Atomzug mit 51 Uran-Containern rollt Richtung NRW nach Südfrankreich. Foto: Pay Numrich
Der Atomzug mit nun insgesamt offenbar 51 Containern voller Uran ist auf direktem Weg Richtung Südfrankreich – ohne den sonst üblichen Halt am Rangierbahnhof in Hamburg-Maschen. Die Innenbehörde in Hamburg soll dem vernehmen nach bestätigten, dass das Uranerzkonzentrat, aus dem Brennelemente für Atomkraftwerke hergestellt werden sollen, nicht mehr auf Hamburger Gebiet ist.
Vermutlich geht es von Hamburg über Bremen, Osnabrück, Münster, Köln, Bonn und weiter die Mosel entlang nun weiter Richtung Südfrankreich.
Hier finden sie Pressemitteilungen des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel (die weiterführenden Links verweisen auf die Homepage der Links-Fraktion im Bundestag).
In Hamburg haben heute Morgen Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegnern einen Zug mit 50 Containern Uranerzkonzentrat für einige Stunden gestoppt. Das Uran soll zu Brennelementen für Atomkraftwerke verarbeitet werden und ist zunächst für eine Anlage in Südfrankreich bestimmt. Atompolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE Hubertus Zdebel begrüßt die Blockade: „Es ist richtig, dass die Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner nicht locker lassen und sich für den weiteren Atomausstieg einsetzen.“ Mehr
Am 6. August jährt sich zum 69. Mal der Jahrestag des Atombombenabwurfs über Hiroshima. Aus diesem Anlass wird der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) am kommenden Sonntag an einer Gedenkkundgebung an Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage in Gronau teilnehmen. In Hiroshima explodierte eine Atombombe mit angereichertem Uran. Hierzu erklärt Hubertus Zdebel: Mehr
Im Rheinland hat an diesem Wochenende das “Klimacamp Rheinland 2014” begonnen. Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der LINKEN aus NRW, solidarisiert sich mit dem Camp und ruft ebenfalls zum Engagement für die Energiewende auf. Gemeinsam mit Marika Jungblut (Kreisvorstand DIE LINKE. Aachen) und Azad Tarhan (Landesvorstand DIE LINKE. NRW) wird Zdebel am kommenden Donnerstag das Klimacamp besuchen und die Unterstützung der LINKEN ausdrücken. Mehr
Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Hubertus Zdebel kritisiert das drohende Aus für das Projekt MAMBA (Münsters Aktionen für Migrantinnen und Migranten). „Dass die Weiterführung des Projekts auf der Kippe steht, ist für die bei der Arbeitssuche Unterstützung suchenden Geflüchteten eine Katastrophe, ebenso wie für die betroffenen Projekt-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter. Ich werde mich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die Finanzierung des Projektes MAMBA nahtlos und mindestens in der bisherigen Höhe weitergeführt wird“, so Zdebel. Mehr
988 Atomtransporte mit angereichertem Uran haben seit Anfang 2012 bis Ende Mai 2014 über Straße, Schienen und die deutschen Häfen stattgefunden. Die Routen, auf denen dieses radioaktiven Frachten transportiert werden, hält die Bundesregierung geheim Ein hoher Anteil dieser Atomtransporte steht in Zusammenhang mit der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW): Allein 186 Atomtransporte von und zur Uranfabrik der URENCO haben in dem genannten Zeitraum stattgefunden. Die große Zahl umfasst lediglich die genehmigungspflichtigen Transporte mit so genannten Kernbrennstoffen. Hinzukommen viele hunderte weiterer Transporte mit radioaktiven Materialien, wie z.B. Uranerzkonzentrat z.B. aus den Uranminen in Namibia oder abgereichertes Uran, die keine Genehmigung vom Bundesamt für Strahlenschutz benötigen. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel, Fraktion DIE LINKE. (Drucksache 18/1851) Mehr
„Die Atommüllentsorgung versinkt immer mehr im Chaos. Die bestehenden Sicherheitsdefizite, auf die AtomkraftgegnerInnen seit Jahren hinweisen, werden immer offenkundiger“, stellt MdB Hubertus Zdebel, Sprecher für den Atomausstieg für die Bundestagsfraktion DIE LINKE fest. „Die Ereignisse in Jülich, aber auch das Urteil des OVG Schleswig zum Castor-Lager in Brunsbüttel zeigen, dass die gesamte Atommüll-Lagerung am Rande des Abgrunds steht.“ Mehr
