Auch das noch: Kulturkritik der Konservativen gegen „Unser-Netz-Song“

Sound of UHUN
Sound of UHUN

Was ein Elend. Jetzt gibt es auch noch schwere Kritik gegen das neue Musik-Video von Rantanplan und dem Netze-Chor. „Umstrittene Coverversion von „Ton, Steine, Scherben““, nennt das Abendblatt das. Der Nörgler ist: Walter Scheuerl. Das ist der, der sich „Unser Hamburg – Gutes Netz“ nennt, parteiloser CDU-Fraktionsabgeordneter in der Bürgerschaft ist. Und dieser Kulturkenner und Literaturexperte hat sofort entdeckt: Gleich drei Fettnäpfe enthält der Song. Verdammt. Hat sich da wer verspielt? Falsch gesungen? Schaut einfach mal hier nach:

Welche Fettnäpfe sind gemeint? Eure Meinung bitte einfach unten schreiben!

Am 4. September ist Rantanplan live für den Volksentscheid in der Hamburger Fabrik am Start. Gemeinsam mit Pensen, Le Fly und Jan Plewka (der kann bestimmt auch Fettnäpfe singen!). Hier die Infos: ROCKEN für den Volksentscheid – Hamburg

 

Volksentscheide in Berlin und Hamburg – Die Netze für alle!

Nicht nur in Hamburg wird per Volksentscheid über die Energiewende abgestimmt. Auch in Berlin kommt es zum Volksentscheid. Allerdings nicht wie in Hamburg am 22. September, dem Tag der Bundestagswahl, sondern nach Tricksereien des rot-schwarzen Senats wird in Berlin erst am 3. November abgestimmt.

In beiden Fällen geht es darum, die Energienetze (Strom, Wärme, Gas in Hamburg) bzw. das Stromnetz von Vattenfall (Berlin) vollständig zu rekommunalisieren. Bundesweit gibt es 170 erfolgreiche Rekommunalisierungen lokaler Netze.

Während in Berlin die SPD den Volksentscheid unterstützt, ist sie in Hamburg gegen das Bürgerbündnis.

Am 11. September wird der Sprecher des Berliner Energietisches, der den Volksentscheid auf den Weg gebracht hat, auf einer Veranstaltung gemeinsam mit Theo Christiansen von „Unser Hamburg – Unser Netz“ über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Volksentscheide und der politischen Ausgangslage diskutieren.

Einladung zu einer Diskussionveranstaltung: am Mittwoch, den 11.9.2013 um 19.00 Uhr

Stefan Taschner, Kampagnenleitung, Berliner Energie-Tisch

Theo Christiansen, Diakonie und Bildung des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost Vertrauensperson UNSER HAMBURG – UNSER NETZ

Gemeindesaal der Christuskirche Wandsbek Schloßstr. / Wandsbeker Allee (Nähe U-Bahnhof Wandsbek Markt)

Wir erwarten eine interessante Diskussion und laden Sie dazu recht herzlich ein.

Berliner Volksentscheid: SPD-CDU-Senat für Vattenfall und gegen mehr Demokratie

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Der Sound der Netze: Rantanplan und der Netze-Chor – DAS IST UNSER NETZ

Den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“ kam man jetzt hören, sehen und fühlen: Die Ska-Band Rantanplan und der Netze-Chor haben den Soundtrack für den Volksentscheid eingespielt: Das ist unser Netz. Bevor ihr das Video anklickt: Am 4. September das große Benefiz-Konzert für den Volksentscheid mit Rantanplan, Le Fly, Jan Plewka und Pensen. Hier die Infos, einfach jetzt Tickets kaufen und damit den Volksentscheid unterstützen! Alle Infos hier: ROCKEN für den Volksentscheid – Hamburg

Anschnallen, Lautsprecher aufdrehen, los gehts:

Alles klar? Natürlich ein Song von Rio Reiser und Ton Steine Scherben, den viele von euch sicherlich im Original kennen: Der Rauch Haus Song (Youtube). Es ist zwar Zufall, aber dennoch: Heute, dem Tag wo dieser Scherben-Song neu vertextet online geht, ist der 17. Todestag von Rio Reiser. Siehe hier: Nie vergessen – Für immer und dich: Rio Reiser – Der Traum ist aus und immer wieder: Lass uns ein Wunder sein.

Möglich wurde das Video durch die freundliche Unterstützung von R.P.S. Lanrue und Gert Möbius, den Song nicht nur zu covern, sondern ihn für den Hamburger Volksentscheid gegen Vattenfall und E.on (erstmals) umzutexten. Dafür ein fettes Danke! Weitere Danksagungen gleich weiter unten.

Fotos von den Aufnahmen für den Song findet ihr hier: RANTANPLAN trifft “Unser Netz Chor”

Danksagung:
Unser Hamburg – Unser Netz e.V. dankt für die Unterstützung zum „Unser Netz Song“:
– der Band Rantanplan für alles,
– den Tao-Studios für den Ton,
– Fabian Pieper für Bild und Schnitt,
– für Videomaterial – Graswurzel.TV,
– den Sängerinnen und Sängern des „Unser Netz“ Chor,
– der Rauch Haus Song ist von Ton Steine Scherben, T/M: Rio Reiser und R.P.S. Lanrue,
– Gert Möbius und R.P.S. Lanrue für die Unterstützung und die Genehmigung,
– Dirk Seifert für die Idee und den Text der Coverversion.
Alles wird gut: Tschüss Vattenfall!

