland wird möglicherweise Uran aus dem Niger eingesetzt. Laut Bundesregierung beziehen deutsche Atomanlagen Uran aus Frankreich von AREVA. Z.B. in der Uranfabrik in Gronau könnte dieses Uran zu Brennstoff für Atommeiler in aller Welt weiter verarbeitet werden. (Alle Infos zu Uran und URENCO siehe hier: http://umweltfairaendern.de/?s=uran+urenco).

Internationale Organisationen versuchen, den Menschen im Niger zu helfen. Aktuell mit einer Kampagne gegen AREVA, die dem Niger bessere Abbaukonditionen und mehr Schutz für Umwelt und Menschen ermöglichen sollen. Das alles – und noch viel mehr – ist auf umweltFAIRaendern.de nachzulesen:

Der Kampf um Uran und Rohstoffe im Niger

 

Uran, Gold, Öl – Rohstoffreich und bitterarm: Konferenz zum Abbau der Bodenschätze im Niger

Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert
Uranabbau? Besser in der Erde lassen. Foto: Dirk Seifert

Der Niger gehört zu den wichtigsten Uranlieferanten der Welt, vor allem für Frankreich. Seit über 40 Jahren beutet der französische Staatskonzern AREVA die Uranminen im Norden des Nigers bei Arlit aus und versorgt damit einen großen Teil der heimischen Atomkraftwerke und andere Staaten. Die Umwelt- und Gesundheitsschäden rund um Arlit sind enorm. Große Wassermengen werden in dem Wüstenstaat in der Sahelzone durch den Abbau kontaminiert und vergiftet.

Siehe dazu ausführlich auch hier: Uranlieferant Niger – Hunger und Krieg.

Für Frankreichs Wirtschaft und für AREVA ist das Urangeschäft ein großes Geschäft. Doch nur wenig von diesen Gewinnen bleibt im Niger. Daher versucht die Regierung des Nigers in Verhandlungen mit der AREVA zu erreichen, dass die alten Verträge erneuert werden, ein größerer Teil der Gewinne für die Entwicklung im Land verbleibt und mehr für die sozialen, gesundheitlichen und Umwelt-Bedingungen von AREVA geleistet wird. Forderungen, die der AREVA nicht gefallen.

Konferenz über Rohstoffe, Transparenz und bessere Bedingungen im Niger

Vom 17. bis 19. September 2013 hat nun die Organisation SWISSAID in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation GREN („Groupe de réflexion et d’action sur les industries extractives au Niger“) in der nigrischen Hauptstadt Niamey eine Konferenz durchgeführt, auf der über die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Rohstoff-Abbaus von Vertretern aus allen Landesteilen berichtet wurde. Von zentraler Bedeutung – so die Ankündigung auf der Homepage von SwissAid – sollte „die rechtliche Frage sein, wie bestehende Abbauverträge – häufig mit international tätigen Konzernen – so nachverhandelt werden können, dass das Land tatsächlich von den Bodenschätzen profitiert. Denn eine gerechtere Verteilung und transparente Verwaltung der Einnahmen aus dem Geschäft mit den Reichtümern im Boden ist überfällig – noch immer lebt die grosse Mehrheit der Bevölkerung im Niger in tiefer Armut.“

Ergebnisse der Konferenz sind bei SwissAid bis heute leider nicht veröffentlicht.

Uranbergbau: Besser komplett beenden

Doch nicht nur die Forderung nach besseren Konditionen für den Niger ist eine, die im Zusammenhang mit dem Uranabbbau derzeit auf der politischen Agenda steht. Für viele Akteure im Niger ist klar, dass der Uranabbau grundsätzlich gestoppt werden muss. Denn auch unter deutlich verbesserten Bedingungen sind die Schäden, die der Uranabbau verursacht, nicht in den Griff zu bekommen. Der enorm hohe Wasserverbrauch der Minen und die damit verbundenen Belastungen mit Radioaktivitität und Chemikalien sind in dem Wüstenstaat katastrophal und vergrößern die Probleme noch mehr. Die Radon-Belastungen für die Arbeiter in den Minen, der radioaktive Staub aus den Abraumhalden, der mit dem Wind verbreitet wird – all das ist nicht unter Kontrolle zu bringen und führt zu Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Selbst Industriestaaten wie Deutschland kommen mit den Folgen des Uranabbaus bis heute nicht wirklich zurecht: Uranbergbau mit Todesfolge: Fast 10.000 Lungenkrebstote durch deutschen Uranbergbau bei der Wismut AG

 