„Fracking muss ohne jegliche Ausnahmen verboten werden“, fordert Hubertus Zdebel, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, zur Einigung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, Fracking nur oberhalb von 3000 Metern und mit giftigen Chemikalien zu verbieten. Zdebel weiter: Mehr
Trotz gegenteiliger Versprechungen im Wahlkampf haben SPD und CDU bisher nichts gegen die Verkaufspraxis der Bundesanstalt für Immobillienaufgaben (BimA) unternommen, welche weiterhin – darunter auch in Münster – frei werdende Wohnungen zum Höchstpreis verkauft. Daher wird die Linksfraktion im Bundestag am kommenden Donnerstag einen Antrag einbringen, welcher ein Verkaufsstopp der Wohnungen vorsieht, solange der Verkauf nicht an sozialen und gemeinwohlorientierten Kriterien gekoppelt wird. Mehr
„Voraussetzung für einen tatsächlichen Neustart bei der Atommüllendlagersuche ist eine juristische und wissenschaftliche Aufarbeitung der fehlgeschlagenen Endlagerstrategie der vergangenen Jahrzehnte. Doch der lang angekündigte Neubeginn steht noch nicht einmal auf der Tagesordnung“, so Hubertus Zdebel, Sprecher für den Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE, zur zweiten Sitzung der Kommission hoch radioaktiver Abfallstoffe. Zdebel weiter: Mehr
Die Bundesregierung muss alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen, um das Urteil des Hamburger Finanzgerichtes, nachdem Bund und Länder verpflichtet sind, den Atomkonzernen 2,16 Milliarden Euro Steuergelder zurückzuerstatten, rückgängig zu machen. Dieses Urteil des Hamburger Finanzgerichts ist eine klare Entscheidung im Sinne der Atomkonzerne. Mehr
Der SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold forderte bei seinem Besuch des Deutsch-Niederländischen Korps in Münster eine EU-weite Armee, wobei der Militärstandort Münster eine tragende Rolle spielen soll. Der Münsteraner Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) erklärt, warum er den SPD-Vorstoß für unverantwortlich hält. Mehr
Am Dienstag 16. Juni hat das russische Justizministerium die Umweltschutzorganisation Ecodefense zu „Ausländischen Agenten“ erklärt. Voraussichtlich wird die Umweltschutzorganisation am kommenden Freitag zur Prüfung des Vorwurfs vor Gericht geladen. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung in der Stalin-Ära. Der Sprecher für den Atomausstieg der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Hubertus Zdebel fordert, dass der Vorwurf und die gerichtliche Vorladung unverzüglich zurückgenommen werden. Mehr
Zu einem möglichen Unfall im AKW Lingen sagte der Münsteraner Dezernent für Katastrophenschutz Wolfgang Heuer heute den Westfälischen Nachrichten: „Ich glaube nicht, dass bei einem GAU ein angemessener Schutz der münsterischen Bevölkerung möglich ist“. Die Bundestagsabgeordneten der LINKEN aus dem Münsterland Kathrin Vogler und Hubertus Zdebel werten dieses Eingeständnis als einen Offenbarungseid. Sie fordern die sofortige Abschaltung des noch laufenden Atommeilers. Mehr
Die niederländische Regierung hat angekündigt, unkonventionelle Gasvorräte nutzen zu wollen und dazu Fracking zu prüfen. Zu den betroffenen Regionen zählen auch weite Teile der an Deutschland grenzenden Provinzen Limburg, Noord-Brabant, Gelderland und Overijssel. Zum gemeinsamen Antrag der SPD, CDU, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP im Landtag NRW erklärt MdB Hubertus Zdebel, Fracking-Experte der Bundestagsfraktion DIE LINKE. aus Münster: Mehr
Angesichts der Pläne der niederländischen Regierung, ab 2015 Erdgasförderung per Fracking womöglich zuzulassen, ruft MdBHubertus Zdebel, Fracking-Experte der Bundestagsfraktion DIE LINKE, alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bis zum 9. Juli von ihrem Einspruchsrecht Gebrauch zu machen und sich an grenzüberschreitenden Protestaktionen gegen die Fracking-Pläne zu beteiligen. Mehr
„Die Bundesregierung muss unverzüglich einen Atommüllbericht vorlegen. Für eine zielführende Arbeit der Endlagersuchkommission ist ein umfassender Überblick über den gesamten Bestand an Atommüll dringend erforderlich“, erklärt Hubertus Zdebel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für den Atomausstieg und Mitglied der Kommission. Mehr
