Galerie der Tschüss Vattenfall SagerInnen: Bundesweit Volksentscheid in Hamburg unterstützen

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Sagt Tschüss Vattenfall… auf das Bild klicken und mitmachen.

Die Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD hat die Online-Aktion „Tschüss Vattenfall sagen“ gestartet. Bundesweit können AtomkraftgegnerInnen und Energiewende-AktivistInnen mitmachen und ihre Abschiedsgrüße an Vattenfall online veröffentlichen. Mit der Tschüss-Aktion soll der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ unterstützt werden. Ziel des von einem breiten Bürgerbündnis getragenen Volksentscheids ist es, am 22. September den Konzernen Vattenfall und E.on die Energienetze abzunehmen und diese wieder vollständig in städtische Hand zu übernehmen. Die Galerie der Tschüss-Vattenfall-SagerInnen steht hier online.

Ein weiterer Volksentscheid gegen Vattenfall wird am 3. November in Berlin stattfinden. Dort soll das bisher von Vattenfall betriebene Stromnetz zurück in die öffentliche Hand und ein Stadtwerk für Erneuerbare Energien gegründet werden.

Per Foto, Zeichnung, Video oder Versen, Sprüchen und Reimen können bundesweit UnterstützerInnen des Volksentscheids mitmachen: Von der Lausitz über Berlin bis Hamburg, von Flensburg bis nach Garmisch. Time to say Tschüss, wie man in Hamburg sagt. Das ganze findet hier statt: www.robinwood.de/tschuess-vattenfall. Einfach mitmachen und Tschüss Vattenfall sagen!

 

Energienetz-Genossenschaft und Zukunftsrat Hamburg: Kommunale Energienetze

robinwood-tchuess-vattenfallHamburg macht Volksentscheid für die Rekomunalisierung der Energienetze. Strom, Fernwärme und Gas sollen nicht länger von Vattenfall und E.on, sondern wieder vollständig von der öffentlichen Hand gemacht werden. Für die Energiewende, für mehr Transparenz und mehr Mitbestimmung. Auch die Energienetz-Genossenschaft und der Zukunftsrat Hamburg sind mit dabei. Und diskutieren auf einer Veranstaltung darüber.

Hier die Ankündigung:

Netz-Rekommunalisierung für Klimaschutz und Energiewende?
Montag, 9. September 2013, 18.00 – 20.30 Uhr, Staats- und
Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Seit längerem wird in vielen Städten und Kommunen über die Rekommunalisierung
der Energienetze diskutiert. In Hamburg wird darüber am 22. September in einem
Volksentscheid abgestimmt. Dabei wird der Netzrückkauf von vielen
Altkonzessionären erschwert. Gleichzeitig werden regionale Ziele und Konzepte zum
Klimaschutz und der Energiewende festgelegt. Wie hängen Rekommunalisierung, die
Steuerung von Strom- und Wärmenetzen sowie Klimaschutz und eine zukunftsfähige
Energiestrategie mit einander zusammen? Anhand von Gutachten, Erfahrungen und
Projektbeispielen wollen wir diese Frage diskutieren.

Referenten:
· Oliver Wagner Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
· Dr. Manfred Körner, BUND Hamburg
· Dr. Peter Becker, EnergieNetz Hamburg eG
· Martin Rühl, Geschäftsführer Stadtwerke Wolfhagen und Stadtwerke Union
Nordhessen

Programm:
18.00 Uhr Begrüßung
18.15 Uhr Vorträge
19.00 Uhr Diskussion
20.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Vattenfall fallen lassen – Musikalische Lesungen und Zip Zap Zauber für den Hamburger Volksentscheid

Zwei Tage, drei Veranstaltungen. Mit Musik, Lesungen und Kinderprogramm ging es am letzten Donnerstag und Freitag im Knust hoch her und für den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“. Die „Hamburger Unternehmen gegen Atomkraft“, u.a. beteiligt auch an „Lesen ohne Atomstrom“, hatten zu „Vattenfall fallen lassen“ geladen.

Hier ein paar Schnappschüsse …

 

 

Schutzgemeinschaft Wald gegen Volksentscheid – Vattenfall-Spende von 2,3 Millionen Euro hat damit nichts zu tun.

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Rauchende Vattenfall-Schlote zum Schutz des Deutschen Walds. Alles Klar?

Ein Zusammenhang zwischen einer 2,3 Millionen Euro Spende von Vattenfall und dem Beitritt der Schutzgemeinschaft  Deutscher Wald in die Front der Volksentscheids-Gegner besteht nicht, berichtet heute das Abendblatt. Der Verband ist vor wenigen Tagen Mitglied des Clubs von Handelskammer und anderen, vor allem Wirtschafts- und Finanzverbänden geworden, die mit viel Geld gegen den Volksentscheid zur vollständigen Rekommunalisierung der Energienetze von Vattenfall und E.on mobilisieren. Der Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ findet am 22. September statt.

„Vor etwas mehr als einem Jahr hatte Vattenfall der SDW 2,3 Millionen Euro gespendet – für Bau und Betrieb des Hamburger Wälderhauses. Nun engagiert sich die SDW in der Initiative, die will, dass Vattenfall das Energienetz zu größten Teilen behält“, berichtet das Abendblatt.