Uranbergbau mit Todesfolge: Fast 10.000 Lungenkrebstote durch deutschen Uranbergbau bei der Wismut AG

Sprengarbeiten im Tagebau Lichtenberg, rechts im Hintergrund Schachtanlage Schmirchau, 1964
Uranbergbau Wismut AG: Sprengarbeiten im Tagebau Lichtenberg, rechts im Hintergrund Schachtanlage Schmirchau, 1964. Radioaktive Wolken… FOTO: wismut.de

Fast 10.000 Menschen sind in Deutschland an Lungenkrebs infolge ihrer Tätigkeit im Uranbergbau der ostdeutschen Wismut AG erkrankt. Schon 1990, nach dem Ende der DDR, waren rund 5.500 Fälle von Lungenkrebserkrankungen bekannt, die meisten davon verliefen tödlich. Von 1991 bis (vermutlich) 2010 kamen noch einmal 3.700 Lungenkrebserkrankungen hinzu, die als Berufskrankheit anerkannt wurden (siehe hier, PDF). Das hatten Untersuchungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ergeben, die im April 2012 veröffentlicht wurden (siehe dazu dpa). Damit lagen die Erkrankungsraten deutlich über den Erwartungen: „Mit einer so hohen Zahl an Lungenkrebs-Fällen sei nicht gerechnet worden, sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer.“

Die fast 10.000 (als Berufskrankheit anerkannten) Lungenkrebserkrankungen sind offenbar durch die Radioaktivität in den Bergwerken verursacht. Hinzu kommen noch weitere Erkrankungen wie Kehlkopfkrebs und Silikose, eine unter Bergleuten verbreitete Erkrankung durch die hohe Staubbelastung.

Uranabbau in Entwicklungsländern: Kaum Schutzmaßnahmen, enorme Umweltbelastungen.

Die dramatischen Folgen des Uranabbaus sind umso furchterregender, wenn man bedenkt, dass derzeit in vielen Entwicklungsländern von Atom-Konzernen wie AREVA (Frankreich) und ROSATOM (Russland) der Uranbergbau massiv betrieben bzw. vorbereitet wird. Im Niger häufen sich derzeit die Konflikte um den dortigen Uranabbau durch AREVA. In Tansania bereitet ROSATOM die Eröffnung der ersten Uranminen vor. Auch die Mongolei und Grönland wollen in den Uranbergbau einsteigen.

Immer wieder gibt es Berichte von Betroffenen über mangelnden Arbeits- und Strahlenschutz. Hinzu kommen die massiven Umweltauswirkungen durch die enormen Mengen von radioaktivem Abraum, der meist unter freiem Himmel gelagert wird. Außerdem erfordert der Uranbergbau großen Mengen Wasser, die anschließend radioaktiv und chemisch schwer belastet sind.

Wismut und die Folgen: Insgesamt fast 39.000 Menschen mit anerkannten Berufskrankheiten

Standorte der Wismut AG
Standorte der Wismut in Thüringen und Sachsen

In dem Bericht der DGUV heißt es zusammenfassend, dass bis 1990 insgesamt 31.000 Berufskrankheiten im Zusammenhang mit dem Uranbergbau in der Wismut anerkannt worden sind. „Fast die Hälfte davon waren Silikose-Erkrankungen, eine durch Staub hervorgerufene typische Lungenkrankheit bei Bergleuten. Dazu kamen rund 5.500 durch Strahlung ausgelöste Lungenkrebserkrankungen. Bis 2010 wurden noch 7.800 weitere Fälle von Berufskrankheiten anerkannt.“

Einen Überblick über die Geschichte der Wismut AG, die zahlreichen Produktionsstätten und die bis heute andauernde Sanierung der Uranhalden hier bei Wikipedia.

Angesichts der erschreckenden Zahlen über die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in Deutschland und der seit nunmehr 20 Jahre andauernden Sanierung der Umweltschäden braucht es nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, mit welchen katastrophalen Auswirkungen der Uranbergbau in Entwicklungsländern verbunden ist.

Seit 1991 dauert die Sanierung der Umweltschäden des Uranabbaus der Wismut AG an und hat bis heute um die sieben Milliarden Euro verschlungen. Beträge, die mit hoher Sicherheit für die Sanierung von Uranminen in Afrika (Namibia, Niger etc.) nicht zur Verfügung stehen werden.

So reagiert z.B. der französische Atomgigant AREVA auf Forderungen des Nigers nach besseren Konditionen beim Uranabbau für das bettelarme Land mit der Drohung, in andere Länder auszuweichen.

Weitere Informationen auf dieser Seite zum Thema Uranabbau

 

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