Am morgigen Mittwoch, 21. Mai 2015 muss die Bundesregierung auf eine mündliche Frage der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, welche Informationen sie über das Angebot der Atomkonzerne, die Abwicklung der bis 2022 stillzulegenden Atommeiler über eine öffentlich-rechtliche Stiftung zu finanzieren. Im Interview mit bundestag.de erläutert Fragesteller MdB Hubertus Zdebel (DIE LINKE.): Mehr
„Die Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung liegen nicht liquide vor, sondern sind investiert. Die Bundesregierung ist umgehend aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Überführung dieser Rückstellungen in einen öffentlich-rechtlichen Fonds vorsieht, um das Geld vor Spekulation zu schützen und für dauerhafte Atommüllfolgekosten zu sichern. Darüber hinaus müssen die Unternehmen weiterhin in der Haftung für darüber hinaus anfallende Kosten bleiben. Eine Befreiung wird es mit uns nicht geben“, erklärt Hubertus Zdebel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für den Atomausstieg, angesichts der Pläne der drei großen Energiekonzerne E:on, RWE und EnBW, ihr gesamtes deutsches Atomgeschäft an den Bund zu übertragen, allerdings ohne für darüber hinaus anfallenden Kosten zu haften. Zdebel weiter: Mehr
„Die Bundesregierung muss die Geheimpläne der Energiekonzerne, die ihr nach Medienberichten schon seit Wochen vorliegen, umgehend dem Bundestag offenlegen“, erklärt Hubertus Zdebel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für den Atomausstieg, zu den Plänen der drei großen Energiekonzerne E:on, RWE und EnBW, ihr gesamtes deutsches Atomgeschäft an den Bund zu übertragen. Zdebel weiter: Mehr
Der Fracking-Experte Hubertus Zdebel der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag hat die Bezirksregierung Arnsberg und die sie anweisende rot-grüne Landesregierung in NRW aufgefordert, keine neuen Aufsuchungserlaubnisse für die Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten zu erteilen und bereits erteilte Bergbauberechtigungen nicht zu verlängern. Zdebel weiter: Mehr
Auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE. zum Atommüll-Endlagerprojekt im stillgelegten Eisenerzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter antwortet die Bundesregierung, dass zusätzliche Bauverzögerungen die Kosten um weitere 173 Millionen Euro auf mindestens 3,1 Milliarden Euro ansteigen lassen. Die Bundesregierung bestätigt, dass die Staatsanwaltschaft Bochum gegen sechs am Umbau des Schachts Konrad beteiligte Unternehmen ermittelt. Mehr
„Die schrecklichen Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass Kernenergie nicht zumutbar ist, auch nicht für weitere acht Jahre. Deshalb fordert DIE LINKE nach wie vor den sofortigen Atomausstieg“ erklärt Hubertus Zdebel, Sprecher für den Atomausstieg der Fraktion die LINKE, zum Jahrestag von Tschernobyl am 26. April. Zdebel weiter: Mehr
Angesichts der geplanten Vollprivatisierung des Urananreicherungsunternehmens URENCO und der damit verbundenen Gefahr der Weiterverbreitung der atomwaffentauglichen Urananreicherungstechnologie hat die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag die Bundesregierung mittels einer Kleinen Anfrage (BT-Drucksache 18/880) nach Hintergründen zum anstehenden Verkauf gefragt. Am 16. April hat die Bundesregierung geantwortet. „Aus der Antwort wird deutlich, dass auch die Große Koalition unter Federführung des Bundeswirtschaftsministers Gabriel (SPD) kein Interesse daran hat, den Bundestag und die Öffentlichkeit über den Eigentümerwechsel bei URENCO angemessen zu informieren. Damit setzt sie die skandalöse Geheimpolitik der CDU-FDP-Vorgängerregierung fort“, so MdB Zdebel. Mehr