„Der Rathausmarkt war voll, soviel Menschen waren da…“

Sound of UHUN
Sound of UHUN

(Ihr kennt den Song? Rauch Haus – Mariannenplatz (Youtube))…. Versucht den Text!

„und Mensch Meier musste heulen, Fukushima machte klar

so geht das doch nicht weiter, wir müssen raus aus dem Atom!

ist ja prima riefen alle, machen wirs mit Sonnenstrom!

Ist ja toll sagte Mensch Meier, holen wir uns auch noch das Netz.

Ökostrom ist angesagt, nicht 3000 sondern jetzt.

Und die Konzernchefs brüllten seit ihr denn bekloppt,

dass sind unsere Geschäfte, und die macht ihr jetzt zum Flopp ..

Und HAMBURG ruft es laut:

Wir schalten euch jetzt aus

DAS IST UNSER NETZ…. “

Nachher… der Sound für den Volksentscheid. Unser Hamburg – Unser Netz!

Legal – Illegal: Vattenfall – Gezielter Rechtsverstoß? Die Hamburger SPD schweigt

Erneut hat der Stromkonzern Vattenfall die Bundesnetzagentur auf den Plan gerufen. Gestern hatte das Unternehmen in den Hamburger Tageszeitungen Bild, Welt und Abendblatt Werbebeilagen veröffentlicht. Darin stellt sich das Unternehmen als „Partner“ von Hamburg dar, wirbt für seine tollen Kraftwerke und die Energienetze dieser Stadt. Das ganze als Mobilisierung gegen den Volksentscheid „Unser Hamburg – Unser Netz“. Der Volksentscheid am 22. September will Vattenfall und E.on die Verfügung über die Energienetze für Strom und Fernwärme (Vattenfall) und Gas (E.on) abnehmen. Die Netze sollen künftig wieder in die öffentliche Hand, um die Energiewende voranzubringen und mehr Transparenz und Mitbestimmung für die BürgerInnen zu ermöglichen.

Siehe auch: Volksentscheid Energienetze Hamburg: Bundesnetzagentur ermittelt erneut gegen Vattenfall

Mehrfach hat Vattenfall in den letzten Monaten gegen klare Rechtsvorschriften verstoßen. Erst vor wenigen Tagen hat die Bundesnetzagentur ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den kriselnden Konzern eingeleitet. Jetzt folgt wohl ein weiteres. Aber: Angesichts von hohen zweistelligen Millionen-Gewinnen, die der Konzern mit den Netzen macht, ist die Strafandrohung offenbar keine sonderliche Abschreckung für Vattenfall.

Gezielte Rechtsverstöße

Darauf weist der Spiegel in seiner heutigen Online-Ausgabe hin: „Rechnen könnte sich der mögliche Gesetzesverstoß für Vattenfall aber in jedem Fall. Denn die Waffen der Bundesnetzagentur sind relativ stumpf: Sie könnte Vattenfall zwar derartige Werbung verbieten, doch zahlen müsste der Konzern erst, wenn er sie dann wieder schaltet. Dann drohen Zwangsgelder von zehntausend bis zehn Millionen Euro. Leicht zu verschmerzen, wenn sich die Hamburger an der Wahlurne pro Vattenfall entscheiden und die Konzession weitere 20 Jahre bei der Konzerntochter verbleibt: Mit dem Netzbetrieb in Hamburg sind jedes Jahr zig Millionen Euro zu verdienen.“

Siehe auch hier:

Der Konzern verschweigt bislang die tatsächlichen Gewinne aus dem Netzbetrieb. Untersuchungen im Auftrag der Hamburger Umweltbehörde hatten aber vor drei Jahren gezeigt, dass Vattenfall allein mit der Fernwärme bis zu 60 Millionen Euro Gewinn pro Jahr einsackt! Angesichts dieser Zahlen ist ein gezielter Rechtsverstoß also eindeutig verschmerzbar, selbst wenn die Bundesnetzagentur für Vattenfall die Höchstrafe festlegt.

SPD schweigt zu den Vorwürfen gegen Vattenfall

Auffällig ist das Schweigen der SPD bzw. des Hamburger Senats zu diesen Vorwürfen gegen Vattenfall. Seit dem Frühjahr 2012 hat die SPD in der Bürgerschaft durchgesetzt, die Energienetze mit Vattenfall und E.on als Minderheitsaktionär zu betreiben und hat 25,1 Prozent der Anteile der drei Gesellschaften übernommen. Damit stellt sie sich an die Seite der beiden Konzerne und zieht gegen den Volksentscheid ins Feld, diffamiert deren Befürworter als Märchenerzähler und Fantasten, die Hamburgs Wirtschaft gefährden. Gegen ein breites Bürgerbündnis von über 45 Organisationen erklärt die SPD Vattenfall und E.on zum „Partner für die Energiewende und Hamburg“.

Zu den inzwischen wiederholten Rechtsverstößen von Vattenfall schweigt die SPD-Führung bislang. Dabei sitzen SenatsvertreterInnen und Vattenfall-Manager in den Aufsichtsräten gleich drei gemeinsamer Unternehmen am Tisch.

Mehr zu SPD und dem Volksentscheid auf umweltFAIRaendern.de

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