Atommüll-Alarm in NRW: Vom 20. – 25 Oktober gehen Hubertus Zdebel (MdB DIE LINKE., Sprecher für Atomausstieg), Inge Höger (MdB DIE LINKE.), Andrej Hunko (MdB DIE LINKE.) mit Unterstützung von Peter Dickel (AG Schacht Konrad) auf Infotour durch NRW um
über Atommüll und Atomtransporte in und durch NRW zu informieren. Stationen sind Bonn, Oberhausen, Bielefeld, Herford, Münster, Aachen und Mönchengladbach/Rheydt. Die Atommülllagerung gerät immer mehr ins Chaos. Daher ist die Anti-Atom-Bewegung mit der Kampagne „Atommüll-Alarm: Tatorte in Deutschland“ aktiv. Wir unterstützen das! Über die Tatorte in NRW, in Gronau, Ahaus und Jülich wollen wir informieren. Ebenso über die vielen geheim gehaltenen Atomtransporte, mit denen das atomare Risiko auch auf Straßen und Schienen unterwegs durch NRW ist. Da muss man doch aktiv werden! Alles Infos über die Tatorte in NRW und wo die „Sonderkommission Atommüll“ mit Linker Beteiligung ermittelt… „Atommüll-Alarm: Tatorte in NRW – Info-Tour mit der Linksfraktion“ weiterlesen
Schlagwort: Ahaus
Atommüll Alarm – Tatorte in Deutschland: Atommüll aus Jülich in die USA? US-Aktivist auf Inforeise
Hochradioaktiver Atommüll aus Jülich soll in 152 Castor-Behältern in die USA abgeschoben werden. Möglicherweise sogar noch viel mehr: In den USA läuft eine förmliche Umweltprüfung für den Atommüllimport , in dem auch die derzeit in Ahaus lagernden Abfälle (305 Castor-Behälter) aus dem THTR Hamm-Uentrop Thema sind. Tom Clements, Anti-Atom-Aktivist aus den USA, ist ab diesem Wochenende auf Einladung von Anti-Atom-Initiativen auf einer Informationsreise durch Deutschland unterwegs. Er ist „Nachbar“ des Atomkomplex „Savannah River Site“. Dort soll nach den bundesdeutschen Plänen der Atommüll landen. Auftakt der Inforeise ist am Sonntag. Dann wird Tom Clements vor der (Atom)Forschungsanlage in Jülich dabei sein. Außerdem wird in Ahaus demonstriert, wo der Atommüll aus dem THTR lagert.
- Atommüll-Alarm: Rechtswidrige Atommüllexporte aus Jülich in die USA – Kritik wächst
- Legal? Illegal? Castortransporte aus Jülich: Bundesregierung setzt auf Atommüllexport in die USA
Hier die Terminübersicht: Atommüll Alarm – Tatorte in Deutschland – Stationen der Rundreise von Tom Clements, US-Aktivist von SavannahRiverSite-Watch.
Unterstützen: Online-Protest gegen die unverantwortliche Atommülllagerung.
Sonntag, 21.9. in Jülich
Anti-Atom Spaziergang am FZJ, Rurtalbahn-Haltestelle „Forschungszentrum“, 14 Uhr
Außerdem Demonstration in Ahaus: Sonntag, den 21. September 2014 um 14.00 Uhr am BZA!
Siehe dazu auch die PM des BBU als PDF.
Montag, 22.9. in Düsseldorf
Infoveranstaltung im Townhouse (früher Kolping-Haus), Bilkerstraße 36, 19 Uhr
Dienstag, 23.9. in Jülich
Podiumsdiskussion im Bonhöfer-Haus der evangelischen Kirche, 18.30 Uhr
Mittwoch, 24.9. in Hamburg
Infoveranstaltung in der Werkstatt 3 (W3), Nernstweg 32 – 34, 19.30 Uhr
Außerdem gibt es folgende Termin mit Tom Clements:
Montag, 22.9. Landespressekonferenz Düsseldorf
Montag, 22.9. Gespräche mit Landtagsfraktionen Düsseldorf
Dienstag, 23.9. Besichtigung des Reaktors und des Castor-Lagers in Jülich
Mittwoch, 24.9. Pressegespräch in Ahaus
Donnerstag und Freitag 25./26.9. Gespräche mit Bundestagsabgeordneten in Berlin
Freitag 26.9. Gespräche mit JournalistInnen in Berlin.
Atommüll-Alarm: Export von 457 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll in die USA?

Der Atom-Wahnsinn nimmt kein Ende. Mindestens 152 hochradioaktive Castor-Behälter mit Atommüll sollen in die USA exportiert werden. Darüber verhandeln deutsche und us-amerkanische Behörden und das (Atom)Forschungszentrum in Jülich derzeit. In den USA wird aber über noch mehr Atomtransporte gesprochen. Dort ist die Rede davon, dass außerdem 305 weitere Castor-Behälter mit dem hochradioaktiven Atommüll aus dem Betrieb des AKW THTR Hamm-Uentrop zur Savannah River Site (USA) kommen sollen. Die Aachener Nachrichten haben vor wenigen Tagen ausführlich über die Hintergründe zu diesen Planungen berichtet. Mit einer Kleinen Anfrage will der Linke Bundestags-Abgeordnete Hubertus Zdebel von der Bundesregierung jetzt in Erfahrung bringen, was genau geplant ist.