„Seit Jahren klage ich auf vollständige Einsicht der Akten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, in denen es Einträge über mich gibt, also nicht nur Personenakten, sondern auch einschlägige Sachakten.Noch im Oktober 2013 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz dies abgelehnt. Unter anderem mit der Begründung, die entsprechenden Akten müssten zur Einsicht gesichtet und aufgearbeitet werden, was für das Amt einen nicht hinnehmbaren personellen und zeitlichen Aufwand bedeuten würde.Am 27. März 2014 wurde nun meine Klage erneut vor dem Verwaltungsgericht Köln verhandelt. Es urteilte zu meinen Gunsten“, erklärt Petra Pau. Mehr
„Wenn es beim Besuch der Umweltministerin nicht bei einer reinen Showveranstaltung bleiben soll, bedarf es einer unmissverständlichen Aussage, dass die Räumung des Endlagers beschleunigt werden muss“, so Hubertus Zdebel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für den Atomausstieg, anlässlich des Besuchs der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im ehemaligen Salzbergwerk im Landkreis Wolfenbüttel. Zdebel weiter: Mehr
„Das politische Geschacher beim Bund-Länder-Treffen zur Castor-Zwischenlagerung ist unerträglich. Hier zeigt sich, dass es in Wahrheit gar nicht um eine sichere Lösung für die Lagerung von Atommüll geht, sondern lediglich um Parteien-Proporz. Bevölkerung, Umweltverbände und Bürgerinitiativen werden nicht mit einbezogen. DIE LINKE fordert, die so genannte Zwischenlagerung mit allen Beteiligten zu diskutieren, rechtssicher zu regeln und nicht von Konzern-Interessen bestimmen zu lassen“, erklärt Hubertus Zdebel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für den Atomausstieg. Mehr
„Statt den Umweltverbänden belehrende Ratschläge zu erteilen, sollte sich Ministerin Hendricks lieber Gedanken machen, wie man deren unverzichtbaren Sachverstand in eine breite gesellschaftliche Debatte über den möglichen Standort eines atomaren Endlagers einbeziehen kann“, erklärt Hubertus Zdebel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für den Atomausstieg. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte Kritik an den Umweltverbänden geübt, da diese vorerst nicht an der Kommission zur Atommüllendlagersuche teilnehmen wollen. Mehr
Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der Fraktion DIE LINKE, hat am Donnerstag gemeinsam mit Friedens und UmweltaktivistInnen aus den Niederlanden und Deutschland an einer Anhörung der zweiten Kammer des niederländischen Parlaments in Den Haag zum geplanten Verkauf der Uranfabriken der Firma URENCO, teilgenommen Mehr
„Die Bundesregierung möchte die Privatisierung der URENCO offenbar still und heimlich, ohne öffentliche Debatte, über die Bühne bringen. Deswegen will sie auch den Deutschen Bundestag und die NRW-Landesregierung nicht einbeziehen. Weil die deutsche Bundesregierung nichts mitteilt, werde ich mich am kommenden Donnerstag im niederländischen Parlament über den geplanten URENCO-Verkauf schlau machen“, so der aus Münster stammende Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Hubertus Zdebel. Mehr
Zum Koalitionsvertrage von SPD und Union erklärt der LINKE Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel: „Das im Koalitionsvertrag keinerlei neue Beschränkungen für Waffenexporte vereinbart wurden, zeigt das Versagen der SPD sowie ihres menschrechtspolitischen Sprechers Christoph Strässer, der an den Verhandlungen in Berlin beteiligt war. Die deutschen Waffenexporte sind völlig außer Kontrolle, 2012 wurden mehr Rüstungsexporte genehmigt als je zuvor. Mehr
Zu den laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union in Berlin fordert der LINKE-Abgeordnete Hubertus Zdebel seine Bundestagskollegen Christoph Strässer (SPD) und Sybille Benning (CDU) auf, sich für eine Änderung des BImA-Gesetzes stark zu machen. Mehr
Atomzug mit Uran-Containern: Aktion ist beendet. Foto: Pay Numrich
Die Aktion gegen den Atomtransport aus Hamburg mit 50 Container voller Uranzerkonzentrat (Yellow Cake) ist beendet. Heute Morgen gegen sieben Uhr hatten sich AktivistInnen vor und hinter dem Zug mit Rohren unter der Schiene angekettet. Nachdem die Polizei zunächst hinter dem Zug per Flex die AktivstInnen von der Schiene holten und 13 der 50 Container wieder zurück auf den Südwest-Terminal transportierten, sind gegen 11.30 Uhr auch die AktivistInnen vor dem Zug geräumt worden.