Dabei kommt sofort der Verdacht auf, dass die SDW ihre Entscheidung vor allem aufgrund dieser großen Spendensumme getroffen hat. Dem Abendblatt ist zu entnehmen: „Ich glaub, ich steh im Wald“, sagte Grünen-Fraktionschef Jens Kerstan. „Erst will sich Vattenfall mit einem 2,3 Millionen-Euro-Zuschuss für das Wälderhaus seine kohleschwarze Weste grün färben. Ein Jahr später erklärt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dass Vattenfall die Netze behalten soll.“ Die Naturschutzorganisation lasse sich „vor den Karren eines Kohlekonzerns spannen und setzt damit ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel“. Kohlekraftwerke wie Moorburg verursachten sauren Regen und trügen damit zum Waldsterben bei, so Kerstan“.

Natürlich wird das alles dementiert und bestritten und ist in dem Artikel vom Abendblatt detailliert nachzulesen.

Siehe auch:
Volksentscheid Energienetze Hamburg: Die Mächtigen fühlen sich sehr bedroht.

Vattenfall-Chef spricht von „existenzieller Krise“ – Deutschland-Geschäft nur noch 3-4 Jahre?

Vattenfall sagt immer deutlicher Tschüss
Vattenfall sagt immer deutlicher Tschüss

„You never know“, antwortete Tuomo Hatakka auf die Frage, ob ein Rückzug von Vattenfall aus Berlin und Deutschland denkbar sei. Und er spricht von einer „existenziellen Krise“, die der Konzern mit „Konsolidierung“ zu überstehen versuche: Kosten runter, Abbau von 1500 Arbeitsplätzen in Deutschland, weniger Investitionen und Verkauf von Randbereichen. So zitiert der Berliner Tagesspiegel den Vattenfall-Chef. Und weiter: “ „Auf absehbare Zeit“, und damit meint er drei oder vier Jahre, werde der schwedische Staatskonzern hierzulande wohl noch präsent sein. Trotz bedrohlicher Bedingungen.“

Das alles sagt der Deutschland-Chef von Vattenfall vor der Presse und das sagt er, um zu retten, was noch zu retten ist und um die bevorstehenden Verkäufe von Konzernteilen in Deutschland noch halbwegs vernünftig abwickeln zu können. Die Äußerungen machen klar: Bei Vattenfall „brennt die Hütte“.

Die eher als industriefreundlich geltende Gewerkschaft IG BCE geht schon seit Monaten davon aus, dass Vattenfall noch im Laufe des Jahres 2014 den mehr oder weniger vollständigen Rückzug aus dem Braunkohlegeschäft in der ostdeutschen Lausitz verkünden wird. Siehe: Vattenfall Deutschland zerfällt: Verkauf der Braunkohle-Sparte bis Ende 2014

Schon im Frühjahr hat Vattenfall angekündigt, ein Braunkohlekraftwerk bei Lippstadt verkaufen zu wollen – für Viele in der Branche ein Pilotprojekt, mit dem Vattenfall den kompletten Ausstieg vorbereitet. Siehe: Keine “Mördergrube”: Vattenfall irritiert die gesamte Lausitz. Möglicherweise orientiert sich Vattenfall am E.on-Konzern.

Der Konkurrent E.on ist derzeit dabei, seine Braunkohlesparte abzustoßen und will seine Anteile am Kraftwerk Buschhaus und dem dazugehörigen Braunkohlegebiet an einen tschechischen Konzern verkaufen.

Während Vattenfall also einerseits auf Ausstiegskurs ist, erklärt Hatakka andererseits, dass der Konzern in Berlin weiter daran festhält, dass Stromnetz betreiben zu wollen und wendet sich damit entschieden gegen den dort laufenden Volksentscheid für die vollständige Rekommunalisierung. Und auch in Hamburg agiert der Konzern mit aller Macht gegen einen Volksentscheid von „Unser Hamburg – Unser Netz“.

Die Hamburger SPD erklärt den auseinander brechenden Konzern Vattenfall ausdrücklich sogar als Partner für die Energiewende und hat sich mit einem Minderheitsanteil von 25,1 Prozent – auf Gedeih und Verderb – an den Fernwärme- und Stromnetzen von Vattenfall beteiligt.

Was Vattenfall von der Energiewende hält, die den Konzern in eine schwere wirtschaftliche Krise gebracht hat, sagt Hatakka dem Berliner Tagesspiegel zufolge auch:

„Nach der Bundestagswahl müsse schleunigst der Ausbau der Erneuerbaren gestoppt werden, denn mit dem jetzigen Ausbautempo wären sonst im Jahr 2020 Erzeugungskapazitäten von 220 000 Megawatt installiert – rund zweieinhalbmal so viel, wie tatsächlich gebraucht werde. Kürzlich hatte Hatakka im Zusammenhang mit den Erneuerbaren von einem „Monster“ gesprochen.“ Siehe dazu: Vattenfall-Chef über Solarenergie-Ausbau: “Wir haben ein Monster auf die Beine gebracht”

Gute Idee von der Hamburger SPD, mit so einen Unternehmen die Energiewende zu machen. Irgendwie echt überzeugend.

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