Die Aachener Nachrichten schreiben: „Eine im April unterzeichnete bilaterale Übereinkunft zwischen der deutschen und der US-Regierung hält die grundsätzliche Bereitschaft der Amerikaner zur Aufnahme des Jülicher Materials fest. Vorausgesetzt eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die wohl noch bis zum Ende dieses Jahres läuft, fällt unbedenklich aus.“ Dabei geht es um enorme Kosten, die von der Bundesregierung bezahlt werden müssten. „Donald Bridge, der über 30 Jahre als Manager in der Savannah River Site-Anlage tätig war, hofft auf einen positiven Ausgang. Er ist davon überzeugt, dass die Lieferungen aus Deutschland die Zukunft gut bezahlter Arbeitsplätze in der Region sichern. „Die deutsche Regierung wird für die Erforschung und Entwicklung und Aufbereitung über die kommenden fünf bis sechs Jahre rund eine Milliarde Dollar zahlen.“
Doch es geht offenbar nicht nur um den Atommüll aus Jülich, dessen Lagerung vor Ort derzeit nur noch über Ausnahmeverordnungen möglich ist, weil es massive Sicherheitsbedenken gibt.
In den USA wird auch darüber gesprochen, dass weiterer Atommüll aus Deutschland zur SRS kommen wird. „Gegenüber unserer Zeitung beruft sich der promovierte Wissenschaftler auf Zahlen, die Vertreter der US-Regierung und der Bundesstaaten bei der Anhörung in Augusta im Juni öffentlich machten. Dabei sei neben Jülich explizit auch „von einem zweiten Reaktor“ die Rede gewesen. Diese Informationen schienen nur für den Hausgebrauch bestimmt gewesen zu sein. Mit diesem zweiten Reaktor kann nur der THTR gemeint sein, da er der einzige Reaktor in Deutschland ist, der mit ähnlichen Brennelementen betrieben wurde wie der Versuchsreaktor in Jülich.“
Eigentlich ist der Export von Atommüll in Deutschland verboten. Ausgenommen ist der Müll aus Forschungsreaktoren. Der AVR und auch der THTR aber sind keine Forschungsreaktoren gewesen, sondern haben als Versuchs- und Demonstrations-Reaktoren Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Das Bundesamt für Strahlenschutz listet diese Anlagen daher nicht unter der Rubrik Forschung auf, sondern als Atomkraftwerke. Die Bundesregierung versucht aber nun, den AVR als Forschungsanlage zu deklarieren, um den hochradioaktiven Atommüll in die USA exportieren zu können. Das dürfte noch für erhebliche Konflikte sorgen.
Amtliche Bestätigungen gibt es für die Pläne, dass auch der Atommüll des THTR in die USA sollen, gibt es bislang noch nicht. Daher auch die erwähnte Anfrage des Linken-Abgeordneten. Mit den Antworten ist für nächste Woche zu rechnen.
Die AN schreibt weiter: „Die US-Regierung will sich dazu offiziell nicht äußern. Aus dem NRW-Forschungsministerium hieß es am Montag, dass von deutscher Seite derzeit nur der Transport der Jülicher Castoren geprüft werde. Gleichzeitig wolle man nicht ausschließen, dass die amerikanische Umweltverträglichkeitsstudie auch den Transport des Brennstoffes aus Hamm-Uentrop umfasse.“
Nicht nur in Deutschland sind Anti-Atom-Initiativen alarmiert. Auch in den USA regt sich Widerstand gegen diese Atomtransporte: „Tom Clement von der Bürgerinitiative „SRS Watch“ hat vor allem was den aus Jülich geplanten Transport anbelangt einen Verdacht. Beide Seiten versuchten ihrer jeweiligen Öffentlichkeit eine beschönigte Version der Atommüll-Pläne zu verkaufen. „Sie versuchen, einen seit 25 Jahren stillgelegten Reaktor als Forschungsreaktor umzudefinieren“, beschwert sich Clement in der Lokalpresse über die Taktik der Ministerien. Tatsächlich sei Jülich kommerziell genutzt worden.“
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Tom Clement wird in der letzten September-Woche in die Bundesrepublik kommen und gemeinsam mit Anti-Atom-Gruppen auf einer Rundreise über diese Wahnsinns-Pläne informieren. Unter anderem wird er in Düsseldorf, in Jülich und Ahaus sowie in Hamburg und in Berlin zahlreiche Pressegespräche führen und auf Veranstaltungen informieren.