Der Atomzug wird voraussichtlich dann im Laufe des Tages zunächst zum Rangierbahnhof nach Hamburg-Maschen rollen. Dort wird er einige Zeit bleiben, um die Behälter in einen Regel-Güterzug zu sortieren. Vermutlich gegen Mitternacht könnte er dann über Niedersachsen und Bremen sowie NRW und Rheinland Pfalz Richtung Südfrankreich weiterfahren – wenn nichts dazwischen kommt.
Hamburg ist internationale Drehscheibe im Urangeschäft. Über 180 Atomtransporte gingen in 2013 über Hamburg, der größte Teil davon über den Hafen. Dabei kommt es immer wieder zu Beanstandungen und auch Beförderungsverboten. AtomkraftgegnerInnen fordern deshalb, dass der Hamburger Senat endlich für ein Verbot der Atomtransporte im Hafen sorgt.
Mehr Informationen auf umweltFAIRaendern.de über Atomtransporte und:
Angekettet vor dem Atomtransport mit Uran-Kontainern. Foto: Pay Numrich
Ein Atomtransport mit 50 strahlenden Uran-Containern ist heute morgen kurz nach sieben Uhr von AtomkraftgegnerInnen am Güterbahnhof Hamburg-Süd (erreichbar über die S-Bahn Veddel) an der Abfahrt gehindert worden. Vor und hinter dem Zug haben sich AktivistInnen angekettet. Seit Tagen wird über die Atomtransporte mit dem Uran aus Namibia und Kasachstan berichtet. Zu diesen 36 Containern sind nun – wie schon gestern berichtet weitere 14 mit Uranzerzkonzentrat – so genanntem Yellow Cake – hinzubekommen. Die Herkunft soll Usbekistan sein. Außerdem hatte sich durch Beobachtungen der AktivistInnen herausgestellt, dass der Hamburger Senat jüngst über einen der letzten Atomtransporte falsch informiert hatte. (Pressekontakt und Info der AktivistInnen siehe unten!)
Der NDR berichtet über die Aktion hier. :“Um kurz nach 7 Uhr hatten sich drei Atomkraftgegner mithilfe einer Rohrkonstruktion, die unter den Gleisen verläuft, vor und hinter dem Zug angekettet. Seitdem stehen die Waggons mit mehr als 50 Containern Uranerzkonzentrat am Güterbahnhof Hamburg-Süd auf der Veddel. Mit der Aktion wollen die Aktivisten darauf aufmerksam machen, dass fast täglich radioaktives Material über den Hamburger Hafen transportiert wird.“
Die PM der AktivistInnen als Dokumentation:
„Hamburg: Ankettaktion stoppt Uranzug
Aktivist_innen haben in den frühen Morgenstunden einen Zug mit mehr als 50 Containern Uranerzkonzentrat gestoppt. Am Güterbahnhof Hamburg-Süd ketteten sich Personen vor und hinter dem Zug an. Über den Umschlag der Uranerzkonzentrat-Container durch die Firma C. Steinweg am Süd-West-Terminal hatte es zuletzt Diskussionen gegeben, die Bürgerschaft hatte falsche Auskünfte dazu gegeben und das Uran stand einen Monat lang im Hamburger Hafen.
Das Uran stammt aus Namibia, Kasachstan und Usbekistan. Dort wird der Brennstoff für Atomkraftwerke unter Verursachung großer Umweltschäden abgebaut. Für eine Tonne Uran müssen bis zu 100.000 Tonnen Gestein abgebaut werden, die Reste strahlen radioaktiv und der Staub wird von Menschen eingeatmet, gravierende Krankheiten sind die Folge. Der große Wasserverbrauch in trinkwasserarmen Regionen führt zudem zur Absenkung des Grundwasserspiegels. „Schon der Abbau von Uran verursacht so viel Schäden, dass allein deshalb die Atomkraft abgelehnt werden muss. Um darauf aufmerksam zu machen, blockieren wir genau diesen Zug am Anfang der Atomspirale.“, erklärt Johannes die Aktion.
Angeliefert wurde ein Großteil des Uranerzkonzentrat mit der „Sheksna“ und der „Green Mountain“ über das Süd-West-Terminal in der vergangenen Woche. Bestimmt ist das auch als „Yellow Cake“ bekannte Material für die Konversionsanlage in Malvesi (nahe Narbonne in Frankreich). In weiteren Schritten werden daraus Brennelemente für Atomkraftwerke in aller Welt produziert.
Die ebenfalls beteiligte Aktivistin Hanna führt aus: „Wir blockieren Atomtransporte, weil sie die Archillesferse der Atomindustrie sind. Wir wollen die Stilllegung aller Atomanlagen weltweit und sofort. Außerdem kämpfen wir für eine Welt, in dem eine solche menschenverachtende Technologie überhaupt nicht möglich ist.“
Erst am Wochenende war ein Camp gegen Atomtransporte am Nord-Ostsee-Kanal zu Ende gegangen.
Güterbahnhof am Wilhelmsburger Spreehafen: Die Container mit Uranzerzkonzentrat aus Namibia und Kasachstan, die mit den Schiffen Sheksna und Green Mountain vor einige Tagen in Hamburg angekommen sind, sind auf Schiene verladen und auf dem Weg nach Maschen. Foto: Impi
Der Atomtransport mit Uranerzkonzentrat ist auf einen Güterzug verladen und auf dem Weg zum Rangierbahnhof Maschen. Impis Blog berichtet, dass er am Wilhelmsburger Spreehafen eine Zug mit 36 Containern gesehen hat. Von ihm stammen die Fotos der Container mit Radioaktivitäts-Zeichen. Per Mail bestätigt Impi, dass er diese Fotos heute am Nachmittag gemacht hat.
Die Wagons werden dann vermutlich heute Abend zu einem Güterzug zusammen gestellt und könnten gegen Mitternacht die Weiterfahrt Richtung Bremen – Münster – Köln – Bonn antreten. Mehr dazu hier:
Radioaktives Uran so weit das Auge reicht. Über Maschen geht die Reise vermutlich gegen Mitternacht weiter quer durch Deutschland zur nächsten Zwischenstation nach Narbonne, Südfrankreich. Foto: Impi
Auch die Links-Fraktion aus der Hamburgischen Bürgerschaft hat sich heute noch einmal zu Wort gemeldet – allerdings bevor der Atomzug losfuhr. In der PM (PDF) heißt es mit Blick auf die Falschaussagen des Senats zu vier Uran-Containern, deren Weitertransport weg aus Hamburg die Innenbebehörde schon von Wochen unzutreffenderweise vermeldet hatte: „Senat verkauft Öffentlichkeit für dumm: Atom-Container lagern seit Juli im Hamburger Hafen“. Dora Heyenn, Fraktionsvorsitzende sagte: „Dieser Vorgang lässt die Skepsis gegenüber der Informationspolitik des Senats leider noch mehr wachsen“. Über die jüngsten Vorgänge kündigte sie eine weitere Kleine Anfrage an.