Hochradioaktiver Atommüll aus Jülich spaltet auch in den USA: Gouverneurin gegen Atomtransporte

Nicht nur in Deutschland gibt es Streit über einen möglichen Export von hochradioaktivem Atommüll aus Jülich in die USA. Die Gouverneurin des betroffenen Bundesstaats South Carolina lehnt die Einfuhr von deutschem Atommüll ab. Das teilt der Deutschlandfunk heute mit. Und der WDR meldete vor wenigen Tagen, dass es auch von AnwohnerInnen an der us-amerikanischen Anlage, der Savannah River Site, Ärger gibt (siehe unten). In Jülich lagern 152 hochradioaktive Castor-Behälter unter sicherheitstechnisch fragwürdigen Bedingungen. Daher hatte Anfang Juli das zuständige Wirtschaftsministerium als Atomaufsicht angeordnet, dass die Jülich-Betreiber ein Konzept zur Räumung des Lagers vorlegen sollen. Doch wohin mit der hochradioaktiven Hinterlassenschaft?
Eine der möglichen Alternativen soll der Export in die USA sein. Bereits seit rund zwei Jahren wird zwischen Bundesregierung, der Landesregierung in NRW einerseits und den zuständigen Stellen in den USA darüber verhandelt, die hochradioaktiven Brennelemente-Kugeln aus dem Reaktor AVR zur Wiederaufarbeitung in die Atomschmiede Savannah River Site zu verschiffen.
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Der Deutschlandfunk berichtet über die Auseinandersetzungen in den USA heute auf seiner Homepage folgendermaßen: „Die Wiederaufbereitung von deutschem Atommüll in den USA ist weiter umstritten. US-Energieminister Moniz bekräftigte beim Besuch einer Anlage im US-Bundesstaat South Carolina das Angebot, mehr als 150 Castor-Behälter aus dem nordrhein-westfälischen Forschungsreaktor Jülich aufzunehmen. Eine abschließende Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Die Gouverneurin des Bundesstaates, Haley, betonte dagegen, man wolle keinen deutschen Atommüll, solange es kein Endlager für die eigenen Nuklear-Abfälle gebe. Die nordrhein-westfälische Atomaufsicht hatte Anfang des Monats verfügt, dass die Castor-Behälter wegen nicht nachgewiesener Erdbeben-Sicherheit aus Jülich entfernt werden müssen. Die Brennelemente stammen ursprünglich aus den USA.“
Und letzte Woche berichtete der WDR, dass auch die AnwohnerInnen rund um die Savannah River Site den Atommüll aus Deutschland nicht sonderlich schätzen: „Der Atommüll in Jülich sorgt weiter für Ärger. Nachdem das NRW- Wirtschaftsministerium angeordnet hat, das Zwischenlager zu räumen, wird jetzt mit dem US-Energieministerium über den Rücktransport der Brennelementkugeln nach South-Carolina verhandelt. Aber dort gibt es Widerstand. Die Anwohner der nationalen Forschungsanlage Savannah River Site werfen Deutschland vor, mit dem Verschieben des Atommülls in die USA gegen Gesetze zu verstoßen. Und sie nennen weitere Gründe, warum der Müll besser in Deutschland bleiben sollte: Der lange Transportweg über das Meer sei nicht sicher genug, das Forschungslabor in South-Carolina sei für diese Art Atommüll nicht geeignet und zudem sei der Standort erdbebengefährdet. Bis September muss nun das Jülicher Forschungszentrum ein Konzept erarbeiten, was mit dem Atommüll passieren soll.“
Da passt es doch ganz gut, dass auch hiesige AtomkraftgegnerInnen bereits angekündigt haben, dass sie sich querstellen werden, sollte es zu Atomtransporten aus Jülich Richtung USA oder in ein anderes Zwischenlager geben.
„Atommüll-Endlagersuche vom Kopf auf die Füße stellen“ – Bundestags-Berichterstatter der Linken kritisiert Suchgesetz

Am morgigen Freitag und am Samstag diskutieren Anti-Atom-Gruppen und Umweltverbände in Berlin über „Atommüll ohne Ende – Auf der Suche nach einem besseren Umgang“. Schon über 200 Anmeldungen liegen vor. Anlass dafür sind die immer drängender werdenden (Sicherheits)Probleme mit der heutigen Zwischenlagerung von Atommüll aller Art, aber insbesondere auch das im Sommer 2013 verabschiedetete Endlagersuchgesetz. Das Gesetz wurde von Grünen ebenso wie von CDU/CSU und SPD als „Neustart“ und „historische Chance“ gefeiert. Nicht im Boot der parlamentarischen Party: Die Linke. Die Gründe, warum die Linke zwar ebenfalls einen Neustart bei der Atommüllfrage fordert, aber das Gesetz dafür nicht für geeignet hält, erläutert auf umweltFAIRaendern im folgenden Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der Linken. Zdebel ist aus Münster (NRW), atompolitischer Sprecher der Linken-Fraktion und außerdem einer der vier Berichterstatter in Sachen Endlagersuchgesetz für den Bundestag. (Bitte: Bei Zitaten aus diesem Text Quellenangabe umweltFAIRaendern.de angeben) „„Atommüll-Endlagersuche vom Kopf auf die Füße stellen“ – Bundestags-Berichterstatter der Linken kritisiert Suchgesetz“ weiterlesen
